Drogenbeauftragte distanziert sich von Merkels Antwort zur Cannabisfrage

Der Nutzer Wolfgang Schmitt hat am 1.12.2011 auf Abgeordnetenwatch gefragt, wie Frau Bundeskanzlerin Merkel zu ihren Antworten in dem Bundestags-Youtubeangebot zur Cannabisfrage komme. Dies insbesondere, da zum einen die Drogenbeauftragte schon auf abgeordnetenwatch geantwortet hatte, dass sie und ihre Mitarbeiter stehts bemüht seien, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeitnah in Ihre Stellungnahmen einzubeziehen, zum anderen die Antwort sich deutlich von den wissenschaftlichen Erkenntnissen unterscheidet:

Anfrage zum fachlichen Hintergrund von Merkels Cannabisantwort

Ich würde dann gerne wissen, wie Frau Bundeskanzlerin Merkel zu den Aussagen in Ihrer Youtube-Angebot kommt, welche sich Krass unterscheiden, von dem was Sie sagen, was das Gesundheitsministerium sagt, was die BzgA sagt, die Hauptstelle für Suchtfragen und alle anderen auch … (vergleich dazu hanfverband.de ) ?

Die Antwort von Mechthild Dyckmans

..kam am 19.12.2011 und wirkt deutlich Distanziert von der Antwort von Bundeskanzlerin Merkel:

Sehr geehrter Herr ..,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Welche Informationsquellen Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel bei dem von Ihnen angesprochen Interview genutzt hat, ist mir nicht bekannt. Diese Frage kann Ihnen sicher das Bundeskanzleramt beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Dyckmans

Da fragt man sich, wozu man den eine Drogenbeauftragte benötigt, wenn die nicht mal ihren Job – also das Informieren – macht.

Nun, ich habe eine E-Mailanfrage an das Bundeskanzleramt gesendet als diese Antwort einging. Bislang gab es keine Antwort. Vielleicht sollte man es mal mit dem Informationsfreiheitsgesetz probieren?

4 Kommentare zu “Drogenbeauftragte distanziert sich von Merkels Antwort zur Cannabisfrage

  1. danke, dass du da weiter nachhakst. informationsfreiheitsgesetz? das hat doch
    bei der dokumenteneinsicht auch geklappt, also ran an die front :)
    peace

  2. Das ist eigentlich schon unglaublich. Die Frau wird ja unter anderem dafür bezahlt, die fachlichen Informationen ihres Bereichs im Kabinett, also auch bei der Kanzlerin, einzubringen.

    Also, warum weiß Frau Dyckmanns nicht woher Frau Merkel ihre Infos hat? Reden die beiden denn niemals miteinander?

  3. Frauen sind beim Drogenkonsum deutlich unterrepräsentiert. Daran wird`s wohl liegen, dass nur Müll statt Fachwissen geäussert wird. Man(n) sollte eine Cannabis-(Be)Nutzer-Frauenquote einführen.

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