Drogenkrieg in Jamaika – Teil Zwei

Die Facebook-Seite des On the Ground News Reports aus Jamaika hat einen Bericht überprüfen können und damit steht fest: Die USA wollen weitere Personen aus Jamaika ausgeliefert haben. Der Grund sind Drogen und Waffen. Wir berichteten von dem Versuch, den gesuchten Christopher „Dudus“ Coke gefangen zu nehmen. Ein Versuch, der mit militärischen Mitteln in Armenvierteln durchgeführt wurde und dabei über 73 Tote und hunderte Verletzte und Verhaftete forderte. Letztendlich wurde Dudus durch eine Telefonabhöraktion gefunden und später gefasst.

Arturo A. Valenzuela, der US-Sektretär für „Angelegenheiten der nördlichen Hemispäre“ gab heute, den 27.7.2010, zu dass eine „Serie“ von Auslieferungsanträgen gestellt worden sind um jamaikanischen Staatsbürgern habhaft zu werden und sie in die USA auszufliegen. Die US-Behörden schweigen zu den Fragen, ob sich auch gewählte Politiker darunter befinden.

Werden wir also Zeugen eines weiteren Teils des militärisch geführten „Krieg gegen die Drogen“ auf Jamaika?

Umwelt und Drogenherstellung

Buchcover grafik: Dope Pollution Das Neue Deutschland berichtet aktuell von einem wenig beachteten Phänomen, der Umweltzerstörung durch Drogenproduktion. Sogar „die üblichen“ Umweltschutzverbände haben nichts zu diesem Thema. An „Drogen“ will sich wohl keiner die Finger verbrennen, auch wenn dabei der Regenwald ‚drauf geht, auch wenn Monsanto seine Finger mit drin hat..

In diesem Zusammenhang möchte ich gerne auf folgendes Heft hinweisen, herausgegeben vom Verein für Drogenpolitk und der Edition Rauschkunde von Werner Pieper: Dope Pollution

Neue Drogen – Aminoindane

Durch die Erweiterung des britischen „The Misuse of Drugs Act“ sind seit dem 16. April 2010 diverse Substanzen illegalisiert worden – und der Schwarzmarkt reagiert. Wir können uns also auch hierzulande auf eine weitere Änderung des Betäubungsmittelgesetzes einrichten, was im übrigens mittlerweile etwa alle 73 Tage passiert. Nun sind einige neue Verbindungen auf dem Weg in den Markt, einige davon so neu, daß sie noch nie ausprobiert worden sind. Dies ist Möglich, indem man bestimmte Daten und Affinitäten analysiert und mit anderen wirksamen Substanzen vergleicht. Auch in der legalen Pharmazie wird das Prinzip angewendet um z.b. auf eine Person maßgeschneiderte Wirkstoffe zu erzeugen. Ich bin gespannt, wann „alles, was einen Rausch verspricht“ verboten wird…

Was ist passiert?

Nach der Erweiterung des britischen „The Misuse of Drugs Act“, sind seit dem 16. April 2010 alle chemischen Verbindungen, welche sich strukturell vom 2–amino–1–phenyl–1–propanon (Cathinon) ableiten, als „Class B drugs“ einzuordnen. Eine strukturelle Ähnlichkeit liegt dann vor, wenn die Substanz durch den formalen Austausch von Wasserstoff gegen:

  1. Alkyl-, Alkoxy-, Alkylendioxy-, Haloalkyl- oder Halid-Substituenten am Phenyl-Ring
  2. Alkyl-Substituenten an der α-Methyl-Gruppe
  3. Alkyl-Substituenten an der Amin-Funktion

des Cathinons erhalten wird, bzw. wenn die Amin-Funktion in eine zyklische Struktur eingebunden wird.[1]

So sieht Cathinon in der chemischen Struktur aus

Was bedeutet das?

Durch die Änderung des „The Misuse of Drugs Act“ wird der Besitz, Erwerb und Handel zahlreicher Substanzen innerhalb der britischen Grenzen unter Strafe gestellt. Zu diesen Substanzen zählen Verbindungen wie z.B. 3,4-Methylendioxy-N-Methylcathinon (Methylon), 3,4-Methylendioxy-N-Ethylcathinon (Ethylon), N-Ethylcathinon (Ethcathinon), α-Methylamino-Butyrophenon (Buphedron), 4-Fluor-N-Methylcathinon (Flephedron), β-Keto-N-Methylbenzodioxolylpropylamin (Butylon) oder Methylenedioxypyrovaleron (MDPV), welche in der Vergangenheit zum Zwecke der Rekreation genutzt wurden und unter der Bezeichnung „Research Chemicals“ u.a. über Internetshops erworben werden konnten.

Innerhalb des deutschen Betäubungsmittelgesetzes existiert kein Analogon-Verbot und so sind, bis auf das para-Methyl-N-Methylcathinon (Mephedron), welches am 22. Januar 2010 als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel eingestuft wurde[2], sämtliche Cathinon-Derivate unter ausbleibender Strafverfolgung negoziierbar.

Was muss ich noch wissen zu RC?

Der Handel von „Research Chemicals“ findet hauptsächlich über das Internet statt, wobei im November 2009 37% der 115 von der EMCDDA überwachte Händler im Vereingten Königreich ansässig waren.[3] Die in China beheimateten Hersteller von para-Methyl-NMethylcathinon (Mephedron) sind aufgrund des Verbots ihres Produktes in einem der größten Märkte dazu übergegangen, neuartige, bisher auf dem Markt nicht vorfindbare Substanzen zu synthetisieren[4] und diese an die Händler von „Research Chemicals“ weiterzugeben.

Und jetzt?

Da der Großteil der Internetshops für „Research Chemicals“ im Vereinigten Königreich beheimatet ist, ist davon auszugehen, dass die Produzenten ihre Produktpalette den gesetzlichen Veränderungen rund um diesen Markt anpassen. Dies bedeutet, dass die Produktion der Cathinon-Derivate reduziert, bzw. eingestellt wird und diese Substanzen in Zukunft eine untergeordnete Rolle spielen werden. Die „Research Chemicals“ der neuen Generation können laut Händlerangaben in den kommenden Wochen an die Kunden verschickt werden. Es ist davon auszugehen, dass ein nicht vernachlässigbarer Anteil der Kunden aus dem deutschen Raum stammt.

Quelle: Psychoaktive Benzofuran-, Tetralin- und Aminoindan-Derivate – Eine neue Generation von „Reseach Chemicals“

Waffen auf dem Summerjam – Polizei macht nichts

Hier haben wir eine Info mit einem Video zugesendet bekommen. Das ganze gibt es auf YouTube:

Der Östliche Eingang des Summerjam

Dort kann man die Polizisten sehen welche darauf warten, dass die Security ihnen den nächsten Fang zu schiebt… Um die Bühnen zu erreichen muss man über Brücken gehen welche von der Polizei dazu genutzt werden Kiffer aus dem Verkehr zu ziehen…

Wenn man farbiger oder Rasta ist wird man sehr Intensiv untersucht… als Beispiel wie solche Kontrollen ablaufen ist dieses Video sehr gut:

Leider verhindern die Sicherheitskräfte unter enormen Aufwand jegliches drehen vom Videos, deswegen entschuldige ich diese schlechte Kamera Führung…

Das Titel Thema zur summerjam 2010 sollte Heißen: Polizei: „Warum Dieben hinter her rennen wenn Kiffer doch sitzen bleiben“

Der Staffelführer dieses Hahr muss echt mal runter gemacht werden für diese dämliche Taktik, denn das Strafmaß für Diebstahl ist höher angesetzt als der BTMG verstoß wegen Sportzigaretten.

Selbst die Karnevalsgruppe aus Köln „Brings“ grölten ganz laut: „Mach uns die Tüte an“ in ihrem Lied “ Ne wat wo dat den früher ne superjeile Zick“. Scheinheiligkeit sondergleichen das muss man dem Veranstaltern (Jutta + so ein typ und Contours und der Polizei (Welche dieses Jahr verstärkt gegen Diebstähle vorgehen wollten) vorwerfen

grünegrüße,
Selassikai

Keine Coke mehr in San Francisco’s Automaten

Wie das boingboing-blog (via SFgate) verkündet, hat der Bürgermeister der Stadt San Francisco, Gavin Newsom, einen neuen Erlaß herausgegeben, welcher Coke, Pepsi und Fanta Orange aus den Automaten, die der Stadt gehören, verbannt. Dies geschehe um die Fettleibigkeit zu „bekämpfen“.

Auch weitere Kalorienbomben gehören dazu: Nicht-Diätische Wasser, Sportdrinks und künstlich gesüßtes Wasser. Saft muss von nun an aus 100 Prozent Frucht bestehen oder Fruchtsaft ohne zugesetzte Süßstoffe. Es sollte eine „gute Auswahl“ an Wasser, „Soja Milch und Reismilch sowie andere Diätische und nicht-diätische Milch“ sagt der Erlaß, welcher auch den Fett- und Zuckergehalt regulieren soll.

Drogenbeauftragte Dyckmans scheinheilig zum Weltdrogentag

In der Pressemitteilung der Drogenbeauftragten zum Welt-Drogen-Tag erscheint die Politik der Prohibition wieder in neuem Licht: So hat die Politik noch immer nicht kapiert, dass sie selber der Anlass für viel Leid und Elend ist, welches mit Drogen in Zusammenhang steht. Mit der Pressemitteilung wird den vielen Opfern wiedereinmal klar gemacht, dass der Krieg gegen sie weitergeht.

„Drogen und Sucht stellen weltweit ein großes Problem dar. Deshalb ist es weiterhin Aufgabe der Politik, die internationale Drogenkriminalität und den Drogenhandel zu bekämpfen, um die Verfügbarkeit von Drogen zu verringern.

Verbote und Strafverfolgung reichen jedoch nicht aus. Die Drogensucht ist eine behandlungsbedürftige Krankheit, die oft mit schweren persönlichen Schicksalen und menschlichem Leid verbunden ist. Deshalb steht bei unseren Maßnahmen der suchtkranke Mensch im Vordergrund. Das bedeutet natürlich, den Betroffenen eine Behandlung anzubieten. Vielen suchtkranken Menschen muss zunächst geholfen werden, zusätzliche Erkrankungen und eine soziale Verelendung aufgrund ihrer Sucht zu verhindern. Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, Suchtkranke auch durch schadensreduzierende Maßnahmen zu stabilisieren.“

Maßnahmen zur Schadensreduzierung sind unter anderem Angebote zum Spritzentausch, Drogenkonsumräume, Kondomvergabe, Streetwork und Kontaktläden. Deutschland war eines der ersten Länder weltweit, die diese Maßnahmen vor etwa 20 Jahren zum festen Bestandteil ihrer Politik machten.

Aus unserer Sicht ist sendet die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans eine zweifelhafte Message (nur um nicht zu sagen: Scheinheilig). Auf der einen Seite mobilisiert sie Personen um das zur Zeit laufende Drogenkontrollsystem zu unterstützen, welches nicht nur absolut fehlschlägt um Drogenkonsum zu verhindern, sondern auch unglaubliche Schäden verursacht. Auf der anderen Seite nötigt es junge Menschen, eine „gesunde“ Wahl zu treffen.

Wir stimmen darin überein, dass nicht nur junge Menschen, sondern alle Menschen eine gesunde Wahl treffen sollen in ihrem Leben und wir denken auch, dass das aktuelle Drogenkontrollsystem einen dabei nicht unterstützt.

Durch die Kriminalisierung von manchen Drogen, die durch drei Abkommen der Vereinten Nationen zustande kamen, verbreitet das UN-System keinen gesunderen Ansatz zu dem Drogenproblem in ihren Mitgliedsstaaten. Es ist jetzt klar, dass die Kriminalisierung von Drogen eine der Hauptgründe ist für gesundheitliche und soziale Probleme die mit dem Drogengebrauch zusammenhängen. UNODC weiß davon und gibt es sogar im letzten Jahr teilweise zu, als der vorsitzende Direktor Antonio Maria Costa anfing, über die “unbeabsichtigten Konsequenzen” der Drogenverbote zu reden. Deswegen ist das gleiche System zu Verteidigen gerade zu kriminell Fahrlässig.

Das aktuelle System basiert auf Verboten, welche die Gesundheit und das Wohlergehen von Hunderten von Millionen Menschen verletzt und die Entwicklung von kreativen alternativen Lösungen verhindert, die Probleme im Zusammenhang mit Drogen lösen könnten. Erst damit können jetzt illegale Substanzen industriell, medizinisch und wir andere Zwecke genutzt werden, die der Menschheit nützlich sind.

In dieser Atmosphäre der Angst vor einer „Drogenbedrohung“, die von den Drogenbeauftragten Mechthild Dyckmans (FDP) geschürt werden, werden sich die Menschen für keine anderen Politik als dem „Krieg gegen die Drogen“ aussprechen. Eine Mehrheit der Staaten auf dieserWelt versehen Drogenkonsum noch immer mit teilweise drakonischen und unproportionalen Strafen, wie der Todestrafe. Schadensminderung und freiwillige Behandlungsansätze bekommen weniger Unterstützung und tatsächlich, in vielen Ländern, die eine kreative Lösung für ihre Drogenprobleme nötig hätten, weniger Möglichkeiten.

Drogenkonsumenten sind oft schlechter Qualität und kontaminierten Drogen ausgesetzt, da in diesem System die Drogen ausschliesslich auf illegalen Wege angeboten werden. Konsumenten werden von den möglicherweise sinnvollen therapeutischen Möglichkeiten der Pflanzen und Substanzen ausgeschlossen (Morphium, Cannabis, MDMA, Kokablätter, usw.) die durch die internationalen Abkommen strikt kontrolliert werden oder denen keine medizinische Verwendung zugeschrieben wird. Die Verfolgung von Vergehen der Drogengesetze macht noch immer einen Großteil des „Drogen“ Budgets aus, was viele Länder mit weniger als 30%, die in Prävention, Schadensminderung und Behandlung investiert werden, dastehen.

Ein „Gesunder Ansatz“ bei Drogen ist inkompatibel mit dem aktuell laufenden UN-Drogenkontrollsystem. Wenn die Drogenbeauftragte und die Vereinten Nationen wirklich Gesundheit befürworten, müssten sie erstmal die gesunde Wahl für sich selbst treffen, was eine grundsätzliche Überarbeitung der internationalen Vereinbarungen ausmacht, um mehr Flexibilität für die Mitgliedsstaaten zu erhalten und letztendlich und für alle Male den „Krieg gegen die Drogen“ zu beenden.

Lasst uns der Drogenbeauftragten helfen, eine gesunde Wahl zu treffen. Schicke ihr eine E-Mail via drogenbeauftragte@bmg.bund.de , wie die Drogenverbote deine Gesundheit mehr verschlechtern als die Drogen selbst.

World Cup Kopie aus Kokain gefunden

Auf im Profi-Sport gibts mal wieder Drogenfunde: Eine Kopie der World Cup Trophäe wurde von Anti-Drogenkomando der Polizei beschlagnahmt. Sie ist komplett aus Kokain gemacht. Die 36cm große Statue wurde in einer Lieferkiste am Flughafen von Bogota gefunden und besteht aus 11kg Kokain, sowie entsprechende Lösungsmittel.

In einem anderen aktuellen Fall hat die Polizei in Ecuador ein selbstgebautes U-Boot gefunden, noch vor der ersten Jungfernfahrt.

via BBC und CNN

Die Wiener Erklärung: Repression funktioniert nicht

„Die Kriminalisierung von Konsumenten illegaler Drogen trägt zur Ausbreitung der HIV-Epidemie bei und hat äußerst negative gesundheitliche und soziale Folgen nach sich gezogen. Hier ist eine umfassende strategische Neuorientierung erforderlich.“

Die Erklärung kann auch von dir Mitgezeichnet werden! Ich habe es schon getan. Klicke auf das Banner dafür, weiter oben, um zur Petitionsseite zu gelangen.
Continue reading

Italien: Mephedron illegalisiert – Die Narcomafia dankt!

Foto von beschlagnahmten 4-MMC, auch Mephedron genanntMaxLab schreibt uns: „Gerade gestern habe ich die neue Webseite mit ausführlichen Mephedron Infos zur Verfügung gestellt – und heute kommt die Nachricht, dass Mephedron in die Betäubungsmittel-Listen von Italien eingetragen wurde. Jetzt wird es das nicht mehr zum Onlinekauf geben und der Gedanke kommt auf, dass sich andere Stoffe unter dem Namen verbergen werden.“

Die Quelle dazu: Mefedrone und „synthetisches“ Cannabis verboten: die Narcomafia dankt

Auch bei uns wurde Mephedron/4-MMC illegalisiert. Es ist seit dem 22. Januar 2010 als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel eingestuft.

USA: NAACP für die Legalisierung in Kalifornien

Bundesstaat Kalifornien und die Marihuana - Hanf Debatte zur LegalisierungDas LaTimes Blog berichtet, dass die NAACP in Kalifornien für die Legalisierung von Cannabis ist. Die Prohibition von Cannabis erzeugt schwere Schäden bei Minderheiten, sagten Sprecher des kalifornischen Ablegers der NAACP am Montag, und werden die Initiative zur Bürgerwahl der Cannabislegalisierung im November unterstützen.

Der Krieg gegen die Drogen ist ein Fehlschlag und zielt vor allem unproportional häufig auf junge farbige Männer und Frauen, insbesondere Afro-Amerikanische Männer, sagte Alice Huffmann, Vorstand der Bundesversammlung der NAACP.

Die National Association for the Advancement of Colored People, auch NAACP genannt, ist eine der ältesten und einflussreichsten Bürgerrechtsorganisationen der USA. Sie ging aus dem 1905 gegründeten Niagara Movement hervor und wurde am 12. Februar 1909 ins Leben gerufen, um zugunsten der afro-amerikanischen Bevölkerung zu arbeiten.

Auch hier lässt sich etwas für die Legalisierung machen: Auf zur Hanfparade am 7. August 2010 in Berlin – Treffpunkt 13 Uhr am Alexanderplatz zwischen Fernsehturm und Bahnhof! Wir sehen und dort!