Cannabis-Umstufung: E-Mail an das Bfarm

Das Bfarm, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist in Deutschland für die Zulassung von Arzneien zuständig. Die Hanfplantage berichtete über eine Meldung der Apotheke-Adhoc, dass Cannabis-Extrakt als Wirkstoff von Fertigarzneimitteln von einem Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel zur Umstufung in Anhang III, verschreibungsfähige Betäubungsmittel, vorgeschlagen wurde. Neben der Tagungsordnung findet sich nicht viel. Nun möchte Ich natürlich auch wissen, ob dies eine Ente war oder Realität – also habe ich eine E-Mail an das Bfarm verfasst. Ich bin gespannt auf die Antwort:
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USA: Pennsylvanien soll medizinisches Cannabis bekommen

Pennsylvanien ist ein Bundesstaat der USA5.5.2010, USA: Senator Leach hat einen Gesetzesvorschlag eingebracht, der es kranken Menschen im Bundesstaat Pennsylvanien, ähnlich wie in 14 anderen Bundesstaaten der USA und dem Bundesstaat Columbia, ermöglicht medizinisches Marihuana zu bekommen. Der viertkleinste Bundesstaat New Jersey, gleich nebenan, hatte Anfang des Jahres 2010 einem ähnlichen Gesetz zur kontrollierten Abgabe zugestimmt.

Leach sagte: „Die Abgabe einer Medizin an Menschen, damit es ihnen besser geht, ist überfällig. Es gab zulange Desinformationen und Alte-Weibergeschichten! Medizinisches Marihuana hat sich wiederholt Bewährt, um Personen zu helfen die ernsthaft Krank sind. Es gibt keine größere Grausamkeit, als es ihnen zu verweigern.“

Darstellung zu medizinischem MarihuanaLeach’s Gesetzesvorschlag würde es Ärzten in Pennsylvanien erlauben, medizinisches Marihuana an dafür in Frage kommende Patienten zu verschreiben. Laut aktueller Studien hat sich natürliches Marihuana als effektiv bei dem Begegnen von Nebenwirkungen der Chemotherapie, Schmerztherapie, Grüner Star und andere chronischen Zuständen herausgestellt. Der Gesetzesvorschlag wird den Gesetzesvorschlag „H.B. 1393“, The Compassionate Use Act, aus dem letzten Jahr wiederspiegeln. Dieser Gesetzesvorschlag ist gerade in der Beratung durch die Gesundheitsdienste.

Wann wird Cannabis hierzulande verkehrsfähig?

Berlin:Laut einer Meldung der Apotheke-Adhoc vom 4.5.2010 hat ein Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel (BtM) dem Gesundheitsministerium empfohlen, Cannabis-Extrakt als Wirkstoff von Fertigarzneimitteln in die Anlage III des BTM-Gesetzes aufzunehmen und damit verkehrsfähig zu machen. Die Präparate könnten dann auf BTM-Rezept verordnet werden. Dazu hier die Ergebnisse des Sachverständigenrates zu Cannabisarzneien
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USA: Historische Abstimmung legalisiert medizinisches Marihuana in Columbia

Foto des Washington State Monuments, von WikipediaWashington D.C.: Am Dienstag, den 4.5.2010 wurde eine Änderung an einem Gesetz für medizinisches Marihuana mit überragender Mehrheit von der Ratsversammlung im Bundesstaat Columbia angenommen, dem schon 1998 über 69 Prozent der Wähler zugestimmt hatten. Der US-Kongress hatte die sogenannte „Initiative 59“ seit mehr als eine Dekade blockiert, bis es die Blockade letztes Jahr löste. Washington ist die Hauptstadt und der Regierungssitz der Vereinigten Staaten. Das Stadtgebiet von Washington ist identisch mit dem District of Columbia.

Von Bügermeister Adrian Fenty wird erwartet, dass er das Gesetz unterschreibt, dann hat der Kongress 30 Tage Zeit um das Gesetz zu überprüfen, bevor es gültig wird. Wenn dies passiert ist, wird der Bundesstaat Columbia ein weiterer Bundesstaat von den bisherigen 14 sein, in denen bedürftige Patienten medizinisches Marihuana bekommen können – ohne die Angst vor der Strafverfolgung.

Dies ist ein herausragender Sieg für die Hauptstadt der USA und für tausende potentieller Bewohner des Bundesstaates, die von einem sicheren und legalen Zugang zu medizinischem Marihuana profitieren werden.

via MarijuanaPolicyProject, Hanf Journal, auch weitere 254 Meldungen (5.5.,4:45 Uhr) z.b. AFP

Update

Das Gesetz ist durch, es werden jetzt acht Abgabestellen für medizinisches Marihuana in Washington D.C. eingerichtet.

Aktualisiert am 27.7.2010

Süddeutsche recherchiert schlecht über medizinisches Cannabis in den USA

Am 29.4.2010 erschien in der Süddeutschen der Artikel „Der große Rauschangriff„. In diesem wird beschrieben, dass Kalifornien ja soviele Schulden hätte und deswegen überlegt wird, Marihuana zu legalisieren. Dies soll dem Bundesstaat 14 Milliarden US-Dollars bringen. Mit diesem Bericht streut die Süddeutsche Neid, einer der 10 Todsünden. Wir wollen hier nicht religiös werden, dennoch wird mit dieser „Richtung“ im Artikel eines klar: Es wird verschwiegen, woher die 14 Milliarden denn kommen sollen.

Verschwiegen wird damit, dass es mehrere hundert-tausend Personen in den USA und Kalifornien gibt, die aufgrund einer Empfehlung ihres Hausarztes das Kraut bekommen. Verschwiegen wird, das ein Arzt seine Zulassung risikiert um den Personen eine Arznei zu geben. Es scheint gut zu helfen, und die Leute merken, dass die Horrorstories, die ihnen die Medien seit Jahrzehnten auftischen, nicht stimmen.

Vielleicht merken die Journalisten von der Süddeutschen das auch mal. Vielleicht sollten sie mal in die USA fahren und dort Patienten interviewen. Andere Blätter, wie das Hamburger Abendblatt haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Cannabis als Medizin Umfrage: Noch bis Ende Januar 2010

Es bleibt noch Zeit bis Ende Januar 2010, um an der Patientenumfrage zur Einnahme von Cannabis und Cannabinoiden für medizinische Zwecke teilzunehmen. Bis zum 31. Dezember 2009 gab es 1094 Teilnehmer an dieser Umfrage (795 vollständig
ausgefüllte und 299 nicht vollständig ausgefüllte Fragebögen).

Zur Umfrage des ACM zu Cannabinoiden und Cannabis als Medizin

Medizinisches Marihuana als Fertigarzneimittel

In der offiziellen Antwort auf den Aufruf der US-Amerikanischen Ärztegesellschaft AMA, den Klasse 1-Status von Marihuana zu überprüfen, hat das nationale Drogenkontrollbüro des Weissen Hauses geantwortet, dass es hinter der Einschätzung der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA stehe, dass natürliches Cannabispflanzenmaterial nicht die Standards von Stärke, Gleichmässigkeit, Qualität und Reinheit erreichen könnte, die für Medizin nötig wäre.

Wir sind schon gewohnt, dass die Regierungsbehörden nicht gerade faktisch korrekt sind, aber diesmal sind sie nicht nur einmal daneben, sondern zweimal.
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Weltrekord im Jointrauchen: US Marihuana Patient

Am 20. November 2009 hat Irvin Rosenfeld, ein Börsenmakler aus Florida, den Weltrekord für den Konsum von Cannabiszigaretten gesetzt.

Foto von Irv Rosenfeld, hält den Weltrekord in Joints Rauchen, USADie Bundesregierung der Vereinigten Staaten hat Rosenfeld und drei weitere US-Bürger seit Dekaden mit der rauchbaren Cannabismedizin versorgt. Irv Rosenfeld bezieht seine Medizin seit 27 Jahren und ist damit der am längsten bekannte Cannabispatient.

Einer von Vier Patienten wurde intensiv Untersucht im Jahre 2001 durch die Organisation „Patienten ohne Zeit“ als Teil der „Missoula Studie„. Irv befand sich in einem sehr guten gesundheitlichen Zustand für einen Mann in seinem Alter. Alle medizinischen Untersuchungen wurden von unabhängigen Stellen durchgeführt, da die US Behörden niemals eine solche gesamtübersichtliche Untersuchung gefordert hatten. Dadurch konnten sie auch nicht die Effizienz des Pflanzenprodukts, das sie da medizinisch verabreichen, durch den sogenannten „Compassionate New Drug Program“ der Arzneimittelzulassungsbehörde FDA, entdecken.

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USA: Polizei gegen Ärzte

Am 17.11.2009, eine Woche nach den Anrufen der Aktivisten hat die Drogenkontrollbehörde der USA (Drug Enforcement Agency – DEA) ihre Webseite aktualisiert, um die neuesten Standpunkte der Amerikanischen Ärztegesellschaft „AMA“ wiederzuspiegeln. Die Ärztegesellschaft verlangt eine Überprüfung des Klasse I Status von Marihuana. Klasse 1 bedeutet, keine medizinische Nutzen.

Die Aktualisierung entfernt mehrere Referenzen zur AMA, wie „die AMA empfiehlt, dass Marihuana eine Klasse 1 – kontrollierte Substanz bleibt“ und „die AMA lehnt Vorschläge von Marihuana als Medizin ab“. Diese Änderungen kamen nach über einer Woche nachdem die AMA ihre neue Position zu Marihuana veröffentlicht hatte.

Wenn es um den Status von Marihuana als Klasse 1 Droge geht, ist es jetzt ein Kampf zwischen Strafrechtlern und Doktoren. Die Polizei sagt, es hätte keinen medizinischen Wert, aber die Doktoren – die es ja wohl wissen müssen – sagen es hat einen Wert, oder wollen zumindest eine Überprüfung durch die Regierung. Und wiedereinmal liegt es an den Befürwortern des medizinischen Marihuanas, sich zu wundern, was die Strafverfolgungsbehörden überhaupt in dieser Debatte zu suchen haben. Es wird interessant, wie die DEA die neue Position der AMA beschreiben wird.

Das Marihuana Policy Projekt wird es euch wissen lassen.

Cops vs. Doctors