19.9.: Demo für die Freilassung von Marc Emery

Demonstration: 14 Uhr, Berlin, Botschaft von Kanada (Leipziger Platz, in unmittelbarer nähe zum Potsdamer Platz)

Marc Emery soll in den Knast. Dort soll er für etwas das, dass niemanden schadet, sitzen. Er ist für den Verkauf von 500.000kg Hanfsamen über das Internet verantwortlich sein. Ein grossteil davon soll in die USA gegangen sein, und die haben ihn angeklagt. So sollte er Anfangs pro Hanfsamen ein Jahr Knast bekommen. Für 1 Million Hanfsamen!

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Afghanistan: Wir bomben die Scheisse aus einer Handvoll Mohnpflanzen

Kampfflugzeuge des US-Militärs haben am Donnerstag, den 23.7.09, eine 300 Tonnenladung von Schlafmohnsamen in der südlichen Provinz Helmand in Afganistan bombardiert. Die Streitkräfte haben etwa 450 kg Sprengstoffe abgeworfen, um auch wirklich sicherzugehen, dass die Samen Tod sind.

Dieser Publicitystunt wurde designt, um die Herzen und Köpfe der Afghanischen Mohnbauern zu gewinnen, sagte ein Staatsoffizier der CNN. „Es gibt eine Verbindung zwischen Rebellen und Drogenhändlern die wir unterbrechen müssen“ sagt Tony Wayne von den Behörden. „Es ist auch Teil davon, die Herzen und Köpfe der Bevölkerung zu bekommen, denn in einigen Fällen werden die Bauern eingeschüchtert um Opium herzustellen.“

Die USA haben ihren Ansatz, mit den Mohnkulturen in Afghanistan umzugehen, vor kurzem geändert. In Afghanistan werden 90% des Welt-Opiums hergestellt, sowie das Derivat Heroin. Die USA haben die Ausrottungsprogramme gestoppt und zielen anstelle dessen auf Drogenhändler, insbesondere diejenigen welche mit den Taliban in Verbindung gebracht werden. Es wird geschätzt dass die Taliban mehrere hunderte Millionen Dollar durch den Schwarzmarkt erhalten.

Die USA und ihre NATO-Verbündeten (darunter auch Deutschland) versuchen, den Opiumanbau auch mit alternativen Entwicklungsprogrammen entgegenzuwirken. Diese Programme sind aber sehr schwer durchzuführen in einer Gegend, in der es keine effektive Kontrolle der Afghanischen Regierung oder Westmächten gibt.

Die Attacke auf den Samenhaufen, den einige auch als normale Nahrungsmittellagerung ansehen, kommt für die USA und die NATO in dem bisher blutigsten Monat in ihrer nahezu achtjährigen Invasion und Besetzung von Afghanistan. Nach dem Kriegsopferzähler I Casualities sind im Monat Juli bislang 63 westliche Soldaten getötet worden.

via Drug War Chronicle

Es sind zur Zeit über 700 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan stationiert, zusätzlich ist die sogenannte Quick Reaction Force seit Monaten im Lager. Bisher sind 33 Soldaten aus Deutschland getötet worden.

Weitere Hintergründe z.b. auf Indymedia: Afghanistan-Schutztruppe Hindukuschsecurity, Tagesspiegel: Fefa-Leiter: Afghanistan-Offensive war nur Show

Ein neues Wörterbuch für Obama und Drogenzar Kerlikowske

Vielleicht erinnert sich der/die eine oder andere an die Aussage des neuen US-Drogenzars Kerlikowske, dass das Wort „Legalisierung“ nicht im Vokabular des Präsidenten und auch nicht in seines eigenen, vorkommt? Schaun wir mal ins Video:

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Diese Woche Legalisierung des Eigenbedarfs in den USA?

Foto von Abgeordneten Ron Paul, USAWashington, DC: Demokrat Barney Frank, mit dem co-sponsor Ron Paul (R-TX); Maurice Hinchey (D-NY); Dana Rohrabacher (R-CA); und Tammy Baldwin (D-WI), haben am 18. Juni 2009 ein neues Gesetz in den US-Kongress eingebracht um die Bundesbehörden in ihren Befugnissen, kleinere Marihuanabesitzer zu verhaften und einzusperren, zu beschneiden. (Es ist noch nicht aktiv!)

Das Vorhaben, dass sich „Gesetz um die Föderalen Strafen für den persönlichen Besitz von Marihuana von verantwortlichen Erwachsenen zu nehmen“ (House Bill 2943), würde die Bundesverpflichtung, jedes Marihuanadelikt zu verfolgen, entfallen lassen.
In diesem Fall liegt die erlaubte Grenze bei 100 Gramm für den Eigenbedarf an Cannabis sowie eine Unze (etwa 28 Gramm) für den nicht-kommerziellen Transport. Damit wird das Strafmass für Auffälligkeiten nur noch von den einzelnen Bundesstaaten bestimmt.

Eine weitere Gesetzesvorlage, „Gesetz zum Schutz von medizinisches Marihuana Patienten“ (House Bill 2835), würde die Verfolgung von Patienten, die sich mit medizinischem Marihuana heilen, nehmen.

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Der WHO-Kokain Report den DU nicht sehen sollst

Coca Strauch IllustrationDie Publikation der größte Studie zu Kokain, die auf diesem Planeten erstellt wurde – und das schon in den frühen 90er Jahren von der UN Weltgesundheitsorganisation (WHO) und von dem UN Inter-Regionalen Kriminalitäts- und Justiz Forschungsinstitut (UNICRI) bezahlt, wurde auf Druck der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) unterdrückt. Dies passierte, als klar wurde, dass in dem Bericht Fakten genannt werden, die direkt konträr sind zu den Mythen, Stereotypen und Propaganda die der „Krieg gegen die Drogen“ gebracht hatte. (Link zu Wikileak-Seite mit dem Bericht, Mirror 1, Mirror 2)

Quelle und Weiter bei Drugsense, The WHO cocaine report the US didn’t want you to see. Hat es bis in den Guardian geschafft.

Kurze Fassung

Zwei hervorragende Aussagen des WHO-Reports sind:

  • „Gelegentlicher Kokainkonsum führt nicht typischerweise zu großen oder kleineren physischen oder sozialen Problemen. [..] eine Minderheit der Personen [..] nutzen es gewohnheitsmässig für eine kürzere oder längere Periode, und litten nur an geringen oder garkeinen negativen Konsequenzen.“
  • Und: „Die Nutzung des Kokablattes hat anscheinend keine negativen Effekte auf die Gesundheit und hat positive Therapeutische, Sakrale und soziale Funktionen für die indigenen Menschen in den Anden.
  • (Update, um was negatives Einzubauen:) Die Kokainkonsumenten berichteten sehr oft Menschenrechtsverletzungen durch Polizeibeamte und die hohe Korruption in dem Justizapperat.Die Nutzer hätten klargemacht, dass ein solches Verhalten nicht gerade zu Änderungen ihres Verhaltens beitragen würde.

Update

Und hier ist der Link zu Wikileaks mit dem WHO-Kokainreport Dokument. 1995 wurde von der Regierung der USA gedroht, die Finanzierung für die WHO einzustellen, wenn der Report veröffentlicht werde.

Jugendlicher (17) akzeptiert Strafen für seine Cannabisfürsprache

Ian Barry sagt er wollte kein Märtyerer werden, als sich sich einen Marihuanajoint in der Peninsula High School in Gig Harbor anzündete, noch wollte er einen Stunt hinlegen.

Einfach gesagt wollte der 17-jähige Schüler die Botschaft seines Schulreferats rüberbringen: Marihuana gehöre legalisiert und nicht stigmatisiert.

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Coole „Geschichte des Hanfes“ als Werbung für die Serie „Weeds“

Der zwei-Minütige Clip auf YouTube zeigt eine „Kurze Geschichte des Hanfes“. Das Video beginnt mit der dokumentierten Cannabis als Medizin Nutzung 2727 vor Christus in China. Leider 2300 Jahre zu früh für das Buddabildnis, das sie verwenden. Aber das ist Nebensächlich. An Minute 1:06 werden Flammenwerfer benutzt um das Bild der Vernichtung von Hanf darzustellen, sehr effektiv. (via StopTheDrugWar und The Daily Dish blog’s „Cool Ad Watch.“)

Pirate Bay Nutzer wissen mehr: In den USA ist die Vorabendserie „Weeds“ sehr erfolgreich. Die Serie spielt in einem fiktiven kalifornischen Vorort namens Agrestic, später in „Majestic“. Es geht darum, dass die Hauptperson, Nancy Botwin, die nach dem überraschenden Tod ihres Mannes, der (vor dem Beginn der ersten Folge) beim Joggen mit seinem jüngsten Sohn aufgrund eines Herzschlags tot umgekippt ist, auf der Suche nach einem Ausweg aus ihrer persönlichen und vor allem finanziellen Krise begonnen hat, Marihuana in der Nachbarschaft zu verkaufen.

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Wird der Polizist Kerlikowske der zukünftige Drogenzar der USA?

Gil Kerlikowske - ist er der zukünftige Drogenzar der USA?Es gibt Gerüchte, dass der zukünftige Drogen Zar der USA, Gil Kerlikowske sein wird. Das ist ein Polizist aus Seattle. Das gute daran ist, dass er aus einer Stadt kommt, wo gerade erst durch einen Bürgerentscheid mit 58% Zustimmung Cannabis-bezogene Straftaten die niedrigste Priorität haben in der Verbrechensbekämpfung. Die schlechte ist: Es ist zuerst mal Polizist.

Erst wenn die Regierung der USA anerkennt, dass die Drogenproblematik eine Sache der Gesundheit ist, und nicht der Verbrechensbekämpfung – erst dann ist eine wirkliche Wende da. Die amerikanische Cannabisorganisation NORML kommentiert.

Update: Das Gerücht wurde durch die Drugpolicy Alliance bestätigt.

Für weitere Informationen kannst du mit Allen St. Pierre, NORML Vorstand, 001 (202) 483-5500 oder Paul Armentano, NORML vertrendender Vorstand, paul@norml.org, Kontakt aufnehmen.