USA: Staaten mit Medizinalhanf haben bis zu 25% weniger Tote durch Überdosis von Schmerzmitteln

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Eine schon etwas ältere Studie, aber noch mal interessant zu erwähnen: In den 13 Bundesstaaten der USA, die zwischen 1999 und 2010 die Möglichkeit für Medizinalhanf eingeführt haben, sind 25% weniger Menschen durch eine Überdosis von opiodhaltigen Schmerzmitteln verstorben. Die USA haben ein großes Problem mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln wie Vicodin und Oxycontin. Die Todesfälle durch Überdosis haben sich seit 1991 verdreifacht und jeden Tag sterben etwa 46 Personen deswegen. Die Studie wurde 2014 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

„Der Unterschied ist sehr überzeugend“ sagt Studienkoautor Colleen Barry, Gesundheitswissenschaftlerin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore. Sie merkt an, dass dieser Trend in jedem Bundesstaat, ein Jahr nachdem die Legalisierung durchgesetzt worden ist, einsetzte.

Die Studie legt nahe, dass Patienten die chronische Schmerzen erleiden, ihre Medikamente durch Medizinalhanf austauschen oder damit zusammenhängend ihre Dosis vermindern können. Die Effekte von opiodhaltigen Schmerzmitteln, sowie Heroin und Morphin, verstärken sich unter dem Einfluss von Cannabinoiden. Somit ist eine kleinere Dosis notwendig um die gleichen Effekte zu erzielen und eine Überdosierung weniger möglich.

Barry sagt, dass es „nahezu unmöglich“ sei durch eine Überdosis von Cannabis sterben, so dass die Substitution der wahrscheinlichste Grund für die Reduzierung der Todesfälle sei.

Es gibt aber auch Gegenstimmen. Dr. Andrew Kolodny, Chefmediziner am Phoenix House, einer Entzugsklinik, denkt, dass es weniger an der Substitution liegt, sondern eher daran, dass die liberaleren Bundesstaaten sich auch aktiv mehr um abhängige Konsumenten kümmern und dadurch die Reduzierung entstanden sei. „Es gibt keine Hausärzte in diesen Staaten, die Marihuana verschreiben anstelle von Vicodin.“

Was auch immer der Grund ist, es ist eine tolle Neuigkeit und ein deutliches Anzeichen für eine Drogenpolitik, die weniger „ungewollte Nebenwirkungen“ (UNO-Sprech für tote betroffene Menschen) zeigt.

via Newsweek

Wegen Heilsversprechen: FDA sendet Warnungen an CBD-Produkte Hersteller

Grafische Darstellung des CBD - Cannabidiol - Moleküls

Die Food and Drug Administration, also die Behörde für Lebensmittel- und Medikamentensicherheit der USA, hat Briefe an Hersteller von CBD Produkten gesendet, die diese als Nahrungsergänzungsmittel verkauft hatten. Kritisiert werden Heilsversprechen, unklare Anweisungen zur Anwendung sowie dass CBD kein Nahrungsergänzungsmittel mehr sei. Das interessante daran ist, dass in den Briefen „GW Pharmaceuticals“ genannt wird, die CBD als Testkandidat für Medikamente angemeldet hat. Damit ist CBD in den USA in die Medikamentenregulierung gerückt.

Den Brief der FDA haben die folgenden Firmen erhalten: ABC Productions, Dose of Nature, Green Garden Gold, HealthyHempOil.com, Michigan Herbal Remedies, MorgueJuice.com, PainBomb und Sana Te Oils. Die Briefe sind alle ähnlich und kritisieren Heilsversprechen, die von den Firmen gemacht werden. Weitere Absätze drehen sich um die Anmeldung von CBD als Medikament von GW Pharmaceuticals. Damit fällt CBD aus der „Nahrungsergänzungsmittelsparte“ und wird als Medikament behandelt. Es ist eine sehr weite Attacke gegen die CBD-Industrie. Ein größerer Hersteller, der in Europa bekannt ist, wäre Endoca.

Den Firmen wurde 15 Tage gegeben, um in einer Antwort zu formulieren, wie sie sich die weitere Vermarktung vorstellen und welche Schritte sie unternehmen werden um mit den Regulierern auf einer Linie zu sein. Wenn es länger dauert als 15 Tage, müssen die Firmen zumindest einen Rahmen skizzieren und angeben, wie lange es dauert, bis sie mit der Anpassung an die Regulierung soweit sind. Die Antwort muss auch nicht alle Probleme beinhalten, aber zumindest müssen sie angegangen werden.

DINAFEM auf dem deutschen Markt

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

DINAFEM Logo, Hanfsamenbank in Spanien

In diesem Artikel geht es um den Hanfsamen Hersteller „Dinafem“, der seit 2005 Hanfsamen anbietet. Durch die hohe Qualität sind sie mittlerweile eine der größten Samenbanken in Spanien. Interessante Informationen rund um Hanf und Spanien gibt es auch in ihrem Blog. Dinafem Seeds ist ein Unternehmen, welcher aus der Community entstanden ist.

„Bei Dinafem Seeds glauben wir an das, was wir tun. Wir sind absolut motiviert und engagieren uns für unser wichtigstes Ziel, bei allen Produkten, die uns ausmachen, höchste Qualität zu garantieren.“

Dinafem Seeds verfügt über eine breit gefächerte Auswahl an Marihuana-Samen: selbstblühende (sogenannte Autoflowering Samen), feminisierte und Sorten, die als medizinische Marihuana Hanfsamen immer mehr Beliebtheit geniessen. So gewann die Sorte „Critical Jack“ als Shattervariante den ersten Platz bei der Hempcon Cup San Bernardino 2015. Sie alle aber sind qualitativ hochwertig. Einige der wichtigsten und bekanntesten Samen der Kollektion sind: Moby Dick, OG Kush, Critical Jack, Critical + 2.0, Critical +, Cheese, White Whidow.

Was nicht vergessen werden sollte, DINAFEM ist ein langjähriger Förderer der Hanfparade, der Pro-Cannabis Demonstration im August in Berlin! Es ist immer wieder toll, wie unkompliziert und schnell DINAFEM zur Stelle ist: Was sich auch für Kunden in einem hervorragenden Kundenservice widerspiegelt. Also, schaut mal rein!

Liste zugelassener Hanfsorten für 2016 erschienen

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Auch im Jahr 2016 ist der Anbau von Nutzhanf in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen, die für diesen Einsatz speziell gezüchtet worden sind. Diese Sorten entwickeln nicht mehr als 0,2% THC in der Blütemasse. Die Liste für 2016 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum Berlin: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Die Sorte „Asso“ wurde aus der Liste gestrichen. Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola im zweiten aufeinander folgenden Jahr den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Gescheiterter Versuch in Frankreich erinnert an Rimonabant

Aktuell ist in den Medien der Fall dass in Frankreich in einer Pharmatestreihe, welche am Endocannabinoidsystem ansetzen sollte, zu schweren Schäden bei Personen sowie einem Todesfall geführt habe. Dies erinnert doch sehr an das Medikament Rimonabant (Acomplia®), welches auch auf Cannabinoidrezeptoren wirken sollte und erhöhte Suizidgefahr mit sich brachte.

Rimonabant ist ein Arzneistoff der von dem Unternehmen Sanofi-Aventis als Appetitzügler und damit zur Behandlung von Übergewicht entwickelt wurde. Rimonabant greift in das körpereigene Cannabinoid-System (Endocannabinoidsystem) ein und vermittelt seine Wirkung über eine Hemmung von Cannabinoid-Rezeptoren des Subtyps CB1. In den USA wurde die Substanz wegen ihrer psychiatrischen Nebenwirkungen nicht zugelassen, in der EU führte eine intensive Diskussion der Risiken von Rimonabant im Oktober 2008 zu der Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur, die Zulassung ruhen zu lassen.

Eigentlich war die Überlegung hinter Rimonabant genial: Der durch Cannabiskonsum vorkommende gesteigerte Appetit – zum Beispiel in der Chemotherapie und AIDS Behandlung eingesetzt – basiert auf Rezeptoraktivität. Wenn man nun diesen Rezeptor hemmt, müsste man keinen Appetit mehr verspüren.

Mittlerweile wissen wir aber, dass überall im Körper Rezeptoren für Cannabinoide vorkommen und nicht nur im Magen. Bisherige Medikamente auf Basis von Cannabinoidmimetika – also Stoffe die ähnlich den Cannabinoiden sind – zeigen ihre Nachteile: im Gegensatz zur pflanzlichen Mischung wirken sie (noch?) nicht so gut und umfassend, bis hin zu schweren Nebenwirkungen, wie bei Rimonabant und dieser neuen Testreihe in Frankreich.

Siehe auch Wikipedia Rimonabant

Annabis und Delibutus Hanföl Cremes und Kosmetik von CannaCosmetics

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Ich wollte mal eine kleine Eigenwerbung einbauen: Ich mache nun Zusammen mit meiner Partnerin Lee die kleine Firma CannaCosmetics, die Hanfölkosmetik verkauft. So versuche ich mir ein weiteres Standbein aufzubauen, rund um und mit Hanf. Im Sortiment sind bislang vor allem Produkte von Annabis Medical sowie der Manufaktur Delibutus. Beide stellen sehr hochwertige Hanfölprodukte her. Ein Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall:

Logo von CannaCosmetics GbR

Auch andere Pflanzen erzeugen Cannabinoide

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Viele Jahre glaubte man, dass Cannabis als einzige Pflanze in der Lage sei, Cannabinoide zu produzieren – daher kommt auch der Name dieser Stoffe. In den letzten Jahren wurde natürlich weitergeforscht, und Studien veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis keineswegs die einzige Pflanze ist, die diese Stoffe erzeugt. Dies ist nicht nur selten, sondern kommt in der Pflanzenwelt sogar ziemlich häufig vor!

Zur Zeit schreibt Sensi Seeds in ihrem Blog über Cannabinoide in Pflanzen über diese Entdeckungen. Aber fangen wir an mit einer Definition der Cannabinoide:

Cannabinoide sind auf Lipiden (Fetten) basierende Moleküle, die alle bis zu einem gewissen Grad auf Cannabinoidrezeptoren wirken; und diese sind ein grundlegender Bestandteil des Endocannabinoidsystems. Cannabinoide werden von Pflanzen produziert (die bekannteste ist die Cannabispflanze), aber auch in menschlichen Körpern und in denen der meisten anderen Tierarten, außerdem können sie in Labors synthetisch hergestellt werden.

Cannabinoide, die von Pflanzen produziert werden, nennt man Phytocannabinoide, und wenn sie vom (menschlichen) Körper produziert werden, heißen sie Endocannabinoide. Die im Labor synthetisierten Stoffe werden einfach als synthetische Cannabinoide bezeichnet.

Die meisten Cannabisfans werden bestimmt schon von den klassischen Cannabinoiden wie THC, CBD, THCV und CBC gehört haben, die mehr oder weniger auf die Cannabinoidrezeptoren wirken. Da wir das Endocannabinoidsystem heute besser verstehen, wissen wir nun, dass es weit mehr und auch unterschiedlichere Typen von Stoffen gibt, die auf die Rezeptoren wirken. Auch ein kleines Update hinsichtlich des Mycren in Mango gibt es im Artikel.

Einen interessanten Vortrag hat auch Peter Rausch auf der Cultiva Hanffachmesse gehalten: Cannabinoide in anderen Pflanzen und Lebewesen:

Ich finde es prima, dass sich Sensi Seeds mit den Themen auseinandersetzt. Nicht jeder Hersteller von Cannabisprodukten ist so ausführlich und offen!

Medropharm stellt neue medizinische Cannabissorten vor

Schweiz: Ein neues Unternehmen namens Medropharm stellt zwei neue Cannabissorten für die medizinische Nutzung vor. Sie kommen mit den Namen M-1337 und M-1448 und sollen ab dem Frühjahr 2016 erhältlich werden. Sie werden mit <0.8% THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) angegeben und sollen damit keine psychoaktive Wirkung zeigen. Vor allem dürfte bei diesen Pflanzen der CBD-Gehalt interessant sein. Aufgrund der fehlenden psychoaktiven Wirkung soll das Material für Patienten einfacher zu handhaben sein.

Die Medropharm GmbH ist spezialisiert auf die Gewinnung, Produktion und Vermarktung von Cannabinoiden und cannabinoidhaltigen Produkten pharmazeutischer Qualität. Nach eigenen Angaben bauen sie auf 3500qm an.

Eine solche Fabrikation mit Anbau ist in Deutschland zur Zeit noch nicht möglich. Erste Versuche für pharmazeutische Qualität als „Südhanf“ in München schlugen fehl. Andere Hersteller wandeln die Cannabinoide von industriellem Nutzhanf um, um an die begehrten Cannabinoide zu kommen. Möglicherweise wird sich dies im nächsten Jahr, mit der Ankündigung, medizinisches Cannabis besser zu regulieren, ändern. Wer wird wohl der nächste Bedrocan sein?

Ein „Super-CBD“ wurde Patentiert

Die Firma KannaLife Sciences, Inc. stellt Phytomedizin her und hat die Veröffentlichung ihres globalen Patentes WIPO/PCT Patent WO2015/106108A2 – ‚Novel Functionalized 1,3-Benzene Diols and Their Method of Use for the Treatment of Hepatic Encephalopathy‘ vermeldet. Es handelt sich dabei um ein modifiziertes CBD, Cannabindol, zur therapeutischen Nutzung. Das neue Molekül soll 500 mal weniger toxisch sein und wird erstmals für „seltene Fälle“, Orphan Drugs, angemeldet.

Es ist weit bekannt, dass hepatische Enzephalopathie (HE) und chronische traumatische Enzephalopathie (CTE) mit Stress durch freie Radikale in den Neuronen in Verbindung steht. Behandlungen, die diesen neurologischen Schaden beheben zeigen bei den Patienten deutliche verbesserungen bei der kognitiven Funktion, dem Lernen und dem Gedächtnis. Cannabidol (CBD) wurde als möglicher Wirkstoff zur Behandlung von oxidativen Stress in Betracht gezogen, aber hat seine Begrenzungen was Sicherheit und Pharmakokinetik angeht, so dass die effektiven Lieferwege dafür schwierig sind. Das neue Molekül, KLS-13019 genannt, „verbessert“ CBD in Sachen neuroprotektive Eigenschaften und Sicherheit, darüber hinaus zeigt sich eine dramatisch verbesserte orale Bioverfügbarkeit bei Ratten.

Es wird geschätzt dass etwa 1,5 Millionen Personen in den USA an HE leiden, darunter 300.000 Personen mit dem höchsten Grad Drei. Zur Zeit muss ein Patient mit HE etwa 10 verschiedene Pillen pro Tag zu sich nehmen, mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Ziel des Super-CBDs ist, diese Mengen deutlich zu reduzieren. Eine Zulassung in den USA als Orphan Drug bedeutet eine exklusive Vermarktung für sieben Jahre.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE, Synonyme: portosystemische Enzephalopathie, hepatoportale Enzephalopathie, minimale Enzephalopathie, Hepatoenzephalopathie) ist eine potenziell reversible Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht. (Wikipedia)

Cannabidiol (CBD) ist ein schwach psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte, wie z. B. eine antipsychotische Wirkung werden erforscht. Für bestimmte medizinischen Anwendungsfelder gibt es schon verfügbare Medikamente mit Anteilen von CBD. Beim Konsum von Hanfprodukten (Haschisch, Marihuana) bewirkt ein hoher CBD-Anteil eine eher sedierende, ein niedriger CBD-Anteil eine eher anregende Wirkung.

Quelle: Reuters

Cannabidiol – Das 507 Patent des NIH auf CBD

National Institute of Health Logo

Ich bin über einen interessanten Artikel bei Medical Marijuana Inc. gestolpert, welcher aussagt, dass das „National Institutes of Health“ ein Patent auf die therapeutische Nutzung von CBD, Cannabidiol, hält. 1998 hat eine Gruppe von Wissenschaftlern im Auftrag dieses Institutes ein Patent bei der US-Patentbehörde angemeldet, das aussagt, dass Cannabinoide einen medizinischen Wert haben.

Dem Mitautor und Nobelpreisträger Julius Axelrod, Patent #6,630,507 wurde zusammen mit dem Institut das Patent in 2003 erteilpt, nur fünf Jahre nachdem es eingereicht wurde. Das Patent lautet „Cannabinoide als Antioxidanzien und Neuroprotektoren“.

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