Nol van Schaik: Wie der Preis des Cannabis in den niederländischen Coffeeshops zustande kommt

Nol van Schaik ist Coffeeshopbesitzer in Haarlem, den Niederlanden. Er schreibt diesen Artikel, da es immer wieder Nachfragen gibt über die Preise des Marihuanas und des Haschischs in den niederländischen Coffeeshops. Dieser ist natürlich ein großes Thema bei den Kunden, bei den Angestellten und jenen, die mit den tolerierten Coffeeshops zu tun haben:

Foto der Coffeeshops Menukarte mit Gras, Hasch und Joints; Foto von MrLurks Hideout WebseiteWährend der letzten großen Runde mit unseren Angestellten, kam die Frage von mehreren von ihnen diese Frage auf. Sie fragten mich, ob wir nicht günstigeres Gras verkaufen könnten… Sicherlich, sagte ich, holt mir günstigeres Marihuana und ich werde es auf dem Menü günstiger anbieten.

Ich verstehe, warum die Frage aufkam, denn unsere Leute müssen sich die Beschwerden über die hohen Cannabispreise von unseren Kunden anhören. Sie wussten einfach nicht, wie die Preise, so wie sie sind, zustande kommen und glaubt mir, die Coffeeshops in Haarlem sind billig im vergleich zu den Preisen in Amsterdam für Blüten und Hasch. Und natürlich beschuldigen die Kunden uns, dass wir die Preise so hoch halten würden. Aber das ist überhaupt nicht so, das Gegenteil ist der Fall, wir haben bei den Preisen überhaupt nichts zu sagen!

In den guten alten Zeiten hatten die Coffeeshops ihre eigene Gruppe von Personen, die das Cannabis anpflanzten, dass heisst, dass die Coffeeshopbesitzer einen Einfluss darauf hatten, welche Sorte wie hergestellt wird. Die Preise waren überall in den Niederlanden die gleichen, einfach nur weil es keine anderen Käufer in unserem Business gab. Sicherlich, ein paar Leute würden ein Kilo mit über die Grenze nehmen, vielleicht auch mal etwas mehr, aber sie haben von den Coffeeshops gekauft und nicht von den Gärtnern. Da gab es immer eine Erhöhung der Preise während und nach der Ferienzeit und das aus zwei Gründen: Gärtner müssen auch mal Urlaub machen, und wenn sie es machen können sie nicht anbauen, sie verlieren Produktionszeit, gut die Hälfte der Ernte. Ein weiterer Grund ist die Sommerhitze.
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