UNODC zensiert ihre eigene Webseite, die sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausspricht

25.2.2010: Die Behörde für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen hat ihre eigene Webseite zensiert, die sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausspricht.

Logografik von der Organisation TRANSFORM, die sich für eine Reform der Drogenpolitik einsetztEine Webseite der Behörde für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen, die TRANSFORM zuvor schon im Blog erwähnt hatte, wurde zensiert. Es wurde eine ganze Sektion entfernt, die einen seltenen Ausbruch von Pragmatismus, in diesem Falle für die Entkriminalisierung von Cannabis, enthielt.

Das erscheint eher armselig. Die Webseite, um die es geht, lag etwa drei Jahre ungestört, nur um die Argumente für eine Entkriminalisierung zu löschen, nach dem Tag an dem über sie gebloggt wurde.

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Die 10 besten Gründe, warum „Legale Highs“ legal bleiben sollten

In den letzten Wochen wurden weitere „legale Highs“, meist auch als „Kräutermischungen“ bekannt, verboten. Dies wird mit höchster Wahrscheinlichkeit zu mehr Problemen für die Gesellschaft führen, als wenn sie legal geblieben wären. Hier die 10 wichtigsten Gründe, die jeder Nutzer von „Legalen Highs“ kennen sollte:

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Die Drogenpolitische Woche #1 21-30.1.2010

Was sonst noch so passiert ist:

Video: Nach dem Krieg gegen die Drogen

After the War on DrugsWie wird eine Post-Prohibitionäre Welt aussehen – lerne aus dem Video der HCLU.

Wir reden soviel über die Beendigung des Krieges gegen die Drogen – aber wissen wir wirklich wie eine Post-Prohibitionäre Welt aussehen könnte? Wir wissen alle, dass es eher die Regierung sein sollte, die den Drogenmarkt kontrolliert als kriminelle Organisationen. Aber wie sollten die verschiedenen „Drogen“ reguliert und/oder besteuert werden? Was sind die Modelle für Regulierung und Kontrolle? Was sind die Lehren, die aus der Alkohol- und Tabakgeschichte gezogen werden können, und wie können die gleichen Probleme vermieden werden, wenn es um die Legalisierung von gerade illegalisierter Drogen geht? Sollten wir Marihuana und Heroin in gleicherweise behandeln, oder die Gesetzgebung auf die speziellen Risiken der unterschiedlichen Drogen spezialisieren?

Transform Drug Policy Foundation, ein Thinktank aus London hat einen Bericht über die rechtliche Situation der Regulierung von Drogen auf der Internationalen Drogenpolitiksreform Konferenz in Albuquerque, New Mexiko veröffentlicht . Die Ungarische Vereinigung für Menschenrechte hat die führenden Drogenpolitikreformer, wie Ethan Nadelmann, Danny Kuschlick, Mark Haden und Sanho Tree – auf der Konferenz interviewt um Antworten auf die oben gestellten Fragen zu geben.

Wenn du mehr darüber erfahren willst, empfehlen wir dir den Transform Bericht (die Hanfplantage berichtete) und Mark Hadens Webseite empfehlen.

Jamaika: Gesetzgeber ruft zur Legalisierung „geringer Mengen“ Marihuana auf

Flagge von JamaikaEine tolle Nachricht für die Menschen in Jamaika! Es ist schon schade, dass die USA ihren Krieg gegen die Drogen soweit tragen können, dass ein soveräner Staat die Nutzung von Cannabis in der dort entstandenen Religion verneint.

Senator Dennis Meadows, ein stellvertretender Generalsekretär der Jamaikanischen Arbeiterpartei hat am Samstag ein Statement abgegeben, und dabei gesagt, dass eine Lockerung der Gesetze gegen Marihuanazigaretten, sogenannte „Spliffs“, die Gerichte des Landes entlasten würde und die Polizei sich auf die Verbrechen auf der Strasse und auf harte Drogen konzentrieren könne.

„Wofür bin dafür, dass das Ganja, das in den Spliffs für den privaten Gebrauch ist, ähnlich behandelt wird die ein Bußgeld für Falschparken“ sagte Maedows.

Vorherige Versuche, geringe Mengen von Marihuana in Jamaika zu Legalisieren, wurden versenkt, da die Behörden fürchteten, internationale Abkommen zu verletzen und Sanktionen aus Washington zu erhalten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben Millionen von Dollars ausgegeben um die Pflanze aus Jamaika auszurotten und war immer gegen Lockerungsbemühungen im Land.
via The Canadian Press

via norml

E-Petition zur Legalisierung weicher Drogen

Ich hab hier eine E-Mail bekommen. Bei dieser Petition sollen Coffeeshops nach dem holländischen Modell zugelassen werden. Leider scheint der Petent nicht zu wissen, dass die Coffeeshops dort ein seit 30 Jahren laufendes wissenschaftliches Versuchsprojekt ist und keine „legale“ Basis hat. Der Verkauf von Gras ist auch in den Niederlanden nur „toleriert“.

Aktuell läuft eine sogenannte E-Petition zum Thema „Legalisierung weicher Drogen“, welche ab einer Mitzeichnerzahl von 50.000 im Bundestag geprüft und ggf. überarbeitet wird. Selbst die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten könnte dabei umgesetzt werden, vorausgesetzt es sind genügend Mitzeichner auf der Liste!

Der direkte Link zur E-Petition:

Logo Grafik Zur Petition um Weiche Drogen Legalisieren
Petition Nr. 8002

Die Anmeldung im System ist kostenlos und die Mitzeichnung kann wirkungsvoll sein – immerhin ist das System bereitgestellt vom Bundestag!

Die Mitzeichnung bzw. das Animieren weiterer möglicher Mitzeichner (z.B. durch einen Hinweis auf die E-Petition auf der Startseite) muss dabei so schnell wie möglich passieren, da die Mitzeichnung nur bis zum 17.12.2009 (Ende Mitzeichnungsfrist) möglich ist!

Na, schaun wir mal…

Update

Am 23.11.2009 hat die Petition 865 Mitzeichner/innen. Am 1. Dezember: 1244

Die Petition wurde am 17.12.2009 eingereicht und befindet sich in der Prüfung!

Kalifornien: Gesetzesmacher halten historische Anhörung zur Cannabislegalisierung

Sacramento, Kalifornien: Die Gesetzgeber des Bundesstaates hatten am letzten Mittwoch eine Anhörung über die Regulierung und Besteuerung der kommerziellen Produktion und Verteilung von Marihuana für Erwachsene ab 21 Jahren.

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Legalisiertes Cannabis? Wir könnten schon auf dem Weg sein..

Die neue Politik der Obama Administration ist „möglicherweise“ Teil des Prozesses, sagt ein konservativer Kolumnist.

Mit der Entscheidung der Obama Administration, Verkäufer und Nutzer von medizinischem Cannabis nicht weiter zu verfolgen, trotzdem sie gegen föderale Gesetze verstossen, bringt den konservativen Kolumnist George F. Will dazu, zu sagen, dass das Land „offensichtlich in dem Prozess, Marihuana zu legalisieren, ist.“

In der Fernsehsendung von ABC „This Week with George Stephanopoulos,“ verglich Will dass was gerade mit Marihuana passiert, mit den Änderungen der Gesetze bei Alkohol, Glücksspiel oder sogar Prostitution.

„Wir haben Glücksspiel über zwei Generationen hinweg in diesem Land legalisiert. Es wurde als Sünde und Kriminalität angesehen. Ohne irgendeine nationale Debatte oder entscheidenden Punkt wurde es einfach getan“, sagte Will. „Wir haben Prostitution in der Art Legalisiert, als dass jeder das Telefonbuch aufschlagen kann und unter „Escort“ Service fündig wird. Und jetzt sind wir offentlichtlich in dem Prozess der Legalisierung von Marihuana.“

Es ist nicht nur die Gesetzgebung der neuen Obama Regierung zu Marihuana, sondern auch die erweiterte Definition von medizinischen Applikationen für die Droge, welche in einer zunehmenden Anzahl von Bundesstaaten erlaubt ist, anzubauen, verkauft zu werden und als Behandlung für eine Vielzahl von Krankheiten genutzt wird.

„Nun ist der medizinische Nutzen von Cannabis Ängste zu heilen, Schnupfen, und den ganzen Rest“ sagte Will.

180 Grad Wende in der Cannabispolitik

Das neue Regelung – eine 180-Grad Wende von der harten Linie der Bush Regierung – zündete einen Funken für eine weitreichende Diskussion, heute in „This Week“.

In der letzten Woche hat die Obama Regierung neue Regelungen wegen medizinischem Marihuana herausgegeben.
Anstelle der Verfolgung der Nutzer, sollen sich die Behörden ihre Anstrengungen sehr viel mehr auf die Transporteure von illegalen Drogen, inklusive Marihuana, verlegen.

Eric Holder und das Medical Marihuana„Wir werden unsere begrenzten Resourcen nicht für einen Kampf gegen den Marihuanahandel fortführen, bei denen Personen, die ernsthafte Krankheiten und im Einklang mit den bundesstaatlichen Gesetzen stehen, es medizinisch Nutzen.“ sagte Generalstaatanwalt Eric Holder in der letzten Woche.

Das Nutzen und Anbieten von medizinischen Marihuana ist legal in bislang 14 Bundesstaaten der USA: Alaska, California, Colorado, Hawaii, Maine, Maryland, Michigan, Montana, Nevada, New Mexico, Oregon, Rhode Island, Vermont und Washington.

Cannabispolitik ist für viele eine „gemischte Politik“

John Podesta vom progressiven Thinktank Center for American Progress, sagte, dass der Staatsanwalt ein größeres Bild im Auge hätte.

„Ich denke, dass was Eric Holder da gesagt hat, ist, schau – wir haben kaum Resourcen. Wir sollten nicht hinter Leuten her sein, die grauen Star oder Krebs haben, oder irgendwas mit medizinischem Marihuana. Wir haben immernoch einen Feldzug gegen die mexikanischen Drogenkartelle. Somit denke ich, dass wir hier eine gemixte Politik haben“.

„Die Vereinigten Staaten haben die höchste Gefängnispopulation von allen Ländern auf dieser Welt, und ich denke, dass haben wir vor allem den vorgesehenen Gefängnisstrafen für sinnlose Gesetze zu verdanken. Und ich denke, dass die Änderungen, die wir sehen, nun möglicherweise ein Rückzug von dieser Art ist“. Podesta weiter: „Und ich denke, dass hier ist ein Platz, an dem Leute wirklich überlegen sollten, ob sie diese riesige Menge Personen wirklich zu Lasten unserer Gesellschaft einsperren möchten.“

via TaxCannabis.org und ABC News

USA: Marihuanalegalisierung hat mehr Zustimmung als der Kongress und Kriege im Irak und Afghanistan

Eine Umfrage bei Gallup vom 22. Oktober 2009 zeigt, dass unglaubliche 44% der Amerikaner für die Legalisierung von Cannabis sind. Daran zeigt sich, wie nötig eine landesweite Debatte über die Gesetzgebung zu Marihuana ist.

Nach dem Blog von MPP, sind Amerikaner gerade nicht einfach. Es ist zur Zeit schwer, die Zustimmung für irgendwas zu bekommen – und da sind 44% eine unglaubliche Summe. Tatsächlich ist es so, dass die Idee, konsumierbares und berauschendes Cannabis zu Regulieren und zu versteuern mehr Zustimmung in der US-amerikanischen Öffentlichkeit erhält als die Kriege in Afghanistan und Irak, die Spitzenpolitiker der Demokraten und Republikaner – und vielleicht weniger überraschend – der Kongress selbst.

Schauen wir uns die Zahlen an:

Issue

Approve

Oppose

Source

Zufrieden mit Obama’s Arbeit

50%

42%

Gallup, Oct. 22.

Legalisierung von Cannabis

44%

54%

Gallup, October crime poll

Der Krieg in Afghanistan

39%

58%

CNN/Opinion Research, Sept. 15

Der Krieg im Irak

33%

64%

AP-GfK Poll, Oct. 1-5

Sprecherin des Senats Nancy Pelosi (D-Calif.)

32%

48%

Gallup, July

Minderheitenführer im Senat John Boehner (R-Ohio)

25%

23%

Gallup, July

Zufrieden mit der Arbeit des Kongresses

21%

72%

Gallup, Oct. 6

Basierend auf diesen Nummern, sowie der zunehmenden Berichterstattung durch Mainstreammedien, kann es nicht angezweifelt werden: Die Amerikaner sehen die Cannabislegalisierung als eine legitime Sache für eine landesweite Debatte…

Barney Frank beantwortet Fragen zur förderalen Regelung zu Cannabis als Medizin

USA: Der Abgeordnete Barney Frank, Autor zweier wichtiger Reformanträge zur Marihuanagesetzgebung (H.R. 2835 and H.R. 2943), beantwortet in dem folgenden Video die Frage nach der Richtung der Marihuanabewegung aus seiner Sicht in den nächsten Jahren. Insbesondere geht er auf die jüngste Regelungen zu Cannabis als Medizin ein.

via blog mpp