Cannabis! auf ARTE – Filmtipp für Freitag, 5. Februar 2010

Die Doku lief schon mal vor einiger Zeit auf Arte und soll wirklich sehenswert sein. Darin soll wohl anhand aktueller Studien und Forschungsergebnisse sämtliche Propaganda widerlegt werden, die noch immer von offizieller Seite verbreitet wird. Schaun wir mal – vll. kann das ja auch jemand aufnehmen?

Update

Ein lieber Mensch hat mal ebend gesucht, und den Film wie folgt gefunden:

Quelle: Cannabis.AT Forum
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Die Drogenpolitische Woche #1 21-30.1.2010

Was sonst noch so passiert ist:

WHO: Einstiegsdrogentheorie erklärt nicht den Anstieg des Konsums

Und alle nochmal: Die Einstiegsdrogentheorie ist ein Mythos!

So kommt auch diese aktuell veröffentlichte Studie vom 7. Januar 2010 zu dem Schluss, dass die Anzeichen für eine Einstiegsdrogentheorie eher aus zufällig Übereinstimmungen beständen als aus kausalen Zusammenhängen. So führe der Konsum einer Droge nicht automatisch zum Konsum einer anderen. Der Studie zufolge impliziere dies, dass Präventionsmaßnahmen, die auf den Gebrauch bestimmter „Einstiegsdrogen“ zielen, nicht durch sich selbst zu einer Reduzierung des Konsums führe. Die genutzten Daten aus 17 Staaten sind von dem World Mental Health (WMH) Programm der Weltgesundheitsorganisation gesammelt worden.
via NORML Stash
Der Infotext zur Studie, wie folgt:
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Massenhausdurchsuchungen wegen GBL – Verhältnismässig?

Seit den frühen Morgenstunden des 13. Januar 2010 durchsuchen mehr als 1000 Polizeibeamte unter Federführung der Staatsanwaltschaft Nürnberg/Fürth über 300 Objekte im gesamten Bundesgebiet, sowie in Österreich, der Schweiz und Slowenien wegen Verstössen gegen das Arzneimittelgesetz und der Abgabe von der Substanz GBL. Dazu habe ich eine Anfrage an die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans, ihres zeichens Richterin, die sicherlich folgende Fragen erklären kann.
Auch schon bei einem früheren Fall von GBL-Massenhausdurchsuchungen kamen juristische Fragwürdigkeiten auf, die solche Aktionen als rechtswidrig darstellten.

Leider gibt es noch keine Abgeordnetenwatch-Link, den werde ich sobald die Anfrage online ist nachliefern.

Werte Frau Dyckmans,

eine aktuelle Sache: Wie die Bayerische Polizei mitteilt ( tinyurl.com ) läuft zur Zeit eine Massenhausdurchsuchung in 300 Objekten. Dafür werden Bundesweit mehr als 1000 Polizeibeamte eingesetzt.

So gab es schon am 9.7.2008 eine solche Razzia ( tinyurl.com ), die von Rechtsanwälten schon damals als rechtswidrig eingestuft worden ist – siehe tinyurl.com .

So frage ich Sie in diesem Zusammenhang:

a) ob die Durchsuchungsbeschlüsse für die 300 Objekte wiederum wortgleich lauten,

b) Der damalige Beschluss nannte keinerlei Einzelheiten zum Bestellvorgang, zur Art und Menge der bestellten Chemikalien und zu den Modalitäten der Lieferung. Diese Angaben wären aber notwendig. Ebenso notwendig wäre eine Darlegung, warum und unter welchen Umständen die Stoffe zur Herstellung von Betäubungsmitteln geeignet sind. Wie ist dies in diesem Fall gelegen?

c) Laut PM wird den Beschuldigten zur last gelegt, dass diese seit dem Jahr 2007 in einer Vielzahl von Fällen GBL (Gamma-Butyrolacton) bezogen und zum Verkauf vorrätig gehalten haben sollen.
Warum haben sich die Beschuldigten in der Tathandlung strafbar gemacht? Die PM sagt lediglich, die Stoffe seien zur Herstellung von Betäubungsmitteln bestimmt. Hierdurch wird wohl ausgedrückt, der Beschuldigte habe den notwendigen Tatvorsatz gehabt hätte. Aus welchen tatsächlichen Anhaltspunkten aber ergibt sich der Vorsatz?

d) Da aus dem „Vorsatz“ die Strafbewährung folgt, der Kauf der Chemikalien aber als solcher – soweit absehbar – legal war, da dieser Stoff keine Verkaufsbeschränkung unterliegt, kann in dieser Hinsicht noch von einer Verhältnismässigkeit ausgegangen werden – oder ist die Kundendatenbank wieder nur ein gefundenes Fressen für die Anti-Drogen-Statistik der Bundesregierung?

mfg, XXX

Weiteres dazu aktuell im Land-der-Träume Forum, sowie ein Hass-Artikel bei Spiegel.

Update

Es waren wohl mehr als 1527 Beamte in 350 Objekten im Einsatz. So auch in Berlin. Für die Grüne Hilfe wäre es mal interessant, davon die Kopien von Hausdurchsuchungsbefehlen usw. zu bekommen.

Griechenland legalisierte Besitz von Drogen zum Eigenbedarf

Kleines Vorwort zu diesem Artikel: im August 2011 hat das Justizministerium einen Antrag zur Entkriminalisierung aller Drogen vorgelegt. Der Artikel dazu: hanfplantage.de: Entkriminalisierung aller Drogen in Griechenland.

Wenn man der Google-Übersetzung dieser griechischen Webseite (in der Seitenleiste, rechts, mittig) glauben kann, dann hat das Land vor etwa zwei Wochen, am 14.12.2009, Drogen zum Eigenbedarf legalisiert. Der Meldung zufolge hat jeder griechische Bürger das Recht erhalten 1,5 Gramm Heroin, 1 Gramm Kokain, 15 Gramm Marihuana, 5 Gramm Haschisch und 5 Dosen von LSD zu besitzen. Weiterhin ist es nach diesem Beschluss möglich, zu Hause bis zu fünf Cannabispflanzen zu züchten.

Vielleicht könnte das noch eine Person die besser griechisch kann als Google, das verifizieren…?

via NORML

Update

Mittlerweile hat auch NORML geupdatet und unserer Griechisch-Experte hat es auch gesagt: In dem Text geht es um die Entkriminalisierung in Tschechien. Schade, eigentlich.

Drogenkonsum am Kottbusser Tor

Was ist nur los am Kottbusser Tor? Diese Frage muss man sich stellen, wenn mensch aufmerksam Indymedia liest. Da ist von Yuppiesierung die Rede, von einer „Bürgerinitiative Kottbusser Tor“, von zwielichtigen Gruppierungen rund um rechtsextreme Strömungen und Securityfirmen.

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Kelloggs lässt Michael Phelps wegen Cannabiskonsum fallen

6.2.2009: Es wurde vielleicht nicht erwartet, aber das macht es richtig. Am späten Donnerstag veröffentlichte der Kelloggs Konzern dass er den Sponsorvertrag mit dem 14-fachen Olympiagold Champion Michael Phelps auflösen werden.
Marijuana boycotts Kelloggs
Die Firma sagte, dass Phelp’s nicht konsistent genug für das Firmenimage wäre. Phelps hatte vor kurzem Hanfkonsum zugegeben und sich danach entschuldigt.

Wir widersprechen!

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Die Politik hat ein Drogenproblem von Günter Amendt

Günter Amend schreibt im aktuellen Freitag: Im „War on Drugs“ sterben seit Jahren immer mehr Menschen, während der Drogenkonsum unvermindert steigt. Eine Realität, der mit Prohibition und Waffen nicht beizukommen ist Er schreibt, wie die UNO über die Situation lügt, wie immer mehr Krieg entsteht und die Versuche der UNO das Drogenproblem zu lösen, scheiterte. Aber er schreibt auch über einen längst nötigen Paradigmenwechsel:

Nachdem die Bilanz von 2008 einmal mehr bestätigt, was die Verfasser eines Offenen Briefes an Kofi Annan schon vor zehn Jahren festgestellt haben, dass nämlich die Folgen der herrschenden Prohibitionspolitik schwerer wiegen als die des Drogenmissbrauchs selbst, ist es an der Zeit, das Scheitern dieser Politik einzugestehen und nach neuen Strategien und Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Es geht um die politischen, ökonomischen und finanzwirtschaftlichen Sekundärschäden dieser Politik. Es geht um Kriminalität, Korruption und das Vordringen des Organisierten Verbrechens in gesellschaftliche Institutionen. Der legitime Anspruch einer Gesellschaft, die Verbreitung von Suchtmitteln so niedrig wie möglich zu halten, ist Ausgangspunkt aller Überlegungen. Auf der Suche nach einer Strategie, die diesem Anspruch genügt, muss die Aufhebung der Prohibition eine Option sein.

Ein derart radikaler Paradigmenwechsel ist politisch nur dann durchsetzbar, wenn die Risiken der neuen Strategie analysiert, erkannt und öffentlich benannt werden. Nach Jahrzehnten einer phasenweise ideologisch hoch aufgeladenen Auseinandersetzung gilt es, sich vom Kulturkampf der sechziger und siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zu lösen und von der „Politic of Fears“, die aus dem Drogenproblem lange politisches Kapital schlug. Es ist der Tatsache Rechnung zu tragen, dass Menschen Drogen nehmen und nichts und niemand sie davon abhalten kann. Das ist eine anthropologische Konstante. Auch sollte Einigkeit darin bestehen, dass Abstinenz als subjektive Leitlinie der Lebensführung im Ermessen eines jeden steht, dass Abstinenz als gesamtgesellschaftliche Forderung jedoch weder durchsetzbar noch akzeptabel ist. Sie ist Ausdruck eines totalitären Denkens und mit Artikel 2 GG unvereinbar.

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