Suchtmittel bei radioeins

Zuhörermeinung für radioeins:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe radioeins für relativ seriös gehalten. Allerdings haben Sie mich in den aktuellen Nachrichten, welche vor einigen Sekunden (27.11.2007, 15 Uhr) lief, sehr enttäuscht.

Der Sprecher sprach zum Thema “Drogen- und Suchtbericht” über “Suchtmittel”.

Dieses Wort ist ein Unwort!

KEINER auf dieser Welt benutzt ein Mittel um Süchtig zu werden!

Korrekt – wenn auch sehr altertümlich – würde es “Rauschmittel” heissen! Oder noch besser: “illegalisierte Substanz”. Denn es sind Menschen dafür verantwortlich, dass Cannabis, Coca und andere illegal sind!

Weiterhin will ich Anmerken, dass viele der Organisationen die im Zusammenhang mit dem “Drogen und Suchtbericht” zuarbeiten – und diesen erwähnten Rückgang beim Cannabiskonsum erzielt haben – ehrenamtlich und ohne staatsunterstützung Arbeiten. Das lässt der Radiosprecher nicht durchschauen – als ob es alles nur Regierungsangelegenheit wäre.

Im Gegenteil: Die Regierung verhindert echte Aufklärung!

Berlin – 16.11.07: Über das Konzept des Cannabis Social Club

16. November 2007, 18 Uhr: Über das Konzept des Cannabis Social Club: Aus Spanien kommt ein neues interessantes Modell für die Deckung des Eigenbedarfs für volljährige Menschen. Das Modell beinhaltet einen nicht-kommerziellen Verein und kontrolliertes Anbauen. Vorstellung, Infos, Planung.

In der Offenen Uni BerlinS, Phillippstr.13, Berlin-Mitte – www.offeneuni.tk

Weitere Informationen zu der Seminarreihe: http://kuerzer.de/drogenthematik

Das Seminar zur Drogenthematik will eine sachliche Auseinandersetzung mit der Thematik, weder Verteufeln, noch Empfehlen und das Wissen weitergeben.

26.10.07: Seminar zur Drogenthematik: Statement zum Workshop “Drogenerkennung im Strassenverkehr”

Am 26. Oktober 2007 hat das Seminar zur Drogenthematik einen Workshop zum Thema “Drogenerkennung im Strassenverkehr” durchgeführt. Es fand sich eine interessierte Gruppe zusammen und es wurden angeregt Gespräche geführt. Die Teilnehmer kritisierten scharf die dahinterstehende Politik, insbesondere die für die willkürliche Handhabung zur Indizienfeststellung. Auch die Hilfestellungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) leite eher zu Willkür an – immer getreu dem Motto: Irgendwas werden wir schon finden.

Dies leite auch über zur aktuellen Diskussion über einen Cannabis-Grenzwertes im Straßenverkehr. Die Grenze, bis zu der das Führen eines Fahrzeuges sanktionsfrei bleiben soll, muss sich laut DHV an aktuellen Forschungsergebnissen orientieren und zwischen sieben und zehn Nanogramm THC pro Milliliter Blutplasma (7-10 ng/ml) liegen. Die Leistungsbeeinträchtigung sei bei dieser THC-Menge mit der einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,5 Promille vergleichbar.

Da aber auf dem Weg vor dem Vorliegen einer Blutprobe die körperverletzende Blutentnahme steht, sind damit die Personen wiederum der Willkür ausgesetzt.

Weitere Informationen zum Seminar zur Drogenthematik befinden sich auf http://kuerzer.de/drogenthematik .

Seminar zur Drogenthematik: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren

19. Oktober 2007, 18 Uhr: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren – dazu Informations-Desinformationspolitik der Bundesregierung am konkreten Beispiel. Mit Hans Cousto.

Das Monitoring von Websites heißt die Nutzung der Angebote auf Websites zu analysieren. Diese Analysen geben Aufschlüsse über das Interesse der Nutzer bezüglich der angebotenen Informationen respektive über das Interesse bestimmte Informationen in Form von Erfahrungsberichten oder Beiträgen in Foren weiterzugeben. Hierbei zeigt sich derzeit ein Trend an, daß vermehrt Informationen zu Opiaten (u.a. Heroin) weitergegeben werden wie auch nachgefragt werden.

Am Jahreskongreß wissenschaftlicher Psychonautik (Entheovision 4) am 29./30. September 2007 in Berlin berichtete Hans Cousto in einem Referat vom Informationsverhalten von Nutzern im Internet und ging dabei auf die aktuellen Trends ein. Aufgrund der starken Resonanz und vieler Nachfragen wird der nächste Workshop zum Thema Drogen (Reihe Seminare zur Drogenthematik) in der Offenen Uni Berlin dem Thema »Nutzung von Drogeninformationen im Internet« gewidmet sein. Der Workshop wird von Hans Cousto geleitet werden und wird am 19. Oktober 2007 um 18 Uhr in der Offenen Uni BerlinS (Haus 20, Phillipstr. 13, 10115 Berlin) im Seminarraum 2 stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Weiteres auf den Webseiten der Gruppe: http://kuerzer.de/drogenthematik.

Entheovision & Klangwirkstoff – Zwei Kongresse zur Bewußtseinsforschung in Berlin – 29./30.09.2007

Am 29. und 30. September 2007 finden in Berlin gleich zwei Kongresse zur Bewußtseinsforschung statt. Der Kongreß »Entheovision« befaßt sich mit Themen rund um bewußtseinsändernde Pflanzen und Substanzen. Dazu gehören Betrachtungen zu Botanik, Psychologie, Ethnologie, Politik, Kunst und Pharmakologie. Der Kongreß »Entheovision« findet im großen Hörsaal und den Seminarräumen des Botanischen Museums (Königin Luise Straße 6-8) im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin in Berlin-Dahlem am 29. und 30. September 2007 statt.

Der Kongreß »Klangwirkstoff – Kongreß für Multimediale Bewußtseinsforschung und Harmonik« und die anschließenden Konzerte finden im Aqua Ritter in der Ritterstrasse 24 in Berlin-Kreuzberg am 29. September 2007 statt. Dort wird es molekular gestimmte Musik zu hören geben, die wie planetarisch gestimmte Musik, nach streng harmonikalen Kriterien komponiert wird, das heißt im Einklang mit gegebenen harmonischen Strukturen und auf Basis der natürlichen Gesetzmäßigkeiten der »Kosmischen Oktave«. Grundlage der kompositorischen Elemente dieser Musik (Tempo, Rhythmus, Tonstufen, Intervalle) sind die im Ultraviolett- respektive im Infrarot-Bereich (UV- und IR-Bereich) physikalisch meßbaren Resonanzen der Moleküle. Der Klang der psychotropen Moleküle (psychoaktive Substanzen) ist von relevanter Bedeutung, da auf musikalischem Wege die Schwingungsstruktur des Moleküls erfahrbar wird, ohne daß man dabei die entsprechende Substanz erwerben, besitzen oder konsumieren muß.

Da die »Entheovision« während der Tageszeit stattfindet, der Kongreß »Klangwirkstoff – Kongreß für Multimediale Bewußtseinsforschung und Harmonik« jedoch in den Abendstunden und während der Nacht, können Besucher an diesem Wochenende an beiden Veranstaltungen teilnehmen.

Pressemitteilung vom 10. September 2007 zur Bewußtseinsforschung
www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse07-09-10.html
Druckerfreundliche Version (PDF-Format, 243 KB, 15 Seiten)
www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse07-09-10.pdf

Retrospektive der Hanfparade 2007

Ola!

Ich hab ja lange mit mir gekämpft und war zum Glück auch erstmal im Urlaub. Weil aber nach einer Organisatorenmeinung gefragt wird, hier meine Einschätzung der Parade, ein paar Klarstellungen und was mir sonst noch einfällt.

Zunächst was grundlegendes:
Die Hanfparade hat mit dem DHV nichts zu tun. Georg, mein Chef beim DHV, ist kein großer Fan von Demos. Das hindert mich (Steffen Geyer) aber nicht daran, in meiner Freizeit an der Hanfparade mitzuwirken. Auch der Verein Bündnis Hanfparade e.V. hat mit der Hanfparade2007 nichts zu tun. Der ist nämlich seit Oktober 2006 Pleite und die Feststellung der Insolvenz ist beantragt. Eine Rettung des Vereins würde mindestens 15.000 Euro kosten und selbst wenn dieses Geld da wäre, würden danach dennoch die Aktiven fehlen, ohne die ein Verein nicht arbeiten kann.


Nun ein kleiner Ausflug in die Organisation:
Nachdem es 2007 lange so aussah, als ob es gar keine Hanfparade geben würde, haben sich am 28.02. fünf Einzelpersonen getroffen und beschlossen doch eine Pro-Hanf-Demo zu organisieren. Diese handvoll Leute waren: Tribble (Hanf Museum Berlin), Julia (Bündnis 90/ Die Grünen), Sokratis (ehem. Hanfinitiative FFM), Ulli (ex ACM) und ich (Hanfparade, DHV).
Damit uns irgendwer beoi der Orgaarbeit unterstützen kann, haben wir unsere Ideen in einen Wiki gepackt und ich hab die Erstausstattung des Wikis in 25 Hanfforen gepostet und um Unterstützung geworben.

Ohne Verein im Rücken, ist jeder Euro der für die Veranstaltung fließt für den der ihn in die Hand nimmt ein hohes Risiko. Erstens weil das Finanzamt seinen Teil will und zweitens, weil er im Zweifel auch für entstehende Schulden haftet. Dieses Risiko konnten und wollten wir Studenten, Teilzeitbeschäftigte oder Arbeitslose nicht eingehen! Also war klar, dass man die Hanfparade 2007 irgendwie ohne Sponsoren gebacken kriegen muss. Das haben wir auch so angekündigt:

“Da wir kein Verein oder sowas sind, haben wir auch kein Geld. Die Organisation und Durchführung der Hanfparade sollte also möglichst nichts Kosten.”

Jedem, der nicht auf den Kopf gefallen ist, sollte zu diesem Zeitpunkt (März 2007) klar gewesen sein, dass man mit Null Budget, ner handvoll Organisatoren und nur 6 Monaten Zeit keine Berge versetzten kann. Unter diesen Voraussetzungen eine ähnliche Veranstaltung wie 1998 oder 1999 mit Bühnenprogramm und hunderttausenden Postern und Flyern zu erwarten, ist albern.

Um der (berechtigten) Kritik der vergangenen Jahre zu entsprechen, haben wir ein Motto gewählt, dass sich explizit nur mit Cannabis beschäftigt – Gib mir 5 – Gegen Gift im Gras. Ausserdem haben wir unser Anliegen in einem Text erklärt und ich habe auch den in den Foren gepostet und mich mit den Reaktionen beschäftigt:
“Bundesweite Demonstration gegen Streckmittel und gesundheitsgefährdende Zusatzstoffe in Cannabisprodukten und für eine Legalisierung des heimischen Anbaus von Hanf für den eigenen Bedarf.

Die rund vier Millionen Cannabiskonsumenten Deutschlands haben ein Problem! Seit mehr als einem Jahr leiden sie unter der Geldgier skrupelloser Geschäftemacher. Immer öfter wird auf dem Schwarzmarkt gestrecktes Marihuana angeboten. Die mit Glas, Sand, Zucker oder Plastik verseuchten Cannabisprodukte gefährden dabei nicht nur die Gesundheit der Konsumenten. Wenn Streckmittel aus dem harmlosen Genussmittel Hanf einen giftigen Chemiecocktail machen, muss die ganze Gesellschaft die Folgen tragen. Obwohl bereits mehrere Länder Europas amtliche Warnungen veröffentlicht haben, streitet die Bundesdrogenbeauftragte die Existenz von gestreckten Cannabisprodukten in Deutschland weiter ab.

Ein Umdenken in der deutschen Drogenpolitik ist mehr als überfällig. Die PolitikerInnen werden erst dann handeln, wenn WIR sie dazu zwingen.

Prohibition bedeutet Krankheit, Knast und Elend! Nur ein legaler Hanfmarkt kann den Graspanschern und ihren Hintermännern das Geschäft versauen! Nur wer sein Gras selber anbaut, weiß was im Joint drin ist! Nur die Legalisierung macht wirksamen Jugendschutz und Qualitätskontrollen möglich!

Am 25.August fordern wir deshalb auf der Hanfparade 2007 in Berlin:
* Aufhebung des Hanfsamenverbots von 1998
* Entkriminalisierung des Eigenanbaus von fünf Hanfpflanzen
* Kostenlose Analyse von Haschisch und Marihuana auf Streckmittel, Schimmel, Pestzide und Bakterien

Die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel kann nur gelingen, wenn die Cannabiskonsumenten und deren Angehörige und Freunde ihre Stimme erheben. Kommt zu Hanfparade 2007 und fordert euer Recht auf sauberes Gras!”

Darüber hinaus haben wir die Anzahl der Paradewagen reduziert und darum gebeten über einen Wagen OHNE Musik nachzudenken:
“Da wir nur mit maximal 1000 Teilnehmern rechnen, ist es nicht sinnvoll mehr als 4 Wagen mit Musik zu haben. Und auch die sind eigentlich schon zwei zuviel. Paradewagen ohne Beschallung (ausgenommen Reden oder Offene Mikrophone) sind immer willkommen.”

Natürlich haben wir uns auf die Suche nach Kooperationspartnern, Vereinen und Rednern gemacht. Leider war das Echo auf unsere Kontaktversuche aber mäßig bis nix. Das mag daran liegen, dass manch einer am Konzept Hanfparade zweifelt, hat aber auch viel damit zu tun, dass es schlicht und ergreifend keine aktive Legalize-Szene in Deutschland gibt! Wer das nicht glaubt, kann gerne mit mir ne Liste von Aktiven und Vereinen zusammen stellen.

In der wenigen Zeit vor der Demo haben wir:
a) ein Posterlayout gesucht und gefunden
b) eine Sonderausgabe des Hanf Journals geschrieben
c) regelmäßig in den Hanfforen über Neuigkeiten informiert
d) Kontakte mit regionalen und überregionalen Medien gesucht
e) eine Kooperation mit dem Hanf Journal und dem Yaam geschlossen und so eine kostenlose Afterparty ermöglicht
f) uns mit der Berliner Polizei herumgeärgert
g) versucht Einzelaktionen zu unterstützen
h) versucht Leute zur Teilnahme bzw. zu Fahrgemeinschaften zu motivieren
i) und noch mehr

Das alles passiert ohne Bezahlung und meist auch ohne Lob bzw. positives Feedback!


Endlich was zur Veranstaltung:
Klar wäre es schöner gewesen, wenn da nicht 600 sondern 600.000 Leute gewesen wären, aber für die kurze Zeit und ohne Geld sind auch 600 Teilnehmer eher mehr, als wir realistisch erwarten durften.

Auch wenn das manche nicht glauben wollen, war die Hanfparade2007 wahrnehmbar politischer. Es gab deutlich mehr Transparente (für deren Inhalt die Organisatoren außer beim Leittranspi nix können) und auch mehrere nette Aktionen. So hatte z.B. Susi, bei der ich mich an dieser Stelle nochmal bedanken möchte, fast 100 grüne Kittelschürzen gebastelt und viele davon auch noch mit passenden Slogans geschmückt. Darüber hinaus ist Sokratis die ganze Zeit mit einem Megaphon unterwegs gewesen und hat die Forderungen der Hanfparade verkündet.

Musik gab es auf der Hanfparade2007 nur an einem Ort – dem Paradewagen der Grünen. Die haben Reggea gespielt, was aber auch deren Entscheidung ist. Selbst wenn aus den Lautsprechern nur Gabba gekommen wäre, hätten wir Organisatoren das akzeptiert. Wir haben noch nie jemandem vorgeschrieben, welche Musik er mag/hört/spielt und das ist nach meiner festen Überzeugung auch die einzig legitime Vorgehensweise für eine Demo, die mehr Toleranz und Akzeptanz und weniger Verbot und Engstirnigkeit fordert!

Mit der Route der Hanfparade2007 haben wir versucht es beiden Fraktionen recht zu machen. Zum einen denen, die nach größtmöglicher öffentlicher Wahrnehmung schreien – Für die war sicher die erste Hälfte der Strecke, die beste seit Jahren. Zum anderen denen, die glauben, dass eine Demo da lang führen sollte, wo ihr Klientel sitzt – für die ging es am Ende durch Kreuzberg. Ich persönlich fand die Strecke ganz schick, auch wenn viele über die Länge gejammert haben.

Politische Reden gab es besonders auf der Auftaktkundgebung reichlich und unter anderem von Julis, Grüne Jugend, Hanf Museum Berlin, Eve & Rave Berlin, Fuckparade… Während der Demo hat dann auch Ströbele gesprochen. Der Salvia-Redner war im übrigen Tibor Harrach. Was die Leute sagen kann man ihnen schlecht vorschreiben. Wie stellt ihr euch das vor? Sollen wir wenn jemand Salvia sagt, die Bühne stürmen und ihm das Mikro aus der Hand reißen? Ist das euer Demokratieverständnis?

Das nicht alles reibungslos geklappt hat – Mea culpa. In den vergangenen Jahren sind solche Probleme auch aufgetaucht, konnten aber von mehr Aktiven in der Regel aufgefangen werden, so dass man es nicht so krass bemerkt hat.

Sich über die Teilnehmer aufzuregen, besonders die Art in der das hier von einigen getan wird, will ich lieber nicht kommentieren.
Nur soviel – die Mädels mit dem Einkaufswagen haben die ganze Zeit leere Flaschen eingesammelt. Ich finde den ökologischen Ansatz eher lobenswert und habe auch kein Problem damit, wenn jemand so aussieht, wie er nunmal aussieht.


Bilder und Videos der Hanfparade2007
Bilder
– von Julia Seeliger http://www.flickr.com/photos/moderne…7601672674997/
– von Mediaparker http://www.flickr.com/photos/linkspa…7601713147538/

Videos
– Spiegel Online vom 26.08.2007 “Hanfparade in Berlin: Freie Menschen, freie Liebe, freie Drogen” http://www.spiegel.de/videoplayer/0,6298,20996,00.html
– Exzessiv vom 04.09.2007 “Exzessiv – 88 – Bilder der Hanfparade 2007 – Teil 1″ http://www.youtube.com/watch?v=EzPSYJesqf0
– Exzessiv vom 12.09.2007 “Exzessiv – 89 – Bilder der Hanfparade 2007 – Teil 2″ http://www.youtube.com/watch?v=zB-nK0g7wsw

Infos über mehr Bild/Ton-Material bitte an mich (steffen@hanfparade.de) senden.


Zusammenfassung:
Die Hanfparade hat ein Problem – eigentlich sogar mehrere.
1. Zu Wenige beteiligen sich an der Organisation.
2. Die die nichts selbst tun, fordern von den wenigen Aktiven zuviel.
3. Die Organisation muss früher beginnen.
4. Alle sollten ihre Vorstellung von der Hanfparade frühzeitig in die Organisation einbringen.

Die Organisatoren sind für Vorschläge und Ideen offen. Bereits gestern haben wir in einer vergleichsweise großen Runde (7 Personen) über die Hanfparade2008 gesprochen. Bis Ende des Monats werden wir “unsere” Pläne vorstellen und mit euch diskutieren! Hier mal meine Aufzeichnungen von gestern (ich lass jetzt mal die Teile die nicht direlkt mit der HP2008 zu tun haben weg):

Hanfparade 2008 Brainstorming

Termin

* Schulferien 17.07.- 29.08. -> letztes Wochenende wegen Schuleinführungen meiden
* verbleibende Samstage im August -> 03., 10., 17.
* Großveranstaltungen abchecken -> Fuckparade, CSD, Kiezfeste

Motto

* möglichst offen für andere Drogen vs. Hanfbezug
* Vorschläge
* Schöner Konsumieren
* Gegen Angst
* Hanfverbot ist fundamentalistisch -> Vergleich mit dem Musikverbot der Taliban
* Tanzen nicht Marschieren
* BTMG bricht Menschenrecht
* Gegen BTMG-Terror
* Gegen Drogenfundamentalisten
* Stoppt den Paragraphenterror
* Multikulturell, Mutikonsumell, Multi…
* Rundmail zur Mottofindung + Forenrunde
* Sprache der Politik verwenden vs. Verständlichkeit für Normalbürger
* Verbindung zum Nichtrauchergesetz

Demoroute

* kürzer als letztes Jahr
* Steffen denkt an Alexanderplatz- Unter den Linden- Friedrichstrasse- Potsdamer Platz

Abschlusskundgebung

* auf Privatgelände ist Teilnehmerfreundlicher
* im öffentlichen Raum ist teurer, aber bringt mehr Aufmerksamkeit
* Hanf Journal macht wieder eine Party -> vermutlich im Yaam, kostenlos für Besucher der Hanfparade

Afterparty

* offizielle Party vs. möglichst viele

Mobilisierung

* Festivals nutzen
* Flyer verteilen
* Infostände
* Smoke-Ins
* gerne auch in anderen Städten
* in Berlin muß man die wohl selbst machen
* andere themenähnliche Demos + Veranstaltungen
* regelmäßige Presse- und Internetarbeit (Hanfzeitungen, Foren)
* öffentlicher Aufruf zur Demo, möglichst von vielen unterschreiben/unterstützen lassen
* Sonderausgabe des Hanf Journals ist möglich

Ansprechpartner und potentielle Unterstützer

* Hanfmedien
* Hanfforen
* Vereine und Instututionen
* Hanfaktive
* Politiker
* Bauern, Mediziner u.ä.
* Künstler und Musiker

Sponsoren

* Henk will in erster Linie Sponsoren für Mobilisierung suchen
* Sponsoren für Paradewagen suchen (Canna-Wagen etc.)
* einzelne Veranstaltungsteile “verkaufen”

Flyer/ Poster

* frühzeitig ein Motiv suchen und damit Sponsoren werben
* dezentrale Verteiler suchen -> HanfparadePropaganaCenter (HPC) wiederbeleben, aber neu erfinden
* Headshop-Versender nutzen um Material zu verteilen (z.B. Grow-In Berlin)
* Flyer für Hanf Journal Afterparty mit nutzen

Sonstiges

* Vorveranstaltung mit Vorträgen oder Podiumsdiskiussion
* Freitag vor der Hanfparade
* potentielle Redner Tibor, Hans, Georg
* Kinoabend mit Hanffilmen
* Sonntag nach der Hanfparade
* z.B. im RAW oder Tacheles
* Programmkinos anfragen
* Cooperation mit Fuckparade?
* Sternmarsch mit gemeinsamer Abschlusskundgebung
* wechselseitige Beteiligung mit Paradewagen
* Zeitplan erstellen”

Damit hinterher nicht wieder gemeckert wird:

WIR TREFFEN UNS JEDEN DIENSTAG AB 18:00 UHR IM HANF MUSEUM BERLIN. BEI DEN TREFFEN IST JEDER WILLKOMMEN UND WIRD ANGEHÖRT. DIE FRISUR IST UNS EGAL!

Berlin: Hanfparade mit über 600 Demonstranten zog durch die Stadt!

25. August 2007: Hanfparade, die europäische Pro-Cannabis Demonstration welche jährlich durch die Berliner Innenstadt demonstriert, war dieses Wochenende unterwegs. Die über 600 Teilnehmer forderten bei bestem Sonnenschein die Nutzung von Hanf als Medizin, Rohstoff und Genussmittel. Begleitet wurden sie von drei Hundertschaften der Berliner Polizei.


by julia seeliger

Auf der Friedrichstrasse
by julia seeliger
Im Vorfeld der Parade wurde das Aktionmobil beschlagnahmt – da es zu kleine Aussenspiegel und ungenügende Elektrik hätte. Extrem schade, denn das Aktionsmobil hatte schon die Fuckparade, ein Wochenende vorher, angeführt und es wurde somit nicht mit diesem Stress gerechnet.


by julia seeliger

Es gab 3 Festnahmen – 2 wegen Handel und eine wegen dem tragen Verbotener Symbole. Ausserdem eine unschöne Szene: Die zwei schwarzen Händler wurden von einem Polizisten unter Zeugen als ‘Neger’ beschimpft, daraufhin flog eine Flasche gegen die Polizei.

Hanfparade 2007 Leittranspi
Hanfparade 2007 Leittransparent

Viele der Redner gingen auf die Meldung der Zeitungen ein, nach der jetzt eine 51-jährige Frau aus NRW eine Cannabistinktur bekommen darf – allerdings kam nicht zu Wort, dass der gesamte Hintergrund bis diese Tinktur da ist – siehe “Cannabisextrakt ist fauler Kompromiss” – fehlt.


by julia seeliger

Der Wagen, welcher bei diese Hanfparade eine “andere” Pflanze darstellte, war der Grünen Wagen: Dieses Jahr unter dem Motto “Salvia Divinorum” – mit dem Leitspruch “Salvia verbieten – Natur verbieten – alles verbieten”.


by julia seeliger

Weitere Fotos von der Hanfparade 2007 findest du auf im Presseecho der Hanfparade.

Seattle Hempfest geht mit 150.000 Besuchern zuende, Hanfparade zieht dieses Wochenende durch Berlin

Die amerikanische Hanfbewegung war am letzten Wochenende auf den Beinen: Das Seattle Hempfest ging mit einem Rekord von 150.000 Besuchern zu ende, welche das 16. Hempfest feierten und für eine Cannabislegalisierung demonstrierten. Auch in Deutschland ist dieses Wochenende die Hanfbewegung unterwegs: Die Hanfparade zieht durch die Strassen Berlins!

Wie immer war das Hempfest auszeichnend für die Friedlichkeit, eine Dosis Kommrez und dem dicklichen süssen Geruch von verbrennenden Marihuana. Hunderte von Händlern, die meisten verkauften Glasspfeifen, 1-Meter Bongs und anderes Raucherzubehör, machten ein gutes Geschäft. Tausende von Feiernden konnten ungestört von der Seattler Polizei rauchen – die Polizei befolgte eine 2003 von Wählern eingebrachte “niedrigste Priorität” Regelung.

Etwa 60 Bands von Rock bis Raggae, von Hip-Hop bis Punk, sowie ein Zelt mit pumpender Technomusik waren vor Ort und unterhielten das Publikum.

“Hempfest ist, die Freiheit zu wählen und die Menschenrechte zu Bewerben”, sagte Organisator Vivian McPeak von der Bühne. “Verantwortliche, Gesetzesfolgende Erwachsene sollten nicht wegen Marihuanavergehen abgestraft werden!” erinnerte er die Besucher.

Seattle Hempfest Foto - Blick über die Besuchermenge

Weiteres auf StopDrugWar.com: Seattle Hempfest Report 2007

Polnische Regierung will Hanfblatt Symbol verbieten

In den News der größten Polnischen Tageszeitung “Dziennik” (”Täglich”) findet sich ein Artikel, dass die Koalition, welche die Regierung stellt, Liga Polskich Rodzin (LPR, www.lpr.org, übersetzt ‘Liga polnischer Familien’) eine rechts-aussen Partei, die Benutzung des Marihuana Symbols (das Hanfblatt) auf T-Shirts, Stifen, Pfeifen, Hüten usw verbieten möchte.

Nicht, dass dies alleine schon unglaublich wäre, als eine Form von Zensur und kulturellem Aufräumen mit Symbolen die sie nicht mögen, es ist auch direkt gegen die Hanflegalisierungskampagnen in Polen; wie wäre es möglich, eine landesweite Kampagne zum Informieren über, oder dem Legalisieren oder Entkriminalisieren von Hanf ohne das Hanfblatt Symbol zu machen?

Somit würde die Prohibition den politischen Fortschritt durch Zensur der politischen Debatte über die Drogengesetzgebung zerstören.
Möchtest du dich Engagieren, dass dies nicht passiert? Kontaktiere das polnische Parlament (Sejm, http://www.sejm.gov.pl ), den Senat ( http://www.senat.gov.pl ) und den Präsidenten ( http://prezydent.pl ) ??
Hier ist der Link zu dem Artikel, auf polnisch: http://www.dziennik.pl/Default.aspx?TabId=95&ShowArticleId=29033

Update:
Folgt man einem Gerichtsurteil und der zuständigen EU-Kommission ist ein solches Verbot wegen der EU-Werberichtlinie und Freihandel gemäß Artikel 226 EG-Vertrag nicht zu halten: Hier der Link dazu!