Forscher finden heraus warum Cannabis nicht (fatal) Überdosiert werden kann

Wissenschaftler haben ein Hormon gefunden, welches vom Gehirn gebildet wird, wenn die THC-Level im Blut „über das Limit“ gehen. In anderen Worten: Cannabisblüten bzw der Konsum wegen Cannabinoiden hat einen selbstlimitierenden Effekt, welcher durch das Gehirn ausgelöst wird, wenn zu viel ankommt.

Egal wie man es anstellt: Geraucht oder Gegessen, die Chancen von einer Überdosis von Cannabis bzw. der Blüten und Harze ist extrem unwahrscheinlich. Das französische Forscherteam fand diesen Effekt sehr interessant und sind dem Nachgegangen. Was sie fanden ist ein natürlich vorkommendes Hormon, welches im Tierexperiment die Effekte von Cannabiskonsum deutlich senkte.

Der Autor der Studie, Dr. Pier Vincenzo Piazza, gab zu diesem Experiment weitere Details an: Wann immer die Ratten den hohen Dosen THC ausgesetzt worden sind, haben sie ein Hormon namens „Pregnenolon“ gebildet, welches vor den Effekten des Cannabiskonsums schütze.

„Wenn das Gehirn von hohen Dosen THC stimuliert wird, produziert es Pregnenolon – es passiert eine Ausschüttung die um 3000 Prozent erhöht ist und die Effekte von THC mindert.“

In anderen Worten, der Cannabiskonsum zum Zwecke der Cannabinoide hat einen eingebauten Schutzmechanismus. Wie könnte eine solche Pflanze noch immer als Risiko angesehen werden?
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Auch andere Pflanzen erzeugen Cannabinoide

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Viele Jahre glaubte man, dass Cannabis als einzige Pflanze in der Lage sei, Cannabinoide zu produzieren – daher kommt auch der Name dieser Stoffe. In den letzten Jahren wurde natürlich weitergeforscht, und Studien veröffentlicht, die beweisen, dass Cannabis keineswegs die einzige Pflanze ist, die diese Stoffe erzeugt. Dies ist nicht nur selten, sondern kommt in der Pflanzenwelt sogar ziemlich häufig vor!

Zur Zeit schreibt Sensi Seeds in ihrem Blog über Cannabinoide in Pflanzen über diese Entdeckungen. Aber fangen wir an mit einer Definition der Cannabinoide:

Cannabinoide sind auf Lipiden (Fetten) basierende Moleküle, die alle bis zu einem gewissen Grad auf Cannabinoidrezeptoren wirken; und diese sind ein grundlegender Bestandteil des Endocannabinoidsystems. Cannabinoide werden von Pflanzen produziert (die bekannteste ist die Cannabispflanze), aber auch in menschlichen Körpern und in denen der meisten anderen Tierarten, außerdem können sie in Labors synthetisch hergestellt werden.

Cannabinoide, die von Pflanzen produziert werden, nennt man Phytocannabinoide, und wenn sie vom (menschlichen) Körper produziert werden, heißen sie Endocannabinoide. Die im Labor synthetisierten Stoffe werden einfach als synthetische Cannabinoide bezeichnet.

Die meisten Cannabisfans werden bestimmt schon von den klassischen Cannabinoiden wie THC, CBD, THCV und CBC gehört haben, die mehr oder weniger auf die Cannabinoidrezeptoren wirken. Da wir das Endocannabinoidsystem heute besser verstehen, wissen wir nun, dass es weit mehr und auch unterschiedlichere Typen von Stoffen gibt, die auf die Rezeptoren wirken. Auch ein kleines Update hinsichtlich des Mycren in Mango gibt es im Artikel.

Einen interessanten Vortrag hat auch Peter Rausch auf der Cultiva Hanffachmesse gehalten: Cannabinoide in anderen Pflanzen und Lebewesen:

Ich finde es prima, dass sich Sensi Seeds mit den Themen auseinandersetzt. Nicht jeder Hersteller von Cannabisprodukten ist so ausführlich und offen!

Ein „Super-CBD“ wurde Patentiert

Die Firma KannaLife Sciences, Inc. stellt Phytomedizin her und hat die Veröffentlichung ihres globalen Patentes WIPO/PCT Patent WO2015/106108A2 – ‚Novel Functionalized 1,3-Benzene Diols and Their Method of Use for the Treatment of Hepatic Encephalopathy‘ vermeldet. Es handelt sich dabei um ein modifiziertes CBD, Cannabindol, zur therapeutischen Nutzung. Das neue Molekül soll 500 mal weniger toxisch sein und wird erstmals für „seltene Fälle“, Orphan Drugs, angemeldet.

Es ist weit bekannt, dass hepatische Enzephalopathie (HE) und chronische traumatische Enzephalopathie (CTE) mit Stress durch freie Radikale in den Neuronen in Verbindung steht. Behandlungen, die diesen neurologischen Schaden beheben zeigen bei den Patienten deutliche verbesserungen bei der kognitiven Funktion, dem Lernen und dem Gedächtnis. Cannabidol (CBD) wurde als möglicher Wirkstoff zur Behandlung von oxidativen Stress in Betracht gezogen, aber hat seine Begrenzungen was Sicherheit und Pharmakokinetik angeht, so dass die effektiven Lieferwege dafür schwierig sind. Das neue Molekül, KLS-13019 genannt, „verbessert“ CBD in Sachen neuroprotektive Eigenschaften und Sicherheit, darüber hinaus zeigt sich eine dramatisch verbesserte orale Bioverfügbarkeit bei Ratten.

Es wird geschätzt dass etwa 1,5 Millionen Personen in den USA an HE leiden, darunter 300.000 Personen mit dem höchsten Grad Drei. Zur Zeit muss ein Patient mit HE etwa 10 verschiedene Pillen pro Tag zu sich nehmen, mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Ziel des Super-CBDs ist, diese Mengen deutlich zu reduzieren. Eine Zulassung in den USA als Orphan Drug bedeutet eine exklusive Vermarktung für sieben Jahre.

Die Hepatische Enzephalopathie (HE, Synonyme: portosystemische Enzephalopathie, hepatoportale Enzephalopathie, minimale Enzephalopathie, Hepatoenzephalopathie) ist eine potenziell reversible Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine unzureichende Entgiftungsfunktion der Leber entsteht. (Wikipedia)

Cannabidiol (CBD) ist ein schwach psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf Cannabis sativa / indica. Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Weitere pharmakologische Effekte, wie z. B. eine antipsychotische Wirkung werden erforscht. Für bestimmte medizinischen Anwendungsfelder gibt es schon verfügbare Medikamente mit Anteilen von CBD. Beim Konsum von Hanfprodukten (Haschisch, Marihuana) bewirkt ein hoher CBD-Anteil eine eher sedierende, ein niedriger CBD-Anteil eine eher anregende Wirkung.

Quelle: Reuters

Cannabidiol – Das 507 Patent des NIH auf CBD

National Institute of Health Logo

Ich bin über einen interessanten Artikel bei Medical Marijuana Inc. gestolpert, welcher aussagt, dass das „National Institutes of Health“ ein Patent auf die therapeutische Nutzung von CBD, Cannabidiol, hält. 1998 hat eine Gruppe von Wissenschaftlern im Auftrag dieses Institutes ein Patent bei der US-Patentbehörde angemeldet, das aussagt, dass Cannabinoide einen medizinischen Wert haben.

Dem Mitautor und Nobelpreisträger Julius Axelrod, Patent #6,630,507 wurde zusammen mit dem Institut das Patent in 2003 erteilpt, nur fünf Jahre nachdem es eingereicht wurde. Das Patent lautet „Cannabinoide als Antioxidanzien und Neuroprotektoren“.

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Paar gibt 17 Millionen Pfund für die Cannabisforschung

Ein australisches Paar hat 17 Millionen Pfund (ca. 29 Millionen Euro) für die Erforschung von medizinischem Cannabis an eine Universität in Sydney gegeben, nach dem ihre Enkelin mit lähmender Epilepsie diagnostiziert wurde.

Barry und Joy Lambert haben die größte Spende in der australischen Geschichte für Forschung überreicht, welches den Vizekanzler der Universtität von Sydney dazu veranlasste, es eine „Geschichte der Liebe und Hoffnung“ zu nennen.

„Die Erfahrung unserer Enkelin .. hat unsere Augen geöffnet für die aussergewöhnlichen Möglichkeiten von Cannabinoiden, die nicht nur ihre Krankheit behandeln können, sondern auch eine ganze reihe chronischer Krankheiten, die sonst oft nicht auf konventionelle Behandlungen ansprechen.“ so Lambert.

Lambert ist der Gründer von Count Financial, Australiens größtem unabhängigen Netzwerk von Finanzplanern, welches er dann an CBA für 186 Millionen Pfund in 2011 verkaufte. Er und seine Frau haben drei erwachene Kinder, aber haben eine Tochter wegen der Wasserkopf-Krankheit verloren.

Personen, die unter Epilepsie leiden, haben berichtet von einigen positiven Effekten und Verminderungen der Krämpfe, wenn sie medizinisches Cannabis anwenden. Die Studie des New York University Langone Comprehensive Epilepsy Centre, gab 213 Kindern und Erwachsenen Patienten mit 12 verschiedenen Formen von Epilepsie Cannabidiol, täglich für 12 Wochen. Es stellte sich heraus, dass von 137 Personen, welche die Studie abschlossen, die Anzahl der Krampfanfälle um 54% sank – auch wenn einige Nebenwirkungen berichtet wurden.

Die Wissenschaftler begrüßten die Spende als „spielverändernd“ auf einer Pressekonferenz der Universität, wo auch Premierminister Maike Baird den Lamberts dankte: „Was für ein historischer Tag .. für unseren Bundestaat und für unser Land, Vielen Dank“.

via London Cannabis Club: Couple give £17m to cannabis research at Sydney university und ABC: Medicinal marijuana research at University of Sydney receives record $33m donation from Barry and Joy Lambert

Informationen zur Medical Cannabis Biketour

logo-medical-cannabis-biketour2014Hast du schon mal von der Medical Cannabis Biketour gehört? Vor zwei Jahren startete Luc von Paradise Seeds und andere Personen das Projekt. Es wurde gut von der Presse angenommen und so geht es in diesem Jahr weiter.

Am Dienstag, den 11. März startet die MC Biketour. Sie springen auf ihr Fahrrad für einen guten Zweck: Das Ziel ist, Gelder zu sammeln um die Forschung zur Heilung von Krebs mit Cannabinoide finanzieren.

Eine internationale Gruppe von etwa 50 Personen und 10 Helfern werden über eine Strecke von 400km durch Spanien fahren um am Freitag auf der Spannabis Hanffachmesse in Barcelona anzukommen.

Mit dem folgenden Anmeldeformular kannst du dich gerne zur Fahrradtour anmelden:

Rider application forms: https://www.dropbox.com/sh/1z8b6lrc4n8pkwj/utw-yzdnVi

Weitere Informationen kannst du zudem auf der Webseite www.medicalcannabis-biketour.com erhalten. Auf der Webseite findest du die Anmeldeformulare, tolle HD-Videoclips von der letzten Fahrt in 2013 und viele weitere Informationen. Darunter sind auch Interviews mit den Professor Manuel Guzman and Guilermo Velasco über ihre Cannabisforschung.

Videotrailer zur Medical Cannabis Biketour

Es folgt das Trailervideo:
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Live von der ICRS: Cannabinoid-Forscher diskutieren über Krebs, Schmerzen und Arthritis

7.7.2011 – Das jährliche Treffen der Internationalen Gesellschaft für Cannabinoidforschung (ICRS) findet diese Woche in Chicago statt. Jahan Marcu ist dort vor Ort mit über 250 Forschern, die an 55 Präsentationen zu dem Thema Cannabis und Cannabinoide teilnehmen. Das ICRS Treffen ist ein einmaliger und konzentrierter Sammelpunkt von Cannabinoidwissenschaft, die ihre neuesten Durchbrüche zeigt.

Übrigens kann man sich auch auf der diesjährigen Hanfparade am 6.8. in Berlin in dem neu ausgedachten „Forum für Hanfmedizin“ aus erster Hand informieren!

Die Morgenpräsentation an diesem Tag war dem Studieren von Cannabionide beim Erlernen und dem Gedächtnis gewidmet.

Indolderivate wie WIN55212, eine Komponente die JWH-018 ähnlich sieht, könnte das Lern- und Erinnerungsvermögen in einer differenzierteren Weise als THC stören.

Photo und Grafik zu Cannabis als MedizinDie erste Präsentation wurde via Skype von Dr. Robert Hampson von der Wake Forest Universität in North Carolina gehalten. WIN55212 unterdrücke die Verarbeitung von neuer Information, aber unterdrücke nicht das Abrufen der Informationen. Die Forschung zeigt, dass die Rolle der Cannabinoide beim Lernen und Erinnern die Stärke der neuronalen Verarbeitung im Kurzzeit und Langzeitgedächtnis moduliert. Diese Forschung könnte zu neuen Arzneien führen um PTSD oder Lernstörungen zu behandeln.

Als nächstes brachte Marocoita Gilbert von der East Carolina Universität eine tolle Präsentation über die Effekte von Cannabinoiden auf das Gedächtnis von Vögeln (Finken). Vögel und Menschen lernen zu Kommunizieren durch sprechendes Lernen und die Imitation von Geräuschen der Eltern. Bei Vögeln kann ein Lied von den Eltern an den Nachwuchs gegeben werden. WIN55212 reduziert die Möglichkeiten der Vögel, sich an diese Lieder zu erinnern, was direkt korreliert mit der runterregulierung eines wichtigen Proteins im Gehirn, bekannt als ARC. Diese Finken tendierten dazu, das Lied zu verbessern. Sozusagen haben die Finken, denen Cannabioide gegeben wurden, „Gejazzt“ anstelle Klassik zu spielen.

Dr. Jerry Wright Jr. vom Scripps Forschungsinstitut hat eine Studie zu den Effekten von visuellem Erinnern und dem Lernen bei Affen durchgeführt und reines THC genutzt. Den Affen wurde eine Reihe von Stimuli gegeben. Es stellte sich heraus, dass wenn den Affen nur eine Aufgabe gegeben wurde, gab es keine Unterschiede. Allerdings, als die Anzahl der Aufgaben erhöht wurden, haben sich mehr und mehr inkorrekte Reaktion der Affen gezeigt. Interessanterweise zeigte sich, dass die psychomotorische Koordination der Affen unbehindert war bei bestimmten Tests, die Fingerfertigkeit benötigten.

Die Präsentationen gingen dann zu Schmerzen und Entzündungen über. Kurz gesagt, zeigen die Studien, dass durch Endocannabinoide wie PEA effektive Behandlungsmodelle für Arthritis, Schmerzen und Entzündungen darstellen.

Dr. Barbara Costa startete mit einer Diskussion, dass existierende Arthritismittel auf Schmerzstiller mit geringer Effektivität und vielen Nebenwirkungen beschränkt seien. Cannabionide können einen guten Ansatz bei dieser chronischen Krankheit sein. PEA beschleunigt die Erholung. Starke Rückgänge konnten bei Entzündungen und Schmerzen beobachtet werden, während positive Effekte in den periphären Nerven entstehen, wo die Arthritis die Bewegung behindert. Dr. Costa schlug vor, das Endocannabinoide mit Steroiden verglichen werden sollten, sowie verglichen oder zusammen mit NSAIDS (Entzündungshemmer) angewendet werden.

James Burton der Universität von Nottingham zeigte, dass es PEA auch möglich sei, Immunzellenmigration zu verhindern, ein Durchbruch bei der Schädigung und Entzündung von Gewebe. Sharleen Yuan von der Universität South Dakota freute sich über die Schmerzforschung, die Daten aufzeigt wie der Mechanismus der EC Signalisierung in Neuronen funktioniere.

Das erste Symposium der ICRS Konferenz wurde von Aron Lichtman von der Virginia Commonwealth Universität beendet, der seine Forschung zu einer neuen Substanz, JZL184, präsentierte, die viele Eigenschaften mit THC gemein habe, aber ohne die motorischen Effekte.

Die zweite Sitzung fokussierte sich auf die Effekte von Cannabinoiden auf Magen und innere Krankheiten.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind vorgänger von vielen wichtigen biologischen Faktoren. Aminosäuren sind zusammen mit Fettsäuren wichtig, um Vorgänge der Neurotransmission zu regeln. Dr. Kitty Verhoeckx und ihr Team entdeckte, dass Fettsäureserotonine die möglichkeit haben, FAAH Enzyme zu unterdrücken, welche die Level von Endocannabinoiden im Körper erhöhen. Die Forschung studierte die Effekte verschiedener Kombinationen von Ölen (Fisch, Sonnenblume) auf den Metabolismus dieser N-Aclserotonine in Tieren. Die Produktion von Fettsäureserotoninen war direkt bezogen auf die Ernährung.

Erin Rock von der Universität Guekph präsentierte Forschung zu Cannabidiol (CBD). CBD ist das zweithäufigst gefundene Cannabinoid in der Cannabispflanze. CBD scheint die Cannabinoidrezeptoren CB1 oder CB2 nicht zu aktivieren. Anstelle dessen scheint CBD mit den Serotoninrezeptoren (5HT-1A) zu interagieren, um Übelkeit und Erbrechen zu reduzieren. CBD scheint ein effektiver Übelkeits- und Erbrechenhemmer zu sein für Krebspatienten.

Steven Kinsey von der Virginia Commonwealth Universität zeigte, dass THC die formierung von Magengeschwüren blockiere. Weiterhin wurde der schützende Effekt von THC imitiert durch die Erhöhung von Endocannabinoiden durch Hemmung von FAAH. FAAH ist das Enzym, welches Endocannabinoide abbaut. JZL184 schaltete fast alle, bzw. blockierte Geschwüre, aber es setzte eine Toleranz nach 6 Tagen größerer wiederholter Dosen ein.

Dr. Alhouayek von der Universität von Louvain zeigte ihre Arbeit an der Erkrankung von entzündlichen Gelenken (IBD) und Cannabinoiden. IBD passiert etwa 10.000 Personen pro Jahr in entwickelten Ländern. Die Ursachen von IBD sind noch unbekannt und es gibt zur Zeit nur kurative Therapien. Die Aktivierung der CB-Rezeptoren schützte, während die Blockade dieser Rezeptoren Colitis und IBD verschlimmerte. AEA ist bekannt für den schützenden Effekt, aber es ist nur wenig bekannt über die Effektivität von 2-AG. Mäusen mit IBD wurden gut behandelt durch die Steigerung des körpereigenen Endocannabionidsystems duch synthetische Komponenten bekannt als JZL184 und URB597. Darmgewebe konnte durch erhöhte Level von Endocannabinoiden geschützt werden. Die schützenden Effekte stoppten, sobald die CB-Rezeptoren blockiert wurden. CB1 und CB2 Aktivität sei wichtig für einen gesunden Darm. Dennoch wurde angenommen, dass die erhöhten Level des Endocannabinoids 2-AG wichtig für die positiven Effekte sei.

Der Tag endete mit einer Mischung von Krebsforschung, welche die Effektivität der Behandlung von verschiedener Krebsarten mit CBD zeigten.

Mitglieder des Cristina Sanchez’s und Manuel Guzman’s Labor in Spain diskutierten die Mechanismen von Krebs, demonstrierten die Rolle von CB2 und GRP55 bei der Entstehung von Krebs.

Dr. Alessia Ligresti von der Italienischen Endocannabinoid Forschungsgruppe schauten sich 12 verschiedene Pflanzencannabinoide an und fanden, dass CBD ein potenter Agent gegen Prostatakrebs sei.

Dr. Sean McAllister vom California Pacific Medical Center demonstrierte die Effektivität von CBD um aggressive Krebszellen zu behandeln, die aus Krebspatienten geholt wurden.

Als letzte zeigte Gabriella Aviello von der Universität von Naples wie CBD Darmkrebs vorsorgen oder behandeln könnte, eine der üblichsten und tödlichsten Krebsformen in der westlichen Welt.

CBD war der Star des Abends auf dem Eröffnungstag des ICRS: Es zeigt potente Anti-Krebseffekte bei vielen verschiedenen Krebsarten. CBDs verspricht gute Aussichten, und es scheint zu einem klinischen Test mit Brustkrebs zu kommen, organisiert durch Dr. Sean McAllister.

von Jahan Marcu, via FreedomIsGreen

10 Fragen an deinen Cannabiswissenschaftler

Die Geschäftslandschaft der Cannabislabore ist unreguliert, deswegen müssen ihre Kunden schon etwas erfahren sein. Zu Wissen, welche Fragen man einem möglichen Cannabislabor stellen sollte, ist ein Schlüssel dabei. Um bei diesen Prozess zu Helfen, hat eine Gruppe von Laboranbietern aus verschiedenen Bundesstaaten der USA zusammen mit einem internationalen Koordinator eine Liste von 10 Fragen zusammengestellt, die man einem Cannabiswissenschaftler stellen kann. Diese Liste kann als Kurzreferenz für alle angesehen werden, die ein qualifiziertes Labor suchen.

10 Fragen die man einem Cannabiswissenschaftler stellen kann

  1. Welche Aus- oder Weiterbildung haben Sie um diese Cannabisanalysen durchzuführen?
  2. Nach welchen Cannabinoiden testen Sie? Haben sie verlässliches Referenzmaterial für alle von ihnen?
  3. Wie ist CBN auf THC bezogen und warum ist es wichtig, auch danach zu testen?
  4. Welche Art von Proben testen sie (Blüten, Essbares, Tinkturen) ? Haben sie Ihren Extraktions und Analyseprozess entsprechend der Proben optimiert?
  5. Was macht ihr mit den übrigbleibenden Materialien?
  6. Kennen sie die Cannabinoide in Säureform? In Proben aus essbaren Produkten oder Tinkturen können diese in höhen Konzentrationen vorhanden sein. Wie gehen Sie damit um?
  7. Was ist Ihre Analysemethode um Cannabis zu testen (HPLC [Flüssigchromatographie], GC [Gaschromatographie], TLC, anderes)? Was sind die Grenzen Ihrer Methode?
  8. Was ist der Durchschnittliche THC/CBD Gehalt den Ihr Labor gemessen hat?
  9. Hat Ihr Labor jemals eine Probe zweimal gemessen mit unterschiedlichen Resultaten? Was war die Erklärung dafür und was wurde geändert um dieses Problem nicht (wieder) Auftreten zu lassen?
  10. Analysemethoden müssen „getestet“ werden, bevor man sichergehen kann, dass sie wirklich Verlässlich sind. Haben Sie dies getan, und wie wurde dies durchgeführt? Hat sich eine dritte Partei darum gekümmert? Wenn Sie es bislang nicht getan haben, wie kann ich sicher sein, dass meine Ergebnisse korrekt sind?
  11. Folgende Personen haben zu dieser Liste beigetragen: Arno Hazekamp (Niederlande), Samantha Miller (Pure Analytics), Paula Morris (Medea Labs), Noel Palmer (Montana Botanical Analytics), Jeff Raber (The Werc Shop) und Eric Taylor (California Botanicals). Kollektiv die ACS, der Alliance for Cannabis Science.

    Beitrag von Samantha Miller, von FreedomIsGreen

Marihuana halbiert das Wachstum von Lungenkrebs

Die aktiven Inhaltstoffe von Marihuana halbieren das Wachstum von Lungenkrebs und reduzieren Signifikant die Fähigkeit des Krebses, sich auszubreiten. Dies sagen Wissenschaftler von der Havard Universität, welche die Chemikalien sowohl im Labor als durch Mäusestudien getestet haben. Lungenkrebs fordert mehr Opfer als Brustkrebs, Prostatakrebs und Dickdarmkrebs zusammen.

Sie sagen, dass dies das erste Experiment ist, welches aufzeigt dass die Komponente Delta-Tetrahydrocannabinol (THC) das EGF-induzierten Wachstum und die Verbreitung verhindert. Lungenkrebs mit überstarkem epidermalen EGF-Faktor sind für gewöhnlich Hochaggressiv und Resistent gegen die Chemotherapie.

THC, welches die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 aktiviert, funktioniert ähnlich wie das Endocannabinoidsystem, welches im Körper natürliche Stoffe produziert und diese Rezeptoren aktiviert. Die Wissenschaftler schlagen vor, dass THC oder andere Designerstoffe, welche diese Rezeptoren aktivieren, ein gutes Ziel sind um Lungenkrebs zu behandeln.

via current, quelle science daily, veröffentlicht im American Association for Cancer Research (2007, April 17). Marijuana Cuts Lung Cancer Tumor Growth In Half, Study Shows.

Hanf-Forschung – Appetit, Unterschiede zwischen Extrakt und Reinsubstanz

Im neuesten IACM-Informationen vom 10.4.2010 wird unter anderem über Forschungen zu den Appetit anregenden Eigenschaften des Hanfes berichtet. Dort wird der Vergleich zwischen dem Dronabinol, das teuer künstlicher hergestellt werden muss, und natürlichem Cannabisextrakt mit allen Formen:

Wissenschaftler der Universität von Reading (Großbritannien) untersuchten die Wirkungen von Dronabinol (THC) und eines Dronabinol-reichen Cannabisextrakts auf die Nahrungsaufnahme von Ratten. Sie stellten „signifikante, wenn auch kleine Unterschiede im Muster der Wirkungen“ zwischen reinem Dronabinol und dem Cannabisextrakt fest und fügten hinzu, dass andere Bestandteile der Cannabispflanze „die durch Delta-9-THC induzierte Hyperphagie modulieren können, was sie interessant für weitere Untersuchungen hinsichtlich ihres therapeutischen Potenzials macht“. (Quelle: Farrimond JA, et al. Psychopharmacology (Berl), 27. März 2010 [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

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