RTL und Helmut Orosz: Wie heuchlerisch

Die Zeitungen überschlagen sich, alleine auf Google News sind gerade 252 Artikel (Update: Mittlerweile sind es 549 Artikel) dazu erschienen. Der DSDS-Anwärter Helmut Orosz wurde wegen Kokainkonsums ‚rausgeworfen. Wie heuchlerisch kann ich da nur sagen. Wir können ja mal die Schreibtische der Redaktion durchsuchen, was wir da schönes finden.

Berichterstattung und Konsumverbreitung von Kokain ist sowieso diametral entgegengesetzt – ergo: Keine Berichterstattung über Kokain in den Medien, ausser es lässt sich, wie in diesem Fall, nicht vermeiden.

Was mich auch zu dem Video „Kokain und Informationspolitik mit Hans Cousto bringt. Hans Cousto ist Drogenexperte und kann Statistik: „Kokain spielt unter den psychotropen Substanzen eine Sonderrolle, die Informationslage zu juristischen Schritten gegen Händler ist im Verhältnis zur Konsummenge erstaunlich dünn.“

Ich hoffe, dass die RTL-Redaktion komplett professionelle Hilfe in Anspruch nimmt und wünsche ihnen alles Gute.

PSI-TV veröffentlicht „Das psychedelische Revival der neunziger Jahre“

Ein Videotipp am Rande: Das psychedelische Revival der neunziger Jahre: Die weltweite Techno- und Party-Bewegung mit Hans Cousto, eine Aufzeichnung des Referats vom LSD Symposium Basel:

Videothumbnail zum ReferatDer bekannte Drogenexperte und Musikforscher Hans Cousto zeigt auf, wie sich verschiedene Vorlieben im Gebrauch psychoaktiver Substanzen innerhalb der Techno- und Partykultur entwickelten – und wie diese die kulturelle Gesamtentwicklung beeinflussten. Dabei geht er vor allem auf die Unterschiede zwischen entheogen wirkenden Psychedelika wie LSD und Psilocybin, empathisch wirkenden Entaktogene wie MDMA und anregend wirkenden Stimulanzien wie Amphetamin und Kokain ein, wie auch auf verschiedene Arten und Gefahren des Mischkonsums. (Aus dem Programmheft)

Cousto’s Abgesang von der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing

In dem Artikel „Abschiedsfeuer auf Sabine Bätzing“ bringt Hans Cousto einen zusammenfassenden Überblick auf die vergangene Amtszeit der deutschen Drogenbeauftragten. So schloss sie schon zu Anfang ihrer Zeit jegliche Diskussionen über eine Legalisierung von Cannabis aus. Sie nahm niemals das Gespräch mit Nicht-Regierungsorganisationen auf, die andere Ansichten hatten, als Abstinenz. Und auch bei dem Blei-im-Gras Skandal blieb sie roboterhaft und Eiskalt.

„Obwohl dutzendfach Cannabiskonsumenten mit Bleivergiftungen in Krankenhäuser behandelt werden mussten, weil sie mit Blei verseuchtes Cannabis geraucht hatten, rückte Sabine Bätzing nicht von ihrer fundamentalistischen Haltung ab. Für sie war die Durchsetzung des Cannabisverbotes wichtiger als die Unversehrtheit von Leib und Leben der Cannabiskonsumenten. Maßnahmen zur Schadensminderung für Cannabiskonsumenten waren für Sabine Bätzing indiskutabel und auf Fragen zu dieser Thematik reagierte sie stets eiskalt wie ein seelenloser Roboter. Leitmotiv für ihre Arbeit waren nicht Sachverstand und Menschlichkeit sondern purer Fundamentalismus.“

(hajo)

…und das sehe ich ebendso!

Kommentar von Hans Cousto zu den Volksabstimmungen in der Schweiz vom 30. November 2008

Zunehmende Akzeptanz der Heroinabgabe

Revision des Betäubungsmittelgesetzes

Mit der Änderung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe wird das seit 20 Jahren gültige nationale Konzept für den Umgang mit der Drogenproblematik (ärztliche Heroinabgabe, Fixerstuben, Drug-Checking) gesetzlich verankert. Zudem wird Cannabis als Medizin gesetzlich verankert. Dagegen wurde das Referendum von der rechtskonservativen Schweizer Volkspartei (SVP) ergriffen.

Bereits am 13. Juni 1999 wurde in der Schweiz über die ärztliche Verschreibung von Heroin abgestimmt. Der damalige Bundesbeschluss über die ärztliche Verschreibung von Heroin wurde mit 54,4% Ja-Stimmen angenommen worden und war auf zehn Jahre begrenzt (rechtsgültig bis Ende 2009). Mit der Änderung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel und psychotropen Stoffe wird die Heroinverschreibung dauerhaft gesetzlich geregelt. 68,0% votierten nun für die dauerhaften Regelungen zur Schadensminderung. Das sind gut 13,5% mehr als vor neun Jahren. Bei beiden Abstimmungen war der höchste Ja-Stimmenanteil im Kanton Basel-Stadt zu verzeichnen (1999: 69,2%; 2008: 76,2%).

Hanfinitiative

Die Volksinitiative «für eine vernünftige Hanf-Politik mit wirksamem Jugendschutz» wollte den Umgang mit Cannabis regeln. Sie forderte die Straflosigkeit des Cannabiskonsums, eine Kontrolle des Angebotes durch den Bund, eine Verstärkung des Jugendschutzes und ein Werbeverbot für Cannabis.

Am 29. November 1998 wurde in der Schweiz über die Volksinitiative für eine vernünftige Drogenpolitik (Legalisierung aller Drogen, DroLegInitiative) abgestimmt. Damals votierten 26% für die Initiative. Im Kanton Basel-Stadt waren es 33,9% (höchster Ja-Stimmen-Anteil). Auch bei der Hanfinitiative lag der Kanton Basel-Stadt mit 44,7% Ja-Stimmen vorn. In der Stadt Zürich (Hauptstadt des Kantons Zürich) votierten jedoch weit mehr Leute für die Hanfinitiative: 54,4%. In den Stadtkreisen 4 und 5 (ein Wahlkreis) – dort befinden sich die Partymeilen – stimmten sogar 71,6% für die Hanfinitiative. Schweizweit stimmte nur noch die Mehrheit im Wahlkreis Saanen im Berner Oberland mit 50,7% für die Hanfinitiative.

Waadt und Neuenburg: Hochburgen der Repression

Die Kantone Waadt und Neuenburg liegen in der welschen Schweiz. Dort spricht man Französisch. Im Kanton Neuenburg liegt das Val de Travers, die Geburtsstätte des Absinth. Im Kanton Waadt begann anfangs des 20.Jarhunderts die Repression gegen Absinth mit der Folge eines generellen Verbotes. In diesen beiden Kantonen wurden sowohl die DroLegInitiative wie auch die Hanfinitiative am stärksten abgelehnt: Waadt: DrolegInitiative: 16,5% Ja-Stimmen, Hanfinitiative: 28,8% Ja-Stimmen; Neuenburg: DrolegInitiative: 14,9% Ja-Stimmen, Hanfinitiative: 28,5% Ja-Stimmen.

Am 30. November wurde auch über die „Porno-Initiative“ abgestimmt. Die Volksinitiative «für die Unverjährbarkeit pornografischer Straftaten an Kindern» verlangt, dass sexuelle oder pornografische Straftaten, die an Kindern vor der Pubertät begangen wurden, nicht verjähren. Schweizweit wurde diese Initative mit 51,9% Ja-Stimmen angenommen. Ausgerechnet im repressiven Kanton Waadt hielten jedoch 60,1% nichts von der Verjärhrung der Kinderschändung, nur 39,9% stimmten dort mit Ja – der niedrigste Ja-Anteil in der ganzen Schweiz.

Alle Abstimmungsresultate nach Kantonen und Bezirken
mit Vergleichsdaten zu früheren Abstimmungen mit vergleichbaren Themen
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/17/03/blank/key/2008/04.html

„Jeder muss in seiner Art genießen können, jedoch so, dass keiner auf Unkosten eines andern genießen oder ihn in seinem eigentümlichen Genuss stören darf.“ Georg Büchner

Mehr hierzu siehe:
http://www.hanfparade.de/cannabis-legalisieren/menschenrechte-und-freiheit.html

Hans Cousto 04.12.2008 – 14:30

Quelle: Indymedia vom 4.12.2008

Video: SaferUse und Wissensvermittelung am Beispiel von GHB

Das Medienprojekt PSI-TV hat bereits 2006 ein interessantes Video zum Thema “SaferUse und Wissensvermittelung am Beispiel von GHB” veröffentlicht. Hans Cousto hielt diesen Vortrag auf dem SONICS Netzwerk Treffen in Bremen 2006. Mit Kommentaren und Fragen von Teilnehmerinnen des Netzwerktreffens.



Zur Archive.org-Seite für den Download von diesem Film

Hans Cousto arbeitet als freischaffender Wissenschaftler in den Bereichen Harmonik, Musik- und Schwingungstheorie. Zudem ist Cousto Sachbuchautor. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählt “Die Kosmische Oktave – der Weg zum universellen Einklang” (1984). Die Erfahrungen aus der Technowelt und die Erkenntnisse aus der Arbeit von Eve & Rave publizierte Cousto in den beiden Büchern Vom Urkult zur Kultur – Drogen und Techno (1995) und Drug-Checking – Qualitative und quantitative Kontrolle von Ecstasy und anderen Substanzen (1997).

Cousto zählt zu den Mitbegründern von Eve & Rave, einem Verein zur Förderung der Party- und Technokultur und Minderung der Drogenproblematik und engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Rahmen verschiedenster Projekte zur Intensivierung der individuellen Erlebniswelten und Seinserfahrungen.

Seminar zur Drogenthematik: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren

19. Oktober 2007, 18 Uhr: Informationsverhalten von Nutzern die sich im Internet über Drogen informieren – dazu Informations-Desinformationspolitik der Bundesregierung am konkreten Beispiel. Mit Hans Cousto.

Das Monitoring von Websites heißt die Nutzung der Angebote auf Websites zu analysieren. Diese Analysen geben Aufschlüsse über das Interesse der Nutzer bezüglich der angebotenen Informationen respektive über das Interesse bestimmte Informationen in Form von Erfahrungsberichten oder Beiträgen in Foren weiterzugeben. Hierbei zeigt sich derzeit ein Trend an, daß vermehrt Informationen zu Opiaten (u.a. Heroin) weitergegeben werden wie auch nachgefragt werden.

Am Jahreskongreß wissenschaftlicher Psychonautik (Entheovision 4) am 29./30. September 2007 in Berlin berichtete Hans Cousto in einem Referat vom Informationsverhalten von Nutzern im Internet und ging dabei auf die aktuellen Trends ein. Aufgrund der starken Resonanz und vieler Nachfragen wird der nächste Workshop zum Thema Drogen (Reihe Seminare zur Drogenthematik) in der Offenen Uni Berlin dem Thema »Nutzung von Drogeninformationen im Internet« gewidmet sein. Der Workshop wird von Hans Cousto geleitet werden und wird am 19. Oktober 2007 um 18 Uhr in der Offenen Uni BerlinS (Haus 20, Phillipstr. 13, 10115 Berlin) im Seminarraum 2 stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Weiteres auf den Webseiten der Gruppe: http://kuerzer.de/drogenthematik.

Sonderausstellung Weisung und Umsetzung – 10 Jahre BVerfG Entscheid über die Verfassungsmässigkeit des Cannabisverbots eröffnet!

Im Hanf Museum fand gestern die Eröffnung der Sonderausstellung 10 Jahre BVerfG Endscheid über die Verfassungsmässigkeit des Cannabisverbots statt. Eine Gruppe interessierter Menschen fand sich ein, um der Eröffnung und den Reden von Hans Cousto, Klaus Poschmann und Tibor Harrach zu lauschen.

Die Sonderausstellung ist noch bis zum 30. Juli in den Räumlichkeiten des Hanf Museum Berlin zu finden.

Das Plakat der Sonderausstellung:

Plakat der Sonderausstellung 10 Jahre BVferG Urteil Recht auf Rausch - Weisung und Umsetzung

Der Blick in die Sonderausstellung:

Blick in die Sonderausstellung 10 Jahre BVerfG Urteil Recht auf Rausch

Eröffnungsrede von Hans Cousto:

Eröffnungsreden, Hans Cousto von Eve&Rave