Willkommen auf der Hanfplantage, einer privaten Website! Unten folgen Artikel in Sachen Hanf, Drogenpolitik und dem aktuellen Weltgeschehen.


Hinweis: Aktuelle Petition im Bundestag:
Zur Webseite der aktuellen Petition fuer Cannabis als Medizin

Verfrühter Aprilscherz zu 37 Todesfällen durch eine Überdosis Cannabisrauchen nach der Legalisierung in Colorado

Veröffentlicht am 6. Januar 2014 von tribble

Ein verfrühter Aprilscherz über den Todesfall von 37 Personen durch eine Überdosis beim Grasrauchen nach der Legalisierung von Cannabis in Colorado übernahm das Internet in der letzten Woche. Auf diversen Plattformen kursierte das Gerücht, welches originär von dem “The Daily Currant” gepostet wurde, einer Satireseite.

Seit der Legalisierung von Marihuna Anfang des Jahres ist noch niemand an einer Überdosis gestorben. Tatsächlich ist es so, dass Studien zeigen, dass es nahezu unmöglich ist, sich beim Cannabiskonsum zu überdosieren. Warum soviele Personen auf diese Story ‘reingefallen ist, ist unbekannt.

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Tote nach der Cannabislegalisierung.

Der Überdosisscherz ging insbesondere gut ab, da ein “lokaler Doktor” zitiert wurde mit dem Namen Dr. Jack Shepard, der seinen Angaben nach, jede Menge Personen in Totensäcke stecken musste.

Auch weitere Personen mussten daran glauben: Einer der ersten Toten sollte ein gewisser Jesse Pinkman sein, ehemaliger Methamphetamindealer.

Wem dass dann noch nicht aufgefallen ist, dass es ein Scherz ist, schaut wohl aktuell keine Fernsehserien. Jack Shepard ist aus der Serie “24” und Jesse Pinkman einer der Protagonisten der Serie “Breaking Bad”.

Hat dich der “Aprilscherz” ‘reingelegt?

u.a. im Examiner

Studie: US-Bundesstaaten, die Medizinalhanf Legalisieren, haben weniger Tote bei Verkehrsunfällen

Veröffentlicht am 4. Januar 2014 von tribble

Eine Studie von 2011 zeigt eine Verbindung auf, zwischen US-Bundesstaaten die Medizinisches Cannabis legalisiert und weniger Tote bei Verkehrsunfällen haben. Die Studie wurde von D. Mark Anderson durchgeführt, einem Ökonomieprofessor an der Montana State Univerity und Daniel Rees, ein Professor an der University of Colorado, Denver.

Sie schauten sich die Daten der einzelnen Bundesstaaten an, darunter die Nationalen Umfragen zu Drogenkonsum und Gesundheit. Anderson und Rees entdeckten, dass Bundesstaaten, in denen Medizinalhanf legalisiert worden ist, durchschnittlich Neun Prozent weniger Todesfälle bei Verkehrsunfällen zu verzeichnen waren.

“Wir waren sehr Überrascht, dass die Zahlen sanken,” so Rees gegenüber dem Denver Post.

In einem Versuch, die Ergebnisse zu erklären, sagte Rees, dass die Gesetzesgrundlage eine Möglichkeit bietet, dass junge Personen in der Folge weniger Alkohol konsumieren. Anderson, Rees’ Mitforscher, sagte dem Missoulian, dass die Forschung zeige, dass Cannabis Rauchen nicht weniger Beeinflussend sei als Alkohol, könne dies dennoch immer eine Möglichkeit sein.

“Es könnte so sein.” sagte Anderson der Zeitung, “Wir sagen, dass unsere Ergebnisse damit konsistent wären.”

Aber das Discover Magazin bleibt skeptisch gegenüber einer starken Kausalität gegenüber legalem Medizinalhanf und weniger Todesfällen:

Aus dem Discover:

Es gibt keine kristall-klaren Beweise, dass Gesetze für Medizinalhanf dazu führen, dass die Leute mehr Gras rauchen – in drei diskutieren Staaten, Montana, Rohde Island und Vermont, haben unterschiedlich viele Personen sich für das Medizinalhanfprogramm eingeschrieben, und dennoch wurde kein größerer Anstieg an Cannabiskonsum berichtet

Die Studie schaute sich auch keine Bundesstaaten an, in denen es nicht legalisiert worden ist.

Die Forschung wurde auf der Webseite des Institute for the Study of Labor’s website gepostet ist ist im Peerreview im Journal of Law and Economics.

Weitere Erklärungen könnten sein, dass Fahren unter dem Einfluss von Cannabis weniger gefährlich ist als Betrunken zu fahren. Eine Studie von 2012, veröffentlicht vom British Medical Journal  zeigte eine 10-fach höhere Gefährdung einen Unfall zu riskieren durch den Blutalkoholspiegel von 0.08, gegenüber einfachem Cannabiskonsum. “Clean” fahren wurde noch immer als sicherste Option gegenüber Marihuana oder Alkohol angesehen.

via TimesPopular Science

Studie: Cannabinoide können Magenkrebszellen töten

Veröffentlicht am 25. Dezember 2013 von tribble

Grafik zum MedizinalhanfEine neue Studie, die in dem Journal für Chemotherapie erschien, berichtet, dass die Aktivierung der Cannabinoidrezeptoren zum Tod von Magenkrebszellen führte. Cannabiskonsum und Cannabinoide können dies hervorrufen. Der Effekt, Antineoplastisch genannt, zeigte im Mausmodell Erfolg, so dass der Tumor sich nach 14 Tagen um 30% bei einer Gabe des synthetischen Cannabinoids WIN 55,212-2 verkleinerte. Autophagie, das gezielte Sterben von Zellen konnte deutlich in der behandelten Gruppe beobachtet werden.

Die gesamte Studie kann auf der Webseite der U.S. Library of Medicine eingesehen werden.

via The Joint Blog

Ruhige Feiertage? Nicht für Medizinalhanfpatienten

Veröffentlicht am 24. Dezember 2013 von tribble

Grafik zu Cannabis als MedizinEs ist soweit, die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Eigentlich eine schöne Zeit, um mal etwas mehr abzuschalten. So aber nicht für etwa 150 Patienten in Deutschland, die eine Ausnahmegenehmigung besitzen und damit Cannabisblüten aus der Apotheke beziehen können. Meldungen diverser Patienten auf Facebook zufolge kann der einzige Großhändler Fagron nicht mehr liefern und habe seine “Notvorräte” bis Januar aufgebraucht.

Ich will endlich leben dürfen wie jeder Mensch ohne Ängste und Schmerzen…ich möchte Glücklich sein und das geht nur wenn man ohne Angst leben darf (Ein Cannabispatient)

Aus den ACM-Mitteilungen: Nach Auskunft des Importeurs Fagron muss das Unternehmen der Bundesopiumstelle zu Beginn eines Jahres das zu erwartende Kontingent an zu importierendem Cannabis mitteilen. Fagron weißt darauf hin, dass dieses Kontingent allerdings unterjährig nicht modifizierbar ist und demnach bei nicht vorhersehbar exponentieller Entwicklung der Abverkaufszahlen möglicherweise in den Engpass führt. [..]

Andererseits wäre es auch wünschenswert, wenn die Bundesopiumstelle flexibler auf eine Zunahme des Bedarfs reagieren und eine Erhöhung des Kontingents im Verlaufe eines Jahres zulassen würde, denn es erscheint in der Tat nicht einfach zu sein, den zu erwartenden Jahresbedarf im voraus abzuschätzen.

Der Forderung nach einer Flexibilisierung der Bürokratie können wir uns nur anschliessen!

Havard-Uni: Cannabis verursacht keine Schizophrenie

Veröffentlicht am 23. Dezember 2013 von tribble

Grafik zum MedizinalhanfEine neue Studie von der Harvard-Universität könnte Bedenken über den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie ausräumen. Während viele weiterhin das Potenzial von Cannabis zur Verursachung einer Schizophrenie diskutieren, erklären Forscher der Medizinischen Fakultät der Harvard-Universität, dass es “bisher keine überzeugenden Beweise dafür gibt, dass Cannabiskonsum Psychosen verursachen kann”. Ihre jüngste Studie, die in der Zeitschrift Schizophrenia Research veröffentlicht wurde, unterstützt die Rolle genetischer Faktoren bei der Schizophrenie, und dass Cannabiskonsum allein nicht das Risiko für die Entwicklung der Erkrankung erhöht.

“Zusammengefasst folgern wir, dass Cannabis selbst keine Psychosen verursacht. Bei genetisch prädisponierten Personen gibt es keinen Hinweis, dass Cannabis Psychosen verursacht, während er den Beginn der Erkrankung, die Schwere und das Therapieergebnis beeinflussen kann.”

Das Team, das von Dr. Lynn DeLisi, Professor für Psychiatrie an der Harvard-Universität, geleitet wurde, analysierte die Krankengeschichten von Familien von 108 Schizophrenie-Patienten und 171 Personen ohne Schizophrenie, um zu bestimmen, ob Cannabis ein Faktor bei der Entwicklung der Erkrankung ist. Sie fanden heraus, dass eine Schizophrenie in den Krankengeschichten der Familien das Risiko für die Entwicklung einer Schizophrenie erhöhte, unabhängig davon, ob eine Person Cannabis konsumierte oder nicht. Die Autoren folgerten, dass “die Ergebnisse der aktuellen Studie nahe legen, dass ein erhöhtes familiäres Krankheitsrisiko für Schizophrenie die zu Grunde liegende Basis für eine Schizophrenie bei Cannabiskonsumenten ist und nicht der Cannabiskonsum selbst”.

Veröffentlicht auf Pubmed: Proal AC, Fleming J, Galvez-Buccollini JA, Delisi LE. A controlled family study of cannabis users with and without psychosis. Schizophr Res, 2. Dezember 2013 und Leaf Science vom 8. Dezember 2013.

via AG Cannabinoide als Medizin

Uni Graz: Cannabis effektiv bei der Behandlung von Morbus Crohn

Veröffentlicht am 23. Dezember 2013 von tribble

Grafik zum MedizinalhanfEine neue klinische Studie, die in dem Journal für Pharmakologie und auf Pubmed veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass Cannabis effektiv ist bei der Behandlung der Krankheit Morbus Crohn. Morbus Crohn ist eine Form chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen.

Laut den Forschern vom Institut für experimentelle und klinische Pharmakologie an der medizinischen Universität von Graz in Österreich “[..] ist Cannabis eine uralte Medizin, die weithin als Heilmittel gegen Entzündungen des Darms eingesetzt wird. Eine neue klinische Studie zeigt, dass die Medizinalpflanze Cannabis sativa die Erwartungen erfüllt hat und höchst Effektiv bei Fällen mit entzündlichen Darmerkankungen ist.”

Schon vorher wurde Berichtet, dass Cannabis sowohl bei den Symptomen hilft, als auch den Krankheitszustand verbessert, in einer Studie um 90% auf dem Crohn-Aktivitätsindex der Patienten. Dies ist nun die erste klinische Studie mit echtem Cannabis. Es konnte gezeigt werden, dass Cannabinoide anti-entzündliche Wirkungen hat und die Symptome lindert.

“In einer vielversprechenden plazebokontrollierten Studie wurde bestätigt, was durch anekdotische Berichte bekannt war, d.h. Cannabis produziert signifikante klinische Vorteile bei Patienten mit Morbus Crohn. Die beteiligten Mechanismen sind noch nicht klar, aber sie umfassen höchstwahrscheinlich periphere Aktionen der Cannabinoidrezeptoren 1 und 2 and auch könnten auch andere zentralnervöse Aktionen beinhalten.”

Die Studie kann im Volltext hier gefunden werden (Cannabis Finds Its Way into Treatment of Crohn’s Disease. Schicho R, Storr M., Pharmacology. 2013 Dec 17;93(1-2):1-3. [im Druck]) .

via The Joint Blog

Interessant ist auch..

..die folgende Meldung bei der AG Cannabinoide als Medizin: Studie – Wissenschaft/Mensch: Viele Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen verwenden Cannabis, um ihre Symptome zu behandeln.

Der Drogenpolitische Livetalk – 13 Mal Weiß der Geyer

Veröffentlicht am 10. Dezember 2013 von tribble

13 Mal “Weiß der Geyer”
Der Drogenpolitische Talk im Google Hangout/Youtube

Länge: je Folge ca. zwei Stunden

Drogenpolitischer Jahresrückblick 2013 – Weiß der Geyer? Nr. 13
auf Youtube

Tu nix ohne Liebe… – Weiß der Geyer? Nr. 12
auf Youtube

An der schönen blauen Donau, Cannabis in Österreich – Weiß der Geyer? Nr. 11
auf Youtube

Die Partei, die Partei, die hat immer Recht… – Weiß der Geyer? Nr. 10
auf Youtube

Research Chemicals – Weiß der Geyer? Nr. 9
auf Youtube

DopePollution, Umweltschutz und Drogen – Weiß der Geyer? Nr. 8
auf Youtube

Wenn Wählen etwas ändern würde – Weiß der Geyer? Nr. 7
auf Youtube

Hopfen und Malz, Gott erhalts – Weiß der Geyer? Nr. 6
auf Youtube

Dampf machen für Cannabis als Medizin – Weiß der Geyer? Nr. 5
auf Youtube

Von Hanf ist die Rede – Weiß der Geyer? Nr.4
auf Youtube

Gedenken, Aktionen, Vorsorge – Weiß der Geyer? Nr. 3
auf Youtube

Mit Cannabis Social Clubs auf Du und Du – Weiß der Geyer? Nr. 2
auf Youtube

Drogenpolitischer Live-Videochat aus dem Hanf Museum Berlin – Weiß der Geyer Nr. 1
auf Youtube

Kanada: Datenschutzkatastrophe für 40.000 Medizinalhanf-Patienten

Veröffentlicht am 9. Dezember 2013 von tribble

Grafik Cannabis als MedizinEnde November bekamen über 40.000 Medizinalhanfpatienten Briefe von einer Abteilung von Health Canada. Health Canada ist so etwas wie das Gesundheitsministerium. Die Briefe sollten die Patienten auf die Änderungen zum nächsten 1. April vorbereiten.
Aber die Briefe wurden in Umschläge verpackt, die nicht nur mit dem Namen des Patienten bedruckt waren, sondern auch explizit auf das Medizinalhanf-Programm hinwiesen.

George Da Pont, stellvertretender Minister bei Health Canada hat sich auf der Webseite entschuldigt und nannte es einen Verwaltungsfehler.

Der Nutzer von medizinischem Cannabis Marcel Gignac sagte, die Aktion hat eine Zielscheibe auf den Rücken der Patienten in ganz Kanada gemalt – viele haben nun Angst vor Überfällen.

Gignac, der auch Sprecher für die Allianz der Medizinalhanfpatienten ist, sagte, das Outing stelle die Patienten sozial blank, als auch als Zielscheibe für Diebstähle. Er sagte, bisherige Briefe vom Programm hätten keine Hinweise darauf enthalten.

Health Canada ändert zur Zeit das Medizinalhanfprogramm, so dass einige dutzend lizensierte kommerzielle Unternehmen das Produkt für die Patienten zur Verfügung stellen und den Eigenanbau zurückdrängen sollen.

via globalnews u.a.

Buch: Hanf heilt von Wernard Bruining

Veröffentlicht am 5. Dezember 2013 von tribble

bruining-hanf-heiltMich erreichte das neue Buch “Hanf heilt”. Es stellt sich dar als das erste Buch, das ausführlich anhand von 42 Fallstudien die therapeutische Wirksamkeit von psychoaktivem Hanfblütenöl bei diversen Problemen und Krankheitsbildern dokumentiert. Leider bleibt es auch dabei.

Ähnlich wie Rick Simpson, dessen Video-Dokumentation “Run from the Cure” eine heilungsfördernde Wirkung von Hanfblütenöl bei bestimmten Krebsarten aufzeigt, dokumentiert Wernard Bruining in seiner Arbeit, dass der Einsatz von psychoaktivem Hanföl auch in vielen anderen Fällen, zum Beispiel bei chronischen Schmerzen, Autismus und “sozial unangepasstem Verhalten” zu Besserungen führen kann.

Leider ist das Werk wenig wissenschaftlich. Zum einen kommen die Patienten nicht zur Sprache, bei denen es nicht geholfen hat – zum anderen ist das Gesülze über Indigokinder völlig daneben. Klar – alle möchten sich gerne “besonders” Fühlen. Aber nicht mit solchen Allgemeinplätzchen!

Was die Seriösität des Verlags angeht – dieser Macht am Buchende Werbung für “Wundermittel” wie MMS (Chlordioxid-trinken, klar – trinken auch alle immer Klo-Chlorreiniger gegen ihre Krankheiten) – rege ich mich gerade über die weiteren Inhalte deren Verlagsprogramms auf (Verschwörungen, Quacksalberei usw.). Es fragt sich, warum das Buch nicht in einem seriösen Verlag, wie Nachtschatten o.ä. rausgegeben wurde.

Hanf heilt – erschienen im Mosquito Verlag. 24€, 250 Seiten, durchgehend farbig bebildert, ISBN: 978-3-9814098-8-8

Buch: HIGH, das positive Potential von Marihuana von Sebastián Marincolo

Veröffentlicht am 18. November 2013 von tribble

Cover Grafik vom Buch High von Sebastián Marincolo“High – das positive Potential von Marihuana” ist das erste Buch von Sebastián Marincolo und ist jüngst im Tropen Verlag erschienen und nun liegt es mir vor.

Ihm ist eine Unterhaltsame und interessante Mischung gelungen. Ohne in das esoterische Abzugleiten führt der Autor die Leserschaft durch verschiedene Aspekte des Cannabisrausches und wie dieser im positiven Sinne genutzt werden kann. Es startet mit einer Beschreibung des Rauschs, geht in den Bericht und der Erklärung bekannter Phänomene über und endet mit – leider in diesen Jahrzehnt wohl unumgänglich – der Prohibition, was sein könnte und dem Aufruf zur Legalisierung.

“Es ist höchste Zeit, aus dem Albtraum aufzuwachen, in den Menschen wie Harry Anslinger unsere Gesellschaft versetzt haben.”

Ausgezeichnete Kapitel sind dem Zusammenhang von Marihuanablütenkonsum und der Persönlichkeitsentwicklung, der Empathie, Liebe&Sex und dem kreativen Denken gewidmet.

Unnötig erscheint mir das Kapitel zur Sucht, welche sich mir als Vergleich “Meine Droge ist besser als deine Droge” darstellt und danach einen zu kurzen Schluss findet. Vielleicht wäre noch eine Seite Kapitalismuskritik angebracht gewesen, denn die angezählte Desinformation und “manipulative Werbung” findet ja nicht im luftleeren Raum statt. Wäre Cannabis legal, würde dabei im kapitalistischen System genau die gleichen Funktionalitäten und ausbeuterischen Machtverhältnisse wie bei Alkohol, Medikamenten oder Facebook zum Tragen kommen.

Das ganze Buch ist verfeinert mit vielen Zitaten, dazu Quellen und Vergleiche. Geschmückt ist das Buch mit Makroaufnahmen von Cannabisblüten, die durch eine Fototechnik, Focus stacking genannt, eine unglaubliche Detailiertheit hervorzaubern.

Auf jeden Fall ein interessanter Tipp als Weihnachtsgeschenk für den Konsumenten, der angeblich schon alle Cannabisbücher hat, sowie Nicht-Konsumenten für einen Einblick in die Erlebniswelt.

Ein positives High in unserer Bibliothek!

HIGH – Das positive Potential von Marihuana, 158 Seiten, durchgehend farbig, ISBN: 978-3608503234, Tropen Verlag bei Klett-Cotta, nur 19,95€ bei deinem Buchdealer oder für 15,95€ als E-Book.

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