UK: Drogengesetze sind weiter – Mephedrone wird am 16. April illegalisiert

Das Synchronium Blog berichtet über die bevorstehende Illegalisierung von Mephedron in Großbritannien. Diese soll laut Regierungsanweisung am 16. April 2010 in Kraft treten. Das besondere für Drogenpolitisch interessierte Personen ist an dieser Anordnung, dass sie nicht nur den Stoff selbst enthält sondern – im Gegensatz zur vorhergehenden Änderung des britischen Drogengesetzes – weitere chemische Definitionen, welche theoretisch alle möglichen Kombinationen umfasst.

Alle diese Stoffe werden am Freitag, den 16. April 2010 in die Klasse B eingestuft. Dies bedeutet Besitz: Bis zu fünf Jahre Gefängnis oder unbegrenzte Geldstrafe oder beides. Handel: Bis zu 14 Jahre Knast oder unbegrenzte Geldstrafe oder beides. Eine neue Substanz, welche von dieser neuen Regelung nicht erfasst wird, ist Naphyrone, welches zur Zeit als Energy-1 oder NRG-1 verkauft wird. Es soll, laut Userberichten, nicht besonders toll und auch nicht sicher sein. Damit war es das vorläufig mit Kathenonen in UK.
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Mexiko: Sicherheitschef und Zivilisten ermordet

Morelia, Mexiko: Bewaffnete mit Sturmgewehren und Granaten haben den Konvoi des obersten Sicherheitschef’s des westlichen Bundesstaats Michoacan am Samstag attackiert. Dabei wurden vier Personen getötet und 10 Verletzt.

Sicherheitsstaatssekretärin Minerva Bautista ist unter den Verwundeten aber konnte mit nicht-lebensgefährlichen Verletzungen gerettet werden, laut Staatsanwaltschaft. Sie reiste in einem Schußsicheren Sportauto.

„Bei dem Überfall wurde konzentriertes Feuer von den Waffen genutzt, um die Wagen in einen Tieflader crashen zu lassen, den sie über die Strasse gestellt hatten“ sagte Staatsanwalt Montejano.

Unter den Toten sind die zwei Bodyguards von Bautista sowie zwei Unbeteiligte. Auch die weiteren 9 Verletzten sind hauptsächlich zufällig anwesende Personen, inklusive zwei Mädchen im Alter von 2 und 12.

Montejano sagte, dass die meisten der Verwundeten auf dem Rückweg von einer regionalen Messe gewesen wären, bei der Eröffnung auch Bautista anwesend war. Sie kam gerade erst von der Messe, als ihr drei-Fahrzeuge Konvoi angegriffen wurde.

In einer Veröffentlichung am Samstag, spricht das Innenministerium von einer Attach die „dummen Aktionen des organisierten Verbrechens, welche die Verzweiflung zeigen, denn ihr Bewegungsspielraum wird zunehmend von den Behörden eingeschränkt“.

Von Gustavo Ruiz, AP, 24. April 2010, 19:37

Meine Meinung: Bekannte Worte, die das Innenministerium da verlautbaren lässt. Einen neuen Satzbaustein bitte! Aber auch die salbigen Worte können keine Toten auferstehen lassen oder Trauma heilen.

UK: Cleane Gefangene werden vor der Entlassung auf Methadon gesetzt

UK: Berichte sagen aus, dass Gefangene die ihre Sucht im Gefängnis überwunden hatten Substanzen wie Methadon – ein höchst abhängig machendes Heroinsubstitut – vor ihrer Entlassung gegeben wurde.

Der Prozess, „Retoxification“ genannt, ist gemacht um die Toleranz der ehemaligen Abhängigen zu steigern, da diese „natürlich“ nach ihrer Entlassung wieder Drogen nehmen werden würden. Damit soll das Risiko der Überdosis minimiert werden. Aber Kritiker dieser Behandlung haben Gefängnisdoktoren, die auch an den Richtlinien für Gesundheit gebunden sind, angegriffen und beschuldigten sie des „staatsgesponsorten“ Drogendealens und dem „Aufgeben“ des Problems. Auch in Deutschland wird soetwas praktiziert und hat sich wohl auf Wunsch der Betroffenen aus Vorsicht vor Rückfällen durchgesetzt.
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Nederland entkriminalisiert Cannabisbesitz – wird damit die 3 Stadt in Colorado

Foto von Nederland, Colorado, USA. Dort wurde Cannabisbesitz im April 2010 entkriminalisiert.USA, Colorado: Die Stadt Nederland wird die dritte Stadt in Colorado, die alle straf- und verwaltungsrechtlichen Strafen auf den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen.

Die Wähler der Stadt waren am Dienstag dazu aufgerufen und stimmten für den Vorschlag mit über 54 Prozent. Der Vorschlag sah vor, keine Strafen auf den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen mehr anzuwenden. Die Wähler in Denver haben eine ähnliche Initiative im November 2005, die Wähler in Breckenridge im November 2009 angenommen.

„Es ist an der Zeit für die gewählten Vertreter von Colorado, die vielen – in in manchen Fällen die meisten ihrer – Wähler das Ende der Cannabisverbote unterstützen.“ sagte SAFER Vorstand Mason Tvert. „Diejenigen, die in dieser Sache zurückstellen, werden ‚die Dummen‘ sein, denn es könnte sie in einigen Gegenden Stimmen kosten.“

via Colorado Connection, 7.4.2010

Brasilien: Richter sagt, alles müsse Legalisiert werden

Schau dir mal dieses kurze Video von dem brasilianischen Richter Maria Lucia Karam an, der dem Al Jazeera erzählt, warum alle Drogen weltweit legalisiert werden müssen, wenn wir die gewalttätigen Kartelle stoppen wollen. Unterstütze die Kampagne, die auf der Youtube-Seite verlinkt ist, es hilft uns, die Info weiterzutragen.

Im Westen nichts neues: Haschisch aus Afghanistan

Hasch aus AfghanistanDie Tagesschau berichtet heute, dass Afghanistan der größte Haschischproduzent sei. Schon lange versucht die internationale Gemeinschaft, die Hanf und Opiumproduktion in Afghanistan zu verringern. Realistisch gesehen hat das nicht funktioniert, und es ist schon lange Strategie, den Bauern ihr Opium und Hanf zu lassen. Ist schon ein bischen doof für eine Besetzungsarmee, sich mit den Einwohnern anzulegen..
Warum dieser Artikel interessant erscheint? Die Antwort darauf ist einfach:

Die Tagesschau scheint keine neuen Stories über den „Krieg gegen die Drogen“ auf Lager zu haben ausser ein paar Hanfpflanzenvideos. Wie wäre es, wenn die Tagesschau jeden Tag über den Drogenkrieg in Mexiko berichten würde?

Wahrscheinlich würde es den meisten egal sein – aber vielen auch nicht. Der Krieg gegen Drogen ist kein Krieg gegen Drogen, sondern gegen Menschen. In Mexiko wird dieser Krieg militarisiert geführt und jeden Tag kommen mehrere Menschen dabei ums Laben.

„Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen.“ Erich Maria Remarque, 1963
Hier noch der Film, für alle, denen der nicht im Deutsch-Untericht gezeigt worden ist:
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Schwarzmarkt und die organisierte Kriminalität – Eine Anfrage an die drogenpolitische Sprecherin der FDP,

Aschenberg-Dugnus ist in der letzten Woche öffentlich mit Kommentaren zu dem Kurz-Bericht zur sogenannten „Rauschgiftkriminalität“ in Erscheinung getreten. Nun habe ich ihr eine interessante Frage via Abgeordnetenwatch gestellt:

Zur Anfrage auf Abgeordnetenwatch

Werte Frau Aschenberg-Dugnus,

die Drogenbeauftragte Dyckmans antwortete am 25.1.2010 auf dem Portal Abgeordnetenwatch, „Das grundsätzliche Verbot des Umgangs mit Cannabisprodukten soll nicht nur den Einzelnen – und besonders Jugendliche – vor Gesundheitsgefahren und den Gefahren einer psychischen Abhängigkeit schützen, sondern auch den Einzelnen und die Bevölkerung vor kriminellen Organisationen und den Folgen der organisierten Kriminalität.“

Damit habe ich ein Verständnisproblem, und ich würde mich freuen wenn Sie, insbesondere mit Ihrem juristischen Hintergrund, mich dazu aufklären könnten. Ich bin der Meinung, dass Verbote keine ehrliche Aufklärung ermöglichen, ergo insbesondere Jugendliche nicht vor den potentiellen Gefahren schützen können.

Wie kann ein Verbot, dass einen unkontrollierbaren Scharzmarkt, und damit kriminelle Organisationen hervorbringt, Einzelne und die Gesellschaft als Ganzes schützen?

mfg,

Ich freue mich über Mit-Interessierte! Zu der Anfrage:
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Drogenberaterin Dr. Polly Taylor zurückgetreten, hier der Rücktrittsbrief

Die Drogenberaterin der britischen Regierung Dr. Polly Taylor ist zurückgetreten, da sie der Regierung nicht mehr traut und hat der BBC ihre Erklärung zum Rücktritt übermittelt. Da er sehr interessant ist und auch auf die hiesigen Verhältnisse anwendbar ist, machen wir hier den Volltext auf Deutsch. Mehr dazu auch auf Google News (580 Artikel)
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Nato erlaubt Afghanistan das Opium

Die Presse schrieb am 22.3.2010: Die von der Nato geführte Internationale Schutztruppe für Afghanistan geht im Kampf gegen die Taliban neue Wege. Die für die afghanische Bevölkerung lebensnotwendige Opiumproduktion wird vom westlichen Militärbündnis geduldet. Anders als bisher üblich wurde etwa in der von den Taliban zuletzt zurückeroberten Marja-Region die dortige Mohnernte bisher nicht zerstört. Es sei sogar überlegt worden, dass die USA den Opiumrohstoff aufkaufen, berichtet die „New York Times“.