Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.


Hinweis: Aktuelle Petition im Bundestag - bis Mitte März!
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Abgeordnetenwatch: Es gibt keine Cannabis-Präventionsprojekte in Deutschland

Veröffentlicht am 17. Mai 2014 von tribble

Vor kurzem erhielt ich den Newsletter der Drogenbeauftragten, in der wieder die Cannabisprävention in Deutschland hervorgestellt wurde. Ich frage mich aber dann: Welche Prävention? Wenn man sich die Webseiten des BMG oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung anschaut, findet man nur “Interventionsprojekte”, dh. wenn die Person durch ihren Konsum auffällig geworden ist. Deswegen die Frage auf Abgeordnetenwatch an die Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU):

Am 26.9.2014 erreichte mich eine Antwort. Du findest sie hier weiter unten auf dieser Seite:

Die Anfrage

Werte Frau Mortler,

sie schreiben in Ihrem Newsletter vom 30.4. zur aktuellen Pressemitteilung zur Rauschgiftlage, dass die Prävention nicht nachlassen dürfte.
Ebenso betonen Sie immer wieder, wie wichtig Prävention auch in Sachen Cannabis sei.
Dem kann ich nur zustimmen.

Allerdings kann ich keinerlei Präventionsprojekte auf ihrer Webseite, unter Cannabis (siehe goo.gl ) oder der Bzga/drugcom finden.

Die auf ihrer Webseite gelisteten Projekte (wie folgt) sind alle Interventionsprojekte aber keine Präventionsprojekte – wie kommt das?

“AVerCa – Aufbau einer effektiven Versorgungsstruktur zur Früherkennung und Frühintervention jugendlichen Cannabismissbrauchs; FreD goes net – Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten in Europa; Fünf-Länder-Projekt INCANT; Bundesweit: Cannabisausstiegsprogramm “quit the shit”; Realize it!; CANDIS; CAN Stop”

mit freundlichen Grüßen

Die Antwort

Die Antwort erreichte mich am 26.9.2014:

Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Interesse an der Sucht- und Drogenpolitik der Bundesregierung.

Im Unterschied zu den von Ihnen genannten Projekten zur Frühintervention für Cannabiskonsumierende sind Projekte zur universellen Suchtprävention und Gesundheitsförderung suchtstoff- bzw. suchtverhaltensübergreifend angelegt. Um möglichst wirksam zu sein, erfolgen Präventions-Maßnahmen nicht defizitorientiert, sondern versuchen die vorhandenen Potentiale zu stärken. Der nicht nur in Deutschland favorisierte Ansatz richtet sich deshalb auf die Förderung von Lebenskompetenzen. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge gelten Lebenskompetenzen als wichtige Ressourcen, um Alltagsbelastungen und entwicklungstypische Anforderungen angemessen bewältigen zu können, ohne auf eventuell riskantes Verhalten zurückgreifen zu müssen. In Deutschland gibt es schon seit geraumer Zeit eine ganze Reihe von Programmen und Kursen zur Lebenskompetenzförderung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat die wichtigsten Ansätze und Programme bereits 2005 im Band 6 der Reihe Gesundheitsförderung konkret in einer Übersicht zusammengetragen (“Gesundheitsförderung durch Lebenskompetenzprogramme in Deutschland. Grundlage und kommentierte Übersicht”).

Aus diesen Gründen werden Sie eine spezifische “Cannabisprävention” nur in Form vereinzelter Projekte finden. Sofern Sie die Vermittlung von Wissen zu Cannabis (und anderen einzelnen Sucht-stoffen oder Suchtverhalten) als Bestandteil von Prävention sehen: Die BZgA informiert auf www.drugcom.de regelmäßig auch zu aktuellen Forschungsergebnissen im Bereich Cannabis und stellt mit dem Drogenlexikon auf dieser Plattform ständig aktualisierte Informationen zur Verfügung.

Ich hoffe, dass ich Ihnen Ihre Frage “Wie kommt das?” mit diesen Informationen ausreichend beantworten konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Marlene Mortler
Drogenbeauftragte der Bundesregierung

Das sieht mal nach einer Antwort aus, die nicht aus dem üblichen “4-Säulen-Modell”-Vorlagen-geklicke besteht. Das ist doch schon mal sehr erfreulich. Schön ist auch zu sehen, dass Frau Mortler bestätigt, dass die genannten Programme keine “Präventionsprogramme” sind, sondern Programme der “Frühintervention”. Daran werde ich die lokalen Drogenberatungen usw. erinnern, wenn sie wieder Intervention mit Prävention verwechseln.

Kein Durchbruch: Cannabis-Öl bei Krebs

Veröffentlicht am 7. Mai 2014 von tribble

Und mal wieder ist eine Welle an esoterischen Marktschreiern im Internet unterwegs, die den Leuten Rick-Simpson Cannabisöl andrehen wollen. Dieses Mal von der Ecke “brudertaktier”, einem Webblog. In den USA reden die Übrigens nur noch von CO2-Extrahiertem Cannabisöl, und nicht dem dunklen Lösungsmittelöl (Alkohol). Ganz einfach daher, da CO2 weniger bedenkliche Rückstände hinterlässt. Auch weis man NICHT bei einem solchen Öl vom Schwarzmarkt, ob das Ausgangmaterial sauber von Streckstoffen oder gesundheitsschädlichem Schimmel ist.

Da Cannabis illegal ist, und es dafür auf dem Schwarzmarkt einen großen Preis gibt, erscheinen nun die Euro-Zeichen in den Augen der Leute, die es propagieren, ohne einen ansatzweisen wissenschaftliche Hintergrund zu haben. Anstelle dessen wird das Gehirn ausgeschaltet und auf Quacksalber gehört.

Für das Reichwerden gibt es nur eine Regel: Man muss es wollen und tun! Retweetet von brudertaktiker; 6.5.2014

Leute – ihr Spielt mit dem Leben von unter Umständen totkranken Personen! Und vielen Dank auch an die Politik, die verzweifelte Menschen – Patienten – in die Hände von Quacksalbern treibt!

Eine gute Übersicht von Dr. Franjo Grotenhermen, wo die Forschung steht, findest du in dem grow!-Artikel “Cannabis bei Krebs”.

Das Hanf Journal in neuem Look

Veröffentlicht am 5. Mai 2014 von tribble

hanfjournal-2014Das Hanf Journal hat zum Global Marijuana March sein Webdesign und die Seitenfunktionalität umgestellt!

Freut euch auf ein modernes Interface und Interaktionsmöglichkeiten. Natürlich können Fehler und Probleme mit der neuen Webseite auch gemeldet werden, bitte an: redaktion@hanfjournal.de

Android: Faster BTCJam

Veröffentlicht am 30. April 2014 von tribble

Here is something else than normal for this Blog: An Android App. The app “Faster BTCJam” allows you to navigate the BTCJam website faster. Iam just figuring out how to use the app builder software in the Internet. Have fun!

BTCJam is the first peer-to-peer lending network powered by Bitcoin.

Screenshot of the Faster BTCJam app for Android

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Mythos: Die erste Jeans war aus Hanf

Veröffentlicht am 15. April 2014 von tribble

Ich bin ja immer etwas Neugierig und suche mir seltsame Geschichten aus denen ich nachgehen kann. Es gibt einen populären Mythos rund um Hanf, dass Levi Strauss seine ersten Jeans aus Hanf gemacht hätte. Das ganze kommt aus Jack Herer’s Buch. Zum Hintergrund muss man wissen, dass der Begriff “Canvas” eher eine Webart als ein Material bezeichnet.

Levi Strauss war in der Goldgräberzeit vor Ort und verkaufte Kolonialwaren an die Goldgräber. Unter anderem auch Hosen. Der Mythos sagt nun, dass Strauss übrig gebliebenen Segelstoff umgeschneidert hätte zu den nun bekannten Jeans.

Ich habe also bei dem Levi Strauss Museum nachgefragt, und die haben mich auf die Firmenhistorikerin von Levi Strauss verwiesen, die geforscht hat. Es wurde mir geschrieben, dass die erste Jeans, bekannt durch die Nietenverstärkung, nicht aus Hanfstoff gemacht worden sei, sondern schon immer aus blau gefärbtem Baumwollstoff.

Auch die Hosen, die Strauss vorher in seinem Laden verkaufte, seien nicht aus Hanf gemacht worden sein und seien auch nicht besonders gut gelaufen.

Jack Herer schrieb in seinem Buch, dass Canvas ja Cannabis bedeuten müsse, und deswegen der Stoff unbedingt Hanf gewesen sein musste.

Allerdings gibt es darauf keine Hinweise oder Belege. Eher gibt es Belege, dass Canvas schon immer die Webart bezeichneten und nicht das Material.

Zur weiteren Recherche: Ich habe vor über einem Monat 15 Webseiten angeschrieben, welche in Google unter “Hanf” + “Jeans” zu finden waren und diesen Mythos auf ihrer Webseite haben. Davon haben zwei geantwortet, die auch keine andere Quelle als Jack Herer haben. Die Redaktion von “Planet Wissen” verwies mich auf den Autor des Videos, welcher aber auch keine andere Quelle als Jack Herer angeben konnte. Die Fachstelle Naturfasern hat bislang nicht geantwortet. Vom Nova Institut kam die Antwort, dass sie auch keine anderen Quellen hätten.

Es gibt auch eine Story, dass das Archiv abgebrannt sei. Aber auf der Levi-Firmenseite gibt es ein PDF, welches sagt, dass eine der ersten Jeans in einem feuersicheren Tresor aufbewahrt werde. Also können ja doch nicht “alle Beweise” vernichtet worden sein.

Ergebnis: Es ist eine schöne Geschichte, aber leider bleibt sie nur eine Geschichte.

Auf der anderen Seite wurde mir vom Museum mitgeteilt, dass “Hanf-Fans” die Museumsmitarbeiter angefeindet hätten, da sie den Beweis nicht erbringen würden. Es scheinen sich Personen in eine Ideologie hineinzusteigern, die sich dann in solchen mehr oder weniger verbalen Gewaltausbrüchen äussern, wenn das Weltbild angegriffen wird. Ich finde es beschämend für eine Bewegung, wenn soetwas passiert!

Auf einer sachlichen Ebene muss man auch akzeptieren können, wenn es für eine Theorie keine Beweise gibt. Deswegen nennt sie sich Theorie und nicht Fakt oder Dogma.

Quelle:

Zeit zur Beantwortung der IFG-Anfrage nach “High Level” Vorbereitungsdokument der UNODC läuft aus

Veröffentlicht am 11. April 2014 von tribble

Ich habe am 10.3.2014 auf fragdenstaat.de eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz nach einem 22-seitigen Dokument der UNODC gefragt, welches für die “High Level”-Meetings der Regierungen auf der letzten Suchtstoffkonferenz vorbereitet wurde. Dieses Dokument soll Empfehlungen für die Regierungen enthalten. Unter anderem soll darin geschrieben stehen, dass “[d]ie Entkriminalisierung des Drogenkonsums [kann] ein effektiver Weg sei [sein], um Gefängnisse zu entlasten und die zugewiesenen Mittel für Behandlung und Rehabilitation zu nutzen”. In weniger als 6 Stunden läuft nun die Frist zur Beantwortung ab.

Ich bin gespannt auf die Antwort und wann sie kommt. Ich gehe auch gerne wieder im Gesundheitsministerium vorbei und fotografiere mir alle Akten.

PotCoin, eine neue Währung gegen den “Krieg gegen die Drogen”

Veröffentlicht am 3. April 2014 von tribble

potcoin_accepted_here_webIch möchte gerne bald mein legales Gras mit einem digitalen Geld bezahlen, und damit das geht, haben sich jetzt Leute den PotCoin ausgedacht. PotCoin ist eine sogenannte Kryptowährung, also eine elektronische Währung, die Werte durch mathematische Berechnungen darstellt und absichert. Ähnliche Beispiele sind BitCoin und AuroraCoin. Insbesondere die Abgabestellen für Medizinalhanf in den USA haben ein großes Geld Problem: Sie können es nicht bei den Banken einzahlen. Dennoch sind die Cannabisblüten ein legales Produkt nach Bundesstaatgesetz. Wenn die Banken das Geld annehmen würden, würden sie sich unter Förderalgesetzen der Geldwäsche im Drogengeschäft strafbar machen. Nun müssen die Abgabestellen große Mengen Bargeld horten und haben Angst vor Überfällen. Aber auch auf allen anderne Ebenen des Cannabismarktes kann eine elektronische Währung helfen.

PotCoin wurde entwickelt, um die Cannabisgemeinschaft bei ihren täglichen Geldgeschäften zu unterstützen. Auf jeder Ebene der exponentiell wachsenden Hanfindustrie soll PotCoin für Vertrauenswürdigkeit, Stabilität und Sicherheit stehen.

Die Übertragung der Beträge erfolgt direkt von Teilnehmer zu Teilnehmer (Peer-to-Peer). Dadurch werden die beim herkömmlichen Bankverkehr üblichen Zwischenschritte und auch Finanzbehörden umgangen.

Selbst wenn die Banken auch unter Föderalgesetzen das Geld annehmen könnten, so ist und bleibt PotCoin noch immer eine gute Kundenbindung.

Ich probiere gerade das PotCoin aus. Dazu habe ich mir erstmal die Software Geldbörse, im Jargon “Wallet”, von der Webseite PotCoin.info für mein Betriebssystem geholt. Dort kann man nun Empfangsaddressen einrichten, und sich die ersten “kostenlosen” PotCoins von einem Faucet, einer “Vergabestelle” geben lassen.

PotCoins kann man nicht nur mit anderem Geld kaufen, man kann sie auch “growen”, so die Umgangssprache dafür. Bei anderen Kryptowährungen dieser Art wird das “Minen” genannt, von (Gold-)schürfen im Englischen “to mine”. Dieser Vorgang verbraucht Strom und damit werden mathematische Berechnungen für das Netzwerk durchgeführt. Dafür benötigt es eine Miner-Software. Wenn man eine moderne Grafikkarte sein Eigen nennt, so kann man diese Software dort ausführen und auf einen Grow-Pool einrichten. Dann wachsen auf der Grafikkarte PotCoins.

Zusammen ist man ja immer stärker, das gilt auch bei der Berechnung von PotCoins. So rechne ich auf dem Hashfast-Pool für PotCoins mit.

Wenn du jetzt PotCoins dein Eigen nennst, möchte man damit ja auch was machen. Du könntest zum Beispiel dem Hanf Museum in Berlin oder der Hanfparade ein paar POT’s spenden. Oder du kaufst auf dem Cannabay dafür ein, dort gibt es diverses. Einen Hanfsamenhändler, der neben BitCoins jetzt auch PotCoins annimmt gibt es auch schon. Weiterhin einen Bongverkäufer auf dem europäischen Kontinent.

Die Gemeinschaft trifft sich auf dem PotCoin-Reddit, dort gibt es immer wieder neues rund um das Thema PotCoin. Dazu kommen IRC-Chatkanäle. Also eine recht schwungreiche Gemeinschaft.

Technische Hintergrundinfos:

  • PotCoin, ein Kryptowährungssystem auf Litecoinbasis mit scrypt-Algorythmus. Eine bewährte Technik, bei der man noch mit einer GPU zu Hause mitrechnen kann.
  • maximal 420,000,000 Coins kommen in Umlauf. Wurden alle generiert, steigt der Wert der einzelnen Coins
  • alle 40 Sekunden gibt es einen neuen Block, d.h. Transaktionen werden in diesem Zeitraum überprüft. Das ist schneller als bei Bitcoin
  • Marktkapitalisierung bei knapp 400.000 US$ über 500.000 US$
  • Rechtlich bislang wie Bitcoin, dh. die PotCoins werden steuerlich gehandhabt wie Gold

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Der Autor überschaut den Grow an PotCoins auf einer GPU und zwei Gridseeds im Hanf Museum in Berlin. Wer das Hanf Museum dabei Unterstützen möchte, kann dies zb. durch eine Spende an die folgende PotCoin-Addresse: PHanfSCSf8QNhmkoK2wxmjfDdguURoC7E9
Der Autor nimmt gerne Anfragen zum Thema entgegen.

Tschechische Republik: Gesundheitsminister sagt Israels Medizinalhanfprogramm sei “Inspirirend”

Veröffentlicht am 24. März 2014 von tribble

Wikipedia, OISV: Svatopluk_Nemecek_2014Der Gesundheitsminister der Tschechischen Republik, Svatopluk Němeček, war zu Besuch in Israel, um sich dort über das Programm für medizinisches Cannabis zu informieren. Er nannte das Programm “inspirirend” für die Verwendung von Cannabis im eigenen Land.

In der Tschechischen Republik ist die medizinische Nutzung möglich, aber der Anbau für den eigenen Bedarf ist weiterhin illegal. Bis jetzt gibt es nur eine tschechische Firma, welche die Lizens für den Import von Medizinalhanf erhalten habe.

via Radio CZ: Health minister returns from Israel cannabis mission

Kanada: Sieg vor Gericht für Bestandspatienten, die Cannabis anbauen

Veröffentlicht am 24. März 2014 von tribble

Grafik Grüne Flaschen für medizinisches CannabisKanada: Die Pläne der konservativen Regierung, den Cannabisanbau mit Firmen zu zentralisieren und kontrollieren, ist mit einem Urteil vom Freitag den 21.3.2014 erstmal verlangsamt. Das Gericht entschied, dass zumindest Bestandspatienten ein Recht auf ihre kostengünstige Medizin haben.

Richter Michael Manson erließ einen Beschluss, welcher die Patienten, die schon eine Genehmigung zum Besitz und zur Produktion von medizinischem Cannabis haben, von den neuen Regeln ausnimmt. Nach den neuen Regeln wäre der Anbau von Cannabis illegal.

Eine Gruppe von Patienten hinter einer Verfassungsklage fragte nach einem vorläufigen Beschluss, um den Status Quo zu erhalten, bis ihre Fälle vor Gericht behandelt wurden.

Die Förderalregierung hatte im letzten Jahr angekündigt, die Produktion von medizinischem Cannabis zu überarbeiten, da das derzeitige System ausser Kontrolle gewachsen sei.

Die laufenden Gerichtsverfahren der Patienten argumentieren mit ihrem Recht auf Zugang zu der wichtigen Medizin, da diese im neuen System höchstwahrscheinlich deutlich teurer werden wird. Sie beschweren sich auch darüber, dass sie nicht ausreichende Kontrolle über die Sorte ihrer Wahl haben werden.

Richter Manson schriebn: “Diese Gruppe würde unreparabel geschädigt durch die Effekte der neuen Regeln.”

John Conroy, der Anwalt, der die Patienten vertritt, sagte, dass sie ganz klar ein Recht auf ihren Zugang zu medizinschem Marihuana haben, dass sie sich auch leisten können.

“Ökonomischer Zugang zu einer Medizin ist ein wichtiger Faktor, und keine Lösung für alle anzubieten, ist keine Lösung.”, so Conroy in einem Interview.

Conroy sagte, es sei nicht klar, wie der Richterspruch sich auf die neuen Patienten, die medizinisches Hanf brauchen, aber noch nicht lizensiert sind, auswirken wird. Es kann sein, dass diese gezwungen werden, sich auf dem kommerziellen Markt einzudecken.

Kanada regulierte medizinisches Marihuana im Jahre 2001, ein Jahr nachdem ein Gericht in Ontario entschied, dass die Gesetze dieser Zeit gegen die Rechte kranker Personen verstosse, die dieses benötigen um ihre Symptome zu lindern.

Die Zahl der lizensierten Personen, denen es erlaubt ist zu Besitzen – und oft auch der Anbau – hat sich auf 37.000 in diesem Jahr erhöht gegenüber weniger als 100 im Jahr 2001. Die Regierung sagt, die aktuellen Lizensen umfassen etwa 3,5 Millionen Pflanzen.

via ctv news: Medical marijuana users can continue to grow their own pot: court

UNODC Arbeitsgruppe sagt Kriminalisierung wäre “nicht hilfreich”

Veröffentlicht am 14. März 2014 von tribble

Ja, du liest richtig. Die globale Anti-Drogenbehörde denkt, die Kriminalisierung von Drogen wäre keine gute Idee.

Wie die Drug Policy Alliance (DPA) schreibt:

“Heute hat eine Arbeitsgruppe des des UNO-Büros zur Drogen und Verbrechensbekämpfung angekündigt, grundlegend neue Empfehlungen auszusprechen, welche die Strafverfolgung für Drogengebrauch in Frage stellt. Die wissenschaftliche Beratergruppe zu Drogenpolitik, Gesundheit und Menschenrechte der UNODC – unter anderem Nora Volkow, Vorsitzende des Nationalen Instituts gegen Drogenmissbrauch (NIDA) der USA – werden ihre Empfehlungen auf dem High Level Meeting der 57. Internationalen Suchtstoffkonferenz vorstellen. Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe sagen “strafrechtliche Verfolgung ist nicht hilfreich” und sprechen damit den Drogengebrauch und -mißbrauch an.”

Die DPA war sehr Glücklich dies zu Hören: “Es gibt einfach keine wissenschaftliche Basis in der Wissenschaft, Gesundheit oder Ethik um jemanden bloß wegen Drogenbesitzes in das Justizsystem zu verfrachten.” so DPA Sprecher Ethan Nadelmann. “Hoffentlich helfen die Empfehlungen der UNO, den globalen Trend hin zu einem Ende der Kriminalisierung des Drogenkonsums und -besitzes. Dies würde in den Vereinigten Staaten einen enormen Unterschied ausmachen.”

Die Empfehlungen der UNO sind damit Konsistent mit denen der Globalen Kommission zu Drogenpolitik und überraschen weit gefasst. Eine große Gemeinde hat sich gesammelt, welche für die Drogenentkriminalisierung spricht, darunter die Amerikanische Organisation für Gesundheit, die Organisation der Amerikanischen Bundesstaaten, das Internationale Rote Kreuz und des Roten Halbmondes, die NAACP, Human Rights Watch, die Amerikanische Vereinigung für Bürgerrechte (ACLU) und der Nationale Latinokongress.

Die Entkriminalisierung des Drogenbesitzes bringt mehrere Vorteile für die öffentliche Sicherheit und Gesundheit mit sich, darunter:

  • eine signifikante Senkung der Zahl der eingesperrten Personen
  • das Stigmata wird geringer – mehr Leute trauen sich, in eine Behandlung zu gehen, wenn sie Probleme haben
  • weniger Kosten im Strafrechtssystem
  • die Strafverfolgung kann sich echten Verbrechern widmen
  • die bisherigen Gesetze verstärken rassistische Verhaltensweisen durch Verhaftung, Strafe und gesundheitliche Beeinträchtigungen
  • schützt Personen vor den weitreichenden Folgen der Strafverfolgung

via Cannabisculture