Süddeutsche recherchiert schlecht über medizinisches Cannabis in den USA

Am 29.4.2010 erschien in der Süddeutschen der Artikel „Der große Rauschangriff„. In diesem wird beschrieben, dass Kalifornien ja soviele Schulden hätte und deswegen überlegt wird, Marihuana zu legalisieren. Dies soll dem Bundesstaat 14 Milliarden US-Dollars bringen. Mit diesem Bericht streut die Süddeutsche Neid, einer der 10 Todsünden. Wir wollen hier nicht religiös werden, dennoch wird mit dieser „Richtung“ im Artikel eines klar: Es wird verschwiegen, woher die 14 Milliarden denn kommen sollen.

Verschwiegen wird damit, dass es mehrere hundert-tausend Personen in den USA und Kalifornien gibt, die aufgrund einer Empfehlung ihres Hausarztes das Kraut bekommen. Verschwiegen wird, das ein Arzt seine Zulassung risikiert um den Personen eine Arznei zu geben. Es scheint gut zu helfen, und die Leute merken, dass die Horrorstories, die ihnen die Medien seit Jahrzehnten auftischen, nicht stimmen.

Vielleicht merken die Journalisten von der Süddeutschen das auch mal. Vielleicht sollten sie mal in die USA fahren und dort Patienten interviewen. Andere Blätter, wie das Hamburger Abendblatt haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Besuch beim Bundesgesundheitsministerium und Kritik

Ich war Samstag, den 22.8. bei dem Herrschaftsamt für Gesundheit, dem BMG, den Bundesministerium für Gesundheit und Sitz der deutschen Drogenbeauftragten, Sabine Bätzing. Am 22. und 23. August 2009 war dort wieder Tag der offenen Tür. Neben Themen wie die neue elektronische Gesundheitskarte, Zahnpflege und Diabetes, gab es auch Aktion. So konnte man an diversen Fragebogenspielchen teilnehmen, Zähneputzen lernen, oder sich im Pillendrehen mit Anleitung vom BfArM üben.

Bundesministerium für Gesundheit am Tag der offenen Tür
Foto: BMG von Aussen
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