Verfrühter Aprilscherz zu 37 Todesfällen durch eine Überdosis Cannabisrauchen nach der Legalisierung in Colorado

Ein verfrühter Aprilscherz über den Todesfall von 37 Personen durch eine Überdosis beim Grasrauchen nach der Legalisierung von Cannabis in Colorado übernahm das Internet in der letzten Woche. Auf diversen Plattformen kursierte das Gerücht, welches originär von dem „The Daily Currant“ gepostet wurde, einer Satireseite.

Seit der Legalisierung von Marihuna Anfang des Jahres ist noch niemand an einer Überdosis gestorben. Tatsächlich ist es so, dass Studien zeigen, dass es nahezu unmöglich ist, sich beim Cannabiskonsum zu überdosieren. Warum soviele Personen auf diese Story ‚reingefallen ist, ist unbekannt.

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Tote nach der Cannabislegalisierung.

Der Überdosisscherz ging insbesondere gut ab, da ein „lokaler Doktor“ zitiert wurde mit dem Namen Dr. Jack Shepard, der seinen Angaben nach, jede Menge Personen in Totensäcke stecken musste.

Auch weitere Personen mussten daran glauben: Einer der ersten Toten sollte ein gewisser Jesse Pinkman sein, ehemaliger Methamphetamindealer.

Wem dass dann noch nicht aufgefallen ist, dass es ein Scherz ist, schaut wohl aktuell keine Fernsehserien. Jack Shepard ist aus der Serie „24“ und Jesse Pinkman einer der Protagonisten der Serie „Breaking Bad“.

Hat dich der „Aprilscherz“ ‚reingelegt?

u.a. im Examiner

USA: Frage eines Polizisten nach der Legalisierung auf Platz Zwei

Washington, DC: Eine Frage nach der Legalisierung von Marihuana von einem berenteten LAPD Polizeichef hat zweimal so viele Dafür-Stimmen erhalten als jedes andere Video in der Abstimmung zur „Dein Interview mit dem Präsidenten“ Aktion des Weissen Hauses. Der US-Präsident Obama wird einige der meistgestimmten Fragen am Montag beantworten.

Logo der LEAP - Strafverfolger gegen ProhibitionDie Cannabisfrage, übermittelt von Stephen Downing, einem Vorsitzenden der Organisation „Strafverfolger gegen die Prohibition“ (LEAP), ist wie folgt:

“Mr. Präsident, mein Name ist Stephen Downing, und ich bin ein berenteter Polizeichef vom Los Angeles Polizeidepartment. Durch meine 20jährige Erfahrung bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass die Drogengesetze unseres Landes ein Fehlschlag sind und eine komplette Verschwendung von Mitteln des Strafvollzugs. Einer Umfrage von Gallup zufolge, sind nun mehr Amerikaner für eine Legalisierung und Regulierung von Marihuana, als dagegen. Was sagen sie dieser anwachsenden Wahlerschaft, die mehr Änderungen in der Drogenpolitik sehen möchten, als Sie in ihrer ersten Legislaturperiode geliefert haben?“ Die Frage kann hier eingesehen werden:

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USA: 3-Jahre Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Marihuana einen Geruch hat

USA: Mit einer Pressemitteilung freuten sich die State Troopers in Alaska das Ergebnis ihrer drei-Jahres (!) Studie zu veröffentlichen, welches, nun nicht gerade überraschend, zu dem Schluss kommt, dass der Geruch von Marihuana mit der Anwesenheit von Marihuana verbunden werden kann.

Nun, vielleicht haben die Alaska State Troopers (AST) nicht viel zu tun; ihre Leben könnten vielleicht etwas mehr Aufregung gebrauchen. Ausserdem müssen diese ganzen öffentlichen Gelder, um die Drogen zu bekämpfen, ausgegeben werden.

Grafik einer großen Nase von badlawyer
Die Troopers nutzten das Justizzentrum in der Universität vom Alaska Anchorage (UAA) um die Razzien von Marihuanaanpflanzungen zu studieren. Die Studie untersuchte 200 Durchsuchungen wegen Marihuana, welche zwischen 2006 und 2008 von den AST durchgeführt wurden.

Marihuana wurde in 197 Fällen gefunden und beschlagnahmt, oder, wie die Trooper hilfreich herausstellen, „98,8% der untersuchten Fälle“.

Von diesen 200 untersuchten Fällen berichteten die Strafverfolger über den Geruch von Marihuana von 121 Fällen, oder 60,5%.

„Die Entdeckung von Marihuanageruch wurde signifikant mit der Entdeckung von relativ großen Anpflanzungen assoziiert. Das sind Quantitäten wie vier Unzen (etwa 100 Gramm) oder mehr, als auch 25 oder mehr Pflanzen“ erklärt irgendein Praktikant, der versuchte eine Pressemitteilung zu schreiben. Der Bericht selbst zeigt alles auf, dass die Wahrscheinlichkeit für das AST mehr als vier Unzen zu finden, „2,7 mal höher waren, als wenn eine Durchsuchung ohne den Geruch stattfand.“

Nuuuun, ja.

Auch wenn man darüber Lachen kann, ist der Grund dafür dass die Troopers eine solche Untersuchung machen nicht unsere Unterhaltung. Es wurde gemacht, damit sich ihre Position in weiteren strafrechtlichen Verfahren, in denen Polizisten zu Protokoll geben, dass sie Marihuana gerochen hätten, zu verbessern, so wie Ben Anderson vom Alaska Dispatch herausstellt. Die Gerichte waren in der letzten Zeit etwas Skeptisch über die Zurprotokollgabe von Gerüchen eingestellt.

Die Studie, welche mit dem Titel „Die Vorhersagewahrscheinlichkeit der Marihuana Geruchs Entdeckung“ erschien, analyisierte insgesamt 115 (!) Variablen.

Nette Nachbarn hinterlassen Notizen wenn der Joint stinkt

Wenn du ein Masochist bist und die gesamten 53 (!) Seiten des Berichts lesen willst (und das tatsächlich, heilige Scheisse, du wiederst mich an, du bist echt krank!), kannst du das verdammte Ding hier als PDF ansehen.

von Steve Elliott via tokeofthetown, bild von badlawyer

Marihuana Genom wurde sequenziert

Foto von Cannabis SativaEin neues Biotech-Startup mit dem Namen Medical Genomics hat in Zusammenarbeit mit Roche die DNA von Cannabis sativa sequenziert. DNA-Sequenzierung ist die Bestimmung der Nukleotid-Abfolge in einem DNA-Molekül. Aus dem Nature Blog:

Bislang hat die Firma nur die reinen Sequenzdaten veröffentlicht. Das bedeutet, dass die 131 Milliarden Basen noch nicht den wichtigen und beschwerlichen Prozess der Anordnung in sinnvolle Stücke durchgangen sind. Aber der Gründer von Medical Genomics Kevin McKernan sagt, dass er die Größe des Cannabis Sativa Genoms auf etwa 400 Millionen Paare schätzt – etwa dreimal soviel des Genoms eines anderen „Grases“, der Modellpflanze Arabidopsis thaliana. Und falls du dich Wunderst: Die DNA wurde Extrahiert und Vorbereitet für die Sequenzierung in einem Labor in Amsterdam.

McKernan sagt, er kam auf die Idee zur Sequenzierung von Cannabis durch einen Artikel in „Nature Reviews“ über Krebs und die vielen möglichen Nutzungen – inklusive der Krebsbekämpfung – von Cannabinoiden. Cannabis Sativa macht etwa 60 dieser Komponenten. Auch wenn THC die meiste Aufmerksamkeit erhält, hofft doch McKernan und seine Firma, dass die Daten den Wissenschaftlern dabei helfen, auch ein paar andere zu Erforschen und vielleicht einige Pflanzenzuchtprogramme zu leiten um neue Cannabissorten zu züchten.
Weed sequenzed – no really weed

„We versuchen die Pflanze zu Messen – auf einem genetischen Level, damit wir eine Kennung darauf platzieren können“, erzählte ein hoffnungsvoller McKernan dem The Pulse. „Es wird möglich sein, dass wir den Menschen sagen können: ‚Das hat soviel [CBD, THC] darin und ein paar andere Komponenten auch noch.‘ “

Auf jeden Fall benötigt es einen Konsens über die medizinischen Eigenschaften von Ganja. In den USA macht die Föderalregierung nichts in dieser Hinsicht, und es gibt keine Regulation für eine Industrie die, wie einige Analysten sagen, bis zu 45 Millarden Dollar erreichen könnte. McKernan sagt, seine Firma habe die Daten um ein gut reguliertes System von Dosierungen zu ermöglichen – und nicht nur in den weiten zwischen „Bongkopf“ und „Joint“.

McKernan erzählt, dass die Drogenverfolgungsbehörden noch mehr Daten benötigen und er sagt: „Lasst uns die medizinischen Qualitäten anschauen. Lasst uns alles machen um die Qualitäten dieser Droge zu verstehen.“

Die Sequenzierung des Genoms wird dabei eine große Rolle spielen.

Bevor die Sequenzierung durch Medical Genomics abgeschlossen wurde, hatte das Nationale Zentrum für Biotechnologie und Informationen nur knapp 2 Millionen Basen von Cannabis Sequenzen in ihrer Datenbank. Mit der neuen Information, wird die Datenbank nun unglaubliche 131 Milliarden Basen von Cannabiskomponenten enthalten.

Abseits von der traditionellen Nutzung von Cannabis zur Entspannung, hat die Pflanze ein großes Potential in der Schmerzverarbeitung, Angst und Depressionenstherapie, sogar in der Krebsbekämpfung. Andere glauben dass die Befürworter von Medizinalhanf nur Kiffer seien, die einen legalen Weg suchen ihr Gras anzubauen. Aber McKernan sagt, dass nach all seinen Forschungen mit Cannabis er sicher sei, dass die Fürsprecher für Krankenkassengras nicht nur von heisser Luft sprechen.

„Es gibt dort echtes Potential“, sagt er.

Auch sehr für McKernan ansprechend: Der wachsende Markt für Medizinalhanf, der nach seinen Aussagen jedes Jahr um 50% anwächst. McKernan glaubt, dass es ein ziemlich regulierter Markt sein wird und die Regulierung mit genetischen Fingerprinting umgehen wird, um Samensorten zu erlauben.“

via boingboing blog, Boston Herald: Genetic Research has gone to pot, Finanzen.net

„Es geht nicht wirklich um Marihuana; es geht um Pharmakologie“

„Dies ist der Begin eines etwas wissenschaftlicheren Ansatzes: Die Genetik einer Spezies,“ sagte Richard Gibbs, Direktor des Humangenoms Sequenzing Zentrums am Baylor College für Medizin in Houston, in einem Telefoninterview mit Bloomberg, „Es geht nicht wirklich um Marihuana; es geht um Pharmakologie“.

Ein wichtiger Schritt, um die vollen Potentiale einer Spezies herauszufinden, ist es die DNA zu kartographieren, den Bauplan für das Leben, so Gibbs, der sagt, dass er McKernan nun mehr als 15 Jahre kenne.

McKernan arbeitete am Humangenom Projekt von 1996 bis 2000 und startete dann ein kommerzielles Labor mit seinen Brüdern, Agencourt Bioscience genannt, welches an Beckman Coulter Inc 2005 verkauft wurde. Ein Ableger gon Genomics wurde von Applied Biosystems Inc übernommen, die zusammen mit Invitrogen Copr 2008 zu Life Techologies wurde. Life Technologies hat Ion Torrent im letzten Jahr für 375 Millionen US-Dollar in Bar und Aktien gekauft.

Offener Zugang

McKernan sagte, das Ziel seiner Firma sei, den Forschen neue Wege zu ermöglichen, um die maximalen positiven therapeutischen Effekte aus der Cannabispflanze zu holen und die psychoaktiven Effekte zu minimieren.

Die Züchtungen können optimiert werden oder geklont um effektivere biologische Produktionen zu ermöglichen, so Medical Genomics in einer Erklärung. Es könnte möglich werden, spezielle Züchtungen mit wenig psychoaktiven- aber maximalen medizinischen Effekten er erhalten.

Die Pflanze erzeugt chemische Komponenten, die Cannabionide genannt werden. Diese Klasse chemischer Moleküle enthält auch das Tetrahydrocannabionol, THC. Es ist das Molekül in Marihuana, welches am meisten Vorkommt und psychoaktiv wirkt. Eine weitere Komponente, welche Cannabidiol genannt wird, CBD, hat gezeigt, dass sie Tumore in Ratten verkleinert ohne die psychoaktiven Effekte.

via bloomberg

USA: DEA beantragt neue Nummer für Cannabisextrakt

Grafik des DEA LogoAm 14. Juni 2011 hat die Drogenverfolgungsbehörde eine neue Substanznummer („Codenummer“ oder „Drogencode“) für „Marihuana Extrakt“ unter der Vorschrift 21 CFR 1308.11 beantragt. Diese Codenummer wird es der DEA und bei der DEA registrierten Entitäten möglich machen, Mengen von diesem Material unabhängig von Mengen an Marihuana zu kontrollieren. Dieser Schritt solle helfen, Normen von relevanten Verträgen zu erfüllen.

In den internationalen Drogenkontrollverträgen, die von den Vereinten Nationen ausgehen, werden einige Differenzierungen in der Kontrolle von Marihuana Extrakt und Marihuana selbst bzw. Tetrahydrocannabinol gemacht. Die Drogenverfolgungsbehörde DEA habe sperate Codenummern für Marihuana und für THC eingeführt, aber keine für Marihuanaextrakt. „Marihuana Extrakt bedeutet Extrakte die von einer Pflanze des Typus Cannabis abstammt und die Cannabinole und Cannabidiole enthält.“ Ein solches Pflanzenextrakt von Marihuana werde weiterhin als kontrollierte Substanz in der Schedule 1-Liste behandelt.

Eine neue Nummer im Katalog einzuführen ist der erste Schritt hin zu einer irgendwie gearteten Zulassung von „Marihuana Extrakt“ in den USA.

via FederalRegisterWatch

USA: Delaware ist der 16. Bundesstaat mit medizinischem Marihuana Programm

Delaware, ein Bundesstaat der USADie Washington Post berichtet, dass am heutigen Freitag der Gouverneur Jack Markell ein Gesetz unterschrieben hat, dass Delaware zu dem 16. Bundesstaat macht, in dem medizinisches Marihuana möglich wird.

Ohne große Fanfaren wurde das Gesetz verabschiedet. Ein Sprecher sagte, der Markell wolle das Gesetz so schnell wie möglich Unterzeichnen damit die lange Zeit bis das Programm am laufen ist nicht noch weiter Verzögert wird.

Das neue Gesetz erlaubt es Personen ab 18 Jahren oder Älter mit bestimmten schweren Krankheiten, die durch Marihuana erleichtert werden können, bis zu sechs Unzen (eta 168 Gramm) der Droge besitzen zu dürfen. Patienten die sich dafür Qualifizieren können dann zu staatlich lizensierten und regulierten „Abgabezentren“ gehen, die sich in jeder der drei Counties in Delaware befinden werden. Diese Zentren bauen dann das Cannabis an und produzieren und geben Marihuana ab.

via Washington Post

25. BtMÄndV: Nur Cannabis-Fertigarzneimittel sind verschreibungsfähig

Der Bundesrat hat in seiner 882. Sitzung am 15. April 2011 beschlossen, der fünfundzwanzigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (Drucksache 130/11) gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen.

Die 25 BtM-Verordnung ändert u.a. die Anlagen des BtMG wie folgt:

In Anlage III steht nun: „Cannabis (Marihuana, Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen) …

Der Bundesrat hat in seiner 882. Sitzung am 15. April 2011 beschlossen, der fünfundzwanzigste Verordnung zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften (Drucksache 130/11) gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zuzustimmen.

Die 25 BtM-Vo ändert u.a. die Anlagen des BtMG wie folgt:

In Anlage III steht nun: “Cannabis (Marihuana, Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen) – nur in Zubereitungen, die als Fertigarzneimittel zugelassen sind” und in Anlage II: “Cannabis (Marihuana, Pflanzen und Pflanzenteile der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen) – sofern sie zur Herstellung von Zubereitungen zu medizinischen Zwecken bestimmt sind”.
Nun kann Sativex – nach seiner Zulassung – verschrieben werden, Pharmaunternehmen können Cannabis für die Herstellung von Cannabismedizin anbauen und das BfAM kann – nach meinem Rechtsverständnis – leichter eine Erlaubnis an Cannabispatienten rausgeben weil Cannabis nicht mehr in Anlage I steht und sie ja auch eine “Zubereitungen zu medizinischen Zwecken” herstellen wollen, siehe BtmG §3(2) “Eine Erlaubnis für die in Anlage I bezeichneten Betäubungsmittel kann das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nur ausnahmsweise zu wissenschaftlichen oder anderen im öffentlichen Interesse liegenden Zwecken erteilen.” – für Stoffe aus Anlage II und III gilt diese Extra-Hürde nicht.

Cannabis zu allen sonstigen Zwecken und allen anderen auch medizinischen Zubereitungsformen, z.B. Cannabisblüten als Rezepturarzneimittel bleibt weiter in Anlage I BtMG und damit nicht verschreibungsfähig! Nicht umsonst wird die BtM-Vo als “Lex Sativex” bezeichnet.

Eine Beschreibung der Probleme von Cannabis-Patienten im Kontext der 25. BtM-Vo. hat der Arbeitkreis Cannabis als Medizin in einer Stellungnahme formuliert.

via alternative drogenpolitik

Patientenvereinigung SCM startet Protestmailer

Nachdem das Bundesgesundheitsministerium gegen ein patientenfreundliches Urteil in Berufung, in dem es sich um den Eigenbedarfsanbau im Notstand handelte, gegangen war, befürchten die Mitglieder des Selbsthilfenetzwerks Cannabis als Medizin (SCM), auch in naher Zukunft vergeblich auf eine ausreichende und menschenwürdige Versorgung mit ihrer Medizin. Wie unserer Redaktion heute mitgeteilt wurde, startet das Patientennetzwerk jetzt einen Protestmailer auf ihrer Homepage:

„Seit mehr als 10 Jahren kämpfen schwer kranke Patienten darum, Cannabis als Medizin legal verwenden zu dürfen. Genauso lange versucht die politische Lobby, dies mit allen Mitteln zu verhindern.

Jeden winzigen Schritt in Richtung Versorgung müssen schwer kranke Patienten vor Gerichten erst erkämpfen. Lediglich 40-50 Patienten seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschlands haben bis heute eine Ausnahmeerlaubnis für einen nichtverkehrsfähigen Extrakt oder den Import von Medizinal-Cannabis aus den Niederlanden. Eine Erlaubnis, die zwar eine Anerkennung ist, dass sie Cannabis medizinisch brauchen, die aber nicht ihre Versorgung garantiert, da beides so überteuert ist, dass normale Patienten das nicht bezahlen können.

Für Dronabinol werden immer noch nicht die Kosten von der Krankenkasse übernommen und das Cannabis-Spray „Sativex“, mit dessen baldiger Zulassung sich das Gesundheitsministerium brüstet, wird ausschließlich für eine einzige Indikation verschreibungsfähig werden – und damit wieder den meisten Patienten nicht wirklich helfen!

Am 11. Januar 2011 fand deshalb vor dem Verwaltungsgericht Köln das Präzedenzverfahren gegen das „Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte“ (BfArM) statt, um den medizinisch notwendigen Eigenanbau von Cannabis durch Patienten zu erstreiten.

Mit Hilfe der „Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin“ (ACM) klagte ein schwer kranker Multiple-Sklerose-Patient gegen den vom Gesundheitsministerium verordneten Ablehnungsbescheid des BfArM. Das Verwaltungsgericht erklärte den Bescheid des BfArM für rechtswidrig und beauftragte die Behörde, neu und rechtsstaatlich zu entscheiden. Statt dies zu tun, legte das BfArM im Namen der Bundesrepublik Deutschland am 21. Februar Berufung gegen das Urteil ein. Am 17. März reichte die Bundesregierung die Begründung für die Berufung nach.

Die Berufung und ihre Begründung ist ein zynischer Schlag in das Gesicht der Patienten, die schwer erkrankt – und nicht nur medizinisch im Notstand sind sondern nach und nach auch am Hungertuch leiden und verzweifeln!

Wir starten deshalb jetzt einen Protestmailer an die Verantwortlichen im Gesundheitsministerium und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und hoffen auf Eure rege Beteiligung ihr könnt hier mit wenigen Mausklicks Schwerkranken helfen!

Vielleicht fällt der FDP, die das Gesundheitsministerium führt, in ihrer existentiellen Krise wieder ein, dass sie zu Cannabis als Medizin schon mal eine menschlichere und freiheitlichere Position vertreten hat.“

Auch wir unterstützt den Protestmailer für die viel einfachere Verwendung von Marihuana als Medizin und fordern alle Leser_innen auf, hier zu klicken und teilzunehmen!

Warum Grasraucher paranoid sind? Weil Sie uns Verfolgen!

Das TIME Magazine hat einen neuen Artikel in seiner Healthland-Ecke veröffentlicht mit dem Titel „Warum Grasraucher Paranoid sind„. Wir alle kennen den Grund – in den USA sind 800.000 von uns im Knast, tausende Werden Bußgeldbescheide erhalten die sie ihren Führerschein kostet, Millionen andere Leben mit der Angst auf Arbeit, in Studentenwohnheimen oder Zuhause aufzufliegen und dem Risiko diese Privilegien zu verlieren. Und ein paar Hunderten von uns werden die Türen eingetreten durch die gepanzerte Polizei mit ihren automatischen Waffen, die uns und unsere Haustiere töten.

Aber der TIME Artikel bezieht sich auf eine neue Studie aus Kanada, in der Ratten ein Cannabinoid-ähnlicher Stoff gegeben wurde und diese dann erhöhte Paranoia zeigten:
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USA: Investorennetzwerk für medizinisches Marihuana gestartet

25.3.2011: Nur kurz nach der Veröffentlichung des ersten US-Amerikanischen Marktberichts über die Größe des Marktes für medizinisches Marihuana, welcher auf 1,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, hat die ArcView Gruppe ihren Zusammenschluss als erstes Angel-Finanzierungsnetzwerk für die Cannabisindustrie bekannt gegeben. Das ArcView Angel Netzwerk wird die frühen Stadien der Finanzierung und die Investition in föderal legale Geschäfte innerhalb der Industrie für medizinisches Cannabis ermöglichen. Darüber hinaus werden sie das Cannabis Investmentforum abhalten, eine neuartige Serie von Veranstaltungen für die Top-Cannabisgeschäfte und qualifizierte Investoren.

Medizinisches Marihuana als Kapitalanlagemöglichkeit

„Außergewöhnliche Gewinne erwarten die Investoren, die mutig und visionär genug sind, um einen Teil beizusteuern, um diese neue Cannabisindustrie aufzubauen.“ sagte Stephen DeAngelo, Vorsitzender der ArcView Gruppe als auch geschäftsführender Vorstand des Harborside Gesundheitszentrum, das größte Modellkollektiv für medizinisches Cannabis. „Das ArcView Angel Netzwerk wird die Türen zu den erfolgversprechendsten Geschäftsmöglichkeiten öffnen.

„Es gibt viele, an dem Cannabissektor interessierte Investoren und Gründer, die Gelder benötigen. Aber bislang gab es nicht viele Investitionen. Der Mangel an Marktdaten, das Wissen über die Industrie und der Zugang zu Möglichkeiten waren für die Investoren bislang unakzeptable Risiken.

Das ArcView Angel Netzwerk und der See Change Strategie Marktbericht zielen gemeinsam darauf ab, potentiellen Investoren die Informationen zu geben, die sie für gute Investitionsentscheidungen benötigen sowie einen ständigen Fluss der besten Investitionsmöglichkeiten“, sagte der CEO der ArcView Gruppe, Troy Dayton.

Der See Change Marktbericht schätzt die derzeitigen Verkäufe der bundesstaatlichen medizinischen Marihuanaprogramme bei 1,3 Milliarden US-Dollar mit einem 5-Jahres Marktpotential von 8,7 Milliarden. Da etwa 60% der Kosten für die Verkäufe aus anderen Dingen resultieren als das Cannabis, zeigt der Bericht, dass dort ein Markt von etwa eine Milliarde Dollar für andere Geschäfte, welche Verkäufer unterstützen, existiert.

Das beinhaltet alles von Software, über Werbung, Personal, Verpackung, Versicherung, Laborüberprüfungen und weiteres. Diese Satellitengeschäfte bedienen einfach nur die existierenden Verkäufer. Zusätzlich kommen noch weitere Geschäftsfelder zum Beispiel um die Patienten zu unterstützen (z.B. mit Konsumgerätschaften), Unterstützung bei dem Anbauen der Pflanzen (Dünger) sowie Investoren (zb. Marktdaten).

Die ArcView Gruppe möchte den aufstrebenden Markt der legalen Cannabisindustrie fördern durch das Zusammenführen von fortschrittlich denkenden Investoren und Gründern. Die ArcView Gruppe wird das Datum und den Ort des ersten Cannabis Investmentforum nach Investoren und Gründermöglichkeiten ausrichten.

via sfgate

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