UNODC zensiert ihre eigene Webseite, die sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausspricht

25.2.2010: Die Behörde für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen hat ihre eigene Webseite zensiert, die sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausspricht.

Logografik von der Organisation TRANSFORM, die sich für eine Reform der Drogenpolitik einsetztEine Webseite der Behörde für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen, die TRANSFORM zuvor schon im Blog erwähnt hatte, wurde zensiert. Es wurde eine ganze Sektion entfernt, die einen seltenen Ausbruch von Pragmatismus, in diesem Falle für die Entkriminalisierung von Cannabis, enthielt.

Das erscheint eher armselig. Die Webseite, um die es geht, lag etwa drei Jahre ungestört, nur um die Argumente für eine Entkriminalisierung zu löschen, nach dem Tag an dem über sie gebloggt wurde.

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Austreten aus der SPD

Internetfilter: Die SPD macht gemeinsame Sache mit der CDU. Spätestens jetzt solltest du dort austreten.
Einen formlosen Austritt kannst du per Post an folgende Adresse richten: SPD Parteivorstand, Willy-Brandt-Haus,
Referat Parteiorganisation, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin. Ein gutes Beispiel für eine gute Begründung hat der CCC Mainz veröffentlicht.

Wo ist meine Stimme? Wahlen im Iran

Wir berichten heute aus dem Iran. In dem Land tobt noch immer ein Machtkampf um die Regierung. Vieles spricht für Wahlbetrug. Was im Fernsehen zu hören war: Es hätte zuwenig Stimmzettel gegeben und einigen Anhängern des Reformers Mousavi wäre der Eintritt zu den Wahllokalen verwehrt geworden. Die freie Berichterstattung wurde verhindert. Sämtlichen Journalisten ist es verboten, sich frei zu Bewegen. Auch das Internet wird zensiert.

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Störfeuer gegen die freie Internetnutzung von Seiten der Union

Gestern ist eine Pressemitteilung der stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Ilse Falk erschienen, in der die öffentlichen Bestrebungen gegen den von Familienministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagenen Internetfilter und somit gegen einen weiteren Spatenstich für das Grab der freien Meinungsäußerung als „Störfeuer“ dargestellt werden.

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UK: Kinderpornofilter an allen Internetprovidern entfernt politische Gegner

Das Cannazine in Großbritannien berichtet, dass ihnen die politischen und publizistischen Aktivitäten behindert werden durch den landesweit zum 31. Dezember 2007 durch Home Secretary Jacqui Smith eingeführten “Cleanfeed” Internetfilter.

Dieser Internetfilter wurde in der Tagespresse als Kinderpornofilter eingeführt. Die Politiker, welche die Zulassung unterschrieben haben, haben alle schonmal Hanf gekifft. Vielleicht wollen sie deshalb das Internet von diesen Informationen “säubern”.

Die Technologie hinter Cleanfeed ist einfach und basiert auf einem System von British Telecom.
Eine Liste von IP Adresse, die auf entsprechend zu sperrende Inhalte verweist wird von einem Industrieabhängigen Wächter geführt. In dem Fall ist es die Internet Watch Foundation. Diese wird unterstützt von der Heimatschutzbehörde. Diese Liste geht dann an die Internetdienstleister mit der einfachen Anweisung, jeden Verkehr von und zu diesen Adressen zu sperren.

Die Aktionen gegen das Cannazine gehen aber noch weiter. British Telecom, welche fast überall im Land Internetverbindungen anbietet, hat den RedakteurenInnen seit einigen Tagen das Internet abgestellt. Die Erklärung dafür lässt auf sich warten – “the fault is a mystery”.

Erst kurz nach dem 27. Dezember 2007 wurde Cannazine in Google News aufgenommen. Am 20. Januar 2008 war es dem Cannazine das letzte mal möglich, dort einen Artikel zu veröffentlichen. Es wurde “der Stecker” gezogen.

Cannazine schreibt: “Ich weiss was ihr denkt. Warum sollte die Regierung eine kleine, unbedeutende Webseite wie das Canna Zine ins offline drängen? Nun, vielleicht ist es deswegen, weil ich euch erzählt habe, dass Patricia Hewitt Cannabis (Hanf) geraucht (gekifft) hat. Oder dass Vernon Coaker Gras geraucht hat. Oder Heimatschutz Sekretär Jacqui Smith, oder viele viele weitere Kabinettsminister welche Cannabis gekifft haben. Damit habe ich noch nicht mit den KONSERVATIVEN angefangen, bei denen auch viele nicht mit dem Gras rauchen aufgehört haben.

Es ist klar, dass sie wenn dann alles haben wollen. Und der Fakt dass das Canna Zine jedesmal berichtet, wenn sie eine weitere Lüge über Cannabis verbreiten, hat einige von ihnen deutlich angepisst.”

Wem gehört das Internet?

… natürlich dem U.S. Department of Commerce, meinen die, wie in diesem eWeek Artikel berichtet wird. Und auf Deutsch bei Heise, US-Regierung gibt Kontrolle über DNS-Rootzone nicht her.

Kann ich auch behaupten: Meins! Meins! Meins!

Alternativ gibts noch ORSN, European Open Root Server Network an das Mensch seinen DNS anhängen kann. Die Europäer, die. Früher gabs auch mal die Open Root Server Confederation, Inc., eine non-profit Organisation, welche die Rootnameserver übernehmen wollte. Allerdings wurde dann ICANN gewählt. Der Rest der Story ist bekannt.