Obama ernennt Hanf-Gegner zum Drogenzar

Wie das Hanf Journal vermeldet wurde Ed Jurith zum Vorsitzenden der ONDCP von Barack Obama ernannt.
Der erklärte Gegner des Einsatzes von Marihuana zur medizinischen Verwendung hatte bereits 1994 unter Clinton das Amt des im Volksmund genannten „Drug Czar“ inne. Er gilt, trotz seiner ablehnenden Haltung gegenüber „Med-Pot“, als moderater und dialogbereiter als sein Vorgänger. Nichtsdestotrotz hätten sich die Betroffenen wohl eher eine/n Verantwortliche/n mit einer etwas anderen Vorgeschichte gewünscht.

Die Aufgabe des ONDCP-Chefs ist ungefähr mit der des/der Bundesdrogenbeauftragten vergleichbar.

Quelle: Join together

„Was hat dir Gras gebracht?“

Die allerneueste Anti-Hanf-Salve aus dem „Büro zu den nationalen Drogenkontrollgesetzen“ ONDCP der USA wirft die Frage auf: „Was hat dir Gras gegeben?“. Die Antworten – wen überrascht’s – sind eine Liste von „typischen Cannabisnebenwirkungen“: stehlen, Freunde rauswerfen oder sich auf einer Couch liegend bemalen lassen. Wer meinen sarkastischen Unterton nicht verstanden hat, sollte mal den nächst verfügbaren Kiffer fragen.

Werden diese idiotischen Kampagnen mit Obama weitergehen?

Hier ist die deutsche Übersetzung des Originaldrehbuchs: (Link unten)

What has weed done for you? ONDCP Campagin

Der Werbefilm ist in andächtiger Grundstimmung gehalten, mit einer aufbauenden, angenehmen Musik im Hintergrund. Wir eröffnen mit einem Kind in dem Raum seiner kleinen Schwester:

COUCH KIND: Ich habe meine kleine Schwester bestohlen!

Sprung zu einem Mädchen, das ihr Schulzeugnis hält.

D+ MÄDCHEN: Ich habe nur 4en!

Schnitt zu einem Typen auf seinem Bett.

MOBILTELEFON TYP: Ich habe meiner Ex-Freundin letzte Nacht 27 Nachrichten hinterlassen!

Schnitt zu einem Mädchen mit einer Frau, die weint.

MÄDCHEN: Ich habe meine Mutter zum Weinen gebracht!

Schnitt zu einem Kind, das angemalt wird.

ANGEMALTES KIND: Ich lasse mich von Leuten anmalen!

Schwenk zu einem Jugendlichen in seinem Auto.

KIND: Ich habe meine Freunde vertrieben – jetzt müssen sie allein nach Hause finden.

Schnitt: Alle sind im Bild und nicken selbstbewusst in die Kamera.

Quelle: ONDCP

Gemacht wurde die Kampagne von der ONDCP und „Drug Free America“, einer wirklichen Hardcore-Abstinenz Organisation. Leider kostet so etwas auch Steuergelder, und dass nicht zu knapp.

(via celebstoner)

Da könnte man meinen, die hätten nur von Reefer Madness geklaut. Ein archetypischer Anti-Cannabis Film von 1938. Das ist jetzt 70 Jahre her – aber neue Argumente gegen Cannabis gibt’s anscheinend nicht: