WM 2014: Brasilien zieht in den offenen Krieg gegen die Drogen

Jesus Figur bei Rio in BrasilienBrasilien: Mit einer kleinen Armee von über 17.000 Polizisten versucht die Regierung von Brasilien, genauer Rio de Janeiro, ihre Drogenprobleme vor der Fußball-WM 2014 und den Olympischen Spielen 2016 in den Griff zu bekommen. So werden große Töne gespuckt und noch viel mehr Blei. Mit Hubschraubern und Panzern versuchen die Staatskräfte, Stadtviertel von Drogenbanden zurückzuerobern. Der Einsatz wird wirkungslos bleiben, hat aber schon einige Todesopfer gefordert: Wie die Behörden mitteilten, wurden bei Straßenkämpfen am Donnerstag acht Menschen getötet, ein Polizist wurde verwundet. Damit ist die Zahl der Toten seit Beginn einer Welle von Razzien am Sonntag auf mindestens 23 gestiegen. Andere Quellen sprechen von bereits 30 Toten.

via taz

UN Flüchtlingskommission erkennt Vertreibung der Akha an

Karte der Region, in denen die Akha lebenDie UNHCR hat die Vertreibung der Berggemeinschaft Akha von ihren Ländern durch die Königin von Thailand anerkannt. Dies geschah ohne Erklärung oder Entschädigung. Die Ausrede war oft, dass die Akha Opium anbauen würden. Tatsächlich machen sie dies aber nicht.

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Thailand: Internationale Drogenkontrollbehörde lehnt Verantwortung für Massenmorde ab


In dem am 5. März 2008 erschienen jährlichen Internationalen Drogenbericht für 2007 lehnt die INCB unproportionale Bestrafungen ab: Nach Ansicht der Kontrollbehörde sind die drogenbezogenen Fälle davon abhängig, ob sie in Übereinstimmung mit den Konventionen und dem Gesetz stehen. Dies sei darauf begründet, da die Konventionen nur auf einem Mindeststandard beruhen und weiterhin auch von den jeweiligen Landesregelungen und -Historie abhängig sei. Einige Staaten würden Drogengrosshändler verfolgen, während andere nur kleine Fälle bearbeiten würden.

“Gerechte Strafen seit 1988″

Der Report sagt aus, dass mit der Konvention von 1988 einige Staaten als “sichere Hafen” für Drogentransporteure gebrandmarkt wurden. Mit dem Abschluss der Konvention werde vermehrt darauf geachtet dass mehr Aktivitäten gegen den Drogentransport unternommen werden sollte. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass die Bestrafungen gerecht wären: Entzug der Freiheit, Geldstrafe und Sanktionen,wie zum Beispiel Konfiszierung. Hinsichtlich in regionalen, als auch in lokalen, wie auch im Bezug zum Endkonsumenten, sollen die Strafen progressiv reduziert werden. Die Konvention behandele Endkonsumenten wie Kriminelle. Die Form der Bestrafung solle aber geringer Ausfallen als bei Drogentransport.


Von der Polizei erschossener Drogendealer

Die schwarze Liste

Trotzdem wurden weiterhin überzogene Urteile gefällt. Ein erschreckendes Beispiel nimmt dabei Thailand ein. Die Regierung hat kurz vor dem Erscheinen des Internationalen Drogenreports 2007 angekündigt 4000 Personen zu töten. Schon 2003 wurden “Schwarze Listen” erstellt, die dann mehr oder weniger offiziell Abgearbeitet worden sind. Selbst das Regime musste feststellen, dass über die hälfte der Beschuldigten völlig Unschuldig seien.

Weiteres dazu:

Quelle: Die Hanfplantage, http://www.hanfplantage.de


Community March July 11, 2004 Bangkok, Thailand The Opening Day of the XV International AIDS Conference

Den Tod als Lottogewinn – Thailand will 4000 Personen zu ermorden im “Krieg gegen Drogen”

Bangkok: Die neue Thailändische Regierung will den “Krieg gegen Drogen” auf ihre Weise wiederholen. Dadurch sind schon mehr als 2500 angebliche Drogenhändler getötet worden.
Während eines dreimonatigen Amoklauf im Jahre 2003 in der Form eines komplett militärisch gerüsteten Konflikts wurden tausende auf den “Schwarzen Listen” der Polizei erschossen, mutmasslich auf Anweisung der Regierung.

Immerhin musste die thailändische Drogenkontrollbehörde zugeben, dass mehr als die hälfte der Opfer nichts mit Drogen zu tun hatten. Ein Paar auf dem Nordosten von Thailand wurde erschossen, da sie zu unerklärlichem Reichtum gekommen sind und somit zu der Schwarzen Liste hinzugefügt worden sind. Tatsächlich waren es Lotteriegewinner.

Die Kampagne war eine der Hauptstrategien von Thaksin Shinawatra, dem früheren Primierminister und Mr Samak’s politischen Patron, welcher jetzt im Exil lebt und den Manchester City Football Club führt.

“Meine Regierung wird entschieden eine Politik gegen Drogenhandel führen. Regierungsangestellte müssen diese Politik 24 Stunden am Tag durchführen, aber ich werde kein Ziel für die Anzahl der Tötungen setzen.” sagte Samak Sundaravej, der neue Primierminister.

Der Innenminister Chalerm Yubamrung, sagte: “Wenn wir eine Politik machen die 3000 bis 4000 Opfer bringt, werden wir das machen.”

Auch wenn die Militärjunta, die gegen Mr. Thaksin 2006 putschte und die Tötungen “ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit” nannten, sowohl der Primierminister als auch seine Unterstützer – welche wiedergewählt wurden im Dezember 2007, bestehen darauf dass die Toten Opfer von Bandenkriegen sind, und nicht durch die Polizei getötet wurden.

Trotzdem gibt es viele Hinweise auf Verstrickungen mit der Polizei. Viele wurden Tage nachdem sie sich auf der Polizeiwache melden sollten – um von der “Schwarzen Liste” genommen zu werden – getötet.

Die Regierung hat die Polizei angewiesen diese “Schwarzen Listen” zu erstellen, die so ausführlich wie nur möglich sein sollten, und haben diese Listen dann um bis zu 25 Prozent pro Monat gekürzt. Oft war der einzige Weg aus der Liste der Tod.

Original von Thomas Bell in Bangkok – Telegraph UK
Last Updated: 3:34am GMT 26/02/2008
http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=/news/2008/02/23/wthai123.xml