Pflegepersonal vs. Menschenwürde: Cannabispatient gefoltert

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Im kanadischen Brook Haven Care Centre in Kelowna/ British Columbia wurde ein Patient physisch gequält, weil er seine staatlich verordnete Medizin einnehmen wollte: Neil Nagy leidet an MS und nimmt am staatlichen Cannabisprogramm der kanadischen Regierung teil. Zu diesem Zwecke erhält er regelmäßig medizinisches Marihuana vom Staat. Um Dritte nicht zu belästigen, verlässt er zu Applikation im Regelfall das Hospitalgelände in seinem elektrischen Rollstuhl.

Das Pflegeheim, in dem er lebt, hat das nun zum Anlass genommen, ihn zu bestrafen, weil die Pfleger und Ärzte „nicht an den Nutzen glaubten“. Herr Nagys Rollstuhl wurde konfesziert und er so der Möglichkeit beraubt, sein Bett zu verlassen oder gar seine Medizin einzunehmen. (hajo)

Update

Es wurde mir zurückgeschrieben: „Thank you for your concern about our patient. His allegations are being reviewed and the results will be provided to him and his family. I can assure you that he is being provided with appropriate care.“

Quelle: Handicapped Man’s Wheelchair Seized Over Medical Marijuana

Video zum Thema mit Interview:

2 Kommentare zu “Pflegepersonal vs. Menschenwürde: Cannabispatient gefoltert

  1. Ich bin nicht dafür, Medikamente zu mißbrauchen, seien es Benzos, Opiate oder Cannabis. Wenn aber eine Indikation besteht für so etwas und es verordnet ist, ist es schlicht schwere Körperverletzung, einem die Substanz vorzuenthalten. Zumal gerade bei MS positive Wirkungen von Cannabis nachgewiesen sind.

  2. Ich bin nicht dafür, Medikamente zu mißbrauchen, seien es Benzos, Opiate oder Cannabis. Wenn aber eine Indikation besteht für so etwas und es verordnet ist, ist es schlicht schwere Körperverletzung, einem die Substanz vorzuenthalten. Zumal gerade bei MS positive Wirkungen von Cannabis nachgewiesen sind.

    Du sprichst mir aus der Seele.

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