Marokko spricht über den Export von Marihuana

Flagge von Marokko GrafikDie Welt und andere Quellen berichten, dass Teile der islamistischen Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) des Ministerpräsidenten Abdelilah Benkirane eine Legalisierung des Cannabis-Anbaus befürworten würden, ebenso dabei seien viele Abgeordnete der oppositionellen „Partei für Authentizität und Moderne“. Die Vorlage kam von einer Lobbygruppe um Chakib Khayari. Mohamed Boudra, Gouverneur der besonders stark vom Hanfanbau abhängigen Region Hoceima-Taounate und Mitglied der Oppositionspartei, wolle die Legalisierung innerhalb von drei Jahren erreichen.

Über 800.000 Bürger von Marokko leben vom noch illegalisierten Anbau von Marihuana und generieren nicht unbeträchtlichen Jahresumsatz von rund acht Milliarden Euro oder nahezu zehn Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Das zumindest schätzt eine lokale Lobbygruppe mit dem Namen „Netzwerk zur industriellen und medizinischen Nutzung von Marihuana“.

Die Legalisierung und der Verkauf durch staatliche Stellen zu medizinischen Zwecken würde dem illegalisierten Drogenhandel schaden und so den offiziellen Export ankurbeln. Marokko hätte es wirtschaftlich nötig, um die Aussenhandelsdefizite abzubauen.

„Wir müssen die medizinischen Wirkungen der Pflanze herausstellen und an Exporte und den Verkauf an die Pharmaindustrie denken. Damit lassen sich auch ausländische Investitionen ins Land holen“, sagt der PJD-Abgeordnete Abdelahim Allaoui. Es handele sich um einen vielversprechenden Wirtschaftssektor.
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„Wir wollen den Bauern eine Alternative bieten, von der sie leben können und sie zugleich aus der Falle des Drogenhandels befreien“, sagt Chakib Khayari von der Lobbygruppe mit dem Ziel der Legalisierung. Die Polizeikräfte könnten dann überdies gezielt gegen den Drogenhandel vorgehen, sagte er.

via Die Welt

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