Cannabinoide in der Muttermilch gefunden – Substanzen wie im Marihuana

Grafik Aufbau der weiblichen Brust, Wikipedia, Patrick J. LynchIn vielen Teilen des menschlichen Körpers gibt es ein System von Proteinen die als Cannabinoidrezeptoren bekannt sind. Sie sind genau dafür geschaffen, Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC), eines der aktiven Komponenten im Marihuana, zu verarbeiten. Es zeigte sich anhand den Ergebnissen von mehreren Studien, dass menschliche Muttermilch viele der gleichen Cannabinoide wie Marihuana enthält. Es wird vermutet, dass diese extrem wichtig sind für eine richtige Entwicklung des Kindes.

Die Zellmembranen im Körper sind für gewöhnlich mit diesen Rezeptoren ausgestattet und werden durch Cannabinoide sowie andere Nährstoffe aktiviert. Sie sollen die Zelle gegen Viren, schädlichen Bakterien, Krebs und anderen Krankheiten schützen. Menschliche Muttermilch ist eine Quelle für Endocannabinoide, einem speziellen Typs von neuromodulierenden Lipiden, welches quasi dem neugeborenen Kind durch die Stimulation des Saugprozesses beibringt zu Essen.

Wenn es keine Cannabinoide in der Muttermilch gäbe, würde ein neugeborenes Kind wahrscheinlich nicht wissen, wie es Essen soll, oder es hätte nicht den Wunsch zu essen, was zu Unterernährung oder sogar den Tod führen würde. Glaub es oder nicht, das ganze erinnert an die Erfahrungen von Erwachsenen, wenn sie nach dem Kiffen den Fressflash bekommen.
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