DINAFEM auf dem deutschen Markt

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

In diesem Artikel geht es um den Hanfsamen Hersteller „Dinafem“, der seit 2005 Hanfsamen anbietet. Durch die hohe Qualität sind sie mittlerweile eine der größten Samenbanken in Spanien. Interessante Informationen rund um Hanf und Spanien gibt es auch in ihrem Blog. Dinafem Seeds ist ein Unternehmen, welcher aus der Community entstanden ist.

„Bei Dinafem Seeds glauben wir an das, was wir tun. Wir sind absolut motiviert und engagieren uns für unser wichtigstes Ziel, bei allen Produkten, die uns ausmachen, höchste Qualität zu garantieren.“

Dinafem Seeds verfügt über eine breit gefächerte Auswahl an Marihuana-Samen: selbstblühende (sogenannte Autoflowering Samen), feminisierte und Sorten, die als medizinische Marihuana Hanfsamen immer mehr Beliebtheit geniessen. So gewann die Sorte „Critical Jack“ als Shattervariante den ersten Platz bei der Hempcon Cup San Bernardino 2015. Sie alle aber sind qualitativ hochwertig. Einige der wichtigsten und bekanntesten Samen der Kollektion sind: Moby Dick, OG Kush, Critical Jack, Critical + 2.0, Critical +, Cheese, White Whidow.

Was nicht vergessen werden sollte, DINAFEM ist ein langjähriger Förderer der Hanfparade, der Pro-Cannabis Demonstration im August in Berlin! Es ist immer wieder toll, wie unkompliziert und schnell DINAFEM zur Stelle ist: Was sich auch für Kunden in einem hervorragenden Kundenservice widerspiegelt. Also, schaut mal rein!

Liste zugelassener Hanfsorten für 2016 erschienen

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Auch im Jahr 2016 ist der Anbau von Nutzhanf in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen, die für diesen Einsatz speziell gezüchtet worden sind. Diese Sorten entwickeln nicht mehr als 0,2% THC in der Blütemasse. Die Liste für 2016 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum Berlin: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Die Sorte „Asso“ wurde aus der Liste gestrichen. Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola im zweiten aufeinander folgenden Jahr den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Gescheiterter Versuch in Frankreich erinnert an Rimonabant

Aktuell ist in den Medien der Fall dass in Frankreich in einer Pharmatestreihe, welche am Endocannabinoidsystem ansetzen sollte, zu schweren Schäden bei Personen sowie einem Todesfall geführt habe. Dies erinnert doch sehr an das Medikament Rimonabant (Acomplia®), welches auch auf Cannabinoidrezeptoren wirken sollte und erhöhte Suizidgefahr mit sich brachte.

Rimonabant ist ein Arzneistoff der von dem Unternehmen Sanofi-Aventis als Appetitzügler und damit zur Behandlung von Übergewicht entwickelt wurde. Rimonabant greift in das körpereigene Cannabinoid-System (Endocannabinoidsystem) ein und vermittelt seine Wirkung über eine Hemmung von Cannabinoid-Rezeptoren des Subtyps CB1. In den USA wurde die Substanz wegen ihrer psychiatrischen Nebenwirkungen nicht zugelassen, in der EU führte eine intensive Diskussion der Risiken von Rimonabant im Oktober 2008 zu der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur, die Zulassung ruhen zu lassen.

Eigentlich war die Überlegung hinter Rimonabant genial: Der durch Cannabiskonsum vorkommende gesteigerte Appetit – zum Beispiel in der Chemotherapie und AIDS Behandlung eingesetzt – basiert auf Rezeptoraktivität. Wenn man nun diesen Rezeptor hemmt, müsste man keinen Appetit mehr verspüren.

Mittlerweile wissen wir aber, dass überall im Körper Rezeptoren für Cannabinoide vorkommen und nicht nur im Magen. Bisherige Medikamente auf Basis von Cannabinoidmimetika – also Stoffe die ähnlich den Cannabinoiden sind – zeigen ihre Nachteile: im Gegensatz zur pflanzlichen Mischung wirken sie (noch?) nicht so gut und umfassend, bis hin zu schweren Nebenwirkungen, wie bei Rimonabant und dieser neuen Testreihe in Frankreich.

Siehe auch Wikipedia Rimonabant

Annabis und Delibutus Hanföl Cremes und Kosmetik von CannaCosmetics

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Ich wollte mal eine kleine Eigenwerbung einbauen: Ich mache nun Zusammen mit meiner Partnerin Lee die kleine Firma CannaCosmetics, die Hanfölkosmetik verkauft. So versuche ich mir ein weiteres Standbein aufzubauen, rund um und mit Hanf. Im Sortiment sind bislang vor allem Produkte von Annabis Medical sowie der Manufaktur Delibutus. Beide stellen sehr hochwertige Hanfölprodukte her. Ein Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall:

Logo von CannaCosmetics GbR

Auch andere Pflanzen erzeugen Cannabinoide

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Viele Jahre glaubte man, dass Cannabis als einzige Pflanze in der Lage sei, Cannabinoide zu produzieren – daher kommt auch der Name dieser Stoffe. In den letzten Jahren wurde natürlich weitergeforscht, und Studien veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis keineswegs die einzige Pflanze ist, die diese Stoffe erzeugt. Dies ist nicht nur selten, sondern kommt in der Pflanzenwelt sogar ziemlich häufig vor!

Zur Zeit schreibt Sensi Seeds in ihrem Blog über Cannabinoide in Pflanzen über diese Entdeckungen. Aber fangen wir an mit einer Definition der Cannabinoide:

Cannabinoide sind auf Lipiden (Fetten) basierende Moleküle, die alle bis zu einem gewissen Grad auf Cannabinoidrezeptoren wirken; und diese sind ein grundlegender Bestandteil des Endocannabinoidsystems. Cannabinoide werden von Pflanzen produziert (die bekannteste ist die Cannabispflanze), aber auch in menschlichen Körpern und in denen der meisten anderen Tierarten, außerdem können sie in Labors synthetisch hergestellt werden.

Cannabinoide, die von Pflanzen produziert werden, nennt man Phytocannabinoide, und wenn sie vom (menschlichen) Körper produziert werden, heißen sie Endocannabinoide. Die im Labor synthetisierten Stoffe werden einfach als synthetische Cannabinoide bezeichnet.

Die meisten Cannabisfans werden bestimmt schon von den klassischen Cannabinoiden wie THC, CBD, THCV und CBC gehört haben, die mehr oder weniger auf die Cannabinoidrezeptoren wirken. Da wir das Endocannabinoidsystem heute besser verstehen, wissen wir nun, dass es weit mehr und auch unterschiedlichere Typen von Stoffen gibt, die auf die Rezeptoren wirken. Auch ein kleines Update hinsichtlich des Mycren in Mango gibt es im Artikel.

Einen interessanten Vortrag hat auch Peter Rausch auf der Cultiva Hanffachmesse gehalten: Cannabinoide in anderen Pflanzen und Lebewesen:

Ich finde es prima, dass sich Sensi Seeds mit den Themen auseinandersetzt. Nicht jeder Hersteller von Cannabisprodukten ist so ausführlich und offen!

Medropharm stellt neue medizinische Cannabissorten vor

Schweiz: Ein neues Unternehmen namens Medropharm stellt zwei neue Cannabissorten für die medizinische Nutzung vor. Sie kommen mit den Namen M-1337 und M-1448 und sollen ab dem Frühjahr 2016 erhältlich werden. Sie werden mit <0.8% THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) angegeben und sollen damit keine psychoaktive Wirkung zeigen. Vor allem dürfte bei diesen Pflanzen der CBD-Gehalt interessant sein. Aufgrund der fehlenden psychoaktiven Wirkung soll das Material für Patienten einfacher zu handhaben sein.

Die Medropharm GmbH ist spezialisiert auf die Gewinnung, Produktion und Vermarktung von Cannabinoiden und cannabinoidhaltigen Produkten pharmazeutischer Qualität. Nach eigenen Angaben bauen sie auf 3500qm an.

Eine solche Fabrikation mit Anbau ist in Deutschland zur Zeit noch nicht möglich. Erste Versuche für pharmazeutische Qualität als „Südhanf“ in München schlugen fehl. Andere Hersteller wandeln die Cannabinoide von industriellem Nutzhanf um, um an die begehrten Cannabinoide zu kommen. Möglicherweise wird sich dies im nächsten Jahr, mit der Ankündigung, medizinisches Cannabis besser zu regulieren, ändern. Wer wird wohl der nächste Bedrocan sein?

Ein „Super-CBD“ wurde Patentiert

Die Firma KannaLife Sciences, Inc. stellt Phytomedizin her und hat die Veröffentlichung ihres globalen Patentes WIPO/PCT Patent WO2015/106108A2 – ‚Novel Functionalized 1,3-Benzene Diols and Their Method of Use for the Treatment of Hepatic Encephalopathy‘ vermeldet. Es handelt sich dabei um ein modifiziertes CBD, Cannabindol, zur therapeutischen Nutzung. Das neue Molekül soll 500 mal weniger toxisch sein und wird erstmals für „seltene Fälle“, Orphan Drugs, angemeldet.

Es ist weit bekannt, dass hepatische Enzephalopathie (HE) und chronische traumatische Enzephalopathie (CTE) mit Stress durch freie Radikale in den Neuronen in Verbindung steht. Behandlungen, die diesen neurologischen Schaden beheben zeigen bei den Patienten deutliche verbesserungen bei der kognitiven Funktion, dem Lernen und dem Gedächtnis. Cannabidol (CBD) wurde als möglicher Wirkstoff zur Behandlung von oxidativen Stress in Betracht gezogen, aber hat seine Begrenzungen was Sicherheit und Pharmakokinetik angeht, so dass die effektiven Lieferwege dafür schwierig sind. Das neue Molekül, KLS-13019 genannt, „verbessert“ CBD in Sachen neuroprotektive Eigenschaften und Sicherheit, darüber hinaus zeigt sich eine dramatisch verbesserte orale Bioverfügbarkeit bei Ratten.

Es wird geschätzt dass etwa 1,5 Millionen Personen in den USA an HE leiden, darunter 300.000 Personen mit dem höchsten Grad Drei. Zur Zeit muss ein Patient mit HE etwa 10 verschiedene Pillen pro Tag zu sich nehmen, mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Ziel des Super-CBDs ist, diese Mengen deutlich zu reduzieren. Eine Zulassung in den USA als Orphan Drug bedeutet eine exklusive Vermarktung für sieben Jahre.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE, Synonyme: portosystemische Enzephalopathie, hepatoportale Enzephalopathie, minimale Enzephalopathie, Hepatoenzephalopathie) ist eine potenziell reversible Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht. (Wikipedia)

Cannabidiol (CBD) ist ein schwach psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte, wie z. B. eine antipsychotische Wirkung werden erforscht. Für bestimmte medizinischen Anwendungsfelder gibt es schon verfügbare Medikamente mit Anteilen von CBD. Beim Konsum von Hanfprodukten (Haschisch, Marihuana) bewirkt ein hoher CBD-Anteil eine eher sedierende, ein niedriger CBD-Anteil eine eher anregende Wirkung.

Quelle: Reuters

Cannabidiol – Das 507 Patent des NIH auf CBD

National Institute of Health Logo

Ich bin über einen interessanten Artikel bei Medical Marijuana Inc. gestolpert, welcher aussagt, dass das „National Institutes of Health“ ein Patent auf die therapeutische Nutzung von CBD, Cannabidiol, hält. 1998 hat eine Gruppe von Wissenschaftlern im Auftrag dieses Institutes ein Patent bei der US-Patentbehörde angemeldet, das aussagt, dass Cannabinoide einen medizinischen Wert haben.

Dem Mitautor und Nobelpreisträger Julius Axelrod, Patent #6,630,507 wurde zusammen mit dem Institut das Patent in 2003 erteilpt, nur fünf Jahre nachdem es eingereicht wurde. Das Patent lautet „Cannabinoide als Antioxidanzien und Neuroprotektoren“.

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Cannabis-Debatte: Mehr Schein als Sein?

Dicker Joint in der Cannabis Debatte

In Sachen Cannabis scheiden sich die Geister schon lange. Einerseits ist dies eine Droge wie Alkohol oder Nikotin auch. Andererseits ist sie illegal und deshalb mit starken sozial-politischen Vorbehalten versehen. Klar, dass da die Debatte um dessen Legalisierung ganz besonders hitzig geführt wird. Argumente gibt es jedenfalls auf beiden Seiten zuhauf. Die Frage ist nur, welcher Art die Argumente sind und welche Interessen dahinter stecken.

Zum Beispiel ist der Konsum von Alkohol und Tabak vor dem Hintergrund ihrer gesundheitsschädlichen Konsequenzen, also aus medizinischer Sicht, genauso kritisch zu hinterfragen wie der von Cannabis. Man müsste also sagen: Wenn Alkohol und Tabak mindestens ähnlich schädlich sind wie Cannabis, dann sind auch sie zu verbieten bzw. Cannabis zu legalisieren. Da alkoholische Getränke sowie tabakhaltige Rauchgüter aber eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz, Verankerung und damit Legitimität genießen, dürften wohl jedwede politischen Vorstöße in diese Richtung im Keime erstickt werden, weshalb sie auch schlicht ausbleiben. Lediglich räumliche sowie altersspezifische Beschränkungen wurden hier bislang durchgesetzt. Bevor wir nun allerdings uns ein Urteil zu bilden gedenken, sollten wir einen Blick auf die Faktenlage werfen.

Gemäß den Zahlen des europäischen Drogenberichts 2015 haben rund 23% der Europäer im Alter zwischen 15 und 64 Jahren mindestens ein Mal in ihrem Leben Cannabis probiert. In der Gruppe der 15-34-jährigen haben knapp 12% in den letzten 12 Monaten gekifft. Von allen im Jahre 2013 in Europa sichergestellten illegalen Drogen machte der Anteil von Cannabisprodukten sage und schreibe 77% aus. Der Anteil von Kokain und Crack betrug 10%, der von Amphetaminen und Heroin lag bei jeweils 4%, der von Ecstasy bei 2%, während LSD „lediglich“ auf 0,1% kam. Ein wesentlicher Befund der Studie fiel entsprechend deutlich aus: Cannabis ist die in allen Altersgruppen mit Abstand am häufigsten konsumierte illegale Droge auf europäischem Territorium und Cannabisdelikte die häufigsten Drogen-Straftaten. Man kann sich entsprechend vorstellen, wie groß der Ressourcenaufwand seitens der einzelnen Staaten sein muss, den sie für die Verfolgung, Beobachtung und Verwaltung cannabiszentrierter Delikte betreiben müssen. Wie wenig effektiv die Maßnahmen bisher sind, zeigen die o.g. Zahlen und es erwächst deshalb die Frage, inwieweit Kosten und Nutzen hier noch als verhältnismäßig gelten können.

Was die justiziablen Verstöße und den Konsum illegaler Drogen betrifft, ist Cannabis also klar vorn. Noch häufiger konsumiert werden aber die legalen Drogen. Diese ziehen auch die größten negativen gesundheitlichen sowie gesellschaftlichen Folgen nach sich. Laut dem jüngsten Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung sterben rund 74.000 Menschen an den direkten wie indirekten Folgen des Alkohols; auch ca. 110.000 Raucher lassen aufgrund ihres Suchtverhaltens jährlich ihr Leben. An den illegalen Drogen starben im Jahre 2014 hingegen 1.032 Menschen. Entgegen der hartnäckig vertretenen Meinung vieler Politiker gibt es keine Studien, die Cannabis per se eine todbringende Wirkung bescheinigen. Bis heute sei kein einziger Todesfall dokumentiert, schreibt zum Beispiel Die Zeit mit Bezug auf die Aussagen von Michael Tsokos, Leiter der Rechtsmedizin an der Berliner Charité. Falschmeldungen gäbe es dagegen häufig. So handle es sich in Fällen, bei denen eine Kausalität zwischen Cannabis-Konsum und Todesfall hergestellt wird, vielmehr um Fälle von Koinzidenz, was nichts anderes bedeutet, als dass die Todesursache eine ganz andere „Vorgeschichte“ hat und in der Folge auch ohne Cannabisgebrauch eingetreten wäre – das beides zusammentraf, war eben reiner Zufall. Was demgegenüber nicht unterschätzt und verharmlost werden darf, ist die Tatsache, dass das Kiffen – zumindest in Deutschland – immer noch überwiegend in Kombination mit Tabak praktiziert wird. Das ist die eigentliche Gefahr dabei. Mittlerweile greifen deshalb vor allem solche Konsumenten, die Cannabis lediglich aus medizinischen Gründen einnehmen, immer mehr auf Alternativen, wie die sogenannten Vaporizer oder Verdampfer zurück. Hierbei wird das THC durch Wärme aus einem speziell angefertigten THC-Öl gelöst und in Form von Dampf inhaliert. Wie das Ganze aussieht, können Sie beispielsweise hier nachvollziehen.

Dass der Gebrauch von Cannabis insbesondere im Kinder- und Jungendalter zu massiven Persönlichkeits- und Entwicklungsstörungen führen kann, ist erwiesen und darf auch nicht heruntergespielt werden. Allerdings trifft dies mindestens in gleichem Maße, wenn nicht stärker ebenfalls auf Alkohol und Tabak zu. Die logische Konsequenz wäre folglich, entweder beides zu verbieten oder beides zu entkriminalisieren. Deshalb müssen strikte Auflagen und Restriktionen, wie etwa eine Altersbeschränkung, ja noch lange nicht aufgehoben werden. Auf diese Weise würden man enorme Kosten einsparen, ja möglicherweise sogar passable Steuereinnahmen erzielen, einen weitaus besseren Überblick über Verkauf und Konsum haben sowie das Leiden von Schwerkranken reduzieren, wenn man das Cannabis zumindest zu medizinischen Zwecken freigäbe.

Es sind also weniger sachliche, wissenschaftlich fundierte Argumente, die die Debatte um die Legalisierung von Cannabis anführen, sondern vielmehr moralisch-politische. Fragt sich nur, was am Ende weiter reichen wird. Dies wird die Lebenspraxis zeigen.

IFG-Anfrage zur Hanfparade 2015 läuft

Zur Hanfparade 2015 bekamen wir die 23. Einheit, die sogenannte „Prügeltruppe“. Ich frage daher auf dem Portal „fragdenstaat“ für Informationsfreiheitsanfragen nach den Unterlagen zur Hanfparade an. Die IFG-Anfrage läuft.

Ende Oktober übersendete mir die Polizei von Berlin einen Brief und liess darin verlauten, dass der Umfang der Unterlagen etwa 175 Seiten umfasse und noch einiges an persönlichen Daten geschwärzt werden müssen.

Den weiteren Verlauf kann man an der folgenden Stelle bei fragdenstaat verfolgen: Unterlagen zur Demonstration Hanfparade vom 8.8.2015