Züchtungen beim Hanf ermöglichen Genduplikation für höhere THC-Gehalte

Viele Gerüchte ranken sich um die stärkeren Hanfzüchtungen, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind. Einige vermuten schon direkte Genmanipulation, die so aber nicht bestätigt werden kann. Hingegen haben einige Forscher direkte Züchtungen ausprobiert. Sie haben eine Nutzhanfsorte und eine THC-reiche Sorte gekreuzt und dabei herausgefunden, dass ein Teil der Nachfahren deutlich höhere THC-Gehalte durch Duplikation der Gene aufweist, aber auch defekte CBDA-Synthesegene aufweise. Sie konnten als aufzeigen, dass es keine direkte Genmanipulation benötigt, um neue starke Sorten zu erzeugen.

Die Studie Gene duplication and divergence affecting drug content in Cannabis sativa von George D. Weiblen, Jonathan P. Wenger, Kathleen J. Craft, Mahmoud A. ElSohly, Zlatko Mehmedic, Erin L. Treiber, M. David Marks ist im Jahre 2015 erschienen im Open Access und ist als Gesamttext verfügbar. Für zukünftige Cannabiszüchter ebenso für Kritiker des „Gengrases“ bestimmt eine interessante Lektüre.

 

DOI: 10.1111/nph.13562

Schlafapnoe – Besser schlafen durch Cannabis

Bei Schlafapnoe, einer schlafbezogenen Atmungsstörung, tritt während des Schlafes Atemstillstand (auch unter der Bezeichnung Apnoen bekannt) ein, der zu einer erheblichen Störung der nächtlichen Ruhe führt. Schlafapnoe-hilfe.de informiert über Symptome, Ursachen und sonstigen Begleiterscheinungen.

Eine mögliche Behandlungsmethode ist die Einnahme von Cannabis, um folgende Symptome vorzubeugen: Tagesmüdigkeit, Schwindelgefühle sowie Konzentrationsschwächen und damit verbundene depressive Erscheinungsbilder sind typische Folgen von Schlafstörungen. Schlafapnoe kann außerdem Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle verursachen, da Atemaussetzer zu einer höheren Herzfrequenz oder einem höheren Blutdruck führen können.

Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde Cannabis als Mittel gegen Schlafstörungen eingesetzt. Durch die Einnahme von Cannabis kann der Blutdruck und die Körpertemperatur gesenkt werden. Allgemein wird dadurch ein beruhigender und entspannter Effekt erzielt. Umfragen zeigen, dass Cannabis in vielen Fällen als Einschlaf- und Schlafmittel eingesetzt werden. Etwa 50% der Personen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, nutzen die Wirkung gezielt als Einschlaf- und Schlafmittel.

Seit März 2017 kann Cannabis von allen Ärzten in schwerwiegenden Fällen als Behandlungsmöglichkeit verschrieben und rezeptpflichtig in der Apotheke erworben werden. Wenn es zu einer Behandlung mit Cannabis kommt, ist es von großer Bedeutung, dass darauf geachtet wird, welche Cannabis-Sorte ausgewählt und in welcher Form dies eingenommen wird. Die Sorte Indica soll Patienten Berichten zufolge im Gegensatz zur Sativa-Sorte zu einer besseren Entspannung führen. Dies tritt jedoch nicht in allen untersuchten Fällen auf, einige Patienten berichten von einer fördernden Wirkung beider Sorten. Bei der Form der Einnahme sollte ess- oder trinkbares Cannabis dem inhalierten Cannabis vorgezogen werden. Inhaliertes Cannabis besitzt in der Regel eine Wirkung von 3-4 Stunden, während die Wirkung von ess- oder trinkbarem Cannabis bis zu 8 Stunden anhalten kann, was in etwa dem Schlafzeitraum eines Erwachsenen entspricht. Beim Verzehr von Cannabis muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Wirkung erst nach etwa einer Stunde einsetzt. Außerdem ist es möglich, dass geringe Dosierungen erst einmal anregend sind und eine beruhigende Wirkung erst bei einer höheren Dosierung eintritt.

Ein positiver Effekt von Cannabis als Mittel gegen Schlafstörungen ist eine geringere Abhängigkeit im Vergleich zu anderen Mitteln wie Alkohol oder chemischen Medikamenten. Außerdem führt die Einnahme von Cannabis zu einem sehr erholsamen Schlaf. Tiefschlafphasen sind im Gegensatz zu der Einnahme von Alkohol oder chemischen Medikamenten intensiver und länger. Bei einer dauerhaften Einnahme von Cannabis als Schlafmittel wird jedoch auch vor einer Abhängigkeit gewarnt. Wird Cannabis regelmäßig in hohen Mengen konsumiert, muss auf längere Sicht eine höhere Dosierung angewendet werden, um einen gleichbleibenden Effekt zu erzielen, wodurch die Abhängigkeit weiter ansteigen könnte.

Drogenbeauftragte Mortler über die Todesstrafe

Mortler unterstrich: «Ich kann nicht ruhig bleiben, wenn Drogenabhängige und Kleindealer mit dem Tode bestraft oder – ohne jede Form rechtsstaatlichen Verfahrens – unter offensichtlicher Duldung oder sogar unter Beteiligung staatlicher Institutionen ermordet werden! Lassen Sie uns nicht zusehen und schweigen, wenn Menschen, die nur im vagen Verdacht stehen, etwas mit Drogen zu tun zu haben, vor den Augen ihrer Eltern, Ehepartner, ja der eigenen Kinder umgebracht werden.»

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