Mexiko entkriminalisiert Drogenbesitz

Ab heute wirkt in Mexiko ein neues, kontroverses, Gesetz. Es entkriminalisiert den Besitz von „geringen Mengen“ von Marihuana (Cannabis), Kokain, LSD, Methamphetamin, Heroin und anderen Drogen, während die Regierung kostenlose Drogentherapien anbieten möchte.

Jeder der mit Drogenmengen für den Eigenbedarf geschnappt wird, soll motiviert werden, an Therapien gegen Drogen teilzunehmen. Die Personen, die zum dritten Mal erwischt werden, müssen zu dieser Behandlung – auch wenn es keine Strafen für Abwesenheit gibt.

Die mexikanischen Behörden sagen, dass sie nur eine längere Praxis anerkennen, Personen mit geringen Mengen von Drogen nicht mehr zu verhaften.

Die maximale Menge von Marihuana, die als Eigenbedarf gilt, wird mit dem neuen Gesetz auf 5 Gramm festgelegt – das Äquivalent von vier Joints. Andere Limits sind 50 Milligramm Heroin, 40 Milligramm Methamphetamin und 0.015 Milligramm LSD.

via nytimes, sz, und Empörung bei Blick.ch.

11’000 Tote in Drogenkriminalität

Bislang drohten in Mexiko auch beim Besitz geringer Mengen schwere Gefängnisstrafen. In der Praxis wurden jedoch nur wenige Menschen aufgrund des Besitzes einer geringen Drogenmenge verurteilt. Mexikanische Politiker haben mehrfach betont, dass es wichtig sei, zwischen Gelegenheitskonsumenten, Süchtigen und Drogenhändlern zu unterscheiden. Seit Calderón den Drogenkartellen im Land den Kampf angesagt und Truppen in umkämpfte Gebiete geschickt hat, wurden in Mexiko 11’000 Menschen Opfer der Drogenkriminalität.

via baz

Drogen: Präsident Karsai verärgert NATO

Die Tagesschau berichtet 19.08.2009, 22:55, über Afghanistan. Dort soll Karsai, Präsident, in Ungnade gefallen sein. Das wohl wegen Drogen. Er soll Drogenbosse decken, sogar sein eigener Bruder soll einer sein. Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich in diesem Land. Sie könnten auch die „Drogen“ legalisieren – und somit einen grossen Wirtschaftszweig in einen kontrollierten Markt ziehen. Ich bin gespannt und schreibe weiter darüber. Leider ist Afghanistan weit weg, aber hier im Internet schrumpfen die Wege und die Ideen nehmen ihren Lauf..

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Langzeitstudie: Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie

Logo von AbgeordnetenwatchIch habe am 16.8.2009 auf abgeordnetenwatch die Frage an unsere Drogenzarin Sabine Bätzing gestellt, ob sie denn schon die Studie zu Rauch-Hanf-Konsum und Schizophrenien (besser bekannt als Psychosen) schon kennt. Wie immer kannst du auch auf eine sinnvolle Antwort mit mir warten!
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Coffeeshops oder Bandenkrieg?

Werden wir auch bald Coffeeshops haben, wie in Kopenhagen geplant ist, um die Bandengewalt einzudämmen?

Die Bild titelt so schön: „In Berlin eskaliert der Krieg zwischen Hells Angels und Bandidos. Ersten Ermittlungen zufolge sollen die Schüsse im Ortsteil Hohenschönhausen aus einem Auto heraus abgefeuert worden sein, wie die Polizei berichtete.

Das Mitglied der Hells Angels war auf dem Heimweg mit Bier, Cola und Dosensuppe unterm Arm, als er angeschossen wurde, wohl aus einem Lieferwagen. Die Kugel durchbohrte sein Herz. Ein Angreifer stach in B.s Oberschenkel, durchtrennte eine Arterie. Er konnte sich trotzdem noch 200 Meter weit schleppen, bevor er zusammenbrach und verblutete.
Seit Jahren streiten Hells Angels und Bandidos um die Macht in der Hauptstadt und somit ums Geschäft mit Prostitution, Drogen- und Waffenhandel. Vor zwei Wochen kam es in Potsdam zu einer Schießerei mit drei Verletzten. Am Rande einer Prügelei im Berliner Umland hackten im Juni mehrere Rocker einem verfeindeten Hells Angel ein Bein ab. Auch in anderen deutschen Regionen häufen sich die Überfälle

So die Bild weiter. Haupteinnahmequelle der beiden Organisationen sollen der Drogen- und Waffenhandel sein, sowie Prostitution. Werden es die Stadtoberen von Berlin aussitzen und das Problem an die Sicherheitskräfte verschieben? Oder werden sie den einfacheren Weg wählen: Coffeeshops oder Drogenfachgeschäfte eröffnen. Ich bin gespannt, ich wohn ja hier ;-)

Thema Virtuelles Wasser und Hanf

Gestern kam im Fernsehen zur Abwechslung etwas interessantes: Die Welt-Wasser Woche. Thema war „Virtuelles Wasser“.

Banner zum virtuellen Wasserfussabdruck

Was sollen den virtuelles Wasser sein?

Als virtuelles Wasser wird das bezeichnet, was unsere Konsumgüter für die Herstellung an Wasser benötigen. Das sieht man ja nicht auf den ersten Blick. So haben findige Leute ausgerechnet, dass z.b. ein 1KG Rindfleisch 15.500 Liter Wasser benötigt, bis es fertig ist.

Allein um den Konsum von Kaffee und Kakao in Deutschland zu befriedigen, werden jedes Jahr 20 Milliarden Kubikmeter virtuelles Wasser importiert, so auch die Studie des WWF. Besonders „durstige Güter“ sind demnach außerdem Rind- und Schweinefleisch, Öl-Saat wie Olive und Ölpalme oder Baumwolle.

Mehr zum Konzept des „virtuellen Wassers“ finden sie zum Beispiel beim WWF. Die vollständige WWF-Studie „Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands – Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt?“ ist zum Download hier verfügbar.

Virtuelles Wasser und Hanf

Was Sie über Hanf wissen sollten

Hanf (Cannabis sativa) ist so vielfältig nutzbar wie kaum eine andere Pflanze. Der Hanf liefert Kleidung und Nahrung, Öl und Energie, Papier und Baustoffe. Die Hanfpflanze benötigt keine Pflanzenschutzmittel und erbringt dennoch dreimal soviel Fasern wie ein Baumwollfeld, viermal soviel Papier wie Wald.

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MTV:Brad Pitt als Bürgermeister: Cannabis Legalisierung

MTV vermeldet, dass die Einwohner von New Orleans sich nichts wünschen würden, als dass der Schauspieler Bürgermeister ihrer Stadt wird. Herr Pitt musste aber leider absagen: „Ich wäre für die Schwulen-Ehe, gegen Religion und für die Legalisierung und Besteuerung von Cannabis!“

Nachweiszeiten von Cannabis werden durch Stress und Diät beeinflusst

Sidney, Australien: Eine in kürze im British Journal of Pharmacology erscheinende Studie belegt, dass das Ausscheiden von Abbauprodukten des THC, dem THC-COOH, von den Reaktionen des Körpers auf Stress oder Schlankheitskuren, beeinflusst wird.

Untersuchungen an der Universität Sidney in Australien haben berichtet, dass Ratten, die dem Stresshormon ACTH ausgesetzt waren, höhere Mengen von Abbauprodukten des Cannabis im Blut hatten als die Kontrollgruppe. Ratten, denen die Nahrung entzogen wurde, hatten ebendfalls höhere Werte von THC-COOH, als die nicht-hungernde Kontrollgruppe.

Die Autoren der Studie sagen, dass ihre Ergebnisse eine physiologische Erklärung liefert für das Phänomen, dass manche Gebraucher der Droge auch lange nach dem Absetzen einen positiven Drogentest haben.

Das Abbauprodukt THC-COOH, ist der hauptsächliche Bestandteil, auf den Urindrogentests anschlagen. Diese Substanz sammelt sich im Körperfett an. Wenn das Körperfett abgebaut wird, werden auch Spuren von den Cannabissubstanzen freigesetzt. Diese sind zwar nicht Rauschfähig, aber können in den modernen, sehr genauen Drogenscreenings auch noch Monate später festgestellt werden.

Für mehr Informationen darüber, kontaktiere die Grüne Hilfe Netzwerk oder Paul Armentano, NORML Deputy Director, paul@norml.org (Englischsprachig)

via NORML

13.8.09: on3 SüdWild diskutiert über die Legalisierung von Drogen

Am 13. August 2009 um 16:30 wird im Bayrischen Rundfunk, in der Sendung on3 SüdWild über die Legalisierung von Drogen diskutiert. Die Sendung forder einen auf,sich einzumischen. Das kann per SMS, Skype, oder per Blogeintrag geschehen. Mal schaun ob der Pingback funktioniert :)

Es kann auch ein Video eingesendet werden. Ich habe dies getan und hier ist mein Kommentar zu dem Standpunkt der JU-Vorsitzenden Irene Daiber, die der Meinung ist, Zitat: „Ich bin gegen die Legalisierung von Drogen, weil ich glaube, dass man Jugendliche davor schützen muss!“

Meiner Meinung nach ist das völliger Nonsense: Durch die mittlerweile 100jährige Drogenprohibition wurde mehr Schaden verursacht, als die Drogen vor denen sie schützen soll, jemals hätten verursachen können. Zum einen ist durch die Prohibition ein unkontrollierbarer Schwarzmarkt entstanden, auf dem alles zu haben ist und der sich der Gesetzgebung entzieht, zum anderen ist in der Prohibition keine ehrliche Aufklärung möglich: Verbot fördert Missbrauch!

Link zum Video auf Youtube: on3 SüdWild diskutiert über die Legalisierung von Drogen. Kommentar von Martin und zur Sendungsankündigung SüdWild.

Weiter gehts mit dem Video dazu

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Neues Testgerät will übliche Drogen in 90 Sekunden finden

Ein jetzt vorgestelltes neues Drogentestgerät von Philipps nutzt magnetische Nanopartikel um die fünf am meisten genutzen Drogen im Speichel zu detektieren .

Philipps neues DrogentestgerätDas Gerät soll für Tests bei Strassenkontrollen durch die Polizei genutzt werden. Zu dem Gerät gehören wegwerfbare Aufbewahrungsbehälter und ein handlicher Computer. Die Behälter enthalten zum einen die Probenkammer, zum anderen die Nanopartikel. Die Partikel sind mit einem Biomolekülen überzogen, die sich an eine der fünf Drogen-Substanzgruppen binden: Kokain, Heroin, Cannabis, Amphetamin und Methamphetamin.

Der Test soll weniger als 90 Sekunden dauern und Konzentrationen von Eins zu einer Milliarde Teile in einem einzigen Mikroliter Speichel finden. Dieselbe Sensortechnik ist bereits für den Nachweis von Troponin, einem Protein, das Herzinfarkte ankündigt, eingesetzt worden – bei einem Tausendstel der Konzentration, die das Drogentestgerät aufspüren kann.

Die Kombination von hoher Sensibilitiät, niedrigem Probevolumen, Miniaturisierung, Geschwindigkeit und einfache Nutzung hat die Hoffnung für einen handlichen Biosensor, der genaue Tests durchführt aufleben lassen.
(Heise/TechnologyReview deutsch oder Technologyreview englisch)

Studien in Frankreich haben herausgefunden, dass Speicheltests „den Versuch, kürzlichen Cannabiskonsum nachzuweisen bei über 50% der Fälle versagen“ und dass die meisten Speicheltests schon zwei bis drei Stunden nach dem Konsum nichts mehr nachzuweisen können – und dass „falsche Positive“ nicht unüblich seien. Dennoch: Wenn dies eine neue Technologie ist, könnte es sein, dass diese Studien nicht mehr zutreffen.

Es gibt da natürlich vieles zu bedenken. Einer der größten Gründe gegen die Legalisierung ist das Argument, dass so viele stoned Autofahren würden. Wenn eine Technologie existiert, welche die Nutzung und die möglicherweise bestehende Beeinflussung beim Fahren nachweisen kann, hätten wir eine gute Handhabe gegen diesen Grund. Auf der anderen Seite ist es wieder das durcheinanderbringen von ausgewogener Körperchemie und einer tatsächlichen Beeinflussung. Egal wo du die Grenze ziehst – ob jetzt bei 1ng/ml oder 5mg/ml – es wird immer Leute geben, die Grenzen überschreiten und immernoch gut und sicher fahren können. (Das gleiche Argument könnten wir bei pegeltrinkenden Autofahrern anwenden..)

via NORML Stash

Update

Auch dieser Test sollte, wenn er denn in Deutschland zum Einsatz kommt, genauso wie der Pisstest, abgelehnt werden. Dies hat keinen juristischen Nachteil. Du kannst ihn ohne Probleme ablehnen und einen Bluttest verlangen. Falls jemand fragt, sag einfach, dass du in der Zeitung gelesen hast, dass die Schnelltests zu ungenau wären.