Kamille nur noch aus der Apotheke? Petition gegen neue EU-Richtline

Laut Europäischer RICHTLINIE 2004/24/EG zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher medizinischer Produkte (THMPD) wird der Verkauf und die Anwendung von Naturprodukten eingeschränkt. Auch für zahlreiche traditionelle Hanfprodukte dürfte es damit schwierig aussehen, auf dem Markt sich behaupten zu können.

Die Petition ist umstritten. Siehe zb. hier PM des Verbands der Heilpraktiker als PDF oder beim Spügel, Petition zu Heilpflanzen – Absurde Angst um die Kamille, 11.11.2010

Link zur Petition (mittlerweile in der Prüfung):

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032

Einiges an Text dazu:

Es handelt sich um eine Richtlinie der EU zur Vereinheitlichung des Zulassungsverfahrens für traditionelle Kräuterzubereitungen, die medizinisch eingesetzt werden. Damit werden Naturprodukte zu medizinischen Produkten umdeklariert, die registriert und entsprechend aufwendig bearbeitet werden müssen. In allen EU Länder wird es dann verboten sein Heilkräuter oder Pflanzen zu verkaufen, die nicht registriert sind. Mischformen, die nicht nur pflanzliche Teile enthalten, werden noch Schwieriger eine Zulassung erhalten. Gespalten kann man die Sache der vereinfachten Registrierung anschauen.

Naturstoffe, denen man eine Heilwirkung zuschreibt werden unter Umständen nicht mehr als Lebensmittel eingestuft, sondern als Arznei.

Unsere Gesundheit wird dadurch nicht geschützt, sondern es werden die Umsätze und Profite der Grosskonzerne gesichert. Wir sollten
selber entscheiden was gut für uns ist und welche Mittel wir nehmen, ob Pharmazie oder Naturheilmittel.

Dadurch erfahren auch Krankenkassen eine Erleichterung weil immer mehr Leute dazu übergehen, Naturprodukte ohne Rezeptschein zu kaufen.
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Cannabis als Medizin auf Deutschland Radio

Aus der Ankündigung: Rausch auf Rezept – Marihuana drängt in die Medizin am 31.10.2010, 16:30 Uhr auf Deutschland Radio

Rausch auf Rezept – in Kalifornien ist das bereits seit knapp fünfzehn Jahren möglich. Patienten brauchen dort nur eine Bescheinigung von ihrem Arzt, um sich mit Marihuana selbst behandeln zu dürfen. HIV-Patienten zum Beispiel dämpfen damit Schmerzen und regen ihren Appetit an. Menschen, die an Krebs leiden, bekämpfen mit Cannabis ihre Übelkeit nach einer Chemotherapie.


Nun steht in dem Bundesstaat eine Abstimmung an, die weitreichende Folgen haben könnte: Die Bürgerinnen und Bürger werden Anfang November darüber entscheiden, Marihuana generell für den privaten Gebrauch zu legalisieren. Proposition 19 nennt sich diese Initiative.

Andere Länder mögen sich da etwas zurückhaltender geben, aber in verschiedenen Teilen der Welt hat Cannabis als Arzneimittel neuen Aufwind erfahren: Kanada, Großbritannien und Spanien haben ein Pflanzenextrakt als Medikament zugelassen, das die beiden wichtigsten aktiven Stoffe des Krauts enthält. Und Deutschland könnte schon bald nachziehen. Gleichzeitig arbeiten Mediziner daran, den Nutzen und die Nebenwirkungen von Cannabis intensiver zu erforschen – damit dem Rausch nicht die Ernüchterung folgt.

via DRadio

Luxemburg: Demo für die Legalisierung von Cannabis als Medizin

Am Donnerstagnachmittag demonstrierten in Luxemburg rund 30 Demonstranten für die Legalisierung von medizinischem Cannabis. Organisiert wurde die Demo von der „Union Francophone pour les Cannabinoïdes en Médecine“. Präsident dieser Vereinigung ist der Arzt und ADR-Abgeordnete Jean Colombera, gegen den die Staatsanwaltschaft Diekirch Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen hat.

Dem Allgemeinmediziner wird vorgeworfen, Medikamente auf Cannabis-Basis verschrieben zu haben.

Bei einer Hausdurchsuchung am 6. Oktober in der Arztpraxis von Colombera wurden neben Patientendossiers auch Cannabis von der holländischen Firma Bedrocan beschlagnahmt. Dies geht aus einer Pressemitteilung der „Union Francophone pour les Cannabinoïdes en Médecine“ hervor. Rund 20 Patienten könnten zurzeit nicht mehr mit medizinischen Präparaten versorgt werden. Einige von ihnen würden sich in einem schlimmen Gesundheitszustand befinden.

Vor dem Gesundheitsministerium:

Foto von der Demonstration für Cannabis als Medikament in Luxemburg, vor dem Gesundheitsministerium

via wort.lu

Europäisches Parlament: Öffentliche Anhörung zu „Cannabis Regulierung, eine Krisenmaßnahme?“

Das Ziel der Anhörung ist, einen Aufruf zu einer „Auswirkungseinschätzung“ der Cannabispolitik in der Europäischen Union zu präsentieren. Diese Einschätzung soll die positiven und negativen Auswirkungen der jetzigen Politik, die auf Verboten basiert, aber auch alternative Modelle der Cannabisregulierung erfassen. Veröffentlicht von ENCOD am 8. Oktober 2010.

Öffentliche Anhörung „Cannabis Regulierung, eine Krisenmaßnahme?“

Organisiert von ENCOD in Zusammenarbeit mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments

8. Dezember 2010 – 11.00 bis 17.00 Uhr

Europäisches Parlament, Brüssel

Die Anhörung soll Repräsentanten von Organisationen der europäischen Bürgergesellschaft und Akademiker, welche in der Cannabisfrage involviert sind, und Mitglieder des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission zusammenbringen.

Das Ziel der Anhörung ist, einen Aufruf zu einer „Auswirkungseinschätzung“ der Cannabispolitik in der Europäischen Union zu präsentieren. Diese Einschätzung soll die positiven und negativen Auswirkungen der jetzigen Politik, die auf Verboten basiert, aber auch alternative Modelle der Cannabisregulierung erfassen.

Die Anhörung wird verschiedene Modelle präsentieren, die den Cannabismarkt in einer Nicht-Prohibitionistischen Art regulieren. Dazu gehören Modelle wie von dem Thinktank Transform aus Großbritannien, das Portugalmodell, die Niederlande mit ihren Coffeeshops, Spanien und Belgien mit den Cannabis Social Clubs oder den USA mit den Abgabestellen für medizinisches Marihuana.

Auf der Anhörung werden wir die Resultate einer Erhebung präsentieren. Diese wird mit der Hilfe der ENCOD Mitgliedern in einer großen Anzahl von EU Mitgliedsstaaten organisiert und in den kommenden Monaten durchgeführt. Diese Erhebung wird die verfügbaren Daten zu den Ausgaben der Cannabisverfolgung darstellen und aufzeigen, was gespart werden könnte durch eine legale Regulierung des Cannabismarktes, sowie die Einkommen durch Steuern, die solche Vorhaben generieren könnten.

Hintergrund:

Im März 2009 veröffentlichte die Europäische Kommission den „Bericht zum Globalen Markt für illegale Drogen 1998 – 2007“, verfasst von Peter Reuter und Franz Trautmann. Die Schlüsse in diesem Bericht sind, dass die derzeitige Politik in ihrem primären Ziel fehlschlägt: die Nachfrage und das Angebot von illegalen Drogen zu reduzieren. Auch sei die Politik selbst ein kritischer Faktor bei der Entstehung und Verstärkung von Schäden bei dem einzelnen Drogenkonsumenten, seiner unmittelbaren Umgebung und der Gesellschaft als Ganzes ist. Mit dem Blick auf den derzeitigen Druck auf die Regierungen Europas, die öffentlichen Ausgaben zu reduzieren, wird es zunehmend relevant alternative Wege, die nicht auf Verbote basieren, zu Untersuchen um das Drogenproblem anzugehen. Die Entkriminalisierung von Cannabis würde Ausgaben bei Polizei und Justiz ersparen und die Möglichkeit von Steuereinnahmen aus dem Geschäft damit zu erhalten. Daher ist es wichtig das die Europäischen Behörden eine Auswirkungseinschätzung erarbeiten zur derzeitigen Cannabispolitik und möglicher Alternativen.

Vorgeschlagene Sprecher: MEPs Michail Tremopoulos, Rui Tavares, Cornelis De Jong; Ms. Dana Spinant, Vorstand der Einheit Anti-Drogen Koordination der Europäische Kommission sowohl als auch Steve Rolles / Danny Kushlick (Transform, UK), Martín Barriuso (Federation of Cannabis Organizations, Spain), Sprecher aus den Niederlanden und den USA.

Erwarteter Ausgang: Eine offizielle Anfrage an die Europäische Kommission zu formulieren, um eine Auswirkungseinschätzung durchzuführen. Diese soll Ermöglichen, die Höhe der öffentlichen Ausgaben der Cannabisverbote und der finanziellen Nutzen der legalen Regulierung zu errechnen.

Übersetzer und Internetregistrierung werden zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen und ein Anmeldeformular werden an dieser Stelle bald folgen.

Kalifornien: Marihuanabesitz entkriminalisiert

Bundesstaat Kalifornien und die Marihuana - Hanf Debatte zur LegalisierungArnold Schwarzenegger sei eigentlich gegen Drogen, wie er immer wieder betont. Dass er als kalifornischer Gouverneur jetzt dennoch den Besitz von Marihuana erlaubt, hat allein budgetäre Gründe, denn dem US-Bundesstaat fehle das Geld, kleineren Vergehen gegen das „Suchtmittelgesetz“ nachzugehen.

So ist es jetzt keine Straftat mehr, bis zu 28 Gramm rauschfähigem Cannabis mit sich zu tragen. Wenn man denn erwischt wird, ist es nur noch eine Ordnungswidrigkeit bis 100 Dollars. Keine Haftstrafen, kein Strafregister-Eintrag!

via heute.at

Medizinisches Marihuana Eis

Kalifornien: In Santa Cruz hat eine neue Abgabestelle aufgemacht, und deren neueste Idee ist Eiscreme mit medizinischem Marihuana. Viele Menschen wollen nicht rauchen, um die für sie günstigen Cannabinoide aufzunehmen und so soll dieses Projekt eine Alternative darstellen. Ein kompletter Becher soll demnach die Menge von acht Joints enthalten und auch so wirken:

Cannabis: Schwarzenegger muss sich noch in der nächsten Woche entscheiden

Der abtretende kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat noch bis Donnerstag, den 30. September 2010 Zeit um über das Schicksal der Gesetzesinitiative SB 1449 – welche den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen von einer Straftat zu einer Ordnungswidrigkeit herabstuft – zu entscheiden. Das gibt den Reformern in Kalifornien noch etwas Zeit um für diese sensible Reform zu Werben. Wenn du jemanden aus Kalifornien kennst – frag sie/ihn ob sie/er nicht den Gouverneur dabei unterstützen möchte!

Der Gesetzesvorschlag 1449 des Senats ändert die kalifornischen Gesundheit- und Sicherheitsrichtlinien, so dass der Besitz von bis zu 28.5 Gramm von Marihuana nur noch als Ordnungswidrigkeit gesehen werden kann, was nur noch mit einer Geldstrafe von bis zu 100 US-Dollar belegt ist – keine weiteren Auftritte vor Gericht, keine Gerichtskosten und keinen Eintrag im Strafregister.

Die Annahme des Gesetzes würde dem Bundesstaat Millionen von Dollar an Gerichtskosten ersparen und jugendliche Kiffer das Gerichtsverfahren. Die Nummer der Vergehen wegen Marihuana haben sehr zugenommen in den letzten Jahren und haben eine Zahl von 61388 im Jahre 2008 erreicht. Erwachsene, die Marihuana verantwortungsvoll konsumieren sind nicht Teil des Kriminalitätsproblems, und der Staat sollte aufhören, sie wie Kriminelle zu behandeln.

Gouverneur Schwarzenegger, ein Republikaner, hat schon öfters gegen verschiedene Vorstöße der Reform der Marihuanagesetze Veto eingelegt. Somit ist es sehr wichtig, wenn du Kalifornier bist, Schwarzenegger zu kontaktieren.

via NORML Blog

Update – Schwarzenegger hat entschieden

Arnold Schwarzenegger ist ja eigentlich gegen Drogen, wie er immer wieder betont. Dass er als kalifornischer Gouverneur jetzt dennoch den Besitz von Marihuana erlaubt, hat allein budgetäre Gründe. Dem US-Bundesstaat fehlt das Geld, kleineren Vergehen gegen das Suchtmittelgesetz nachzugehen.

heute.at

British Science Assoc. empfiehlt Cannabis zu Überdenken

Wir müssen über die Lizensierung des Konsums von Cannabis diskutieren, sagt Professor Roger Pertwee von der British Science Association. Er sagte: „Im Moment ist Cannabis in den Händen von Kriminellen und Ich denke das ist Verrückt. Uns ist es erlaubt, Alkohol zu uns zu nehmen. Wenn man richtig damit umgeht, kann Cannabis nicht schlimmer sein als das.“ so fängt der Artikel über die Cannabis-Politik im Artikel auf
Britisch Science: Re-thinking Cannabis an.

Professor Pertwee, Professor der Neuropharmakologie an der Universität von Aberdeen, sagte dass eine Gruppe sich zusammensetzen sollte unter anderem aus Experten der Pharmakologie, Anwälte und Polizei bestehen um das jetzige Problem zu lösen. Er möchte dazu „soziale, ethische, rechtliche und ökonomische Faktoren sehen, wo es jetzt nur medizinische und pharmakologische“ in Betracht gezogen werden. „Wir benötigen eine bessere Lösung, als wir sie jetzt haben.“

Die Sache mit der Nutzung von Cannabis zum Rausch und der Selbstmedikamentierung mit Cannabis („medizinisches Marihuana“) sind beides kompliziertere Angelegenheiten, als nur Pharmazie aus Cannabis sagt Pertwee. „Die Sache mit dem Cannabiskonsum zum Rausch und medizinischem Marihuana muss nicht die Entwicklung von Cannabinoiden als Medizin stören“, sagt er dazu.

Sicherer Job: Marihuanatester in Kalifornien

Bundesstaat Kalifornien und die Marihuana - Hanf Debatte zur Legalisierung Die Financial Times Deutschland berichtet in einem neuen Artikel über den Job des Marihuana-Testers. So habe eine Lokalzeitung zwei Personen angestellt, die zum einen Rechtschreibung beherrschen, zum anderen sich mit Graskonsum auskennen. Da in Kalifornien und 14 weiteren Bundesstaaten der USA der Konsum und Besitz von Marihuana zu medizinischen Zwecken legal ist, hat sich ein großer Bedarf entwickelt – der natürlich auch Qualitativ hochwertig sein muss.

So könnte den Testern eine lange Karriere bevorstehen: In Kalifornien wird aktuell über eine vollständige Legalisierung von Marihuana beraten. Fürsprecher verweisen vor allem auf das ökonomische Potenzial. Jeffrey Miron, ein Harvard-Ökonom, rechnete aus, dass die Legalisierung dem chronisch knappen Bundesstaat jährliche Mehreinnahmen von über 6 Mrd. Dollar bescheren würde. Und durch Einsparungen von Gerichts- und Gefängniskosten könnten die Haushalte um zusätzliche 1,9 Mrd. Dollar entlastet werden. Abgestimmt wird am 2. November 2010.

Weitere bei der Financial Times Deutschland