Cannabinoid-Kongress in Bonn ein voller Erfolg

Die Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabinoidmedikamente feiert den Kongress, welcher vom 8.-10. September in Bonn lief als vollen Erfolg. Etwa 220 Wissenschaftler, Ärzte, Bürger und Studenten nahmen am Cannabinoid-Kongress 2011 teil.

Es war eine gemeinsame Veranstaltung des 6. IACM-Kongresses zu Cannabinoiden in der Medizin und des 5. EURopäischen Workshops zur Cannabinoidforschung. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der IACM und Prof. Zimmer von der Universität Bonn für den EURopäischen Workshop. Eingeladene Referenten und Referenten, die aufgrund der eingereichten Abstracts ausgewählt wurden, hielten etwa 40 Vorträge. Es wurden etwa 70 Poster zu Forschungsergebnissen präsentiert.

Kurzfassungen der Vorträge und Poster sind verfügbar im Tagungsband auf der Webseite zum Kongress, bonn2011.org. Ein Videobericht folgt im „ENTHEOGEN-Magazin“ von Markus Berger, welches hier dann verlinkt wird.

Wie man Schlank wird? Versuchs mit Marihuanarauchen!

Interessanterweise hat eine neue Studie herausgefunden, dass Marihuanakonsument_innen deutlich weniger Dick sind als Nicht-Gebraucher_innen. Vergiss nicht, dass Korrelation nicht unbedingt Kausal ist; es bedeutet nicht, dass Marihaunarauchen Menschen dünner machst, aber es ist schon was Interessantes zum darüber nachdenken.

Das Problem liegt quasi direkt um die Ecke, denn auch wenn es weitere Probleme gibt, hat die USA ein großes Problem. Es ist so, dass die Hälfte der Bevölkerung dick sein wird im Jahr 2030. Aber es könnte eine Lösung geben: Marihuanarauchen anfangen!

Dies ist, was diese neue Studie aus Frankreich unterstützt, auch wenn die Forscher dies natürlich nicht empfehlen. Da Marihuana den Appetit verstärkt, sind die Forscher vom Gegenteil ausgegangen und meinten, dass die Nutzer_innen dicker sein müssten als die Nicht-Gebraucherinnen. Aber sie haben das Gegenteil herausgefunden: „Wir haben herausgefunden, dass Cannabiskonsumenten öfters Dünner sind als die Nicht-Konsumenten. Wir waren überrascht, denn wir dachten, einen Fehler gemacht zu haben. Oder dass unser Resultat wegen dem Sample nicht stimmte. Also haben wir uns einer ganz anderen Gruppe von Personen zugewendet und haben genau das selbe Festgestellt.“ so Dr. Yann Le Strat, Psychiater am Louis-Mourier Hospital in Colombes, Frankreich mit Mitautor der neuen Studie, veröffentlicht im American Journal of Epidemiology.

Die Übergewichtigenrate unter den Teilnehmern der zwei Umfragen, die kein Gras geraucht haben waren 22 Prozent und 25,3 Prozent während jene, die mindestens an drei Tagen der Woche Gras Rauchten Übergewichtigkeitsraten von 14,3 Prozent und 17,2 Prozent haben. Le Strat sagt, dass es weitere zusammenhängende Faktoren dafür geben; Grasraucher könnten mehr Sport betreiben, mehr draussen sein; mehr Früchte und Gemüse essen – und denkt nicht, dass das Signal sein sollte, „Rauche Cannabis und es wird dir beim Abnehmen helfen“.

Aber Andrea Giancoli, eine Diabetikerberaterin in Los Angeles und Sprecherin der American Dietetic Association sagt, dass es vielleicht an der Zeit ist, über den typischen Grasraucher anders zu denken: „Ich weiss, wenn man an Grasraucher denkt, dann gibt es Witze über den Fressflash und Leute, und Trockenheit des Mundes, so dass sie viel Wasser trinken. Vielleicht müssen wir diesen Stereotyp fallenlassen.“

via Gothamist

USA: Nationales Krebsforschungsinstitut frischt Info zur erfolgreichen Anwendung von Cannabis als Medizin auf

Grafik zu Cannabis als MedizinÜber Businesswire schreibt die US-Biotechfirma Cannabis Science, Inc. dass sie sich freue verkünden zu dürfen, dass das Nationale Krebsforschungsinstitut der USA seine Informationen zu Cannabis als Medizin in der Krebsbehandlung überarbeitet hat: Die Seiten zu Cannabis und Cannabioide als Medizin und Seite 2, cancer.gov, wurden am 17. März 2011 überarbeitet und fassen nun die Behandlung von Krebs mit Cannabinoiden zusammen und geht weit über die einfache Behandlung von Symptomen und Nebeneffekte hinaus indem auf mögliche direkte Antitumorwirkung hingewiesen wird.

„In der Praxis der integrativen Onkologie könnten die Gesundheitsfürsorger Medizinalhanf empfehlen – nicht nur für das Symptommanagement, sondern auch wegen seiner möglichen direkten Antitumorwirkung.“

Die Zusammenfassung enthält folgende Schlüsselinformationen:

  • Cannabis wurde zu medizinischen Zwecken schon jahrtausende Lang genutzt bis zum derzeitigen Status als illegale Substanz.
  • Chemische Komponenten im Cannabis, die sogenannten Cannabinoide, aktivieren spezifische Rezeptoren, die überall im Körper zu finden sind, um einen pharmakologischen Effekt herbeizuführen; insbesondere im zentralen Nervensystem und dem Immunsystem.
  • Cannabinoide könnten Erfolgreich in der Behandlung von krebsbezogenen Nebeneffekten haben. Die möglichen positiven Eigenschaften bei der Therapie mit Medizinalhanf bei Personen mit Krebs beinhalten Antiemetische Effekte, Stimulation des Appetits, Schmerzminderung und verbesserter Schlaf.
  • Auch wenn es noch keine relevanten Studien der Praxis existieren, scheint es, dass Ärzte die sich um Krebspatienten kümmern und ihnen Medizinalhanf empfehlen, dies hauptsächlich zum Symptommanagement verschreiben.
  • Anders als andere üblicherweise genutzte Substanzen werden Cannabinoide in den Körperfettspeichern aufgenommen und nur langsam wieder abgegeben (mit einer Halbzeit von etwa 1..3 Tagen).
  • Auch bei abruptem Absetzen der Cannabinoidaufnahme fällt die Blutplasmakonzentration nicht schnell ab, dies ist positiv, da dies einem Einsetzen von Entzugssymptomen entgegenwirkt.

Dr. Robert Melamede, Vorstand von Cannabis Science, Inc.Robert Melamede, Arzt und Vorstand von Cannabis Science sagte dazu „Wie wir schon vorher berichteten, sind die interessantesten Fakten, welche zum Vorschein gekommen sind seit der Entdeckung des Endocannabinoidsystems (welches marihuanaähnliche Substanzen im menschlichen Körper produziert und nutzt), ist, dass Cannabinoide grundlegende Krebstötende und antimetastasierende Eigenschaften haben. Es gibt eine starke wissenschaftliche Unterstützung für die potenten krebstötenden Eigenschaften von Cannabinoiden, demonstriert durch Gewebekulturen und Tierstudien bei solch tödlichen Krebsarten wie Gliome, Lungenkrebs, Brust- und Prostatakrebs, Leukämie und Lymphknotengeschwülsten als auch bei Hautkrebs.

Die Haltung der Föderalregierung, welche eine Verbotsposition gegenüber Cannabis einnimmt, behindert geradezu alle klinischen Cannabisforschungen.

Ich war sehr erfreut zu lesen, dass das NCI auf ihrer Webseite schreibt, dass „[i]n der Praxis der integrativen Onkologie könnten die Gesundheitsfürsorger Medizinalhanf empfehlen – nicht nur für das Symptommanagement, sondern auch wegen seiner möglichen direkten Antitumorwirkung.“

Aber ich hatte mich zu früh gefreut für diese offizielle Anerkennung der direkten Antitumorwirkung von Cannabinoiden, veröffentlicht in modernen peer-überprüften wissenschaftlichen Berichten. Traurigerweise wurde diese Stellungnahme ohne Kommentar nur kurze Zeit nach der Veröffentlichung entfernt.“

Dr. Melamede führt weiter aus „Klinische Untersuchungen werden dringenst benötigt. Cannabis Science arbeitet aktiv daran, Arrangements zu bekommen um die nötigen klinischen Versuche durchzuführen, und wenn nicht, die zahllosen Einzelberichte sammeln für den Beweis der Krebsheilung. Diese Berichte kommen mit einer immer höheren Frequenz, seitdem einige Bundesstaaten die Medzinalhanfnutzung ermöglichten. Tatsächlich gibt es eine biblische Übersetzung, die zeige, dass Cannabis (keneh bosem) ein Teil des „heiligen Salböls“ sei. Zur Zeit bietet Cannabis Science die Beweise, welche die historische und orale Nutzung von cannabisbasierten Medikamenten aufzeigen, da diese Erfolgreich bei der Behandlung sind.“

via Medicalmarijuana411.com

Petition: Kostenübernahme alternativer Krebstherapien

Alternative Krebstherapien - m.E. auch Cannabis als Medizin - Petition im Deutschen BundestagUnter der Nr. 18906 läuft zur Zeit eine Petition im Deutschen Bundestag, welche die Kostenübernahme von alternativen Krebstherapien in den Leistungskatalog der Krankenkrassen sehen möchte. Ich empfehle diese Petition mitzuzeichnen, da auch Cannabis als Medizin ein gutes Mittel bei der Krebstherapie zu sein scheint, aber auch weder von der KK übernommen wird, noch einen einfachen Weg dorthin gibt. Drücken wir unseren Willen, Cannabis als Medizin – auch – als alternative Krebstherapie nutzen zu können!

Zur Mitzeichnung der Petition: Gesetzliche Krankenversicherung – Leistungen – – Übernahme von Kosten einer alternativen Krebstherapie vom 18.07.2011

Der Volltext der Petition:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass in Zukunft auch Kosten für Alternative Behandlungen bei Brustkrebs von der GKV übernommen werden.

Jeder Mensch darf frei entscheiden, wie er sich in diesem Falle behandeln lassen möchte. Ob radikal, oder schonend. Diejenigen, die schonendere Methoden vorziehen, ohne vorher die Schulmedizin ausgereizt zu haben, sollten auch von den Krankenkassen unterstützt und nicht allein gelassen werden.

Begründung

Jährlich erkranken Tausende Frauen an Brustkrebs. Die meisten von ihnen lassen sich in Brustzentren mit Chemotherapie, Bestrahlung, Operation und Antihormontherapie behandeln, setzen sich aber gleichzeitig extrem schädigenden Stoffen aus. Meist werden sie nie wieder richtig gesund, weil z.B. die Wegnahme der Lymphknoten aus der Achselhöhle einen Lymphstau verursacht – dicker Arm, Schmerzen.

Auch die chemotherapeutischen Gifte, die verwendet werden, können in den Folgejahren Krebs hervorrufen.

Viele Patienten – wie ich – haben einfach Angst davor sich vergiften, verstrahlen und verstümmeln zu lassen. Aus diesem Grund suchen wir nach Alternativen, die es auch gibt.

Alternativen, die schonender sind, die nicht das Immunsystem schwächen oder das Rückenmark schädigen o.ä.. Alternativen, die Erfolge zeigen, aber trotzdem nicht von der Schulmedizin oder der Politik als Therapie anerkannt werden, weil angeblich keine wissenschaftlichen Beweise für deren Wirksamkeit vorlägen. Wie sieht es aber aus mit wissenschaftlichen Beweisen für die Wirksamkeit der Schulmedizin. Heilt diese den Krebs? In einem Urteil des SG Heilbronn – AZ.:3 Kr 1129/86 steht zum Beispiel ein Satz, der gut zutrifft:

„Handelt es sich um ein noch nicht geklärtes oder ganz geklärtes Krankheitsgeschehen und bietet die Schulmedizin zwar anerkannte, aber nicht erfolgssichere Behandlungsmethoden an (Krebs, multiple Sklerose), so muss im Hinblick darauf, dass auch die schulmedizinischen Methoden nicht erfolgssicher sind, prinzipiell der Einsatz der alternativen Mittel möglich sein, wenn der Nachweis der Zweckmäßigkeit im Einzelfall geführt wird oder ein entsprechender Erfahrungssatz besteht. Soweit die beklagte Kasse wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse fordert, verkennt sie, dass jegliche Krebstherapie Versuchstherapie ist.“

Auch aus diesem Grund sollten die Kosten einer alternativen Krebstherapie von den Kassen getragen werden, zumal diese viel kostengünstiger sind als die teuren Chemotherapeutika und alles was dazu gehört, um die Tortur durchzustehen.
Wenn nicht zu Beginn der Behandlung, dann doch wenigstens bei Erfolg nacherstattet werden.

Desweiteren müssen auch Leistungen von Heilpraktikern, die diese Therapien oft anbieten, getragen werden. Denn oft gibt es keine zugelassenen Ärzte, die solche Therapien anbieten. Und so bleibt man weiterhin auf seinen Kosten sitzen.

Die Krankenkassen dürfen ohne nachzudenken, die horrenden Kosten der schulmedizinischen Therapie übernehmen. Also wäre es an der Zeit, endlich die viel geringeren Kosten einer Alternativbehandlung zu erstatten oder zu übernehmen?

Marihuana hilft gegen Brustkrebs

Cannabis als Medizin GrafikSchon 2010 berichtete CBS über die Fähigkeit von medizinisch angewendeten Marihuana, Brustkrebszellen zu töten. Auch bei vielen anderen aggressiven Krebsarten wirkt sich eine Nutzung von Cannabis positiv aus, es gibt sogar ein Patent darauf seit über 30 Jahren von der US-Regierung. Nur kennen es offensichtlich zu wenig Personen. Mittlerweile gibt es zum Glück große Konferenzen von Ärzten und Wissenschaftlern zu diesem Thema.

In dem folgenen Video geht es um die Testungen von Cannabinoiden gegen menschliche Krebsarten. Es wurde vermutet, dass die verschiedenen anderen Cannabinoiden im Marihuana, neben dem THC, auch eine Rolle bei der Modulierung der Effekte des THC bewirken. Also wurde der Zusammenhang THC+anderes Cannabinoid in einer Studie untersucht, mit dem zweithäufigsten Cannabinioid, dem CBD. In den Modellkrebszellen U251 and SF126 haben THC und Cannabidiol zusammen gewirkt, um die Ausbreitung des Krebs zu verhindern. Die Behandlung von Krebszellen mit beiden Komponenten hat eine signifikante Modulation in dem Zellenzyklus erzeugt. Diese spezifischen Effekte wurden nicht bei der Anwendung von Einzelkomponenten beobachtet, so dass man Schliessen kann, dass die signalverarbeitenden Pfade ganz einzigartig von dieser Kombination angesprochen werden.

Die Resultate zeigen, dass die zusätzliche Gabe von CBD zu Delta9-THC die Effektivität der Behandlung von Krebszellen mit THC verbessern kann. PMID: 20053780

Israel: Regierung erkennt Cannabis als Medizin an, Herstellung und Verteilung ab Januar 2012

Cannabis als MedizinIsrael: Nachdem nun schon jahrelang Erfahrung mit der Erlaubnis der Gesundheitsbehörden gemacht wurde, ist es nun soweit, dass die israelische Regierung den therapeutischen Nutzen von Cannabis anerkannt hat.

In dieser Woche hat die Regierung formal die therapeutische Nutzung von Cannabis anerkannt und neue Richtlinien angekündigt, welche die staatlich gestützte Produktion und Verteilung von Medizinalhanf an israelische Patienten ermöglicht.

In einer vorbereiteten Stellungnahme, welches am Montag auf der Webseite des Büros des iraelischen Primierministers veröffentlicht wurde heisst es, „Das Kabinett hat heute der Ermöglichung und Überwachung der Versorgung von Cannabis für medizinische Anwendungen und Forschung zugestimmt. Dies ist die Anerkennung, dass die medizinische Verwendung von Cannabis in einigen Fällen nötig ist. Das Gesundheitsministerium wird – in Absprache mit der Polizei und Drogenverfolgungsbehörde – die weiteren Abläufe überwachen und Verantwortlich für die Zurverfügungstellung von Importen und lokalen Kultivierungen sein.“

Den Berichten in israelischen Zeitungen zufolge werden etwa 6000 Patienten mit lokal angebautem Cannabis als Teil eines Regierungsprogramms versorgt. Die Ankündigung in dieser Woche zeigt, dass die Regierung das Programm auf mehr Patienten ausdehnen und die Kultivierung der Droge zentralisieren möchte. „[Es] gibt Vorhersagen, dass die Erfolge bei Doktoren und ihren Patienten so groß ist, dass die Ziffer der Behandelten 40.000 in 2016 erreichen könnte“, so die Jerusalem Post.

Das Gesundheitsministerium von Israel erwartet die erste Produktion von Marihuana im Januar 2012. Ähnliche Programme für medizinisches Marihuana von der Regierung gibt es in Kanada und den Niederlanden.

Dahingegen hat die Drogenverfolgungsbehörde DEA der USA im Juli einen formalen Antrag, welcher schon neun Jahre gewartet hatte, der die Behörde zu einer Anhörung über die Klassifizierung von Marihuana, abgelehnt mit der Begründung im Föderalregister vom 8. Juli 2011, dass Cannabis „ein hohes Missbrauchspotential habe; .. zur Zeit keinen anerkannten medizinschen Nutzen in den USA; ..[und] hat keinen akzeptierten Rahmen für die sichere Anwendung unter medizinischer Aufsicht“

via norml

USA: Weisses Haus sagt, Marihuana hätte medizinische Werte

Grafik zu Cannabis als MedizinUSA: Nur Tage nachdem die Drogenverfolgungsbehörde DEA darauf bestand, dass Marihuana keinen medizinischen Wert hätte, hat das Weisse Haus sich dem konträr gestellt und einen Bericht veröffentlicht, dem zufolge wohl doch „einige“ medizinische Werte „bestimmten Komponenten in der Cannabispflanze“ zuzuschreiben seien.

Diese Stellungnahme war nur ein kleiner Teil des jährlichen Berichts zum Drogenkrieg und wie die Ziele vorrangehen des Nationalen Büros zur Drogenkontrolle der USA. Generell gesehen verteidigt das Dokument nur wiedereinmal die föderalen Verbote von Marihuana und dass es „medizinisches Marihuana“ noch immer als Illegal ansehe.

Aber eine kleine Passage, unter ihren „Fakten über Marihuana“, scheint sich ein bischen von ihrer generationenalten Hardcore-Linie abgerückt zu sein, dass es überhaupt keinen Wert hätte.

„Während es sein kann, dass es einige Komponenten mit medizinischen Werten in der Cannabispflanze git, bleibt es Fakt, dass das Rauchen von Marihuana eine ineffiziente und schädliche Methode für die Zuführung darstellt“, so der Bericht.

Auch heute nach diesem Bericht können die Medizinalhanfpatienten und Verteiler nicht aufatmen oder sich freuen, denn das rauchen der Marihuanapflanze wird noch immer als gefährlich und schädlich angesehen, insbesondere für Jugendliche, und hilft damit der schon seit lange wiederlegten „Einstiegsdrogentheorie„.

Kritiker sagen, dass dies eine Passage sein soll um großen Pharmafirmen es zu ermöglichen, diese Komponenten, allen vorran das psychoaktive THC, zu nutzen, die schon zeigten dass sie bei Krankheiten wie AIDS oder Erbrechen bei Krebs helfen.

2007 hat GW Pharmaceuticals angekündigt sich mit Otsuka zusammenzusetzen, um „Sativex“ – ein verflüssigtes Marihuana – auf den US Markt zu bringen. 2011 schaffte es Sativex auf den deutschen Markt. Die Firma hat vor kurzem die Phase II-Tests hinter sich gelassen und wird mit den Phase III – klinische Tests – beginnen. Phase III ist allgemein gesehen der finale Schritt, bevor eine Arznei auf den Markt gebracht werden kann.

Sativex ist der Markenname für eine Arznei die aus Cannabis sativa hergestellt wird. Es ist ein Extrakt aus der ganzen Pflanze und enthält keine synthetischen Bestandteile. Sogar GW definiert die Arznei als Marihuana (siehe PDF).

In der Zeit, in der die FDA den großen Pharmafirmen ihre Lizenzen ausstellt, werden bundesstaatliche erlaubte Marihuanaabgabestellen, die tausenden von US-Amerikanern ihre Leiden lindern, von der Strafverfolgung durchwühlt.

Die nationale Organisation zur Reform der Marihuanagesetze hat schon lange vor diesem Schritt in der Politik gewarnt. Es ist nur eine leichte Änderung, den großen Pharmafirmen die Nutzung von Marihuana zu ermöglichen, während der Markt für medizinisches Marihuana ausgelöscht wird.

Die Obama Regierung hat in einem vor kurzem veröffentlichtem Memo geschrieben, dass sie das föderale Verbot von Marihuana durchziehen werde, egal ob einzelne Bundesstaaten die Nutzung zu medizinischen Zwecken erlaubt habe.

Darüber hinaus bezog es sich auf ein Memo von 2009, das den Druck aus den Bundesstaatlichen Hanf-Abgabestellen und ihren Patienten nehmen sollte – dieses war primär gedacht, wie die föderalen Gelder verteilt werden sollten, und nicht dass ein Politikwechsel stattgefunden hätte.

Eine ABC News Umfrage im letzten Jahr zeigte, dass 8 von 10 Amerikanern die Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken befürworten.

via rawstory

Studie: Jugendlicher Drogenkonsum nicht durch medizinisches Marihuana beeinflusst

USA: Einer Metastudie des Marihuana Policy Projects zufolge, welche alle verfügbaren Daten aus den US-Bundesstaaten die Medizinalhanf verfügbar haben, analysiert hat, beeinflusst die Verfügbarkeit nicht den Konsum von Jugendlichen. Es war die Frage herauszufinden, ob die Möglichkeit für Patienten ihre Medizin zu erhalten, das „falsche Signal“ an Jugendliche senden würde, so wie die Prohibitionisten es so oft behaupten. Der Bericht ist hier zu haben.

Nun zeigt sich, dass dies nicht der Fall ist. Tatsächlich stellt sich heraus, dass in den 13 Bundesstaaten mit verfügbaren Daten die Konsumraten die gleichen oder gesunken sind, seitdem es Medizinalhanfgesetze gibt. In einigen Fällen sind die Abnahmen bei jugendlichen Konsumenten signifikant. Das bedeutet nicht, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Medizinalhanf und der Reduzierung der Konsumraten gibt. Allerdings zeigt der Bericht definitiv auf, dass es keinen Zusammenhang zwischen Medizinalhanf und einem vermehrten Konsum bei Jugendlichen gibt.

Es ist für uns nicht überraschend, wir wissen schon, dass das Verhaften von Personen wegen Marihuana, auch bei Teenagern, die Konsumtenrate nicht reduziert. Eine Eltern fragen sich an dieser Stelle vielleicht, „wie könnte ich verhindern, dass mein Kind Marihuana nimmt?“

Eine andere Studie, die in dieser Woche von der Universität Washington veröffentlich wurde, lautet die Antwort: „Redet mit ihnen.“

USA: DEA beantragt neue Nummer für Cannabisextrakt

Grafik des DEA LogoAm 14. Juni 2011 hat die Drogenverfolgungsbehörde eine neue Substanznummer („Codenummer“ oder „Drogencode“) für „Marihuana Extrakt“ unter der Vorschrift 21 CFR 1308.11 beantragt. Diese Codenummer wird es der DEA und bei der DEA registrierten Entitäten möglich machen, Mengen von diesem Material unabhängig von Mengen an Marihuana zu kontrollieren. Dieser Schritt solle helfen, Normen von relevanten Verträgen zu erfüllen.

In den internationalen Drogenkontrollverträgen, die von den Vereinten Nationen ausgehen, werden einige Differenzierungen in der Kontrolle von Marihuana Extrakt und Marihuana selbst bzw. Tetrahydrocannabinol gemacht. Die Drogenverfolgungsbehörde DEA habe sperate Codenummern für Marihuana und für THC eingeführt, aber keine für Marihuanaextrakt. „Marihuana Extrakt bedeutet Extrakte die von einer Pflanze des Typus Cannabis abstammt und die Cannabinole und Cannabidiole enthält.“ Ein solches Pflanzenextrakt von Marihuana werde weiterhin als kontrollierte Substanz in der Schedule 1-Liste behandelt.

Eine neue Nummer im Katalog einzuführen ist der erste Schritt hin zu einer irgendwie gearteten Zulassung von „Marihuana Extrakt“ in den USA.

via FederalRegisterWatch

Cannabis: DEA benötigte nur neun Jahre zum Lügen

Die US-Drogenverfolgungsbehörde DEA kommt nach nur neun Jahren, seit dem Medizinalhanfbefürworter eine Petition eingereicht haben, Überlegung zu dem Schluss, dass Cannabisblüten keinen medizinischen Nutzen hätten. Die Petenten baten die Regierung zur Umklassifizierung, da eine wachsende Grundlage an Forschung die Effektivität bei bestimmten Krankheiten belegt habe. Die letzte dieser Art von Petition wurde 1972 eingereicht, da benötigte die DEA noch 17 Jahre um zu die Petition abzulehnen. Welch ein Hohn, wenn man sieht, dass große Pharmafirmen auf Cannabiswirkstoffe setzen, siehe Sativex von Bayer AG. Die Pharmafirmen dürfen also ganz legal Geld mit etwas machen, was uns seit Jahren als „medizinisch ohne Nutzen“ dargestellt wird und wir Normalsterbliche in den Knast dafür wandern, Familien zerrüttet und Schullaufbahnen beendet werden.

Während die Entscheidung der DEA veröffentlicht wurde, finden die Wissenschaftler weiterhin positive Effekte von Cannabis. So findet zur Zeit eine große Konferenz zu Cannabis und Cannabinoiden in Chicago statt. Dr. Igor Grant, ein Neuropsychiater am Centrum für die Erforschung von Medizinalhanf am UC San Diego, veröffentlichte vor kurzem klinische Studien, die zeigen dass Marihuana bei neuopathischen Schmerzen und Muskelspastizität hilft. Er sagte, dass die Position der Förderalregierung Wissenschaftler abschrecken lässt, die Forschung durchzuführen die notwendig sei um die medizinsche Effektivität der Droge zu testen. „Wir sind in einem Teufelskreis gefangen. Es ist immer eine Gefahr, wenn die Regierung aufgrund irgendwelcher Vorurteile oder Glauben agiert anstelle von wissenschaftlichen Beweisen.“, so Grant.

Die öffentliche Meinung zu Medizinalhanf habe sich auch gewandelt. So unterstütze die Mehrheit der US-Amerikaner/innen die medizinische Nutzung in landesweiten Umfragen. Als die Petition eingereicht wurde, waren es acht Bundesstaaten die Regelungen zu der Nutzung von medizinischem Marihuana hatten – nun sind es 16 und der Bezirk Columbia. Im Jahre 2009 drängte die Amerikanische Medizinerorganisation AMA die Regierung, ihren Standpunkt zu Marihuana zu Überdenken, „mit dem Ziel, klinische Studien zu cannabinoid-basierte Medikamente und alternative Methoden zu erforschen“.

via LA Times