Liste zugelassener Hanfsorten für 2016 erschienen

Auch im Jahr 2016 ist der Anbau von Nutzhanf in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen, die für diesen Einsatz speziell gezüchtet worden sind. Diese Sorten entwickeln nicht mehr als 0,2% THC in der Blütemasse. Die Liste für 2016 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum Berlin: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Die Sorte „Asso“ wurde aus der Liste gestrichen. Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola im zweiten aufeinander folgenden Jahr den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Industriehanf ist Drogenhanf!

Kulicke, Manfred; Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung schrieb mir auf eine Anfrage, warum Nutzhanf so oft kontrolliert werde:

Sehr geehrter Herr Steldinger, der Anbau von Nutzhanf unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Demnach ist Hanf grundsätzlich nicht verkehrsfähig. Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Altersversorge der Landwirte ist der Anbau erlaubt, wenn die geforderte Größe der Betriebsfläche erreicht bzw. überschritten wird.

Ich finde es in diesem Zusammenhang sehr seltsam, dass sich viele – nicht alle (!) – Nutzhanfhersteller sich aus der politischen Debatte rausziehen. Man kann ja selber schauen, wer in den letzten Jahren auf der Hanfparade präsent war und sich die entsprechenden Schlüsse ziehen.

Australien: Produzenten erwarten Legalisierung von Hanf als Nahrungsmittel

Wikipedia: Australien

Wikipedia: Australien

Die industriellen Hanfverarbeiter von Australien rufen die Bauern zum Anbau von Hanf auf. Interessanterweise ist der Anbau von Nutzhanf unter den gleichen Bedingungen des Opiumgesetzes legal, aber noch immer illegal, Nutzhanfprodukte als Nahrungsmittel zu verarbeiten. Einem Artikel bei ABC zufolge wird die Legalisierung von Hanf als Nahrungsmittel in Australien in 2015 erwartet.

„Wir konnten die Nachfrage in Australien nicht decken. Wir mussten sogar einiges [an Hanf] importieren.“

Die Hanfindustrie betreibt schon lange Lobbyarbeit bei der Regierung und bei der Nahrungsmittelsicherheitsbehörde für Australien und Neuseeland um Hanfsamen zu legalieren. Sie werden als Schlüsselelement betrachtet, um die australische Hanfindustrie anzufeuern.

via ABC: Call out to Aussie farmers to grow hemp

Gefährdete Spezies der neueste Kollateralschaden im „Krieg gegen die Drogen“

Foto eines FischermardersNiedlich nicht wahr? Dieser kleine Kerl und seine Artgenossen sind die neuesten Opfer im „Krieg gegen die Drogen“. Fischermarder sind Waldbewohner und leben unter anderen in Kalifornien, Oregon und dem Bundesstaat Washington. Leider ist der Fischermarder als gefährdete Spezies auf der Liste gelandet. Noch viel schlechter ist, dass die Verbote von Marihuana daran schuld sind, dass diese auf eine weitere und unvorhergesehene Weise getötet werden.

Wissenschaftlern der Veterinärmedizin der Universität von Kalifornien zufolge töten die illegalen Anpflanzungen von Marihuana größere Anzahlen von diesen seltenen Tieren. Die Theorie besagt, dass, um die Gärten vor Nagetieren zu schützen, die Gärtner überall Nagetierbekämpfungsmittel auslegen und versprühen. Diese Bekämpfungsmittel können nach einer einmaligen Einnahme durch so ein Tier tödlich sein und benötigt bis zu sieben Tage bis eine Vergiftungserscheinung auftritt. Innerhalb dieser sieben Tage könnten die Fischermarder vergiftete Ratten gefressen und damit Gift aufgenommen haben.

Die Forscher vermuten auch, dass die Fischermarder das Gift direkt gefressen haben könnten, da das Gift mit Käse, Erdnussbutter und Schinkenduft versetzt wurde. Von den 58 untersuchten Fischermardern wurden in 79% der Fälle Nagetierbekämpfungsmittel gefunden. Weiterhin fanden diese Todesfälle Mitte-April bis Mitte-März statt, wenn die noch kleinen Hanfpflanzen noch am Verwundbarsten sind und solche Bekämpfungsmittel benötigen. Auch wenn die Fischermarder nicht wirklich im Fokus der Studie standen, so wollten die Forscher doch sicherstellen, dass „Marder, gefleckte Eulen und die Sierra Nevada Rotfüchse auch durch diese Gifte gefährdet werden könnten“.

Sieh dir einmal die Konsequenzen der Verbote von Marihuana an und wie sie das Leben kompliziert machen – oder unmöglich, im Falle der Fischermarder. Es ist klar, dass alle gerne Gras rauchen möchten, und wo es eine Nachfrage gibt, gibt es ein Angebot. Noch immer sind die meisten Anpflanzungen von Marihuana illegal und deswegen suchen sich die Gärtner die tiefsten Wälder, bauen das Gras auf öffentlichen Ländereien oder in den Naturschutzparks an. Unregulierte Gärtner haben kein Interesse, Umweltschäden zu vermeiden die durch diese Plantagen entstehen, sei es solche Todesfälle bei geschützten Tieren durch Nagerbekämpfungsmittel.

Es ist an der Zeit, die Effekte einer legalen Marihuanapflanzung auf das Wildleben drumherum in Augenschein zu nehmen. Wie jede andere landwirtschaftliche Pflanzung wären große Cannabispflanzungen reguliert, und am wichtigsten, würden Überwacht. Umweltgesetze würden die Wahl der Pestizide einschränken. Die Plantagen würden auch nicht mehr in entlegenden Gegenden stattfinden, an denen es Wildleben gibt; wir sehen keine Weinreben in den tiefen Wäldern, und das hat einen Sinn. Weiterhin würden Gärtner Geldstrafen erhalten, wenn sie die Umweltgesetze nicht einhalten und Inspektionen stellen sicher, dass diese befolgt werden. Eine gut reguliertes und inspiziertes System der Marihuanakultivierung würde sicherstellen, dass diese Industrie umweltfreundlich – oder zumindest nicht Umweltzerstörend – agiert.

Es ist lange an der Zeit, dass wir aufhören, ansonsten gesetzestreue Cannabiskonsumenten zu kriminalisieren, Millionen und Millionen an Steuergeldern für Verbote, die eh niemals funktioniert haben, zu verschwenden und die eine landwirtschaftliche Industrie unterdrückt. Es ist an der Zeit, Cannabis zu regulieren und zu besteuern!

via MPP Blog: Threatened species latest collateral victim of marijuana prohibition von Robert Capecchi

Nutzhanf-Petition für den freien Anbau und Handel, §24a BtMG

Folgende Bitte erreichte unsere Mailbox, der wir doch gerne nachgehen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich bitte um Unterstützung für die Online-Petition ID: 16782 des deutschen Bundestages zum Anbau und Handel von/mit Nutzhanf. Ziel der Petition ist, dass der Anbau und Handel mit Nutzhanf für die Landwirte in Deutschland ohne Beschränkungen und Bürokratie möglich ist. Dazu muss der §24a des Betäubungsmittelgesetzes (Anzeige des Anbaus von Nutzhanf) komplett gestrichen werden.

Mitzeichnungsmöglichkeiten

Es gibt mehrere Wege, um an der Petition teilzunehmen:

Hinweis: Zum Mitzeichnen einer Onlinepetition ist eine Registrierung notwendig. Bei der ausgedruckten Unterschriftenliste entfällt dies. Ab 50.000 Mitzeichnern wird es eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des deutschen Bundestages geben. Mitmachen kann jede Person, egal welchen Alters oder Nationalität.

Begründung der Petition

Das Erdöl wird immer knapper. Demnächst braucht die Menschheit Ersatz für die fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle. Vermehrt werden Heizungen auf Holzfeuerung umgestellt. Viele Dinge müssen zukünftig wieder aus Holz oder Hanf hergestellt werden. Der nachwachsende Rohstoff Hanf kann mit seinen Fasern z. B. die Kunststofffasern vor allem bei der Kleidung/ Stoffe ersetzen. Wird der Rohstoff Holz knapp, kann auch Papier wieder aus Hanf produziert werden. Die Vielzahl der weiteren Hanfprodukte wie Hanföl, Seile usw. brauche ich wohl nicht erwähnen. Hanf wächst außerdem ohne jeglichen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Das macht den Anbau kostengünstig und zudem ökologisch unbedenklich. Übrigens wird die Hälfte der jährlichen Pflanzenschutzmittelproduktion nur für den Anbau der Baumwolle gebraucht! Hanf würde uns diesen immensen Einsatz von Giftmitteln ersparen.

Bitte leiten Sie diese Info an alle Interessierten weiter.
Mit freundlichen Grüßen Johannes Hofmann

USA: Bauerngewerkschaft unterstützt Industriehanf

Washington – Die Pro-Legalisierungs Gruppe „Vote Hemp“ applaudiert der neuen Politik der Unterstützung für industriellen Hanf durch die Deligierten der Nationalen Bauerngewerkschaft (NFU). Auf ihrer 108. jährlichen Versammlung in Rapid City, South Dakota, haben sie im letzten Jahr diesen Entschluss gefasst. Die neue Politik drängt die Obamaregierung und den Kongress, der Drogenverfolgungsbehörde den Unterschied zwischen Nicht-Drogen Industriehanf und Marihuana klarzumachen und damit den Bundesstaaten den Anbau von Hanf ohne Erlaubnis der Behörde durchführen zu können. Die Stellungnahme der NFU kann auf der folgenden Addresse gefunden werden:http://nfu.org/about/policy.
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USA: Kein Hanf in Idaho

Ein Gesetzesvorschlag, der die Legalisierung von industrieller Hanfproduktion vorsah, ist am Mittwoch in der Versammlung zu Landwirtschaft in Idaho gestorben. Der Vorschlag kam von Senator Tom Trail (R-Moscow), der sagte, dass Hanf eine multi-millionen Dollar Industrie darstellen könnte für die Bauern Idahos, die Arbeitsplätze schaffen und dem Staat Steuereinnahmen bringen.

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Senat in Oregon entscheidet sich für das Hanfgeschäft

Wenn die Geschichte der Rechtssprechung für 2009 geschrieben wird, wird dort stehen, dass es das Jahr war, in dem die Gesetzgeber für Oregon das Hanfgeschäft wieder aufnahmen. Dies und ein kurzer Abriss über die deutsche Nutz-Hanfindustrie.

Der Senate stimmte am Freitag mit 27 zu 2 Stimmen einem Gesetz zu, dass Hanf angebaut und verarbeitet werden kann wenn die föderale Regierung den Produzenten „grünes Licht“ gibt. Das Gesetz mit der Nummer 676 muss noch das Abgeordnetenhaus passieren, aber Senator Floyd Prozanski ist optimistisch.

Das Gesetz würde die Produktion, Besitz und Kommerzialisierung von Industriehanf und seinen Produkten erlauben. Es würde das Landwirtschaftsministerium dazu verpflichten, die Produzenten zu regulieren.

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