Forscher finden heraus warum Cannabis nicht (fatal) Überdosiert werden kann

Wissenschaftler haben ein Hormon gefunden, welches vom Gehirn gebildet wird, wenn die THC-Level im Blut „über das Limit“ gehen. In anderen Worten: Cannabisblüten bzw der Konsum wegen Cannabinoiden hat einen selbstlimitierenden Effekt, welcher durch das Gehirn ausgelöst wird, wenn zu viel ankommt.

Egal wie man es anstellt: Geraucht oder Gegessen, die Chancen von einer Überdosis von Cannabis bzw. der Blüten und Harze ist extrem unwahrscheinlich. Das französische Forscherteam fand diesen Effekt sehr interessant und sind dem Nachgegangen. Was sie fanden ist ein natürlich vorkommendes Hormon, welches im Tierexperiment die Effekte von Cannabiskonsum deutlich senkte.

Der Autor der Studie, Dr. Pier Vincenzo Piazza, gab zu diesem Experiment weitere Details an: Wann immer die Ratten den hohen Dosen THC ausgesetzt worden sind, haben sie ein Hormon namens „Pregnenolon“ gebildet, welches vor den Effekten des Cannabiskonsums schütze.

„Wenn das Gehirn von hohen Dosen THC stimuliert wird, produziert es Pregnenolon – es passiert eine Ausschüttung die um 3000 Prozent erhöht ist und die Effekte von THC mindert.“

In anderen Worten, der Cannabiskonsum zum Zwecke der Cannabinoide hat einen eingebauten Schutzmechanismus. Wie könnte eine solche Pflanze noch immer als Risiko angesehen werden?
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USA: Staaten mit Medizinalhanf haben bis zu 25% weniger Tote durch Überdosis von Schmerzmitteln

Eine schon etwas ältere Studie, aber noch mal interessant zu erwähnen: In den 13 Bundesstaaten der USA, die zwischen 1999 und 2010 die Möglichkeit für Medizinalhanf eingeführt haben, sind 25% weniger Menschen durch eine Überdosis von opiodhaltigen Schmerzmitteln verstorben. Die USA haben ein großes Problem mit verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln wie Vicodin und Oxycontin. Die Todesfälle durch Überdosis haben sich seit 1991 verdreifacht und jeden Tag sterben etwa 46 Personen deswegen. Die Studie wurde 2014 im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

„Der Unterschied ist sehr überzeugend“ sagt Studienkoautor Colleen Barry, Gesundheitswissenschaftlerin von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore. Sie merkt an, dass dieser Trend in jedem Bundesstaat, ein Jahr nachdem die Legalisierung durchgesetzt worden ist, einsetzte.

Die Studie legt nahe, dass Patienten die chronische Schmerzen erleiden, ihre Medikamente durch Medizinalhanf austauschen oder damit zusammenhängend ihre Dosis vermindern können. Die Effekte von opiodhaltigen Schmerzmitteln, sowie Heroin und Morphin, verstärken sich unter dem Einfluss von Cannabinoiden. Somit ist eine kleinere Dosis notwendig um die gleichen Effekte zu erzielen und eine Überdosierung weniger möglich.

Barry sagt, dass es „nahezu unmöglich“ sei durch eine Überdosis von Cannabis sterben, so dass die Substitution der wahrscheinlichste Grund für die Reduzierung der Todesfälle sei.

Es gibt aber auch Gegenstimmen. Dr. Andrew Kolodny, Chefmediziner am Phoenix House, einer Entzugsklinik, denkt, dass es weniger an der Substitution liegt, sondern eher daran, dass die liberaleren Bundesstaaten sich auch aktiv mehr um abhängige Konsumenten kümmern und dadurch die Reduzierung entstanden sei. „Es gibt keine Hausärzte in diesen Staaten, die Marihuana verschreiben anstelle von Vicodin.“

Was auch immer der Grund ist, es ist eine tolle Neuigkeit und ein deutliches Anzeichen für eine Drogenpolitik, die weniger „ungewollte Nebenwirkungen“ (UNO-Sprech für tote betroffene Menschen) zeigt.

via Newsweek

Verfrühter Aprilscherz zu 37 Todesfällen durch eine Überdosis Cannabisrauchen nach der Legalisierung in Colorado

Ein verfrühter Aprilscherz über den Todesfall von 37 Personen durch eine Überdosis beim Grasrauchen nach der Legalisierung von Cannabis in Colorado übernahm das Internet in der letzten Woche. Auf diversen Plattformen kursierte das Gerücht, welches originär von dem „The Daily Currant“ gepostet wurde, einer Satireseite.

Seit der Legalisierung von Marihuna Anfang des Jahres ist noch niemand an einer Überdosis gestorben. Tatsächlich ist es so, dass Studien zeigen, dass es nahezu unmöglich ist, sich beim Cannabiskonsum zu überdosieren. Warum soviele Personen auf diese Story ‚reingefallen ist, ist unbekannt.

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte? Tote nach der Cannabislegalisierung.

Der Überdosisscherz ging insbesondere gut ab, da ein „lokaler Doktor“ zitiert wurde mit dem Namen Dr. Jack Shepard, der seinen Angaben nach, jede Menge Personen in Totensäcke stecken musste.

Auch weitere Personen mussten daran glauben: Einer der ersten Toten sollte ein gewisser Jesse Pinkman sein, ehemaliger Methamphetamindealer.

Wem dass dann noch nicht aufgefallen ist, dass es ein Scherz ist, schaut wohl aktuell keine Fernsehserien. Jack Shepard ist aus der Serie „24“ und Jesse Pinkman einer der Protagonisten der Serie „Breaking Bad“.

Hat dich der „Aprilscherz“ ‚reingelegt?

u.a. im Examiner

Gedenkveranstaltung für Drogentote in Moskau

Und so sehen Gedenkveranstaltungen für Drogentote in Moskau aus:

Am Internationalen Drogennutzer Tag, den 1. November 2009, haben sich Aktivisten vor der Förderalen Drogenkontrollbehörde (FDCS) in Moskau versammelt, um den Toten durch Drogen zu gedenken. Die Demonstranten legten Blumen und weisse Schuhe (das Symbol des Todes) auf die Treppen der Behörde um den vielen Leben, welche die russische Drogenpolitik fordert, zu gedenken.

Jedes Jahr sterben tausende von Menschen in Russland wegen drogenbezogenen Überdosierungen und Infektionen. Viele von diesen Toden hätten einfach verhindert werden können mit der Hilfe von evidenzbasierten schadensmindernen Programmen. Trotz der Effektivität dieser Programme führt die Anti-Drogenbehörde einen Krieg gegen die Drogengebraucher/innen. Und wie in jedem Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer.

Der friedliche Protest wurde brutal von der Polizei zerschlagen. Fünf Demonstranten wurden verhaftet für 5 Stunden, später mussten sie vor einen Richter. So reagieren die Russischen Behörden auf die Bürger, die ihre Meinung zu der Regierungspolitik sagen – und der Rest von Europa assistiert, weil sie ökonomische Interessen über Menschenrechte stellen.

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