Forscher finden heraus warum Cannabis nicht (fatal) Überdosiert werden kann

Wissenschaftler haben ein Hormon gefunden, welches vom Gehirn gebildet wird, wenn die THC-Level im Blut „über das Limit“ gehen. In anderen Worten: Cannabisblüten bzw der Konsum wegen Cannabinoiden hat einen selbstlimitierenden Effekt, welcher durch das Gehirn ausgelöst wird, wenn zu viel ankommt.

Egal wie man es anstellt: Geraucht oder Gegessen, die Chancen von einer Überdosis von Cannabis bzw. der Blüten und Harze ist extrem unwahrscheinlich. Das französische Forscherteam fand diesen Effekt sehr interessant und sind dem Nachgegangen. Was sie fanden ist ein natürlich vorkommendes Hormon, welches im Tierexperiment die Effekte von Cannabiskonsum deutlich senkte.

Der Autor der Studie, Dr. Pier Vincenzo Piazza, gab zu diesem Experiment weitere Details an: Wann immer die Ratten den hohen Dosen THC ausgesetzt worden sind, haben sie ein Hormon namens „Pregnenolon“ gebildet, welches vor den Effekten des Cannabiskonsums schütze.

„Wenn das Gehirn von hohen Dosen THC stimuliert wird, produziert es Pregnenolon – es passiert eine Ausschüttung die um 3000 Prozent erhöht ist und die Effekte von THC mindert.“

In anderen Worten, der Cannabiskonsum zum Zwecke der Cannabinoide hat einen eingebauten Schutzmechanismus. Wie könnte eine solche Pflanze noch immer als Risiko angesehen werden?
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10 Fragen an deinen Cannabiswissenschaftler

Die Geschäftslandschaft der Cannabislabore ist unreguliert, deswegen müssen ihre Kunden schon etwas erfahren sein. Zu Wissen, welche Fragen man einem möglichen Cannabislabor stellen sollte, ist ein Schlüssel dabei. Um bei diesen Prozess zu Helfen, hat eine Gruppe von Laboranbietern aus verschiedenen Bundesstaaten der USA zusammen mit einem internationalen Koordinator eine Liste von 10 Fragen zusammengestellt, die man einem Cannabiswissenschaftler stellen kann. Diese Liste kann als Kurzreferenz für alle angesehen werden, die ein qualifiziertes Labor suchen.

10 Fragen die man einem Cannabiswissenschaftler stellen kann

  1. Welche Aus- oder Weiterbildung haben Sie um diese Cannabisanalysen durchzuführen?
  2. Nach welchen Cannabinoiden testen Sie? Haben sie verlässliches Referenzmaterial für alle von ihnen?
  3. Wie ist CBN auf THC bezogen und warum ist es wichtig, auch danach zu testen?
  4. Welche Art von Proben testen sie (Blüten, Essbares, Tinkturen) ? Haben sie Ihren Extraktions und Analyseprozess entsprechend der Proben optimiert?
  5. Was macht ihr mit den übrigbleibenden Materialien?
  6. Kennen sie die Cannabinoide in Säureform? In Proben aus essbaren Produkten oder Tinkturen können diese in höhen Konzentrationen vorhanden sein. Wie gehen Sie damit um?
  7. Was ist Ihre Analysemethode um Cannabis zu testen (HPLC [Flüssigchromatographie], GC [Gaschromatographie], TLC, anderes)? Was sind die Grenzen Ihrer Methode?
  8. Was ist der Durchschnittliche THC/CBD Gehalt den Ihr Labor gemessen hat?
  9. Hat Ihr Labor jemals eine Probe zweimal gemessen mit unterschiedlichen Resultaten? Was war die Erklärung dafür und was wurde geändert um dieses Problem nicht (wieder) Auftreten zu lassen?
  10. Analysemethoden müssen „getestet“ werden, bevor man sichergehen kann, dass sie wirklich Verlässlich sind. Haben Sie dies getan, und wie wurde dies durchgeführt? Hat sich eine dritte Partei darum gekümmert? Wenn Sie es bislang nicht getan haben, wie kann ich sicher sein, dass meine Ergebnisse korrekt sind?
  11. Folgende Personen haben zu dieser Liste beigetragen: Arno Hazekamp (Niederlande), Samantha Miller (Pure Analytics), Paula Morris (Medea Labs), Noel Palmer (Montana Botanical Analytics), Jeff Raber (The Werc Shop) und Eric Taylor (California Botanicals). Kollektiv die ACS, der Alliance for Cannabis Science.

    Beitrag von Samantha Miller, von FreedomIsGreen

Suchtstoffkommission möchte bessere Verfügbarkeit kontrollierter Substanzen für die Wissenschaft

Wien: Laut dem CNDBlog möchte die Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen (CND) eine bessere Verfügbarkeit kontrollierter Substanzen für die wissenschaftliche und medizinische Nutzung ermöglichen. So ein Vorschlag im sogenannten „Komitee des Ganzen“ auf dem diesjährigen Treffen der Suchtstoffkommission in Wien, 21.-25. März 2011.

Der Vorschlag kommt aus Finnland mit der Argumentation, dass Drogentestlabore immer eine gewisse Menge von den kontrollierten Substanzen benötigen um ihre Analysen durchzuführen. Auch wenn diese Labore Arbeit der Regierung durchführen, sei es schwierig an diese Substanzen zu gelangen. Somit sei es nötig, die Verteilung von Testproben für Qualitätskontrollen international zu organisieren.

Interessanterweise kam aus Russland der Vorschlag, es solle „genügende Menge Substanzen“ und nicht nur „minimale Mengen Substanzen“ in der Vereinbarung festgehalten werden.

Es gab eine kurze Diskussion welche Organisation, UNODC oder INCB, diese Substanzen zur Verfügung stellen und die Qualität kontrollieren solle.

Finnland und weitere interessierte Staaten werden den Text außerhalb des Komiteetreffens fertigstellen.

Update

Vgl. Komitee des Ganzen, Finale Version und Komitee des Ganzen, L6:

Weiteres aus der Diskussion:
„Medizinische Zwecke“ wurden nun aus der Vereinbarung entfernt, es verbleiben somit nur noch die „wissenschaftlichen Zwecke“.

Die Russische Föderation hat ein Problem damit, wenn die Suchtstoffkommission irgendwelchen Regierungsstellen dieses Thema aufzwingen möchte. Dies sei nicht das Mandat der Suchtstoffkommission. (Vgl. encod)

Der Resoultion wurde dann übernommen und zugestimmt.

Marihuana halbiert das Wachstum von Lungenkrebs

Die aktiven Inhaltstoffe von Marihuana halbieren das Wachstum von Lungenkrebs und reduzieren Signifikant die Fähigkeit des Krebses, sich auszubreiten. Dies sagen Wissenschaftler von der Havard Universität, welche die Chemikalien sowohl im Labor als durch Mäusestudien getestet haben. Lungenkrebs fordert mehr Opfer als Brustkrebs, Prostatakrebs und Dickdarmkrebs zusammen.

Sie sagen, dass dies das erste Experiment ist, welches aufzeigt dass die Komponente Delta-Tetrahydrocannabinol (THC) das EGF-induzierten Wachstum und die Verbreitung verhindert. Lungenkrebs mit überstarkem epidermalen EGF-Faktor sind für gewöhnlich Hochaggressiv und Resistent gegen die Chemotherapie.

THC, welches die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2 aktiviert, funktioniert ähnlich wie das Endocannabinoidsystem, welches im Körper natürliche Stoffe produziert und diese Rezeptoren aktiviert. Die Wissenschaftler schlagen vor, dass THC oder andere Designerstoffe, welche diese Rezeptoren aktivieren, ein gutes Ziel sind um Lungenkrebs zu behandeln.

via current, quelle science daily, veröffentlicht im American Association for Cancer Research (2007, April 17). Marijuana Cuts Lung Cancer Tumor Growth In Half, Study Shows.

Zum 80. Geburtstag von Raphael Mechoulam

Es ist nun mehr als 45 Jahr her, dass Prof. Raphael Mechoulam zusammen mit seinem Freund Prof. Yehiel Gaoni am Weizmann-Institut für Wissenschaften in Jerusalem (Israel) erstmals die
vollständige Struktur des Cannabiswirkstoffes Delta-9-Tetrahydrocannabinol (Dronabinol) aufklärte. Seit dieser Entdeckung ist Prof. Mechoulam einer der führenden Experten der
Cannabinoidforschung und die gesamte Gemeinschaft der Cannabinoidforscher freute sich, mit ihm im Rahmen des Kongresses „Cannabinoids in Biology and Medicine“ in Jerusalem vom 31. Oktober bis 4. November seinen 80. Geburtstag zu feiern. Prof. Mechoulam wurde am 5. November 1930 in Sofia, Bulgarien, geboren. Wir wünschen Prof. Mechoulam und seiner Familie alles Gute für die Zukunft und ihm eine fruchtbare Fortführung seiner Arbeit.

Hintergründe zu dem Fehlen von Studien zu medzinischen Marihuana: Behörden verbieten Initiativen

Paul Armentano von NORML schreibt für die Huffingtonpost über das Fehlen von Studien zu medzinischen Marihuana.

Es ist das bürokratische Problem, dass Befürworter von medizinischen Marihuana seit Dekaden plagt. Gesetzesmacher und Gesundheitsämter verlangen klinische Studien über die Sicherheit und Effektivität von medizinischem Cannabis, aber die Bundesbehörden, die dafür zuständig sind, verwehren sich der Forschung.
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Drogenforschungsinstitut INEIDFO stellt sich vor

Logo des Drogenforschungsinstituts INEIDFODas Institut für Empirische und Interdisziplinäre Drogen-Forschung (INEIDFO) ist eine gemeinnützige Gesellschaft aus verschiedenen Wissenschaftlern, Medizinern, Juristen und anderen Personen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, empirische Drogenforschung frei von moralischen und politischen Prägungen interdisziplinär zu betreiben. Unser neuestes Projekt ist eine internetbasierte Umfrage zum Konsumverhalten, der Risikoeinschätzung und der gewünschten handelsrechtlichen Einordnung der 20 am meisten gebrauchten Drogen bzw. Genussmittel.

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Warum Schokolade besser gegen den Fressflash hilft als Möhren – Cannabinoide verstärken Geschmackssinn für Süsse

Neue Untersuchungen des Monell Centers und der Kyushu Universität in Japan berichten, dass Endocannabinoide direkt auf die Geschmacksrezeptoren auf der Zunge wirken und den Geschmackssinn für Süsse steigern.

„Unsere Geschmackszellen könnten mehr in der Appetitregulierung beteiligt sein, als wir bisher dachten“ sagte der Autor der Studie Robert Margolskee, M.D., Ph.D., ein Molekularbiologe am Monell Center. „Das bessere Verstehen der Vorgänge, die zum Essen oder Überessen führen, könnten helfen gegen die starke Zunahme von Übergewichtigkeit und darauf bezogene Krankheiten zu mindern.“

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Petition für freien Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen

Die Petition fordert, aus öffentlichen Geldern geförderte wissenschaftliche Ergebnisse allen Bürgern frei zugänglich zu machen. Bund und Länder geben jedes Jahr gut 12 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aus. Die Ergebnisse dieser Förderungen erscheinen jedoch zu einem überwiegenden Teil nur in teuren Fachzeitschriften.

»Der Bürger zahlt somit doppelt, erst für die Forschung selbst und danach noch einmal für den Zugriff auf die Ergebnisse«, sagt Bastian Greshake, Koordinator der Arbeitsgruppe Open Access der Piratenpartei. Er klagt weiter: »Allein die Universitäts- und Landesbibliotheken haben 2008 fast 220 Millionen Euro nur für den Erwerb von Fachzeitschriften ausgegeben. Das ist Geld, das in Forschung und Lehre sicher besser angelegt wäre.«

Zur Petition Nr. 7922 für freien Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen – hat am 1. Dezember 2009 16982 Mitzeichner/innen

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