USA: DEA erkennt endlich Marihuana als Medizin an

Grafik zu Cannabis als MedizinWenn du gedacht hast, es könnte nach den Dekaden von Verlogenheit eine formale Entschuldigung geben, liegst du völlig falsch. Aber nun räumt die US-Drogenverfolgungsbehörde (DEA) zumindest ein, dass Marihuana einen unglaublichen medizinischen Wert hat – in dem sie den Pharmaunternehmen die exklusive Erlaubnis zur Herstellung von Pillen daraus gibt.

„Marihuana hat keinen wissenschaftlich haltbaren medizinischen Wert.“ Dies sagten die Unterlagen der Drogenverfolgungsbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika auf Seite Sechs des „White Papers“ der Behörde von Juli 2010 aus, mit der Überschrift „Position der DEA zu Marihuana“.

Aber nur vier Monate nach dieser „kein-medizinisches-Gras“ Stellungnahme der Behörde, kündigten sie an, dass sie eine Erlaubnis für die Regulierung von Vermarktung von pharmazeutischen Produkten, die aus der Pflanze gewonnen werden, vergeben wollen. Diese Produkte sollten THC enthalten, die primäre psychoaktive Komponente im Cannabis. (alternet)
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Nichts neues: US-Drogenfahnder operieren wie ein Geheimdienst

Die vor kurzem veröffentlichten US-Botschaftsdepeschen der USA durch Wikileaks und die New York Times, sollen aufzeigen, dass die Drogenverfolgungsbehörde der USA, DEA, wie ein Geheimdienst operiere. Sie sind dennoch nur historisch interessant, denn sie haben nicht wirklich etwas radikal neues Zutage befördert.

Spiegel: Laut „New York Times“ hat sich die DEA durch die internationalen Verflechtungen des Drogenhandels längst aus dem Schatten der Bundespolizei FBI gelöst; wie das FBI ist sie dem Justizministerium unterstellt. Die Drogenfahnder liefern nun über den Kampf gegen Rauschgift hinaus zusätzliche Informationen aus dem Ausland.

Die Behörde mit 87 Büros in 63 Ländern habe wegen ihrer Spezialisierung oft besseren Zugang zu Regierungen in Staaten mit hoher Drogenkriminalität als der US-Geheimdienst CIA, heißt es in der „NYT“. Die Kompetenzen seien inzwischen so umfangreich, dass fremde Regierungen die DEA um Hilfe beim Kampf gegen die inländische Kriminalität ersuchten.

So habe Panamas Staatschef Ricardo Martinelli dem US-Botschafter im August 2009 eine dringende Nachricht über sein Mobiltelefon geschickt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ein Botschaftstelegramm. „Ich brauche Hilfe, um Telefone anzuzapfen“, habe der Staatschef geschrieben und die DEA um Unterstützung beim Vorgehen gegen seine politischen Rivalen gebeten.

und

Washington – Die Drogenverfolgungsbehörde hat sich in einen globalen Geheimdienst transformiert, dessen Aufgabengebiete sich weit über die Betäubungsmittel hinaus erstreckt. Dazu gehört ein Abhörkommando so groß, dass Politiker aus anderen Ländern abgewimmelt werden müssen, da sie diese Einrichtungen gegen politische Feinde nutzen wollen. Dies der geheimen Botschaftsmitteilungen zufolge.

Es kann nun viel besser als vorher gesehen werden, durch die Mitteilungen, von Wikileaks erhalten und einigen Nachrichtenagenturen verfügbar gemacht, was dort abläuft. Es zeigt Ausschnitte von Drogenagenten, die Diplomatie und Strafverfolgung an Orten balancieren müssen, an denen nur schwer von Politikern oder Drogenhändler unterschieden werden kann, an denen Drogenringe selbst Mini-Staaten sind, deren Wohlstand und Gewalt es ihnen ermöglicht, Regierungen auf die Füsse zu treten und zu Fall zu bringen.

Ja, manche von den Details sind neu, aber jede/r sich ein bischen mit Drogenpolitik und der Art und Weise, wie Regierungsabkommen bei der Drogenpolitik gemacht werden, ist sich schon bewusst über die verdeckten Machenschaften der DEA und dem Fakt, dass Behörden der Drogenpolitik für viele andere politische Zwecke, inklusive der Spionage, genutzt werden.

Die tatsächliche Gefahr der veröffentlichen Botschaftsdepechen ist die naheliegende Annahme, dass diese Mitteilungen irgendwie das Schlimmste aufzeigen könnten, von dem was dort draussen passiert.

Es sind Botschaften des State Department, weit weg von dem Platz, an dem irgendjemand die wirklichen Unterbauten der DEA-Operationen diskutieren würde. Um einige der Dokumente zu sehen, müsstest du dich schon sehr weit an folgender Addresse durchboxen: 600 Army Navy Drive in Arlington, Virginia (DEA Hauptquartier, Pentagon City).

Was wir zur Zeit von der New York Times berichtet sehen, ist nur der sichtbare Teil des Eisberges.

Dennoch ist es immer Gut zu sehen, dass es veröffentlicht wird.

via DrugWarRant und dem ehemaligen Nachrichtenmagazin

Update

Auf Facebook hat sich eine Interessensgruppe „US-Drogenfahnder raus“ gebildet. Sie möchte die Offenlegung der geheimdienstlichen Aktivitäten der US-Drogenfahnder und die Ausweisung derer.

und ein Video zum Thema „Krieg gegen Drogen“ – also genau das was die DEA macht, gibt es auch:

Legalisierung reduziert Kriminalität – Niederlande beweisen Theorie

Wegen dem Mangel an Kriminalität hat Holland gerade acht Großgefängnisse geschlossen, während in unserem Land weiterhin Gefängnisse gebaut werden um nicht-gewalttätige Drogenkonsumenten einzusperren.

Darüberhinaus ist es natürlich etwas ironisch, wenn die Legalisierung von Drogen die Kriminalität reduziert in dem Gesetze abgeschafft werden – aber Erzähle das nicht den Drogenkriegern!
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Serie: DEA – Die Drogencops

O.M.G.! Ich wusste ja garnicht, dass es über den Beruf des Krieg spielen im Inland auch eine Serie gibt. Aber kino.to ist immer wieder super. Unterlegt mit anpeitschender Musik soll die Serie über den Job berichten, zeigt aber vor allem Waffenfetischisten und Vorurteile:

Die Drogenbekämpfungsbehörde D.E.A. jagt Rauschgifthändler. Die sechsteilige Dokumentation zeigt die Einsätze einer Sondereinheit in Detroit, die es Tag für Tag mit gewissenlosen Verbrechern aufnimmt. Die Männer und Frauen der D.E.A. haben ohne Zweifel einen der gefährlichsten Jobs der Welt.

Hier zum Onlinevideo schauen:
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Hintergründe zu dem Fehlen von Studien zu medzinischen Marihuana: Behörden verbieten Initiativen

Paul Armentano von NORML schreibt für die Huffingtonpost über das Fehlen von Studien zu medzinischen Marihuana.

Es ist das bürokratische Problem, dass Befürworter von medizinischen Marihuana seit Dekaden plagt. Gesetzesmacher und Gesundheitsämter verlangen klinische Studien über die Sicherheit und Effektivität von medizinischem Cannabis, aber die Bundesbehörden, die dafür zuständig sind, verwehren sich der Forschung.
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Mumbai-Terror: Verbindungen zu Drogenhandel und DEA?

Der Amerikaner, den sie wegen des Mumbai-Terroranschlags verdächtigen, hat Verbindungen zu Drogenhandel und der DEA und die Indischen Behörden glauben, er habe auch für die CIA gearbeitet.

via fefe

und noch was von da: Mexiko kriegt ihr Drogen-Warlord-Problem nicht in den Griff. Die haben kürzlich ihre Marines losgeschickt, um einen Drogenbaron zu verhaften, und das war die erfolgreichste Razzia seit Jahren. Dabei ist einer der Soldaten ums Leben gekommen, und die haben ihn als Nationalhelden beerdigt mit großem Tamtam. Am nächsten Tag, nur Stunden nach seinem Begräbnis, haben die Drogenbarone seine Familie niedermetzeln lassen.

Medizinisches Marihuana als Fertigarzneimittel

In der offiziellen Antwort auf den Aufruf der US-Amerikanischen Ärztegesellschaft AMA, den Klasse 1-Status von Marihuana zu überprüfen, hat das nationale Drogenkontrollbüro des Weissen Hauses geantwortet, dass es hinter der Einschätzung der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA stehe, dass natürliches Cannabispflanzenmaterial nicht die Standards von Stärke, Gleichmässigkeit, Qualität und Reinheit erreichen könnte, die für Medizin nötig wäre.

Wir sind schon gewohnt, dass die Regierungsbehörden nicht gerade faktisch korrekt sind, aber diesmal sind sie nicht nur einmal daneben, sondern zweimal.
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Hanfaktivisten beim Hanfanbau auf einer DEA Hauptquartier-Grünfläche verhaftet

13.10.2009: Eine Gruppe von Hanfbauern und Geschäftsleute im Cannabis Business wurden bei einer Aktion des „zivilen Ungehorsams“ auf einer Rasenfläche vor dem Hauptquartier der Drogenkontrollbehörde der USA (Drug Enforcement Agency, DEA), bei dem Versuch industriellen Faserhanfsamen zu pflanzen, verhaftet.

Unter den Verhafteten ist David Bronner, der Vorstand von Dr. Bronner’s Magische Seifen, einer mehr als 60-Jahre alten Firma, die Millionen von Dollars Umsatz jedes Jahr macht.

Bronner kauft Hanf von Bauern in Kanada, um sie in den Seifen zu verarbeiten. Er wurde vor dem DEA Museum verhaftet, welches sich am gleichen Ort wie das Hauptquartier befindet.

„Unsere Kinder besuchen das Museum und sagen: ‚Mein Gott. Eure Generation war verrückt. Was zum Teufel ist Falsch mit euch?'“ sagte er, während die Polizei von Arlington County ihn verhaftete und abführte.

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Obama und das Medical Marihuana Kraut

Vor kurzem ging es im Stadthaus im Internetlivechat mit Obama um die Frage nach der Cannabislegalisierung. Aber auch der Justizminister der USA hatte sich geäussert, dass es keine weiteren Überfälle auf Cannabisabgabestellen geben werde, wo es das lokale Gesetz zulasse. Aber wie auch das Hanfjournal berichtet, gab es eine weitere Razzia der DEA in San Francisco.

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