Pflegepersonal vs. Menschenwürde: Cannabispatient gefoltert

Empörungsemails können an: feedback@interiorhealth.ca gesendet werden.

Im kanadischen Brook Haven Care Centre in Kelowna/ British Columbia wurde ein Patient physisch gequält, weil er seine staatlich verordnete Medizin einnehmen wollte: Neil Nagy leidet an MS und nimmt am staatlichen Cannabisprogramm der kanadischen Regierung teil. Zu diesem Zwecke erhält er regelmäßig medizinisches Marihuana vom Staat. Um Dritte nicht zu belästigen, verlässt er zu Applikation im Regelfall das Hospitalgelände in seinem elektrischen Rollstuhl.

Das Pflegeheim, in dem er lebt, hat das nun zum Anlass genommen, ihn zu bestrafen, weil die Pfleger und Ärzte „nicht an den Nutzen glaubten“. Herr Nagys Rollstuhl wurde konfesziert und er so der Möglichkeit beraubt, sein Bett zu verlassen oder gar seine Medizin einzunehmen. (hajo)

Update

Es wurde mir zurückgeschrieben: „Thank you for your concern about our patient. His allegations are being reviewed and the results will be provided to him and his family. I can assure you that he is being provided with appropriate care.“

Quelle: Handicapped Man’s Wheelchair Seized Over Medical Marijuana

Video zum Thema mit Interview:

Kimberly starb, nachdem sie wegen Cannabisgebrauchs von der Transplantate-Liste gestrichen wurde

Kimberly Reyes wohnte und lebte bis zum 27. Juli in Big Island, Hawaii. Im März 2008 wurde bei ihr Hepatites diagnostiziert und ihr wurde im Juli geschildert, dass sie nur noch 30 Tage zu leben hätte. Es sollte ihr die Leber transplantiert werden. Die Familie sagt, dass sie die Anweisungen des Doktors befolgt habe, aber ihre Krankenversicherung, die Hawaii Medical Service Association, ihr die Deckung für das Transplantat, dass sie benötige, nicht geben wollte. Dies wegen drei Bluttests, die winzige Spuren von Cannabis in ihrem Körper ausmachten.

Kimberly Reyes verstarb im Hilo Krankenhaus am 27. Juli 2009, 16 Monate nach der Diagnose. In den Monaten nach der Diagnose litt sie an Leberzirrhose, chronischer Hepatites Infektion, Nierenversagen im Endstadion. Dazu das Hepatorenale Syndrom, das Leberversagen hervorruft und weniger Blutdurchfluss durch die Nieren zur Folge hat.

Ihr wurde zweimal die Zulassung für ein Transplantat durch die HMSA wegen „technischer Gründe“ verweigert. Dazu gehörte eine Teilnahme bei den Anonymen Alkoholikern, da sie zu schwach war, sagt ihr Mutter. Dennoch bekam Reyes am 17. Juli die Zustimmung von HMSA für ein Lebertransplantat.

Diese Zustimmung signalisierte der Reyes Familie ihre Probleme mit der HMSA seien Vergangenheit, sagte der Anwalt der Hinterbliebenen. Drei Tage später, mit den Ergebnissen der toxikologischen Untersuchungen, wurde das Transplantat verweigert. Die Proben zeigten Cannabisspuren im Körper. Sie sagte, die Nutzung des Marihuanas wäre eine „indiskretion“.

Auf Hawaii ist der Erhalt von medizinischem Cannabis möglich. Sie hatte aber kein Rezept für Marihuana. Ihre Eltern sagen, dass Kimberly schon „vor Jahren“ mit dem Rauchen aufgehört hätte, sie aber ein paar Züge einer Marihuanazigarette gezogen hätte um Angst, Schwindel und Schmerzen zu lindern.

(Honolulu Advertiser)

Wie viele Menschen, denen ähnliches wiederfährt, müssen noch wegen ihrem Gebrauch von Cannabis sterben bis diese Grausamkeiten gestoppt werden? Der Grund dafür, dass Kimberly Reyes zu den Anonymen Alkoholikern sollte, ist dass Alkohol die Leber abtötet und die Krankenversicherungen keine frischen Organe an Leute abgeben wollen, die gleich nach der OP wieder anfangen zu Saufen. Aber Cannabiskonsum hat keinen Einfluss auf die Überlebenschancen von Lebertransplantaten, denn Cannabis ist nicht hepatoxisch (Leberabtötend). Die Drogen, die das Krankenhaus Kimberly gegeben hätte gegen Angst, Schwindel und Schmerzen wären sehr viel gefährlicher für ihre Leber als der eine Joint, den sie geraucht hatte.

Es ist nicht mehr oder weniger als eine Todesstrafe für Kranke und Sterbende Personen nur auf der Basis von Moralvorstellungen.

via NORML Stash