Kanada: Cannabis und die psychischen Probleme

Der Autor Carl Anderson stellt in der kanadischen Zeitung Kamloops die These in den Raum, dass Cannabis keine Schizophrenien und ähnliches auslöst. Die Fachwelt meint zur Zeit dazu, dass es bei Personen, die vorbelastet sind, solche Probleme zum Ausbruch kommen können – was auch durch Stress vorkommen kann. Das nennt sich dann „Trigger“.

Kamloops schreibt, er wäre schon auf dem ganzen Planeten unterwegs gewesen, um die potentesten Cannabissorten zu finden und er hatte noch nie eine einzige Halluzination davon – und er kenne auch niemanden, der dies hätte.

Warum sei das so?

Wenn Kanada mit den „höchsten pro-Kopf Verbrauch von Marihuana in der Welt“ hat, warum spiegeln dies die Psychose-Raten dann nicht wieder?

Wenn es Wahr sei, dass Cannabis psychische Probleme auslösen könne, müsste Kanada eine viel höhere Schizophrenie oder Psychosenrate haben als jeds andere Land – aber das ist nicht der Fall.

Tatsächlich ist Kanada eines der Länder mit den wenigsten Psychosefällen der Welt.

So kenne Kamloops diverse Personen, die Cannabis legal und regulär als Behandlung für Depression und andere mental-gesundheitliche Probleme nutzen.

Wenn Cannabis Psychosen auslösen würde, warum verschreiben es dann Doktoren gegen Depressionen, Ängst und bei andere neuropathische Fällen?

Unsere Elterngenerator wird nicht davon Ablassen wegen dem „Reefer Madness“, meine wird nicht an der „Einstiegsdrogentheorie“ halt machen und die Generation unserer Kinder wird nicht vor dem „Cannabis macht dich Verrückt“ zurückschrecken – hauptsächlich weil es nicht Wahr ist.

BBC: Cannabis – Wo ist die Schädlichkeit?

Es gibt eine neue Serie auf BBC UK: James Alexandrou, Ex-Filmstar aus EastEnders, erforscht die Wahrheit über Großbritanniens liebste illegale Droge – von Cannabis, das auf der Strasse verkauft wird bis in die versteckte Welt des organisierten Verbrechens. Die erste Folge ist leider nicht bei uns auf BBC verfügbar, aber auf den üblichen BitTorrent Trackern ist es schon zu finden! Dafür gibt es wenigstens noch ein Interview mit Alexandrou über die Herstellung dieser Serie. So wurde Alexandrou wohl auf einem Foto mit Cannabis gesehen, dieses wurde in der Klatschpresse verbreitet – und nun fragt man sich, ob diese Serie soetwas wie eine Flucht nach vorne aussieht .. Ich bin gespannt, was dabei ‚rauskommt.

Hier das Preview:

Neue Literaturübersicht: 200 Studien zu dem therapeutischen Potential von Cannabis von NORML

Grafik des NORML Booklet Cover - Cannabis in der TherapieIn dieser Woche hat die US-Amerikanische Legalize-Organisation NORML die vierte Auflage ihrer Literaturübersicht zu dem therapeutischen Nutzen von Cannabis veröffentlicht. Das Review umfasst nahezu 200 Studien und ist auf dem neusten Stand (2011).

„Emerging Clinical Applications for Cannabis & Cannabinoids: A Review of the Recent Scientific Literature“

In dem jetzt erhältlichen Bericht werden etwa 200 neu veröffentlichte wissenschaftliche Studien über die Sicherheit und Effektivität von Marihuana und seinen Komponenten in der Behandlung und Handhabung von neunzehn Krankheitsbildern besprochen: Alzheimer, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), chronische Schmerzen, Diabetes Mellitus, Dystonie, Fibromyalgie, gastrointestinale Störungen, Gliome und andere Krebs-Arten, Hepatites C, Humane Immundefizienz-Virus (HIV), Inkontinenz, arterielle Hypertonie, Multiresistente Staphyloccus aureus (MRSA), Multiple Sklerose, Osteoporose, rheumatischer Arthritis, Tourette Syndrom, Juckreiz und Atemstillstand im Schlaf.
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Cannabispetition in der taz (Zeitung)

Die Cannabis-Petition ist jetzt auch in mindestens einer Zeitung angekommen: Der DHV hat Werbung auf der ersten Seite der taz geschaltet: taz – zeitung, als pdf hier. Passende dazu auch der Kommentar auf Seite 1 Italiens Mafia ist auch ein deutsches Problem und der Schwerpunkt auf Seite 4&5

Das Geld aus dem Drogenhandel untergräbt auch bei uns die Demokratie

aber:

Geld aus legalem Drogenhandel bestärkt sie. (Axxxl)

Das große Ziel bis zum 26.1.2011 sind 20.114 Mitzeichner und damit Platz 15 aller jemals eingereichten Online-Petitionen. Es wird sicher eng, aber es ist auf jeden Fall erreichbar!

Update

Ein Radiosender im Süden von Deutschland, egoFM, macht jetzt wohl auch Werbung für die Petition. Wenn jemand das als Aufzeichnung hat – wir freuen uns über ein MP3 davon :-)

Kalifornien: Strafen für Cannabisbesitz reduziert zum 1. Januar 2011

Marihuana in Kalifornien GrafikUSA: Mit dem Beginn des 1. Januars 2011 werden einige Strafen für den Besitz von Marihuana in dem Bundesstaat Kalifornien reduziert. Marihuanabesitz bis zu einer Unze (etwa 28 Gramm) werden dann nur noch wie ein Vergehen behandelt, so ähnlich wie zu schnell Fahren.

Jede Person die mit dem Besitz erwischt wird, muss nun nicht mehr verhaftet werden, muss nicht ins Gefängnis und wird keinen Eintrag im polizeilichen Führungsregister bekomen. Als Teil des neuen Gesetzes muss die erwischte Person nun auch nicht mehr bei Gericht erscheinen.

via krcrtv

Post für Cannabishäftlinge in den Knast

Einige von uns können Weihnachten nicht zuhause feiern… deswegen denkt doch mal darüber nach, Ihnen was in das Gefängnis zu schicken. Sie freuen sich über Kontakte und Literatur:

Jürgen Hahnel sitzt wegen der Nicht-Anerkennung einer gerichtlichen Verurteilung wegen Cannabisbesitzes. Er freut sich über Post von dir, an: Jürgen Hahnel, z.Zt. Schloss 1, 72108 Rottenburg/Neckar, Deutschland.

Marc Emery wurde wegen eines bi-lateralen Abkommens an die USA wegen Hanfsamenhandels in Kanada ausgeliefert. Hanfsamenhandel ist in Kanada keine Straftat, in den USA wurden ihm dafür fünf Jahre aufgebrummt. Er hofft, dass Menschen ihm Bücher und vor allem Magazine, auf Englisch, schicken. Die Gefängnisbibliothek sei furchtbar und nur mit alter Lektüre bestückt. Bitte sendet Marc’s Leselektüre an: Marc Emery #40252-086 Unit Q Pod 2, CI D Ray James, PO Box 2000, Folkston GA, 31537 – USA. Bitte nur ein Magazin oder Buch pro Umschlag/Paket.

Wir alle Danken für deine Unterstützung!

Cannabispetition Mitzeichnen!

Ich habe gerade die neue Cannabis-Petition mitgezeichnet und mit dort als Mitzeichner Nr. 2102 eingeschrieben! Mach auch du mit – und sag deinen Freunden bescheid!

Text der Petition: Cannabiskonsumenten entkriminalisieren.
Der deutsche Bundestag möge Änderungen des Betäubungsmittelgesetzes beschließen, durch die konsumbezogene Cannabisdelikte (Besitz, Erwerb und Anbau geringer Mengen) in Deutschland konsequent entkriminalisiert werden.

Die Begründung kann man auf der Übersichtsseite zur Petition weiterlesen..

Vier Fakten zur Cannabis-Petition

  1. Die Petition ist heute schon gemessen an der Zahl der Teilnehmer erfolgreicher als jeder Protestmailer des Deutschen Hanfverband und das trotz der relativ hohen Hemmschwelle sich extra registrieren zu müssen. Wenn die Petition auf diesem Niveau noch 10 Tage weiterläuft, wird sie mehr Teilnehmer haben als alle Protestmailer des DHV zusammen!
  2. Das Risiko der Strafverfolgung oder Repression aufgrund der Teilnahme an der Petition ist gleich 0. Der Petitionsausschuß ist ein seriöser und nicht-kommerzieller Anbieter und nimmt Datenschutz ernst. Google und andere Suchmaschinen erfassen die Teilnehmer an den Petitionen nicht – ihr brauchst also auch keine Angst zu haben dass euer Chef euch dort findet – außer er zeichnet selbst mit ;-) Außerdem kann aus der Teilnahme an einer Petition in keinster Weise ein Anfangsverdacht auf Besitz oder Konsum illegalisierter Drogen konstruiert werden.
  3. Die Petition ist aktuell auch die laufende Petition mit den meisten Forenbeiträge. Das ist eine gute Sache, denn ein Hauptziel der Petition ist es Diskussionen anzuregen und damit nachhaltig die Stimmung in diesem Land zu verändern.
  4. Wir haben unser Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft – 20% der Deutschen sind für eine sofortige und vollständige Legalisierung von Cannabis, die Mehrheit ist für eine Entkriminalisierung – Auf gehts, lasst uns auch sie noch mobilisieren!
  5. Schicke E-Mails an Freunde, veröffentliche die Info in den Netzwerken (StudiVZ, Facebook ..)

Cannabisabgabe in Berlin – Das Modell und sechs Jahre danach

Kleine Rückschau: Im Jahre 2004 gab es einen Versuch, die Abgabe von Cannabis in Berlin auszuprobieren. Dieser musste zuerst in das Abgeordnetenhaus, die ganze Geschichte siehe oben auf Cannabislegal. So hatten SPD und PDS den Grünen-Antrag für einen Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis in Berlin grundsätzlich begrüßt.

Auf der Podiumsdiskussion „Neue Wege in der Berliner Cannabis-Politik?“ waren sich Vertreter fast aller Parteien einig, dass die über 30-jährige Verbotspolitik kläglich gescheitert ist. Nur die CDU blieb unentspannt. So hatte Abgeordneter Kurt Wansner auf der Sitzung des Abgeordnetenhauses Zitate aus Studien genommen, deren Quellen auf rassistischen Pamphleten fussten. Nicht gerade eine saubere Recherche.

Weiterhin wurde die Ausdehnung des Drogenkonsums befürchtet, auch das Landeskriminalamt hatte Bedenken. Er fürchtet einen Anstieg der Kriminalität. Nun zeigt sich an den Beispielen Niederlande, in denen trotz der relativen Verfügbarkeit weniger junge Menschen konsumieren, und Portugal das Gegenteil.

Nachdem die Drogen- und Kriminalitätsproblematik dort immer grösser wurde, änderte die portugiesische Regierung Mitte 2001 den Kurs. Seither sind dort Drogen zwar noch immer illegal, der Besitz einer 10-Tages-Verbrauchsmenge wird aber nicht mehr bestraft oder verfolgt. Also eine Entkriminalisierung. Das gilt nicht nur für die meistkonsumierte Droge auf der Welt, Cannabis, sondern auch für andere Mittel wie Heroin und Kokain.

Nach Zahlen des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction wird Cannabis in Portugal von 3,3, in den Niederlanden 6,1, in Deutschland 6,9 und in den USA von 12,6% der erwachsenen Bevölkerung genutzt.

Es gibt in Portugal seit dem weniger Drogentote, Therapien werden wirksamer, AIDS-Fälle unter Drogenabhängigen nehmen ab, es gibt weniger Verbrechen. Der amerikanische Rechtsexperte Glenn Greenwald hat die Fakten kurz und prägnant in dieser Studie des Cato Institutes (das Greenwald Whitepaper) zusammengetragen.

Wie wäre es, mit diesen neuen standfesten Erkentnissen, mal wieder über eine Cannabisabgabe in Berlin nachzudenken?

USA: Arizona legalisiert medizinisches Marihuana

USA: Wie die Wahlleiter am Sonntag verkündeten haben die Wähler in Arizona einer Abstimmung zugestimmt, welche die Nutzung von natürlichen Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisiert. Dies mit der knappen Mehrheit von 4300 Stimmen. Eine wunderbare Neuigkeit, nachdem Kalifornien nicht auf Anhieb geklappt hatte! Die Wählerschaft in Arizona hat sich damit auf die Seite von Wissenschaft und Vernunft gestellt, um diesen irrsinnigen Verboten ein Ende zu setzen.

Nachdem alle Wahlbezirke ausgezählt worden sind hat die Zustimmung für Proposition 203 50.1 % erreicht und 49.8 % mit „Nein“, nach unoffiziellen Zahlen, die auf der Webseite des Staatssekretärs veröffentlicht wurden. Mehr als 1.6 Millionen Stimmen wurden abgegeben.

Das Marijuana Policy Project (MPP) sagte in einer Stellungnahme, dass sie die Entscheidung begrüßen und dass diese es Menschen, die an Krebs, Aids und anderen Krankheiten leiden, mit der Empfehlung ihres Arztes erlaubt, medizinisches Marihuana zu nutzen.
„Die Wählerschaft in Arizona hat sich auf die Seite der Wissenschaft und des Mitgefühls gestellt und damit den grausamen und irrationalen Marihuanaverboten der Nation einen weiteren Todesstoss versetzt.“ sagte Rob Kampia, MPP Vorstand in einer Stellungnahme. „Arizona hat nun die Mainstream-Meinung übernommen, dass ernsthaft kranke Personen nicht wie Kriminelle behandelt werden sollen, wenn ihnen Marihuana Erleichterung verschafft und dass es Ärzten möglich sein soll, ihren Patienten Marihuana zu empfehlen, wenn sie denken, dass es Leiden vermindert.“

Das Marijuana Policy Project hat das Arizona Medical Marihuana Policy Project, die Gruppe welche die Proposition 203 Kampagne durchführte, unterstützt. Die Bundesorganisation zählt sich selbst zu den größten Marihuanagesetzesreformgruppen der USA, und sagt dass sie gerne eine Marihuanaregulierung ähnlich dem Alkohol sehen würden.

Seit 1996 haben 14 weitere Bundesstaaten und der Columbia D.C. Gesetze zu medizinischem natürlichem Marihuana erlassen.
Die Gesetzesinitiative wird den etwa 120 etablierten und staatlich regulierten Kliniken erlauben, Marihuana abzugeben. Jede Menschen, die mehr als 25 Meilen von einer Klinik entfernt leben, wird es erlaubt sein ihre eigne Medizin anzubauen.

via 14.11.2010 – CNN

LU: Teilerfolg für Cannabis-Arzt – Petition für Cannabis als Medizin kommt

Luxemburg: Aus der Antwort von Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo auf einen Brief des Abgeordneten Dr. Jean Colombera (ADR) geht hervor, dass Cannabishaltige Medikamente, für die eine Genehmigung für das Inverkehrbringen („autorisation de mise sur le marché“) in einem anderen Land vorliegen, auch in Luxemburg von Ärzten verschrieben und dementsprechend genutzt werden könnten. Colombera, der vor kurzem wegen der Abgabe von natürlichem Cannabis als Medizin verhaftet worden ist, bewerte die Antwort als ersten Erfolg in seinem Kampf für den Cannabis, erklärte er am Dienstag anlässlich einer Pressekonferenz.

Bei einer Hausdurchsuchung am 6. Oktober in der Arztpraxis von Colombera wurden neben Patientendossiers auch Cannabis von der holländischen Firma Bedrocan beschlagnahmt. Colombera hatte in einem Brief vom 25. Oktober 2010 den Minister um Erlaubnis gebeten, einigen von seinen Patienten Cannabis haltige Medikamente verschreiben zu dürfen. Insbesonders handelte es sich dabei um drei Medikamente (Bedrocan, Bediol und Bedrobinol), welche in den Niederlanden erhältlich sind.

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