Genetische Forschung zeigt, dass Hanfsorten oft falsch bezeichnet sind

Hanfsamen gleich Hanfsamen? Oder was ist das in der Tüte?

In einer vor kurzem veröffentlichen Studie zeigen die Forscher auf, dass Hanfsorten oft falsch von ihren Produzenten bezeichnet werden. Viele in der Hanfscene kennen es: Die Hanfsorten haben bestimmte Namen wie Purple Kush, White Widdow und so weiter. Viele Hersteller geben eine Art kennzeichung nach Indica/Sativa an. Aber bekommt man eigentlich auch das, was versprochen wird? Dies dachten sich die Forscher und begaben sich in ein Labor.

Sie haben die größte vergleichende genetische Untersuchung von Cannabis bis zum heutigen Tage durchgeführt. Sie haben über 14000 Marker in 81 DNA-Proben verglichen. Bei einem Drittel der Vergleiche waren die Sorten genetisch gleicher zu Sorten mit unterschiedlichen Namen, als mit Sorten mit gleichen Namen. Es ist also oft so, dass man nicht das bekäme, was man wolle: Die genetische Identität einer Sorte kann nicht verlässlich über den Namen fest gemacht werden.

Auch die Herkunft der Marihuanasorten sei oft falsch angegeben. Die Unterscheidung in „Sativa“ und „Indica“ ist weit verbreitet in der Hanfgemeinschaft. Sativapflanzen sollen eher groß werden und eher Blüten mit einem stimulierenden Effekt hervorbringen während Indica kleiner sein sollen und eher Blüten mit einer entspannenden Wirkung hervorbringe. Die Untersuchung zeigt nun, dass nur wenig Übereinstimmung mit der durch den Produzenten berichteten Herkunft vorhanden sei. In einem Fall könnte es nicht falscher sein: Eine 100% Sativasorte (Jamaican Lambs Bread) war quasi genetisch identisch mit einer Sorte aus Afghanistan, welches 100% Indica sein sollte.

Gleichzeitig erkannten sie, dass Faserhanf und Rauschhanf sich auf genetischer Ebene signifikant unterscheiden. Die Unterscheidung der Population scheint sich nicht nur auf die Gene zur THC-Produktion zu beschränken.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die medizinischen und kommerziellen Potentiale der Hanfpflanze erst vollständig genutzt werden können, wenn ein verlässliches Klassifizierungssystem vorhanden ist. Ähnlich wie beim Wein oder Äpfeln möchte niemand viel Geld ausgeben, und dann nicht dass bekommen, was er oder sie möchte.

Es ist an der Zeit, dass Cannabisnutzer bemerken, dass sie oft nicht das bekommen, was sie möchten.

Darüber hinaus ist es an der Zeit für die Hanfsamenproduzenten, ihren Kunden die genetische Wahrheit zu erzählen anstelle 100 Jahre alter Klassifikationen, ihren genetischen Grundstock aufzuräumen und ihr Geld damit zu verdienen, verlässliche Sorten zu liefern.

Gesundheitsministerium legt Cannabisstudien falsch aus

Ich wundere mich immer wieder, warum das Bundesgesundheitsministerium Mythen und falsche Informationen über Cannabis in die Öffentlichkeit entlässt, sich sogar mit anderen Behördenzweige widerspricht und so weiter. Aktuell geht es zum Beispiel um die sogenannte „Einstiegsdrogentheorie“, welche schon lange wissenschaftlich widerlegt ist.

Also fragte ich beim Gesundheitsministerium durch das Informationsfreiheitsgesetz nach, woher denn diese Aussage käme. Das BMG antwortete mir tatsächlich. Nur leider gibt die Studie, auf die sich unsere Drogenbeauftragte Mortler (CSU) bezog, das nicht her. Die Studie beschäftigt sich mit Gesundheitsproblemen durch Cannabis. Allerdings ist von der „Einstiegsdrogentheorie“, im englischen „Stepping-Stone Theory“ nicht die Rede. Interessant ist auch, dass Studien, wie die Kleiber-Studie von 1998 im Gesundheitsministerium unter Seehofer oder die große Metastudie der WHO über 17 Länder wohl nicht mehr gelten.

Die Anfrage

Meine Anfrage zur Einstiegsdrogentheorie bei FragDenStaat:

Am 22.7.2015 schrieb Frau MdB Mortler: „Studien haben belegt, dass es eine Reihenfolge beim Ausprobieren psychoaktiver Substanzen gibt. So haben fast alle Konsumenten sog. harter Drogen mit Cannabis begonnen, allerdings dürfen Alkohol und Tabak hierbei nicht vergessen werden.“ ( siehe bei Abgeordnetenwatch )

Leider hat Frau MdB Mortler diese Behauptung aufgestellt, ohne Quellen zu nennen.

Bitte übersenden Sie mir eine Liste der Quellen zu diesem Kontext.

Die Antwort vom 30.9.2015

Sehr geehrter Herr Steldinger, ich gebe Ihrem Antrag statt und sende Ihnen nachfolgend den Link zu der Studie, die Quelle für die von Ihnen erwähnte Aussage war: http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/…. Die späte Bescheidung bitte ich zu entschuldigen.

Meine Nachfrage

Da die Studie nichts über die Einstiegsdrogentheorie aussagt, meine erneute Nachfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren, sind Sie sich sicher, dass es die richtige Studie sein soll?

Anscheinend beschäftigt sich die Studie nicht mit diesem Thema, denn in dem Abstract ist nicht die Rede von der Einstiegsdrogentheorie, bzw. im englischen der „Stepping-Stone Theory“.

Vergleichbar mit den USA ist Deutschland auch nicht wirklich, da in den USA -teilweise- Cannabisblüten für erwachsene und mündige Personen frei käuflich zu erwerben sind.

Ich habe mit Ihrem Link die folgende Studie gefunden: „Adverse Health Effects of Marijuana Use Nora D. Volkow, M.D., Ruben D. Baler, Ph.D., Wilson M. Compton, M.D., and Susan R.B. Weiss, Ph.D. N Engl J Med 2014; 370:2219-2227June 5, 2014DOI: 10.1056/NEJMra1402309“

Wenn keine weiteren Studien hinzugezogen wurden, warum nicht?

Mit freundlichen Grüßen

Ich bin auf die Antwort gespannt!

Zwischenupdate

Mir wurde die Studie, für die man bezahlen muss, zugesendet. Dort gibt es tatsächlich ein kleines Kapitel zum Thema Einstiegsdrogentheorie. Man sollte den Abschnitt aber auch auf der zweiten Seite dazu, also Seite 2221 lesen:

„Although these findings support the idea that marijuana is a gateway drug, other drugs, such as
alcohol and nicotine, can also be categorized as gateway drugs, since they also prime the brain for a heightened response to other drugs. 22 However, an alternative explanation is that people who are more susceptible to drug-taking behav-
ior are simply more likely to start with marijuana because of its accessibility and that their subsequent social interactions with other drug users would increase the probability that they would try other drugs.“

Also sagt die Studie aus, dass die „Idee“ der „Einstiegsdroge“ auch auf andere Drogen bezogen werden könne, wie Alkohol und Nikotin, da auch sie die Sensiblität im Gehirn steigern würden.

Also:

  1. Alkohol und Nikotin müssen/können auch als Einstiegsdrogen klassifiziert werden – so wie es schon die Originale Forscherin in den 1970er Jahren schrieb, aber wissentlich oder unwissentlich nicht in den Populärmagazinen erwähnt wurde.
    Auch die Aussage von MdB Mortler ist wissenschaftlich unzulässig verkürzt, da diese (legalen) Drogen aussen vor gelassen wurden. Vielleicht hat auch sie Seite 2221 nicht gelesen.
  2. In der Anfrage auf abgeordnetenwatch geht es um eine pharmakologische „Schrittmacherfunktion“, die diese Droge inne haben solle, so MdB Mortler.
    Dies ist aber nachgewiesener Maßen nicht der Fall, auch diese Studie liefert keinen Hinweis darauf.

Hingegen ist laut dieser Studie die alternative Erklärung, dass es mit dem Sozialverhalten der Konsumenten zusammenhängt, insbesondere durch das Zusammentreffen der unterschiedlichen Märkte für illegalisierte Substanzen. Sozialverhalten ist aber keine der Substanz innewohnende Eigenschaft, also „pharmakologische Schrittmacherfunktion“.

CO2-neutraler Hanfbeton für Weinlager

Hanf Weinerei in Frankreich

Der Weinmarkt ist ähnlich wie der Hanfmarkt ein Spezialmarkt, in dem besonders hohe Qualität gefordert wird. Es ist nicht unüblich, dass Personen, die biologisch oder biodynamisch angebaute Wein- und Hanfsorten mögen, Fragen haben, bis zu welchem Grad die Produktion „komplett“ organisch und Umweltneutral sein kann. Sicherlich hört die Verpflichtung, biologisch anzubauen, nicht am Topfrand oder am Weinstock auf.

Bei dem Weingut Château Maris wurde dies bedacht, als sie ihr neues Weinlager anlegten. Die Weinerei enthält alles, was sie zum traditionellen Weinmachen benötigen. Als sie die Materialien auswählten, schaute das Team von Maris sich die Umweltbelastung an, wo das Material herkäme, wie es transportiert werde und wie es Hergestellt wurde. Die Wahl fiel auf Hanf, da er schnell wächst und lokal hergestellt werden kann.
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Oregon startet heute den Verkauf von Cannabis

Am 1. Oktober 2015 treten neue Gesetze im US-Bundesstaat Oregon in Kraft, welche den Abgabestellen für medizinisches Cannabis ermöglicht, generell an Personen über 21 Jahren zu verkaufen. Ungefähr 200 Verkaufsstellen werden daran teilnehmen und Cannabisblüten an erwachsene Personen verkaufen.

Kunden wird es ab diesen Tag erlaubt sein, bis zu einer viertel Unze (also etwa sieben Gramm) Blüten der Cannabispflanze sowie bis zu vier nicht-blühende Pflanzen zu kaufen. Essbare Cannabisprodukte dürfen erst nächstes Jahr eingeführt werden.

Die neuen Gesetze wurden von den Wählern im November angenommen und wurden zum 1. Juli eingeführt. Sie erlauben Personen über 21 Jahren den legalen Besitz von bis zu einer Unze Cannabisblüten und ermöglichen den nicht-kommerziellen Anbau von bis zu vier Cannabispflanzen. Weitere Details zu dem Gesetz zur Regulierung und Besteuerung werden zu Beginn des nächsten Jahres erwartet. Die davon seperate Gesetzesgebung (Senate Bill 460), welche schon im August unterschrieben wurde, gibt den Abgabestellen für medizinisches Cannabis die Option, auch an Nicht-Patienten und Steuerfrei bis zum 4. Januar 2016 zu verkaufen.

Colorado und Washington erlauben zur Zeit ebenfalls den Endverkauf von Cannabis, während ähnlcihe Regulierungen in Alaska anstehen.

Die Steuereinnahmen in Washington aus dem Cannabisverkauf betrugen 90 Millionen USD in den ersten 15 Monaten, während die Steuereinnahmen in Colorado insgesamt 70 Millionen USD im vergangenen Jahr betrugen.

Quelle: NORML USA

Neuer Verdampfer für medizinisch dosiertes Cannabis noch in 2015

Israel ist schon bekannt für die Industrie rund um ihr „medizinisches Cannabis-Programm“. Die Firma Syqe aus Tel Aviv stellt nun mit Hilfe der Regierung einen Verdampfer für Cannabisblüten, welcher für medizinische Dosierungen zu gebrauchen sein soll. Die Version für Zuhause soll noch in diesem Jahr erscheinen, eine Version für das Krankenhaus steht in den Startlöchern. Medizinisches Marihuana wurde vom israelischen Gesundheitsministerium das erste mal 1992 zugelassen. Seit 2007 hat das Ministerium ein formales Programm für medizinisches Marihuana gestartet, zu dem nunmehr als 20000 Patienten gehören.

„Es ist extrem wichtig zu wissen, was eine Person mit einer bestimmten Krankheit bekommt, so Dr. Mechoulam. „Nicht jede Krankheit wird durch die gleiche Art von Marihuana oder die gleiche Dosierung beeinflusst. Es gibt Marihuanamixturen mit viel THC und wenig CBD, oder anders herum. Es gibt einige Krankheiten, die nur durch CBD beeinflusst werden können, wie zum Beispiel Epilepsie.“ Das Team um Dr. Mechoulam hat in den 1960er Jahren die Chemie von Marihuana untersucht sowie das Endocannabinoidsystem entdeckt, welches im Körper für viele Regulierungen zuständig ist. Dies umfasst auch die Entdeckung der Cannabinoidrezeptoren sowie der körpereigenen sogenannten Endocannabinoide wie Anandamid, nach dem sanskitwort Ananda, Glückseligkeit, benannt.

Das besondere an diesem neuen Verdampfer ist die immer gleiche Dosierung. Die Patienten erhalten „Kassetten“ mit einer gleichmässig bleibenden Dosierung von Cannabinoiden aus natürlichen Cannabisblüten.

Grafikdarstellung Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Syqe Prozess für Dosis-Kassetten mit Marihuanablüten

Die Krankenhausversion soll über das eigentliche Gerät hinaus auch eine Fürsorger-Funktion verfügen, welches die Dosierung und Blutplasmakonzentration im Auge behalten soll.

Klinische Studien mit dem SYQE-Gerät haben eine 3-fach höhere Effektivität gegenüber dem Rauchen und eine doppelte Effektivität gegenüber dem Verdampfen ergeben. Durch die immer gleiche Dosierung sei der Blutplasmalevel bekannt und besser abschätzbar.

Drogenbeauftragte Mortlers gefährlicher Umkehrschluss

Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) sticht durch den „gefährlichen Umkehrschluss“ hervor, einem Denkfehler, welcher oft von konservativen Gesponnen wird. Sie antwortete am 22.7.2015 auf Abgeordnetenwatch, dass Studien belegt hätten, dass es eine Reihenfolge beim Ausprobieren psychoaktiver Substanzen gäbe. So hätten „fast alle Konsumenten sogenannter harter Drogen mit Cannabis begonnen, allerdings dürfen Alkohol und Tabak hierbei nicht vergessen werden.“ In der politischen und wissenschaftlichen Fachliteratur wird dies „gefährlicher Umkehrschluss“ genannt, als pragmatisches Beispiel haben fast alle Konsumenten sogenannter „harter Drogen“ Kuchen gegessen, aber nicht „fast alle“ Kuchenesser landen deswegen bei „harten Drogen“.

Daher schreibe Ich sie nochmals an, mit der Bitte, Ihre Studien durch Quellenangaben zu belegen. Die Anfrage ist nun online und ich würde mich freuen, wenn sich weitere für die Frage nach den Quellen für die Einstiegsdrogentheorie eintragen. Du wirst dann von abgeordnetenwatch benachrichtigt, sobald eine Antwort vorliegt.

So fand ich viele Studien, die Aussagen, dass diese Theorie schon seit über 20 Jahren widerlegt sei und auf hetzerische Medienberichte in den 1970er Jahren fusst, bei dem Nikotin und Alkohol ausgelassen wurde und eine künstliche Grenze gezogen wurde.

Zahlreiche Studien fanden, dass nur 2 bis 5 Prozent der Cannabiskonsumenten später bei harten Drogen landen, 95 bis 98 Prozent tun es nicht.
Darunter fand ich die folgenden Quellen:

  • Das Bundesverfassungsgericht befand 1994 nach Einsicht der wissen­schaftlichen Literatur, die These von der Einstiegsdroge werde „überwiegend abgelehnt“. in BverfG 1994
  • Die Studie von Prof. Dr. Dieter Kleiber die der damalige Bundes­gesundheits­minister Horst Seehofer (CSU) in Auftrag gegeben hatte kam 1998 zu dem folgenden Schluss: „Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkennt­nis­stand nicht haltbar.“ in Kleiber, Soellner: „Cannabiskonsum. Entwicklungstendenzen, Konsummuster und Risiken“
  • Oberstaatsanwalt Dr. Harald Körner, der Autor des maßgeblichen juris­tischen Kommentars zum Betäu­bungs­mittelgesetz, schreibt dazu: „Die These vom Umsteige­effekt des Haschisch […] hat sich als Mythos erwiesen.“ Er führt aus, dass es etwa 40-mal mehr Cannabiskonsumenten als Heroin­konsumenten gibt, ein Umstieg also eher die Ausnahme denn die Regel ist. in Körner: Betäubungsmittelgesetz, 5. Aufl., Anhang C1-248

Ich frage Sie dann demnächst auf Abgeordnetenwatch, der Link folgt hier an dieser Stelle!

Gesundheitsministerium Bayern redet nicht mit Bürgern, aber mit Scientology

Kifferwegweiser des Bayerischen Gesundheits und Pflegeministerium

Anfang des Jahres stellte das Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium den sogenannten „Kifferwegweiser“ auf ihre Facebookseite. Dieser Kifferwegweiser holt mal wieder alle Vorurteile hervor, die es in der Mottenkiste so gibt. Was mich insbesondere gewurmt hat, ist ganz oben, dass Cannabis eine Einstiegsdroge sei. Auf tiefergehende Nachfragen gab es keinerlei Antworten mehr. Dafür wird einer Scientology-Tarnorganisation, welche ohne Grundlage Personen Therapieren möchte, ausführlich geantwortet. Auch das auf Facebook verlinkte Peer-Projekt „Mindzone“ hat sich am 3.2.2015 von dieser Grafik explizit distanziert.

Dies veranlasste mich beim Ministerium nachzufragen, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage dies passiert sei. Ich übersendete dazu auch weitere Informationen zu Studien, die man auf der Wikipedia unter „Einstiegsdroge“ nachlesen kann. Sogar die Wissenschaftlerin, die dieses Wort in die Welt gesetzt hat, redet davon das Tabak/Nikotin wenn dann die Einstiegsdroge sei und nicht Cannabis.

Als Antwort kam folgende, mittlerweile nicht mehr wissenschaftlich haltbare Aussage:

[..] Hier geht es um möglichst direkte Ansprache und nicht um grundsätzliche drogenpolitische Positionierungen.
Wir halten unverändert an unser Haltung zu Cannabis als Einstiegsdroge fest. Keineswegs allein wegen der pharmakologischen oder suchtrelevanten Wirkungen von Cannabisprodukten.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang vielmehr, dass bei der ganz überwiegenden Zahl später regelmäßig illegal drogenkonsumierenden Menschen der Einstieg in diese“ Karriere“ über den Cannabiskonsum erfolgt ist und somit die psychologisch ganz wichtige Hemmschwelle für den Eintritt in den illegalen Konsum stattgefunden hat.
Zu den zitierten Studien aus den 19-er Jahren, deren Aktualität schon wegen des Zeitabstands zu hinterfragen ist, besteht insoweit gar kein Widerspruch.

Freundliche Grüße
A.Z. (Zensiert durch die Behörde, die durch unsere Steuergelder lebt)
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Haidenauplatz 1
81667 München
Telefon: +49 (0)89 540233-Zensiert durch die Behörde, die durch unsere Steuergelder lebt
E-Mail: Zensiert durch die Behörde@stmgp.bayern.de

Sammeltelefonnr: Pressereferat: 089 540233-955

Auf den netten Hinweis, dass eine der Studien der WHO aus 2010 ist und warum denn die aktuellen Informationen nicht mit einbezogen werden kam: Stille im Wald.

Allerdings kann ich sehen, dass Frau Z. meine eMails liest durch die Empfangsbestätigung.

Dies ging nun bisher so weiter.

Nun kommt aber der Kracher – mit interessierten Bürgern wird anscheinend nicht gesprochen, aber mit „Sag nein zu Drogen“, einem bekannten Ableger von Scientology.

Scientology ist bekannt dafür, sich in Drogenpolitik einzumischen, insbesondere mit Geld. So wird versucht, abhängig konsumierende in die „Therapieeinrichtung“ von Scientology zu bekommen. Dort wird die Abhängigkeit von einer Droge durch eine Gruppe ersetzt. In Berlin war es in den 90er Jahren ein großer Skandal, dass Scientology Menschen therapieren „darf“, ohne Grundlage. Weiteres dazu auf der Webseite Ingo Heinemann: Über Narconon, die Drogentherapie von Scientology.

Sehr geehrter Herr Dranger,
sehr gerne können Sie unsere Grafik nachbauen.
Wir möchten Sie in Zusammenhang mit der Grafik allerdings darauf hinweisen, dass es zum Cannabis-Posting auf unserer Facebookseite mit diesem Bild zu einer hefigen Diskussion von Cannabislegalisierungsbefürwortern gekommen ist.
Bei Fragen bin ich gerne für Sie da.
Freundliche Grüße

A.Z.
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Haidenauplatz 1
81667 München
Telefon: +49 (0)89 540233-Zensiert durch die Behörde, die durch unsere Steuergelder lebt
E-Mail: Zensiert durch die Behörde@stmgp.bayern.de

als Antwort auf die Anfrage von einem „Joachim Dranger“:

Von: Joachim Dranger [mailto:info@sag-nein-zu-drogen.info]
Gesendet: Montag, 22. Juni 2015 21:23
An: S.Z. (StMGP)
Betreff: Fwd: Re: Grafik/Facebook

Gruß zuvor!
Ich hatte in der letzten eMail angefragt, ob wir diese Grafik nachbauen dürfen, aber leider keine Antwort erhalten. Ich möchte Sie hiermit wiederum anfragen.
Vielen Dank im Vorraus, J. Dranger


www.SAG-NEIN-ZU-DROGEN.info
Sag NEIN zu Drogen – Sag JA zum Leben
Verein für Drogenaufklärung
Postfach 500126
80971 München
Postanschrift
Waldfriedhofstr. 30 – 81377 München

Offenbar steht das StMGP solchen menschenverachtenden Organisationen näher als interessierten und kritischen Bürgern.

Israel: Antidrogenbehörde bewirbt Medizinalhanf; Legalisierungsgesetz in der Wiedervorlage

Yinon Magal

Yinon Magal

Die Times of Israel meldet, dass ein Gesetzesvorschlag zur Legalisierung von Cannabiskonsum und Besitz zu Entspannungszwecken die Runde macht. Die Chancen ständen nach der letzten Wahl besser als je zuvor. Israel hat eine der höchsten Konsumraten neben den westlichen Ländern. Darüber hinaus gibt es über 21000 Patienten, die durch fünf durch den Staat lizensierte Unternehmen mit Medizinalhanf versorgt werden seit den frühen 1990er Jahren.

Man sollte nicht erwarten, dass es demnächst Coffeeshops in Israel gibt. Aber man wird zumindest ohne Angst zuhause etwas Konsumieren dürfen und auch Besitzen. Der Teil mit den Coffeeshops bleibt in dem neuen Gesetzesentwurf wohl unklar. Die Initiative geht aus von dem relativ neuen Politiker Yinon Magal (Jewish Home party).

Ähnliche Gesetzesvorschläge wurden in der Vergangenheit abgelehnt. Aber nun hat eine Gruppe von acht Knessetmitgliedern aus verschiedenen politischen Richtungen die Unterstützung zugesagt.
Während solche Kooperationen noch immer sehr rar sind, scheint die Cannabisfrage die verschiedenen politischen Lager zu einen.
Zandberg ist dabei, welche schon mal einen solchen Gesetzesentwurf einbrachte, Shelly Yachimovich (Arbeiter), Ofer Shelah (Yesh Atid), Yoav Kish (Likud), Jamal Zahalka (Joint [Arab] List), Merav Ben Ari (Kulanu) und Sharon Gal (Yisrael Beytenu) haben den Vorschlag unterzeichnet.

Der Handel mit Drogen werde noch immer illegal sein unter dem neuen Gesetz, ebenso der Konsum der Pflanze in der Öffentlichkeit.

„Das ist der erste soziale Vorschlag für die Jüngeren mit den schlechteren sozioökonomischen Hintergründen, die bislang für eine Winzigkeit Cannabis verhaftet und eingesperrt werden, die Nacht im Gefängnis mit Kriminellen verbringen müssen und weiterhin [als mögliche Konsequenz] in die Welt des Verbrechens eintauchen“ so Magal.

Erst im März hat Israels Anti-Drogenbehörde eine Werbekampagne für medizinisches Cannabis durchgeführt.

Times of Israel: Lawmakers have high hopes for cannabis decriminalization

Paar gibt 17 Millionen Pfund für die Cannabisforschung

cannaabineae-cannabis-sativa-darstellung

Ein australisches Paar hat 17 Millionen Pfund (ca. 29 Millionen Euro) für die Erforschung von medizinischem Cannabis an eine Universität in Sydney gegeben, nach dem ihre Enkelin mit lähmender Epilepsie diagnostiziert wurde.

Barry und Joy Lambert haben die größte Spende in der australischen Geschichte für Forschung überreicht, welches den Vizekanzler der Universtität von Sydney dazu veranlasste, es eine „Geschichte der Liebe und Hoffnung“ zu nennen.

„Die Erfahrung unserer Enkelin .. hat unsere Augen geöffnet für die aussergewöhnlichen Möglichkeiten von Cannabinoiden, die nicht nur ihre Krankheit behandeln können, sondern auch eine ganze reihe chronischer Krankheiten, die sonst oft nicht auf konventionelle Behandlungen ansprechen.“ so Lambert.

Lambert ist der Gründer von Count Financial, Australiens größtem unabhängigen Netzwerk von Finanzplanern, welches er dann an CBA für 186 Millionen Pfund in 2011 verkaufte. Er und seine Frau haben drei erwachene Kinder, aber haben eine Tochter wegen der Wasserkopf-Krankheit verloren.

Personen, die unter Epilepsie leiden, haben berichtet von einigen positiven Effekten und Verminderungen der Krämpfe, wenn sie medizinisches Cannabis anwenden. Die Studie des New York University Langone Comprehensive Epilepsy Centre, gab 213 Kindern und Erwachsenen Patienten mit 12 verschiedenen Formen von Epilepsie Cannabidiol, täglich für 12 Wochen. Es stellte sich heraus, dass von 137 Personen, welche die Studie abschlossen, die Anzahl der Krampfanfälle um 54% sank – auch wenn einige Nebenwirkungen berichtet wurden.

Die Wissenschaftler begrüßten die Spende als „spielverändernd“ auf einer Pressekonferenz der Universität, wo auch Premierminister Maike Baird den Lamberts dankte: „Was für ein historischer Tag .. für unseren Bundestaat und für unser Land, Vielen Dank“.

via London Cannabis Club: Couple give £17m to cannabis research at Sydney university und ABC: Medicinal marijuana research at University of Sydney receives record $33m donation from Barry and Joy Lambert

EIHA meldet Rekordanbaufläche bei Hanf in Europa

Mehr Hanfanbaufläche - Rekord in 2015: 22000 Hektar Hanf

Die Europäische Industriehanfvereinigung EIHA berichtet in ihrem aktuellen Newsletter, sowie in einer Pressemitteilung Rekordanbau von Hanf in 2015, dass 2015 ein Rekordanbaujahr wird: Etwa 22000 Hektar Land werden in Europa mit Hanf bestellt! Laut PM gibt es eine steigende Nachfrage nach Fasern, Samen und Cannabinoiden in der Medizin.

Auch die Mitte Mai stattgefundene internationale Konferenz der EIHA hatte einen Teilnehmerrekord: 260 Personen aus 38 Ländern nahmen an diesem Fachkongress teil, so der Veranstalter.

Der Verein EIHA ist ein Fachverein für die Industriehanfbranche. Weitere Informationen gibt es auf ihrer Webseite, www.eiha.org sowie beim Ansprechpartner Dominik Vogt, Telefon +49 (0)2233-48 14 49.