Wie wird Ecstasy hergestellt?

In der Seitenstatistik fand sich die interessante Frage “Wie wird Ecstasy hergestellt?”. Also mal ebend youtube angeworfen, und siehe da, es findet sich ein Video über die Herstellung von Ecstasy.

Auf der Seite Drogenkult.net / Fachinformationen zu Ecstasy finden sich ausführliche Informationen zur Substanz, zu Wirkung, Nebenwirkungen und Safer-Use.

Drugchecking bezeichnet die Untersuchung solcher Ecstasyprodukte. Auf der Drugchecking Seite von Eve&Rave können aktuelle Pillenwarnungen abgerufen, und sich über das Konzept des Drugchecking informiert werden. Für nicht-deutsche Pillenlisten, schaue auf meinen Artikel zu Pillenlisten im Netz.

Wie genau Ecstasy hergestellt werden kann, steht in dem Buch “Psychedelische Chemie” von Daniel Trachsel und Nicolas Richard. In diesem Buch werden detailliert die gängisten 50 psychoaktiven Substanzen beschrieben, mit deren Herkunft, Wirkungsart und -dauer, Dosierung, Einnahmearten, Gefahren und Risiken, Pharmakologie und historische Aspekte. Weiterhin liegen umfassende und übersichtliche Synthesevorschriften und alternative Synthesestrategien mit Literaturangaben vor. Einfach ist es dennoch nicht! Die Wirkungen der Substanzen wird in Form von Erlebnisberichten beschrieben.

Das Buch ist in der 3. Auflage beim Nachtschatten Verlag für etwa 30 Euro erhältlich. ISBN: 978-3-907080-53-5, 430 Seiten, 14 x 21 cm, Erscheinungsjahr: 2000.

Zur gesetzlichen Seite: Vielerorts wird behauptet, die Herstellung von Ecstasy wäre illegal oder verboten. Dies ist nicht richtig. Die Herstellung ist von Substanzen, die dem Betäubungsmittelrecht unterstehen, ist in Deutschland genehmigungspflichtig! Dass heisst, wenn du ein Pharmazeut oder Apotheker bist, kannst du einen Antrag bei dem Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte stellen. Diese Genehmigung ermächtigt dich ganz legal, z.b. für Forschungen, diese Substanzen herzustellen.

Noch eine kleine Erklärung am Rande: Ecstasy wird auch häufiger Exstasy, XTC oder Extasi geschrieben. Ecstasy ist der richtige Begriff und der ursprüngliche (!) Hauptwirkstoff ist das MDMA.

ENCOD Pressekonferenz zum “Drug Peace March”

In der Pressekonferenz haben die Vertreter von ENCOD ihre Positionen in dem “Krieg den Drogen” dargelegt.

Der von der UN Drogenbehörde 1998 ausgerufene “War on Drugs” in welchem sie die Welt bis 2008 (!) frei von Drogen machen wollten, hat offensichtlich genauso funktioniert wie der Krieg gegen den Terror.

ENCOD Vienna Meeting 2008

Zu keiner Zeit gab es mehr Drogen, aber auch mehr Drogenkonsumenten als nach diesem 10-jährigen Krieg. Bis jetzt ist es den Vertretern des prohibitionistischen Umgangs mit Drogen nur gelungen die grosskriminellen Strukturen zu stärken und die Preise in die Höhe zu treiben. Die einzigen Opfer, die dieser Krieg bis jetzt gefordert hat, sind abertausende Konsumenten.

Heute findet in Wien ein Friedensmarsch (”Stop War on Drugs”) statt. Dieser startet um 17°° vom Praterstern und geht zur UN City in Wien (Vienna International Centre).

Am Abend – ab 21°° – gibt’s eine Afterparty in der Arena (1030 Wien; baumgasse 80). Der Eintritt ist frei.

Am Samstag den 08.03.08 und am Sonntag den 09.03.08 findet jeweils ab 14°° im alten AKH, hof 2, hoersaal C1 – spitalsgasse 2 mehrere Workshop zum Thema statt, wo Experten aus den verschiedensten Fachgebieten ihr Wissen zur Diskussion stellen.

Weiteres dazu auf

Thailand: Internationale Drogenkontrollbehörde lehnt Verantwortung für Massenmorde ab


In dem am 5. März 2008 erschienen jährlichen Internationalen Drogenbericht für 2007 lehnt die INCB unproportionale Bestrafungen ab: Nach Ansicht der Kontrollbehörde sind die drogenbezogenen Fälle davon abhängig, ob sie in Übereinstimmung mit den Konventionen und dem Gesetz stehen. Dies sei darauf begründet, da die Konventionen nur auf einem Mindeststandard beruhen und weiterhin auch von den jeweiligen Landesregelungen und -Historie abhängig sei. Einige Staaten würden Drogengrosshändler verfolgen, während andere nur kleine Fälle bearbeiten würden.

“Gerechte Strafen seit 1988″

Der Report sagt aus, dass mit der Konvention von 1988 einige Staaten als “sichere Hafen” für Drogentransporteure gebrandmarkt wurden. Mit dem Abschluss der Konvention werde vermehrt darauf geachtet dass mehr Aktivitäten gegen den Drogentransport unternommen werden sollte. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Bestrafungen gerecht wären: Entzug der Freiheit, Geldstrafe und Sanktionen,wie zum Beispiel Konfiszierung. Hinsichtlich in regionalen, als auch in lokalen, wie auch im Bezug zum Endkonsumenten, sollen die Strafen progressiv reduziert werden. Die Konvention behandele Endkonsumenten wie Kriminelle. Die Form der Bestrafung solle aber geringer Ausfallen als bei Drogentransport.


Von der Polizei erschossener Drogendealer

Die schwarze Liste

Trotzdem wurden weiterhin überzogene Urteile gefällt. Ein erschreckendes Beispiel nimmt dabei Thailand ein. Die Regierung hat kurz vor dem Erscheinen des Internationalen Drogenreports 2007 angekündigt 4000 Personen zu töten. Schon 2003 wurden “Schwarze Listen” erstellt, die dann mehr oder weniger offiziell Abgearbeitet worden sind. Selbst das Regime musste feststellen, dass über die hälfte der Beschuldigten völlig Unschuldig seien.

Weiteres dazu:

Quelle: Die Hanfplantage, http://www.hanfplantage.de


Community March July 11, 2004 Bangkok, Thailand The Opening Day of the XV International AIDS Conference

Den Tod als Lottogewinn – Thailand will 4000 Personen zu ermorden im “Krieg gegen Drogen”

Bangkok: Die neue Thailändische Regierung will den “Krieg gegen Drogen” auf ihre Weise wiederholen. Dadurch sind schon mehr als 2500 angebliche Drogenhändler getötet worden.
Während eines dreimonatigen Amoklauf im Jahre 2003 in der Form eines komplett militärisch gerüsteten Konflikts wurden tausende auf den “Schwarzen Listen” der Polizei erschossen, mutmasslich auf Anweisung der Regierung.

Immerhin musste die thailändische Drogenkontrollbehörde zugeben, dass mehr als die hälfte der Opfer nichts mit Drogen zu tun hatten. Ein Paar auf dem Nordosten von Thailand wurde erschossen, da sie zu unerklärlichem Reichtum gekommen sind und somit zu der Schwarzen Liste hinzugefügt worden sind. Tatsächlich waren es Lotteriegewinner.

Die Kampagne war eine der Hauptstrategien von Thaksin Shinawatra, dem früheren Primierminister und Mr Samak’s politischen Patron, welcher jetzt im Exil lebt und den Manchester City Football Club führt.

“Meine Regierung wird entschieden eine Politik gegen Drogenhandel führen. Regierungsangestellte müssen diese Politik 24 Stunden am Tag durchführen, aber ich werde kein Ziel für die Anzahl der Tötungen setzen.” sagte Samak Sundaravej, der neue Primierminister.

Der Innenminister Chalerm Yubamrung, sagte: “Wenn wir eine Politik machen die 3000 bis 4000 Opfer bringt, werden wir das machen.”

Auch wenn die Militärjunta, die gegen Mr. Thaksin 2006 putschte und die Tötungen “ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit” nannten, sowohl der Primierminister als auch seine Unterstützer – welche wiedergewählt wurden im Dezember 2007, bestehen darauf dass die Toten Opfer von Bandenkriegen sind, und nicht durch die Polizei getötet wurden.

Trotzdem gibt es viele Hinweise auf Verstrickungen mit der Polizei. Viele wurden Tage nachdem sie sich auf der Polizeiwache melden sollten – um von der “Schwarzen Liste” genommen zu werden – getötet.

Die Regierung hat die Polizei angewiesen diese “Schwarzen Listen” zu erstellen, die so ausführlich wie nur möglich sein sollten, und haben diese Listen dann um bis zu 25 Prozent pro Monat gekürzt. Oft war der einzige Weg aus der Liste der Tod.

Original von Thomas Bell in Bangkok – Telegraph UK
Last Updated: 3:34am GMT 26/02/2008
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2008/02/23/wthai123.xml

UK: Kinderpornofilter an allen Internetprovidern entfernt politische Gegner

Das Cannazine in Großbritannien berichtet, dass ihnen die politischen und publizistischen Aktivitäten behindert werden durch den landesweit zum 31. Dezember 2007 durch Home Secretary Jacqui Smith eingeführten “Cleanfeed” Internetfilter.

Dieser Internetfilter wurde in der Tagespresse als Kinderpornofilter eingeführt. Die Politiker, welche die Zulassung unterschrieben haben, haben alle schonmal Hanf gekifft. Vielleicht wollen sie deshalb das Internet von diesen Informationen “säubern”.

Die Technologie hinter Cleanfeed ist einfach und basiert auf einem System von British Telecom.
Eine Liste von IP Adresse, die auf entsprechend zu sperrende Inhalte verweist wird von einem Industrieabhängigen Wächter geführt. In dem Fall ist es die Internet Watch Foundation. Diese wird unterstützt von der Heimatschutzbehörde. Diese Liste geht dann an die Internetdienstleister mit der einfachen Anweisung, jeden Verkehr von und zu diesen Adressen zu sperren.

Die Aktionen gegen das Cannazine gehen aber noch weiter. British Telecom, welche fast überall im Land Internetverbindungen anbietet, hat den RedakteurenInnen seit einigen Tagen das Internet abgestellt. Die Erklärung dafür lässt auf sich warten – “the fault is a mystery”.

Erst kurz nach dem 27. Dezember 2007 wurde Cannazine in Google News aufgenommen. Am 20. Januar 2008 war es dem Cannazine das letzte mal möglich, dort einen Artikel zu veröffentlichen. Es wurde “der Stecker” gezogen.

Cannazine schreibt: “Ich weiss was ihr denkt. Warum sollte die Regierung eine kleine, unbedeutende Webseite wie das Canna Zine ins offline drängen? Nun, vielleicht ist es deswegen, weil ich euch erzählt habe, dass Patricia Hewitt Cannabis (Hanf) geraucht (gekifft) hat. Oder dass Vernon Coaker Gras geraucht hat. Oder Heimatschutz Sekretär Jacqui Smith, oder viele viele weitere Kabinettsminister welche Cannabis gekifft haben. Damit habe ich noch nicht mit den KONSERVATIVEN angefangen, bei denen auch viele nicht mit dem Gras rauchen aufgehört haben.

Es ist klar, dass sie wenn dann alles haben wollen. Und der Fakt dass das Canna Zine jedesmal berichtet, wenn sie eine weitere Lüge über Cannabis verbreiten, hat einige von ihnen deutlich angepisst.”

Suchtmittel bei radioeins

Zuhörermeinung für radioeins:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe radioeins für relativ seriös gehalten. Allerdings haben Sie mich in den aktuellen Nachrichten, welche vor einigen Sekunden (27.11.2007, 15 Uhr) lief, sehr enttäuscht.

Der Sprecher sprach zum Thema “Drogen- und Suchtbericht” über “Suchtmittel”.

Dieses Wort ist ein Unwort!

KEINER auf dieser Welt benutzt ein Mittel um Süchtig zu werden!

Korrekt – wenn auch sehr altertümlich – würde es “Rauschmittel” heissen! Oder noch besser: “illegalisierte Substanz”. Denn es sind Menschen dafür verantwortlich, dass Cannabis, Coca und andere illegal sind!

Weiterhin will ich Anmerken, dass viele der Organisationen die im Zusammenhang mit dem “Drogen und Suchtbericht” zuarbeiten – und diesen erwähnten Rückgang beim Cannabiskonsum erzielt haben – ehrenamtlich und ohne staatsunterstützung Arbeiten. Das lässt der Radiosprecher nicht durchschauen – als ob es alles nur Regierungsangelegenheit wäre.

Im Gegenteil: Die Regierung verhindert echte Aufklärung!

26.10.07: Seminar zur Drogenthematik: Statement zum Workshop “Drogenerkennung im Strassenverkehr”

Am 26. Oktober 2007 hat das Seminar zur Drogenthematik einen Workshop zum Thema “Drogenerkennung im Strassenverkehr” durchgeführt. Es fand sich eine interessierte Gruppe zusammen und es wurden angeregt Gespräche geführt. Die Teilnehmer kritisierten scharf die dahinterstehende Politik, insbesondere die für die willkürliche Handhabung zur Indizienfeststellung. Auch die Hilfestellungen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) leite eher zu Willkür an – immer getreu dem Motto: Irgendwas werden wir schon finden.

Dies leite auch über zur aktuellen Diskussion über einen Cannabis-Grenzwertes im Straßenverkehr. Die Grenze, bis zu der das Führen eines Fahrzeuges sanktionsfrei bleiben soll, muss sich laut DHV an aktuellen Forschungsergebnissen orientieren und zwischen sieben und zehn Nanogramm THC pro Milliliter Blutplasma (7-10 ng/ml) liegen. Die Leistungsbeeinträchtigung sei bei dieser THC-Menge mit der einer Blutalkoholkonzentration (BAK) von 0,5 Promille vergleichbar.

Da aber auf dem Weg vor dem Vorliegen einer Blutprobe die körperverletzende Blutentnahme steht, sind damit die Personen wiederum der Willkür ausgesetzt.

Weitere Informationen zum Seminar zur Drogenthematik befinden sich auf http://kuerzer.de/drogenthematik .

Seminar zur Drogenthematik: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren

19. Oktober 2007, 18 Uhr: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren – dazu Informations-Desinformationspolitik der Bundesregierung am konkreten Beispiel. Mit Hans Cousto.

Das Monitoring von Websites heißt die Nutzung der Angebote auf Websites zu analysieren. Diese Analysen geben Aufschlüsse über das Interesse der Nutzer bezüglich der angebotenen Informationen respektive über das Interesse bestimmte Informationen in Form von Erfahrungsberichten oder Beiträgen in Foren weiterzugeben. Hierbei zeigt sich derzeit ein Trend an, daß vermehrt Informationen zu Opiaten (u.a. Heroin) weitergegeben werden wie auch nachgefragt werden.

Am Jahreskongreß wissenschaftlicher Psychonautik (Entheovision 4) am 29./30. September 2007 in Berlin berichtete Hans Cousto in einem Referat vom Informationsverhalten von Nutzern im Internet und ging dabei auf die aktuellen Trends ein. Aufgrund der starken Resonanz und vieler Nachfragen wird der nächste Workshop zum Thema Drogen (Reihe Seminare zur Drogenthematik) in der Offenen Uni Berlin dem Thema »Nutzung von Drogeninformationen im Internet« gewidmet sein. Der Workshop wird von Hans Cousto geleitet werden und wird am 19. Oktober 2007 um 18 Uhr in der Offenen Uni BerlinS (Haus 20, Phillipstr. 13, 10115 Berlin) im Seminarraum 2 stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Weiteres auf den Webseiten der Gruppe: http://kuerzer.de/drogenthematik.

Betrügerischer Drogenverkauf

Wie DrugBlog schreibt, und die Polizei Südhessen auch, hat ein Mensch 200g Haschisch zur Polizei gebracht, um einen Betrug – das Hasch wäre “von absolut minderwertiger Qualität und überhaupt nicht genießbar” – anzuzeigen. Jetzt hat der gute Mensch eine Anzeige am Hals und der Dealer wird wohl nur wegen des Dealens rankommen.

In der Schweiz gibt es auch den Tatbestand des “betrügerischen Drogenhandels”, zum Beispiel wenn jemensch, wie auch in diesem Fall, schlechtes Hasch an die Person bringt. Das ist wenigstens ehrlich – es zeugt von wenigstens etwas Konsumentenschutz.

Hierzulande gibt es das ja überhaupt nicht. Der Schwarzmarkt kann in Deutschland und anderswo tun und lassen was er will, wie letztens das Gras mit dem Talkum (oderwasauchimmer dieses weisse Zeug war). Anzeige deswegen erstatten fällt hierzulande ganz schnell auf einen selbst zurückt.

Der über alles hochgehaltene, besonders von den Grünen (Künast), Verbraucherschutz hört bei illegalen Substanzen ganz schnell auf. Dabei wäre es dort vor allem wichtig, etwas zu machen.

Die Niederländer machen es zum Beispiel führt seit den späten 80er Jahren ein flächendeckendes Drugchecking Programm durch.Federführend werden alle Programme im Zusammenhang mit Drug-Checking vom Trimbos Institut (Netherlands Institute of Mental Health and Addiction) koordiniert und geleitet (eve&rave).