Cannabis in Studien

Auf diese interessante Liste von Studien zum Thema Cannabis, oder auch Hanf als Medizin, bin ich durch eine eMail gestossen. Eine sehr lange Liste… Was Mensch als Nicht-Insider nicht wissen kann ist, dass fast jeden Tag eine neue Studie zu Cannabis ‚rausgegeben wird. Da wird sehr viel geforscht. An dieser Stelle möchte ich noch ein Ärzte-Portal verlinken, denn soetwas gibt es auch. Da kann man sich jeden Tag per Newsletter die neuesten Studien zu Hanf/Cannabis zukommen lassen. Muss ich mal ebend raussuchen….

Erster Coffeeshop in Hamburg eröffnet

Der erste Coffeeshop in HamburgHamburg: Am heutigen 1. April wurde in Hamburg der erste Coffeeshop „Arabica Lounge“ eröffnet. Er liegt mitten im Schanzenviertel und ist jeden Tag von 10 Uhr an geöffnet. Besitzer Thomas dazu: „Wir freuen uns, das wir Lizensiert worden sind“. Die Lizensierung war keine leichte Sache. „Wir mussten ganz schön kämpfen – nicht in der nähe von Schulen, Kindergärten und Bibliotheken. Aber seitdem auch Hamburg spart wurde es einfacher.“

Spacekekse und Super Skunk
Das Restaurant bietet nicht nur neben seinen eigenen Flair der sehr gemütlichen Raucherlounge auch einen Nicht-Raucherbereich. Dort sind Vaporizer zu finden, die jedem frei zur Nutzung stehen. Die Speisekarte bietet alles was das Hanflieberhaberherz begehrt: Von Spacekeksen über Super Skund und viele andere Gras-Varianten auch jede Menge Hanfspeisen für den hungrigen Magen.

10 Jahre danach
Der Besitzer freut sich schon jetzt über die rege Kundschaft. Seiner Meinung nach wäre es das falsche Signal, etwas was sowieso existiert (der Schwarzmarkt, Anm.d.Red.) nicht offen zu regeln. „10 Jahre nachdem Politiker auf der Hanfparade in Berlin gesagt haben, sie wollen einen Coffeeshop mit uns in Berlin aufmachen – ist Hamburg jetzt schneller.“ so Thomas.

In diesem Jahr findet die Hanfparade am 1. August 2009 in Berlin statt. Weitere Infos dazu auf der Webseite der Hanfparade!

Obama und das Medical Marihuana Kraut

Vor kurzem ging es im Stadthaus im Internetlivechat mit Obama um die Frage nach der Cannabislegalisierung. Aber auch der Justizminister der USA hatte sich geäussert, dass es keine weiteren Überfälle auf Cannabisabgabestellen geben werde, wo es das lokale Gesetz zulasse. Aber wie auch das Hanfjournal berichtet, gab es eine weitere Razzia der DEA in San Francisco.

Und wieder: Obama wird nach der Hanflegalisierung gefragt

Am 27.3.2009 wurde ein Liveinternetchat mit Obama im Stadthaus geführt. Bei diesem sollte er wieder die dringensten Fragen beantworten. Die Fragen konnten vorher per Internet eingebracht und abgestimmt werden. Es haben über 100.000 Personen in den USA Fragen gestellt, und nach 3.6 Millionen Abstimmungen kam wieder ein Thema hoch: Die Frage nach der Cannabislegalisierung. Der Frageneinsender ist der Meinung, damit die Wirtschaft wieder ankurbeln zu können. Obama verneinte die Frage.

Quelle: Seattletimes via shortnews

Journalisten beim WAZ müssen nicht recherchieren können

Hier haben wir einen WAZ-Artikel zu Cannabis, der es wieder in sich hat: Alle neueren Mythen werden hochgeholt, und das alles aus der Sicht einer -eher vom Heroinkonsum – betroffenen Mutter. Eine Aufzählung: Gengras, das viermal Stärker ist „als herkömmlich angebautes“, Die Einstiegsdrogentheorie, und der Klassiker von allem: Der gefährliche Umkehrschluss, dass Cannabis ja gefährlich sein müsse, da viele Junkies auch Cannabis konsumieren würden. Auch dass die Cannabiskonsumenten immer jünger werden ist dabei.

Kommen wir zum Thema des Artikels, denn anscheinend müssen WAZ Journalisten bei ihrer Ausbildung nicht lernen, korrekt zu recherchieren. Eine Eingabe von „Gen Gras“ bringt einen schonmal weiter. Die Kollegen von Freenet haben besser Recherchiert: Sie nennen sowohl den Bericht der EU-Drogenkommission, dass es keinen Anstieg des Wirkstoffgehaltes geben würde. Auch die Bundesregierung musste zugeben, dass sie kein „Gengras“ kennt.

Im Hanf Museum haben wir ein tolles Selbstbildnis von Gustave Courbet zu hängen, dass ihn mit 24 Jahren beim Haschischrauchen zeigt.

Gustave Coutbet Selbstbildnis mit 24 Jahren, beim Haschischrauchen

Ein Skandal zu der damaligen Zeit – es zeige ein Vergnügen, dass den „Alten“ vorbehalten sei. Das war vor 150 Jahren… seit dem ist belegt dass die Kiffer immer jünger werden. Nichts neues, aber immer für eine Aufregung wert..

Auch die Theorie der Einstiegsdroge ist seit 1997 wiederlegt:

Für Cannabis ist die Einstiegsdrogen-Theorie schon länger widerlegt, so heißt es in der vom Bundesgesundheitsministerium unter Horst Seehofer beauftragten Studie von Dieter Kleiber und Renate Soellner: „Die Annahme, Cannabis sei die typische Einstiegsdroge für den Gebrauch harter Drogen wie Heroin, ist also nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht haltbar.“[1]. Weiterhin ist eine Studie von Peter Cohen und Arjan Sas aus dem Jahr 1997 am Beispiel von Amsterdam erschienen, die auch dazu beitrug, den Mythos der „Einstiegsdroge Cannabis“ zu entkräften.[2]

(Quelle: Wikipedia)

Aber neeeeein, von Google haben WAZ Journalisten – und auch Redakteure die diesen Mist zulassen – noch nie etwas gehört!

Elisabeth Falcone winkt ab. „Wenn wir schon das Alkoholproblem haben”, sagt sie, „müssen wir doch nicht noch das Cannabis-Problem vergrößern.” (WAZ)

Nur leider vergisst die gute Frau, dass der real existierende Schwarzmarkt überhaupt nicht kontrollierbar ist – im Gegensatz zu einem geregelten öffentlichen Markt. Aber dass muss ja nicht im Artikel erwähnt werden… Augen zu, Aus dem Sinn.

Was ist Hanfburg und Pflanzburg

Einige Fragen sich, was denn die Hanfburg mit der Pflanzburg zu tun hat?

Update vom 1.4.2009:Bodo von Pflanzburg hat mit mir Kontakt aufgenommen und konnte mir direkt was dazu schreiben:

HB-Berlin ist eine Filiale der Pflanzburg, die es auch in Hamburg gibt. Wie Bodo schreibt, gibt es aufgrund der Ladengrösse auch keinen eigenen Versand in Berlin. Um eine gute Verfügbarkeit zu gewährleisten, kümmert sich Hamburg darum.
Für Personen, die ungern Internetbestellungen durchführen, kann auch der Laden in Berlin generell alles kurzfristig besorgen – gängige Produkte sind selbstverständlich soweit auf Lager.

Wer bei Pflanzburg etwas bestellt hat, oder möchte, sollte Fragen daher immer an Hamburg richten, ansonst werden sie natürlich auch weitergeleitet, aber so ginge es direkt und schneller.

Vielen Dank für die genauen Informationen an Bodo von der Pflanzburg!

Die Welt schaut nach Wien – Treffen der UN Suchtstoffkommission

In der kommenden Woche findet in den Wiener UN-Gebäuden vom 11. bis 20. März 2009 die 52. Sitzung der Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs, CND statt. Dort soll nach einem Jahr der „Besinnung“ die Weichen für die weltweite Drogenpolitik der nächsten Jahre gestellt werden.

Vor 10 Jahren, wurde auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Thema Drogen eine Drogenfreie Welt innerhalb von 10 Jahren zu schaffen. Es wurde die Ausrottung der Pflanzen Cannabis, Mohn und Kokabusch beschlossen. Jetzt nach diesen 10 Jahren soll wiederrum eine neue Dekade der Drogenpolitik anbrechen.

Die internationale Drogenpolitik erweist sich bei genauerem Hinsehen als Potemkinsche Dörfer

Was wird es werden? Die NGO’s rund um die Welt sind der Meinung, dass die bisherige internationale Drogenpolitik verfehlt sei und sich mehr um Menschenrechte und Risikominimierung gekümmert werden müsse. Ein prominentes Beipiel für diese Meinung ist z.b. die Caritas. Auf der 51. Sitzung der Suchtstoffkommission wurde das erste mal seit 100 Jahren über die Beachtung der Menschenrechte diskutiert. Interessanterweise braucht man nicht mal komplizierte Fragen zu stellen, und schon hat die Prohibitionspropaganda Probleme, eine Antwort zu finden.

Ich bin gespannt was passiert. ENCOD, die Europäische Koalition für eine gerechte und effektive Drogenpolitik, ist dabei und wird berichten. Auch eine Demonstration gegen das unerträgliche Unrecht der Drogenprohibition wird es in Wien geben.

Drogenkonsum am Kottbusser Tor

Was ist nur los am Kottbusser Tor? Diese Frage muss man sich stellen, wenn mensch aufmerksam Indymedia liest. Da ist von Yuppiesierung die Rede, von einer „Bürgerinitiative Kottbusser Tor“, von zwielichtigen Gruppierungen rund um rechtsextreme Strömungen und Securityfirmen.

Continue reading

Gute Nachrichten aus der Schweiz

Eine gute Nachricht kam heute per Post: Andre Fürst von Hanf-Info Schweiz ist wieder frei. Allerdings, so wie er schreibt, nur in „Halbfreiheit“.


Hanf Chanvre Canapa Hemp Cannabis Info in der Schweiz
Seit September 2007 bis Mitte Januar 2009 sass er im Gefängnis und hat selbst jetzt noch 6 Monate auf Bewährung. Für seinen Hanfanbau in Murten zwischen 2002 und 2007 wurde er freigesprochen!

Münchener: Augen auf beim Graseinkauf: Blei im Gras gefunden

Wie der Deutschen Hanf Verband berichtet, kam es zu weiteren Bleivergiftungen durch verseuchtes Marihuana. Gemeldet wurde aus München, jedoch dürfte die Verteilung weitaus breiter sein.
München: Blei im GrasIm Blut betroffener Cannabiskonsumenten, die unter Vergiftungserscheinungen leiden, wurden hohe Bleiwerte gemessen. Das von ihnen konsumierte Marihuana wies eindeutige Spuren von Blei auf.

Damit wird ein neues Kapitel einer dramatischen Entwicklung aufgeschlagen.

Hier der Link zu der Sammlung häufiger Fragen zu dem Blei-im-Gras Komplex von den Drugscouts in Leipzig

Ende 2007 war es zu einer Massenbleivergiftung durch Marihuana im Raum Leipzig gekommen. Seit dem 2. Weltkrieg hatte es in Deutschland keine derartige Serie von Bleivergiftungen mit über 100 Betroffenen mehr gegeben.

Einige Symptome einer Bleivergiftung

Magen-Darm-Beschwerden, schwere Bauchkrämpfe, langsamer Puls, hoher Blutdruck, Hirnschädigung („Bleidemenz“), Nervenschädigung, Zittern/Tremor, Muskelschwäche, Bleisaum am Zahnfleischrand, Nierenschädigung. Im Extremfall besteht sogar Todesgefahr. In Leipzig mussten einige Patienten auf die Intensivstation.

Da sich das Phänomen bisher auf den Raum Leipzig beschränkt hatte und auch dort seit einem Jahr keine neuen Fälle mehr bekannt geworden sind, ist das Thema in Vergessenheit geraten.

Mit den neuen Fällen aus Bayern ist nun klar: es handelt sich weder um ein räumlich, noch zeitlich begrenztes Problem. Die Betroffenen gehen davon aus, dass viele weitere Konsumenten betroffen sind, die noch nicht beim Arzt waren. Eine öffentliche Warnung ist also dringend erforderlich.

Georg Wurth, Sprecher des Deutschen Hanf Verbandes betont: „Nur der Verkauf von Cannabis in Fachgeschäften kann dafür sorgen, dass Vier Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland vor skrupellosen Geschäftemachern und gefährlichen Streckmitteln geschützt werden. Der legale Anbau einiger Pflanzen wären ein sinnvoller erster Schritt. Bleibt zu hoffen, dass die Bundesregierung ihre Blockadehaltung im Interesse der Gesundheit der Konsumenten endlich aufgibt.“

Mehr zum Thema:

Quelle: PM des DHV

Für Nachfragen und Vermittlung von Kontakten zu Betroffenen steht Georg Wurth vom Deutschen Hanf Verband zur Verfügung: Dunckerstr. 70 10437 Berlin Tel: 030-44716653 Fax: 030-44716654 email: Georg.Wurth@hanfverband.de Homepage: www.hanfverband.de

Kommentar vom Hanf Journal zu Blei im Gras