Kolumbien will den Verkauf von medizinischem Cannabis legalisieren

Grafik Karte Kolumbien auf der ErdeAm letzten Donnerstag, den 12. November 2015 hat der Präsident von Kolumbien, Juan Maenuel Santos, angekündigt einen Erlass herauszugeben, welcher den Verkauf von medizinischem Marihuana legalisieren und regulieren soll. ustizminister Yesid Reyes zufolge wird die Administration die Produktion und den Export von Cannabis zu medizinischen Zwecken regulieren.

Die Staaten Kolumbien, Mexiko, Uruguay und Chile haben in letzter Zeit Cannabis entkriminalisiert oder legalisiert. Sie zeigen damit eine weitgehende Änderung der Drogen- und Cannabispolitik in Latein Amerika auf. Die kolumbianische Regierung wird einen regulatorischen Rahmen entwickeln, um Cannabis zu verteilen und zu verkaufen.

Kolumbien hat vor etwa 20 Jahren geringe Mengen von Drogen entkriminalisiert, aber Cannabis ist bislang noch immer eine kontrollierte, d.h. verbotene Droge. Trotz der schweren Vergangenheit in Sachen Cannabis ist Latein Amerika bereit, Cannabis zu medizinischen Zwecken zu legalisieren. Senator Manuel Galan gab dazu an, dass etwa 400.000 kolumbianische Bürger an Epilepsie leiden und von der Möglichkeit von medizinischem Cannabis profitieren könnten.

via Washington Post: Colombia to legalize commercial sale of medical marijuana

Wird LEGO der nächste große Hanfverarbeiter?

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Wird dieser Hersteller der nächste große Hanfverarbeiter? LEGO hat über 100 Leute in ihrem Zentrum für nachhaltige Materialien angestellt, um das ultimative bessere Material zu finden und bis 2030 komplett Nachhaltig zu arbeiten. Welches könnte noch besser sein als lokal angebauter Hanf?

Schon im Juni kündigte die Geschäftsführung an, Forschung zu betreiben.

Besitzer der LEGO Gruppe, Kjeld Kirk Kristiansen gab dazu an: „Unsere Mission ist es, zu inspirieren und die Macher der Zukunft zu unterstützen. Wir glauben, dass unser zentraler Beitrag dazu durch das kreative Spielerlebnis, welches wir Kindern anbieten, entsteht. Das angekündigte Investment ist eine klare Stellungnahme für unsere kontinuierlichen Bemühungen, einen positiven Nachlass auf diesem Planeten, den zukünftige Generationen erben werden, zu hinterlassen.

Die Firma gab an, dass sie mehr als 150 Millionen US-Dollar in das Zentrum für nachhaltige Materialien investieren und es mit mehr als 100 Angestellten beleben wollen.

Die Hanf-Plastikforschung ist zur Zeit dabei, aus dem Labors herauszukommen und die ersten massenproduktkompatible Ergebnisse zu liefern. Darunter Hanffasern in Rübenzuckerbasierten PP, Hanffasern in PLA (zb. 3D-Drucker-fähig) sowie diverse Formpressteile. Eine direkte Umwandlung von Hanföl in Polymere ist zur Zeit noch nicht Marktfähig.

via NBC News: No More Plastic Legos? Company Searches for ‚Sustainable‘ Material

Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen drängt Regierungen, Entkriminalisierung von Drogen und Schadensminderung zu unterstützen

Crewmen from Seattle-based Coast Guard Cutter Mellon stand guard near 3,500 pounds of marijuana the crew offloaded from the cutter at Naval Base San Diego, Jan. 8, 2014. The Mellon's crew, along with the crews of San Diego-based Coast Guard Cutter Sea Otter, a Sacramento-based Coast Guard C-130 Hercules aircraft and a Customs and Border Protection Office of Air and Marine aircraft, interdicted the marijuana and more than 30 pounds of methamphetamine, and detained four suspected smugglers from a panga boat in international waters approximately 170 miles southwest of San Diego, Jan. 3. (U.S. Coast Guard photo by Petty Officer 3rd Class Connie Gawrelli)

Als Vorbereitung auf die Spezialsitzung über Drogenpolitik der Vollversammlung der Vereinten Nationen, welche im nächsten Jahr in New York stattfinden wird, haben sich Repräsentanten diverser Agenturen der Vereinten Nationen an einem High-Level Multistakeholertreffen in Genf, der Schweiz, zusammengefunden. Das Ziel der Veranstaltung war es, Wege zu erkunden um das aktuelle Drogenkontrollsystem in eine angemessene Antwort zu verwandeln, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und auf dem Respekt vor Gesundheit und den Menschenrechten basiert.

Das Treffen wurde von der Schweiz und Kolumbien durchgeführt und befasste sich mit diversen Schlüsselthemen, welche während weiterer Vorbereitungstreffen mit der Suchtstoffkommission (CND) in Wien noch vor dem UNGASS weiter Debattiert werden müssen.

Schon bei der Eröffnung der Veranstaltung hat der Schweizer Botschafter für die Vereinten Nationen in Genf gesagt, dass die Stakeholder schon ihren Willen gezeigt haben, das globale Drogenphänomen durch die Linse der Menschenrechte und der öffentlichen Gesundheit zu sehen.

„Wir wollen auf diesem Momentum aufbauen durch die Widerholung unseres Standpunktes in der Drogenpolitik, dass diese den Menschen in den Mittelpunkt stellen muss und untermauert wird durch die mächtige Verbindung von Menschenrechten und öffentlicher Gesundheit“, so der Botschafter Alexandre Fasel.

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30 Jahre Abenteuer: Die Geschichte von Sensi Seeds

Afghanistan, Südostasien, Niederlande … die vergangenen 30 Jahre waren ein echtes Abenteuer. Was als Reise aus Träumen gebaut begann, ist gewachsen und zu etwas Größerem, Mächtigeren geworden.

Schaut man sich die Geschichte von Sensi Seeds an, ihren preisgekrönten Sorten, das Informationszentrum, das gebaut wurde und seither stetig wächst, dann wissen wir, dass dies nur mit Liebe und Engagement erreicht werden konnte.

Unser Einsatz und unsere Hingabe für die Pflanze wachsen mit allem, was Sensi Seeds tun. Das gilt auch für uns.
Gemeinsam wachsen wir weiter.

GROW ON! #growonsensi

Ab dem 31.10. im Hanf Museum: „Kannabilder“ Cartoons, Illustrationen und Comics von Yorgos Konstantinou

Sin Papeles - Ein bekanntes Comicbuch von Yorgos: Über 50 Wege zu Kiffen ohne Blättchen!

Ich freue mich auf die Ausstellung von Yorgos Konstantinou, die ab dem 31.10. im Hanf Museum Berlin stattfinden wird: „Kannabilder“ Cartoons, Illustrationen und Comics. Los geht es mit einer Vernisage am 31.10. um 18 Uhr, die Ausstellung selbst kann bis Ende Januar 2016 begangen werden.

Yorgos, Jahrgang 1967, studierte Visuelle Kommunikation an der Berliner Universität der Künste. Leser der spanischen Zeitschrift Cáñamo kennen seine Comics und griechische Hanfaktivisten seine Plakate. Mit seinem Comicbuch „Sin Papeles“ (2004) zeigt er kreative Wege, ohne Blättchen Cannabis zu rauchen. Yorgos engagiert sich in bei IRÈNIA, einer Bildungs- und Friedensinitative.

Weitere Informationen zum Künstler:
Imagistan und auf seiner Webseite.

Genetische Forschung zeigt, dass Hanfsorten oft falsch bezeichnet sind

Hanfsamen gleich Hanfsamen? Oder was ist das in der Tüte?

In einer vor kurzem veröffentlichen Studie zeigen die Forscher auf, dass Hanfsorten oft falsch von ihren Produzenten bezeichnet werden. Viele in der Hanfscene kennen es: Die Hanfsorten haben bestimmte Namen wie Purple Kush, White Widdow und so weiter. Viele Hersteller geben eine Art kennzeichung nach Indica/Sativa an. Aber bekommt man eigentlich auch das, was versprochen wird? Dies dachten sich die Forscher und begaben sich in ein Labor.

Sie haben die größte vergleichende genetische Untersuchung von Cannabis bis zum heutigen Tage durchgeführt. Sie haben über 14000 Marker in 81 DNA-Proben verglichen. Bei einem Drittel der Vergleiche waren die Sorten genetisch gleicher zu Sorten mit unterschiedlichen Namen, als mit Sorten mit gleichen Namen. Es ist also oft so, dass man nicht das bekäme, was man wolle: Die genetische Identität einer Sorte kann nicht verlässlich über den Namen fest gemacht werden.

Auch die Herkunft der Marihuanasorten sei oft falsch angegeben. Die Unterscheidung in „Sativa“ und „Indica“ ist weit verbreitet in der Hanfgemeinschaft. Sativapflanzen sollen eher groß werden und eher Blüten mit einem stimulierenden Effekt hervorbringen während Indica kleiner sein sollen und eher Blüten mit einer entspannenden Wirkung hervorbringe. Die Untersuchung zeigt nun, dass nur wenig Übereinstimmung mit der durch den Produzenten berichteten Herkunft vorhanden sei. In einem Fall könnte es nicht falscher sein: Eine 100% Sativasorte (Jamaican Lambs Bread) war quasi genetisch identisch mit einer Sorte aus Afghanistan, welches 100% Indica sein sollte.

Gleichzeitig erkannten sie, dass Faserhanf und Rauschhanf sich auf genetischer Ebene signifikant unterscheiden. Die Unterscheidung der Population scheint sich nicht nur auf die Gene zur THC-Produktion zu beschränken.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die medizinischen und kommerziellen Potentiale der Hanfpflanze erst vollständig genutzt werden können, wenn ein verlässliches Klassifizierungssystem vorhanden ist. Ähnlich wie beim Wein oder Äpfeln möchte niemand viel Geld ausgeben, und dann nicht dass bekommen, was er oder sie möchte.

Es ist an der Zeit, dass Cannabisnutzer bemerken, dass sie oft nicht das bekommen, was sie möchten.

Darüber hinaus ist es an der Zeit für die Hanfsamenproduzenten, ihren Kunden die genetische Wahrheit zu erzählen anstelle 100 Jahre alter Klassifikationen, ihren genetischen Grundstock aufzuräumen und ihr Geld damit zu verdienen, verlässliche Sorten zu liefern.

Gesundheitsministerium legt Cannabisstudien falsch aus

Ich wundere mich immer wieder, warum das Bundesgesundheitsministerium Mythen und falsche Informationen über Cannabis in die Öffentlichkeit entlässt, sich sogar mit anderen Behördenzweige widerspricht und so weiter. Aktuell geht es zum Beispiel um die sogenannte „Einstiegsdrogentheorie“, welche schon lange wissenschaftlich widerlegt ist.

Also fragte ich beim Gesundheitsministerium durch das Informationsfreiheitsgesetz nach, woher denn diese Aussage käme. Das BMG antwortete mir tatsächlich. Nur leider gibt die Studie, auf die sich unsere Drogenbeauftragte Mortler (CSU) bezog, das nicht her. Die Studie beschäftigt sich mit Gesundheitsproblemen durch Cannabis. Allerdings ist von der „Einstiegsdrogentheorie“, im englischen „Stepping-Stone Theory“ nicht die Rede. Interessant ist auch, dass Studien, wie die Kleiber-Studie von 1998 im Gesundheitsministerium unter Seehofer oder die große Metastudie der WHO über 17 Länder wohl nicht mehr gelten.

Die Anfrage

Meine Anfrage zur Einstiegsdrogentheorie bei FragDenStaat:

Am 22.7.2015 schrieb Frau MdB Mortler: „Studien haben belegt, dass es eine Reihenfolge beim Ausprobieren psychoaktiver Substanzen gibt. So haben fast alle Konsumenten sog. harter Drogen mit Cannabis begonnen, allerdings dürfen Alkohol und Tabak hierbei nicht vergessen werden.“ ( siehe bei Abgeordnetenwatch )

Leider hat Frau MdB Mortler diese Behauptung aufgestellt, ohne Quellen zu nennen.

Bitte übersenden Sie mir eine Liste der Quellen zu diesem Kontext.

Die Antwort vom 30.9.2015

Sehr geehrter Herr Steldinger, ich gebe Ihrem Antrag statt und sende Ihnen nachfolgend den Link zu der Studie, die Quelle für die von Ihnen erwähnte Aussage war: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/…. Die späte Bescheidung bitte ich zu entschuldigen.

Meine Nachfrage

Da die Studie nichts über die Einstiegsdrogentheorie aussagt, meine erneute Nachfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren, sind Sie sich sicher, dass es die richtige Studie sein soll?

Anscheinend beschäftigt sich die Studie nicht mit diesem Thema, denn in dem Abstract ist nicht die Rede von der Einstiegsdrogentheorie, bzw. im englischen der „Stepping-Stone Theory“.

Vergleichbar mit den USA ist Deutschland auch nicht wirklich, da in den USA -teilweise- Cannabisblüten für erwachsene und mündige Personen frei käuflich zu erwerben sind.

Ich habe mit Ihrem Link die folgende Studie gefunden: „Adverse Health Effects of Marijuana Use Nora D. Volkow, M.D., Ruben D. Baler, Ph.D., Wilson M. Compton, M.D., and Susan R.B. Weiss, Ph.D. N Engl J Med 2014; 370:2219-2227June 5, 2014DOI: 10.1056/NEJMra1402309“

Wenn keine weiteren Studien hinzugezogen wurden, warum nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Ich bin auf die Antwort gespannt!

Zwischenupdate

Mir wurde die Studie, für die man bezahlen muss, zugesendet. Dort gibt es tatsächlich ein kleines Kapitel zum Thema Einstiegsdrogentheorie. Man sollte den Abschnitt aber auch auf der zweiten Seite dazu, also Seite 2221 lesen:

„Although these findings support the idea that marijuana is a gateway drug, other drugs, such as
alcohol and nicotine, can also be categorized as gateway drugs, since they also prime the brain for a heightened response to other drugs. 22 However, an alternative explanation is that people who are more susceptible to drug-taking behav-
ior are simply more likely to start with marijuana because of its accessibility and that their subsequent social interactions with other drug users would increase the probability that they would try other drugs.“

Also sagt die Studie aus, dass die „Idee“ der „Einstiegsdroge“ auch auf andere Drogen bezogen werden könne, wie Alkohol und Nikotin, da auch sie die Sensiblität im Gehirn steigern würden.

Also:

  1. Alkohol und Nikotin müssen/können auch als Einstiegsdrogen klassifiziert werden – so wie es schon die Originale Forscherin in den 1970er Jahren schrieb, aber wissentlich oder unwissentlich nicht in den Populärmagazinen erwähnt wurde.
    Auch die Aussage von MdB Mortler ist wissenschaftlich unzulässig verkürzt, da diese (legalen) Drogen aussen vor gelassen wurden. Vielleicht hat auch sie Seite 2221 nicht gelesen.
  2. In der Anfrage auf abgeordnetenwatch geht es um eine pharmakologische „Schrittmacherfunktion“, die diese Droge inne haben solle, so MdB Mortler.
    Dies ist aber nachgewiesener Maßen nicht der Fall, auch diese Studie liefert keinen Hinweis darauf.

Hingegen ist laut dieser Studie die alternative Erklärung, dass es mit dem Sozialverhalten der Konsumenten zusammenhängt, insbesondere durch das Zusammentreffen der unterschiedlichen Märkte für illegalisierte Substanzen. Sozialverhalten ist aber keine der Substanz innewohnende Eigenschaft, also „pharmakologische Schrittmacherfunktion“.

CO2-neutraler Hanfbeton für Weinlager

Hanf Weinerei in Frankreich

Der Weinmarkt ist ähnlich wie der Hanfmarkt ein Spezialmarkt, in dem besonders hohe Qualität gefordert wird. Es ist nicht unüblich, dass Personen, die biologisch oder biodynamisch angebaute Wein- und Hanfsorten mögen, Fragen haben, bis zu welchem Grad die Produktion „komplett“ organisch und Umweltneutral sein kann. Sicherlich hört die Verpflichtung, biologisch anzubauen, nicht am Topfrand oder am Weinstock auf.

Bei dem Weingut Château Maris wurde dies bedacht, als sie ihr neues Weinlager anlegten. Die Weinerei enthält alles, was sie zum traditionellen Weinmachen benötigen. Als sie die Materialien auswählten, schaute das Team von Maris sich die Umweltbelastung an, wo das Material herkäme, wie es transportiert werde und wie es Hergestellt wurde. Die Wahl fiel auf Hanf, da er schnell wächst und lokal hergestellt werden kann.
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Oregon startet heute den Verkauf von Cannabis

Am 1. Oktober 2015 treten neue Gesetze im US-Bundesstaat Oregon in Kraft, welche den Abgabestellen für medizinisches Cannabis ermöglicht, generell an Personen über 21 Jahren zu verkaufen. Ungefähr 200 Verkaufsstellen werden daran teilnehmen und Cannabisblüten an erwachsene Personen verkaufen.

Kunden wird es ab diesen Tag erlaubt sein, bis zu einer viertel Unze (also etwa sieben Gramm) Blüten der Cannabispflanze sowie bis zu vier nicht-blühende Pflanzen zu kaufen. Essbare Cannabisprodukte dürfen erst nächstes Jahr eingeführt werden.

Die neuen Gesetze wurden von den Wählern im November angenommen und wurden zum 1. Juli eingeführt. Sie erlauben Personen über 21 Jahren den legalen Besitz von bis zu einer Unze Cannabisblüten und ermöglichen den nicht-kommerziellen Anbau von bis zu vier Cannabispflanzen. Weitere Details zu dem Gesetz zur Regulierung und Besteuerung werden zu Beginn des nächsten Jahres erwartet. Die davon seperate Gesetzesgebung (Senate Bill 460), welche schon im August unterschrieben wurde, gibt den Abgabestellen für medizinisches Cannabis die Option, auch an Nicht-Patienten und Steuerfrei bis zum 4. Januar 2016 zu verkaufen.

Colorado und Washington erlauben zur Zeit ebenfalls den Endverkauf von Cannabis, während ähnlcihe Regulierungen in Alaska anstehen.

Die Steuereinnahmen in Washington aus dem Cannabisverkauf betrugen 90 Millionen USD in den ersten 15 Monaten, während die Steuereinnahmen in Colorado insgesamt 70 Millionen USD im vergangenen Jahr betrugen.

Quelle: NORML USA

Neuer Verdampfer für medizinisch dosiertes Cannabis noch in 2015

Israel ist schon bekannt für die Industrie rund um ihr „medizinisches Cannabis-Programm“. Die Firma Syqe aus Tel Aviv stellt nun mit Hilfe der Regierung einen Verdampfer für Cannabisblüten, welcher für medizinische Dosierungen zu gebrauchen sein soll. Die Version für Zuhause soll noch in diesem Jahr erscheinen, eine Version für das Krankenhaus steht in den Startlöchern. Medizinisches Marihuana wurde vom israelischen Gesundheitsministerium das erste mal 1992 zugelassen. Seit 2007 hat das Ministerium ein formales Programm für medizinisches Marihuana gestartet, zu dem nunmehr als 20000 Patienten gehören.

„Es ist extrem wichtig zu wissen, was eine Person mit einer bestimmten Krankheit bekommt, so Dr. Mechoulam. „Nicht jede Krankheit wird durch die gleiche Art von Marihuana oder die gleiche Dosierung beeinflusst. Es gibt Marihuanamixturen mit viel THC und wenig CBD, oder anders herum. Es gibt einige Krankheiten, die nur durch CBD beeinflusst werden können, wie zum Beispiel Epilepsie.“ Das Team um Dr. Mechoulam hat in den 1960er Jahren die Chemie von Marihuana untersucht sowie das Endocannabinoidsystem entdeckt, welches im Körper für viele Regulierungen zuständig ist. Dies umfasst auch die Entdeckung der Cannabinoidrezeptoren sowie der körpereigenen sogenannten Endocannabinoide wie Anandamid, nach dem sanskitwort Ananda, Glückseligkeit, benannt.

Das besondere an diesem neuen Verdampfer ist die immer gleiche Dosierung. Die Patienten erhalten „Kassetten“ mit einer gleichmässig bleibenden Dosierung von Cannabinoiden aus natürlichen Cannabisblüten.

Grafikdarstellung Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Die Krankenhausversion soll über das eigentliche Gerät hinaus auch eine Fürsorger-Funktion verfügen, welches die Dosierung und Blutplasmakonzentration im Auge behalten soll.

Klinische Studien mit dem SYQE-Gerät haben eine 3-fach höhere Effektivität gegenüber dem Rauchen und eine doppelte Effektivität gegenüber dem Verdampfen ergeben. Durch die immer gleiche Dosierung sei der Blutplasmalevel bekannt und besser abschätzbar.