9.5.2009: Berliner Global Marijuana March am Brandenburger Tor

Am 09.05.2009 um 15 Uhr vor dem Brandenburger Tor wird in Berlin der Global Marijuana March begangen. In Berlin heisst er dieses Jahr „Hanftag„.

Hanftag am 9.5.2009 in Berlin Banner

Hervorgegangen ist der Global Marijuana March aus dem Smoke-Ins in New York. Dort trafen sich politische Hippies – die Yippies und haben öffentlich gekifft. Zur Jahrtausendwende hat es der Marijuana March die Millionen-Teilnehmergrenze geknackt. In den letzten Jahren fand der Wold-Wide Marijuana March in über 200 Städten statt.

El Patrone und Kai Gomera stellen in dem folgenden Video den Hanfbund vor und kündigen den Hanftag 2009 an:

Was gibt es in diesem Jahr?

Berlin ist dabei – aus Frankfurt am Main gibt es Gerüchte über Aktivitäten, aber leider noch nichts konkretes. Damit hier etwas konkreteres Steht, kopiere ich mal das Programm aus Berlin:

Warum sollten nur Grauer Star Patienten den Spass haben? Cannabis für alle!15:00 Uhr: Demo
Treffpunkt: Brandenburger Tor

17:00 Uhr: Kundgebung
Ort: Yaam am Ostbahnhof
Redner: Günther Beckstein (angefragt)
Drogenfreund aus Bayern
Spezial Guest + Die Üblichen Verdächtigen
FreeSpech for Legalize!

17:30 Uhr: Hanffest
Ort: Yaam
Aktionen: Versteigerung, Verkauf, Musik, Drink & Food

20:00 Uhr: Konzert
Ort: Yaam
Musiker: Lineup kommt

Kontakt

Hanftag / GMM c/o Agentur Sowjet, Dunkerstr. 70, D-10437 Berlin, phone: +49 (0) 30 / 44 79 32 84, fax: +49 (0) 30 / 44 79 32 86, e-mail: info@hanftag.de

Flaggenverbrennung in Deutschland

Wer hätte das gedacht? Es gibt Tatsächlich auch in Deutschland Flaggenverbrennungen. Anlass war die BVV Friedrichshain-Kreuzberg, die über eine Räumung der Laster&Hänger Wagenburg zu entscheiden hatte. Anstelle der Wagenburg soll an den Platz eine Sportanlage, nur 500m von einer weiteren Entfernt. Die BVV, bestehend aus B90/Die Grünen und „Die Linke“ argumentieren, dass die alte Sportanlage ausgelastet wäre. Das kann aber garnicht stimmen, denn am Wochenende ist die Anlage geschlossen – und auch sonst gibt es nur wenige Schlüssel. Typischer Fall von „Wir versenken noch ein paar Konjunkturpaket II Gelder, sonst bekommen wir nix ab“… Hier das Video:

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Stellungnahme von Fixpunkt zur Podiumsdiskussion „Drogen weg vom Kottbusser Tor“

Auf der Podiumsdiskussion am 27.2.2009 wurde von den Mitarbeitern des Drogenkonsumraums SKA folgende Stellungnahme verteilt. Sie wurden leider weder für das Podium eingeladen, noch im Vorfeld kontaktiert.

Logo von Fixpunkt gGmBH, Betreiber des Druckraums SKA am Kottbusser Tor

Fixpunkt Stellungnahme anlässlich der Podiumsveranstaltung
„Für ein lebenswertes Kreuzberg — Drogen weg vom Kottbusser Tor“ am 27.02.09

Seit mehr als 15 Jahre ist der Aids- und Suchthilfeträger Fixpunkt mit den Fixpunkt-Mobilen auf der Drogenszene am Kottbusser Tor tätig. Die Fixpunkt- Kontaktstelle SKA existiert ebenfalls seit 12 Jahren in der Dresdener Straße und betreibt dort seit 5 Jahren den Drogenkonsumraum.

Mit Sorge beobachten wir, wie die Drogenproblematik am Kottbusser Tor politisiert wird. Die jetzige Entwicklung droht die anfänglich sinnvolle Initiative ins Gegenteil zu verkehren: Einzelmeinungen und Partialinteressen werden als „allgemeine Meinung“ kolportiert. Die Bevölkerung und potentielle Vermieter werden gegen Drogenabhängige und Hilfseinrichtungen aufgehetzt.

Es gibt keine einfache und schnelle Lösung. Aber es gibt Möglichkeiten, zu denen viele Beteiligte etwas beitragen können, wenn sie es denn wollen! Wir wollen eine sachliche und problemlösungsorientierte Diskussion und Maßnahmenplanung!!!

Bitte bedenken Sie:

  • Der Drogenkonsumraum im SKA läuft seit fünf Jahren ohne gravierende Probleme, die auf die Einrichtung zurückzuführen sind. Die Kündigung der Räume geht auf die allgemeine Verschärfung der Situation seit Schließung des Parkhauses zurück.
  • Die meisten Konsumenten, die sich am Kottbusser Tor aufhalten, sind Kreuzberger oder Neuköllner. Viele von ihnen sind Migranten, vor allem aus der Türkei und den arabischen Ländern. Sie wollen nicht weg aus ihrem Bezirk und ihrem sozialen Umfeld.
  • Je weiter der Drogenkonsumraum vom Kotti weg ist, desto weniger Abhängige vom Kotti kommen dort an!
  • Der Drogenkonsumraum ist 100prozentiger Kinderschutz. Drogenabhängige sind weg von der Straße. Es findet weniger Konsum in der Öffentlichkeit statt.
  • Der Drogenkonsumraum und die Fixpunkt-Mobile sind Bausteine der Drogenhilfe und der Infektionsprophylaxe und arbeiten mit öffentlichem Auftrag und in enger Kooperation mit anderen Einrichtungen der Sucht- und Aidshilfe. Drogenabhängige erhalten im Drogenkonsumraum Hilfe zum Ausstieg aus dem Szeneleben.
  • Der Betrieb des Drogenkonsumraums im SKA erfolgt in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Gesundheit, dem Bezirksamt, der Polizei, der Senatsverwaltung für Inneres, der Senatsverwaltung für Justiz und der Staatsanwaltschaft.
  • Drogenabhängigkeit ist Krankheit, Drogenkonsum ist nicht strafbar.
  • Die Androhung und Ausübung von Gewalt ist strafbar. Selbstjustiz ist strafbar.

Wenn Sie an einem sachlichen Dialog und unseren langjährigen Erfahrungen interessiert sind, uns unterstützen möchten und/oder wissen wollen, wie so ein Konsumraum aussieht, laden wir Sie herzlich ein, am Dienstag, 10. März 2009 von 17.30 — 19 Uhr den Drogenkonsumraum im SKA, Dresdener Str. 15, zu besuchen. Sie können auch per E-Mail mit uns in Kontakt treten: ggmbh@fixpunkt.org.

SKA, Fixpunkt gGmbH, Dresdener Str. 15,10999 Berlin

Drogenkonsum am Kottbusser Tor

Was ist nur los am Kottbusser Tor? Diese Frage muss man sich stellen, wenn mensch aufmerksam Indymedia liest. Da ist von Yuppiesierung die Rede, von einer „Bürgerinitiative Kottbusser Tor“, von zwielichtigen Gruppierungen rund um rechtsextreme Strömungen und Securityfirmen.

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Kostenloser Kirchenaustritt in Berlin

Weil es ja aktuell in der Diskussion ist, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen: In Berlin ist das Austreten aus der Kirche kostenlos! Den Hinweisen dieser Webseite zufolge, kann dies gebührenfrei beim Amtsgericht erklärt werden. Wo sich das lokale Amtsgericht befindet, steht ebenso auf der Webseite Kirchenaustritt.de


Kirchenaustritt.de

Es sollte auch nicht vergessen werden, die Kirchenzugehörigkeit auf der Lohnsteuerkarte austragen zulassen. Dafür musst du dich an die Kirchensteuerstelle deines Finanzamtes wenden und die Lohnsteuerkarte sowie die Kirchenaustrittsbescheinigung einreichen.

Auch in Brandenburg, Bremen und Thüringen ist der Kirchenaustritt kostenfrei!

Und wer jetzt sowieso an nichts mehr glaubt, für den könnte vielleicht auch folgende freigewordene Stelle interessant sein – die Bundesregierung nimmt Bewerbungen als Wirtschaftsminister an.

Frühlingsgefühle? Kommentar zur 45. Sicherheitskonferenz in München

In München wird zur Zeit die 45. NATO Sicherheitskonferenz abgefeiert. Das Heute-Journal berichtet von einem „Gefühl des Aufbruchs“ auf der Konferenz. Insbesondere herausgestellt worden ist der afghanische Staatspräsident Hamid Karsai. Dieser forderte von der NATO mehr Rücksicht auf die Bevölkerung. Auch die USA wollen ihren „Kurs korrigieren„.

Denkverbot?

Dennoch sind sich alle sehr unklar darüber, wie denn „gewonnen“ werden soll. Mehr Truppen werden gefordert, gleichzeitig werden Bilder von blühenden Opiumfeldern gezeigt. Karsai wird als „Bürgermeister von Kabul“ bezeichnet, da seine Macht von den Taliban und Warlords so eingeschränkt werde, dass sie nur noch bis an die Stadtmauern reiche.

Es wäre eine einfache Sache, der Bevölkerung von Afghanistan wirklich zuzuhören. Das ist bislang nicht passiert. Ein echtes Zuhören würde sich anders äussern. Vor allem muss sich die Weltgemeinschaft der Realität stellen: Der Opiumanbau wird nicht weniger werden. Aber wie wird er kanalisiert?

Die UN Programme der Alternativpflanzen-Substition ist auch an anderer Stelle auf der Welt gescheitert. Am 4. März 2009 wird im EU Parlament in Brüssel eine Diskussionsrunde über Coca stattfinden. Dort ist genau das gleiche Problem zu finden, aber bezogen auf die Cocabauern in Südamerika.

Die Situation der Opiumbauern in Afghanistan hat sich trotz der US-Besetzung nicht verbessert – und auch die Situation der restlichen Bevölkerung auch nicht.

Da fragt man sich, warum denn das? Ich möchte ja ungerne Verschwörungstheorien in die Welt setzen, aber am Heroin gewinnen viele. Dazu gehören sowohl Taliban als auch US-Streitkräfte und die Geheimdienste. Gäbe es den „Krieg gegen die Drogen“ nicht in dieser Form, würden sie einen Grossteil ihrer Notwendigkeit einbüssen.

Und wo wir gerade bei milirärischen Allianzen sind: Ohne Kritik seitens der Medien findet der europäische Polizeikongress in Berlin statt, die größte Fachkonferenz für Innere Sicherheit in Europa. Auf diesem mit einer Messe [für Überwachungstechnologie, Waffen und sonstigen Unterdrückungsbedarf] gepaarten Kongress plauschen Entscheidungsträger aus Politik, Polizei und Militär zum Beispiel über Optimierung der Sicherung der „Festung Europa“, die militärische Verteidugung der europäischen Aussengrenzen. An diesen Grenzen sterben Menschen, die „illegal“ nach Europa einreisen wollen, um in dem Reich, dessen historische Übermacht auf der Ausbeutung anderer Kontinente ruht, ein besseres Leben zu suchen.

Es regt sich Widerstand, eine Kundgebung und Demonstration sind geplant.

Update: Per eMail wurde mir berichtet, dass der US-Fernsehsender Fox über einen geplanten NATO Militäreinsatz gegen die „Drogenlords“ in Afghanistan berichtet. Der offensive Einsatz soll ab heute, Montag den 9.2.2009, starten. Ohne Kommentar. Ich such mal den Link raus.

Erste Infos zur Hanfparade 2009 – Videonachricht, Videoprojekt Tagesrausch informiert

22.1.2009: Mit dem Videopodcast „Tagesrausch“ geht Steffen Geyer medial weiter. Bekannt als Pressesprecher der Hanfparade und vom Deutschen Hanf Verband. Tagesrausch soll dich dazu einladen, Steffen bei der Arbeit über die Schulter zu sehen, informiert über die Vorbereitungen zur Hanfparade zu werden oder einfach nur Neuigkeiten über legale und illegale Drogen.

Das an dieser Stelle für uns interessanteste ist ist die neuste Folge von der Sendung:

Steffen hat das Orga-Treffen der Hanfparade besucht und den Organisatoren ein paar heiße Neuigkeiten über die Hanfparade 2009 aus der Nase gezogen:

Die Hanfparade 2009 findet am 01.08.2009 in Berlin statt. Sie beginnt um 12:00 Uhr auf dem Alexanderplatz und endet am Brandenburger Tor. Das Motto der 13. Ausgabe der größten deutschen Demonstration für die Legalisierung von Cannabis ist „Hanfparade 2009 – Für eine freie Wahl“.

Infos zur Hanfparade 2009 – Tagesrausch 15.01.2009:

Zu finden ist „Tagesrausch“ auf: http://usualredant.de/tagesrausch/

Leider befindet sich auf der Seite noch kein offizieller Video-RSS Feed. Es kann aber der von YouTube abgegriffen werden: http://is.gd/gT1Z

Die Tafeln sind sauer: „Staat macht auf billig statt auf sozial“

Der Bundesverband der Tafeln hat die Politik aufgefordert, in der Krise mehr zum Schutz armer Kinder zu unternehmen. Der Zusammenhang sei so einfach wie verhängnisvoll, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Gerd Häuser, der „Berliner Zeitung“. Armut bedeute schlechte Ernährung und wenig Bildung.

Häuser warf dem Staat vor, immer weiter von seiner Aufgabe der Daseinsfürsorge abzurücken und auf Bürgerengagement zu setzen. Das sei billiger für ihn. So würden die gemeinnützigen Tafeln zu einem Teil der Sozialpolitik. Wie es weitergehen soll, kommt im Tagesschau Artikel leider nicht vor..

Schön, dass „die Tafeln“ den Mund aufbekommen, und die schwächsten Teilnehmer der Gesellschaft in Schutz nehmen.

Quelle: Tagesschau.de, 23.12.2008

Ulmen TV setzt Interviewte unter Druck

Wie man mit provozierter Aggressivität Geld und Zuschauerquote macht, zeigt Ulmen TV. Das Konzept der Sendung u.a. mit Maurice Horstmann, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Termin vereinbart wird, und zu diesem das Filmteam auftaucht – natürlich ohne den „Störfaktor“, der kommt erst später.

ulmen tv - die flash experten, rolf ebbinghaus Die Rechte an sämtlichen Bildmaterial werden einem dann geradezu abgerungen: Wir sind ja schonmal da, da können sie das auch unterschreiben. Sonst gehen wir wieder.. Sie wollen doch Werbung, oder?

Hier am Beispiel des Hanf Museums:

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