Facebook blockiert politische Cannabiswerbung

Huffingtonpost berichtet, dass diverse Onlineanzeigen die mit Cannabis zu tun haben von Facebook blockiert werden. Für einen typischen Studenten (der USA) ist etwas nicht passiert, wenn es nicht auf Facebook erscheint. Dies gibt dem sozialen Netzwerk einen großen Einfluss auf die politischen Debatte, insbesondere wenn sie ausserhalb dem stattfindet, was Facebook als akzeptablen Diskurs empfindet. Eine Petitionsseite gegen die Entscheidung steht schon – mach mit!

Just Say Now Cannabis Kampagne

Befürworter der Marihuanalegalisierung, welche zur Wahl in Kalifornien im November 2010 steht, wollten eine Onlinekampagne einrichten. Diese sollte zum Überdenken der aktuellen Gesetze anregen, aber damit sind sie bei Facebook gegen eine Wand gelaufen. Facebook akzeptiert zuerst die Anzeige von der Gruppe Just Say Now, vom 7. August bis 26. August, sie wurde 38 millionen Mal angezeigt und der Gruppe geholfen, mehr als 6000 Teilnehmer zu bekommen für ihre Facebookseite. Aber dann wurde sie abrupt entfernt.
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Stadt München zensiert den Hanfverband

„Sie wissen ja, was der DHV macht“ ist die Begründung für die Münchener Verkehrsbetriebe, die Buswerbung des Deutschen Hanf Verbands zu zensieren. Gezeigt werden sollte der Spruch „Schluss mit Krimi – Cannabis normal“ und stellt die harte Repression in Deutschland, vornehmlich Bayern, in Frage. Anscheinend hat es dort noch so einige Betonköpfe, die lieber Krieg spielen.

DHV-Werbebanner für die Busse: Aufschrift Schluss mit Krimi - Cannabis normal

Georg Wurth, der Vorsitzende des DHV, beschuldigt die Stadt München der Zensur: „Der DHV macht keine Werbung für Cannabis. Wir wollen lediglich die heftige Verfolgung von Cannabiskonsumenten in Bayern zur Diskussion stellen. Hausdurchsuchungen und Fingerabdrücke bei kleinsten Cannabismengen – in Bayern hat die Kifferverfolgung wahnhafte Züge angenommen. Nun unterdrückt die Stadt München das Thema. Sicher auch, weil sie keine guten Argumente für ihre radikale Cannabispolitik hat.“

Dabei ist Cannabis auch in Bayern normal. Laut einer EMNID-Umfrage, die der DHV im Juli durchführen ließ, haben 15 Prozent der Menschen in Bayern schon einmal Cannabis konsumiert. Alles Verbrecher? Das sieht mittlerweile auch eine Mehrheit der Befragten in Bayern anders.

Der MVG schreiben:

Wer den Münchner Verkehrsbetrieben seine Meinung sagen möchte, kann dies an folgenden Stellen machen:

Münchner Verkehrsgesellschaft mbH, Kundenmanagement V-32, D-80287 München
E-Mail: lobundtadel@mvg.swm.de

Mein Brief an die MVG:

Werte Damen und Herren,

ich beziehe mich hiermit auf die Pressemitteilung des Deutschen Hanf Verbandes (DHV) vom 24.08.10, http://hanfverband.de/index.php/nachrichten/aktuelles/1319-muenchen-zensiert-werbung-des-deutschen-hanf-verbandes-auf-bussen,
in der mitgeteilt wird, dass München die Werbung des DHV auf Bussen zensiert.

Dies, insbesondere die einzeilige Begründung, empfinde ich als eine gezielte Diskriminierung und Zensur einer Forderung im sinne der demokratisch-freiheitlichen Grundordnung in Deutschland.

Der DHV will Menschen dazu bringen, sich mit dem Drogenkonsum in unserer Gesellschaft und der herrschenden Drogenpolitik auseinanderzusetzen, ob sie selbst konsumieren oder nicht spielt hier keine Rolle. Eine offene Debatte soll mit der Kampagne angestoßen, Menschen zum Nachdenken bewegt werden.

Laut einer EMNID-Umfrage, die der DHV im Juli durchführen ließ, haben 15 Prozent der Menschen in Bayern schon einmal Cannabis konsumiert.

Alles Verbrecher?

via DHV: Aktuelles – München zensiert Werbung des DHV auf Bussen

UNODC zensiert ihre eigene Webseite, die sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausspricht

25.2.2010: Die Behörde für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen hat ihre eigene Webseite zensiert, die sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis ausspricht.

Logografik von der Organisation TRANSFORM, die sich für eine Reform der Drogenpolitik einsetztEine Webseite der Behörde für Drogen und Kriminalität der Vereinten Nationen, die TRANSFORM zuvor schon im Blog erwähnt hatte, wurde zensiert. Es wurde eine ganze Sektion entfernt, die einen seltenen Ausbruch von Pragmatismus, in diesem Falle für die Entkriminalisierung von Cannabis, enthielt.

Das erscheint eher armselig. Die Webseite, um die es geht, lag etwa drei Jahre ungestört, nur um die Argumente für eine Entkriminalisierung zu löschen, nach dem Tag an dem über sie gebloggt wurde.

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Cannabisbericht von der WHO zensiert durch die Vereinten Nationen und USA?

BBC News schreibt über einen Bericht zu Cannabis, den die WHO 1998 unterdrückt haben soll, welcher Aussagt, dass Cannabis harmloser sein soll als Alkohol oder Tabak.

Ein WHO Bericht zu Cannabis, der erste in 15 Jahren, wurde im Dezember veröffentlicht, aber das „New Scientist“ Magazine sagt, dass Vergleiche zwischen Cannabis und legalen Substanzen entfernt wurden, da befürchtet wurde, dass dies Munition für die „Legalize Marihuana“ Kampagnen wäre.

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Dreiste Lüge: Löschen statt Sperren ist ein Fake

Wichtiger Hinweis am Rande: Die Presse-Behauptung, der neue Gesetzentwurf beinhalte „Löschen statt Sperren“, entspricht nicht der Wahrheit. Da steht nämlich nicht drin, dass sie erst Löschen müssen, sondern dass sie nur auf die Sperrliste tun können, …

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Austreten aus der SPD

Internetfilter: Die SPD macht gemeinsame Sache mit der CDU. Spätestens jetzt solltest du dort austreten.
Einen formlosen Austritt kannst du per Post an folgende Adresse richten: SPD Parteivorstand, Willy-Brandt-Haus,
Referat Parteiorganisation, Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin. Ein gutes Beispiel für eine gute Begründung hat der CCC Mainz veröffentlicht.

Wo ist meine Stimme? Wahlen im Iran

Wir berichten heute aus dem Iran. In dem Land tobt noch immer ein Machtkampf um die Regierung. Vieles spricht für Wahlbetrug. Was im Fernsehen zu hören war: Es hätte zuwenig Stimmzettel gegeben und einigen Anhängern des Reformers Mousavi wäre der Eintritt zu den Wahllokalen verwehrt geworden. Die freie Berichterstattung wurde verhindert. Sämtlichen Journalisten ist es verboten, sich frei zu Bewegen. Auch das Internet wird zensiert.

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Grass-Mud Horse und Subversives aus China

Zur Zeit sind soetwas ähnliches wie Lama’s in China total angesagt: Das Grass-Mud Horse, eine der 10 „mystischen Figuren“ von Baidu. Baidu ist Chinas größte Suchmaschine und wird von Google gemacht

In China steht die „grosse Firewall“: Ein staatliches Zensurnetzwerk, dass für die Regierung unerwünschte Inhalte entfernt. Neben politischen Webseiten, ausländischen Nachrichtensendern werden auch Suchmaschinen und „unanständige Inhalte“ zensiert.

Nun sagen die Sprachforscher, vorran die New York Times, dass das folgende Video eine subversive Unterwanderung wäre. Die Schlammpferde stehen für die wiederständigen Bürger, die Krebse, die das Land überfluten, sollen die Zensoren der Regierung darstellen… Hier in der Rap-Version:
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Störfeuer gegen die freie Internetnutzung von Seiten der Union

Gestern ist eine Pressemitteilung der stellvertretenden CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Ilse Falk erschienen, in der die öffentlichen Bestrebungen gegen den von Familienministerin Ursula von der Leyen vorgeschlagenen Internetfilter und somit gegen einen weiteren Spatenstich für das Grab der freien Meinungsäußerung als „Störfeuer“ dargestellt werden.

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Zensur unbeliebter Meinung bei der fluter.de Redaktion

Auf dem Netzangebot von Fluter.de, einem Magazin der BPB, der Bundeszentrale für politische Bildung von Deutschland, kann Mensch sich ein Blog registrieren und die eigene Meinung kundtuen – könnte man meinen.

Sobald es aber um heikele Themen geht, wie in meinem Fall “Drogen”, sieht die Meinungsfreiheit sehr mager aus. Ich habe versucht, einen Blog dort zu registrieren und folgene Diskussion muss ich mir mit der fluter Redaktion antuen:

Hallo XXX,

nach der Prüfung der von dir angegebenen Website müssen wir dich bitten den Link aus deinem Profil zu entfernen.

Eine Website, die als erste Meldung einen Link enthält zu einem Beitrag zur Herstellung von Ecstasy sehen wir als äußerst kritisch an. Ecstasy ist eine gefährliche Droge, besonders wenn sie von unerfahrenen Leuten hergestellt wird (an diese richtet sich unserer Auffassung nach dieser Beitrag).

Wir können daher eine Verlinkung von fluter.de mit dieser Website oder ähnlichen Inhalten
nicht akzeptieren.

Mit freundlichen Grüßen,
fluter.de-Redaktion

> Folgendes Profil wurde erstellt:
> Login:tribble
> Meine Seite:
> http://www.hanfplantage.de/

Herstellung von Ecstasy in 40 Sekunden

Der fragliche Beitrag, siehe “Wie wird Ecstasy hergestellt”, ein 40 Sekunden Clip aus dem amerikanischen Fernsehen, wird von der Redaktion als “gefährlich” angesehen, da ja unbedarfte Menschen denken könnten, so wird das hergestellt.

Jeder Mensch, der sich das Video anschaut, kann mir dabei zustimmen, dass es unmöglich ist nach dieser Anleitung Ecstasy herzustellen. Anscheinend hat das die Redaktion nicht getan, und will mit diesem “Todschlagargument” solcherlei Informationen von ihren Seiten fernlassen.

Vorrauseilender Gehorsam – Diskriminierung an allen Stellen

Als ob es in meinem Interesse läge, Ecstasyherstellungsanleitungen auf fluter.de zu veröffentlichen. So ein Blödsinn – aber es wird einen Unterstellt, und damit erscheint die Redaktion in keinem guten Licht.

Weiter in den eMails

Natürlich habe ich der Redaktion geschrieben, dass es sich in diesem Beitrag wohl kaum um eine komplette Anleitung handeln könne, da dieser Film im öffentlichen Fernsehen ausgetrahlt wurde. Als Reaktion darauf kam folgende eMail, schon mit meiner Antwort darauf:

—–Ursprüngliche Nachricht—–
Von: XXX
Gesendet: 29.03.08 12:46:34
An: XXX
Betreff: Re: Benutzerprofil geändert

Hallo XXX

ich habe soeben die Ergänzungen in deinem Profil gecheckt und muss dich
nochmals bitten, den Link zu deiner Seite zu entfernen. Nur weil der
Artikel zur Herstellung von Ecstasy nach unten gerutscht ist, heißt das
nicht, dass das Problem nicht mehr existiert.

Wir glauben, dass so eine Anleitung gefährlich werden kann für Leute, die
keine Ahnung von den Auswirkungen von Ecstasy haben und können deswegen
eine Verlinkung von fluter mit dieser Seite, egal ob direkt oder indirekt,
nicht akzeptieren.

Mit freundlichem Gruß,
fluter.de-Redaktion

Meine Antwort darauf:

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktion,

ich habe den strittigen Beitrag um einen Link zu Fachinformationen über die Substanz ergänzt.

Dennoch sehe ich einige Reibungspunkte: Wie ich ihnen schonmal schrieb, sehe ich nicht ein, einen im normalen Fernsehen ausgestrahlten Fernsehbeitrag von meiner Webseite zu nehmen. Dieser Beitrag ist etwa 40 Sekunden lang. Glauben Sie wirklich, dass in 40 Sekunden Ecstasy hergestellt werden könne? Warum sollte dieser Beitrag gesendet werden, wenn er denn so gefährliche Substanzen beschreiben würde?

Glauben Sie wirklich, dass Ecstasy per se gefährlich ist?

Wenn ja, dann sind sie Opfer der 50 Jahre Drogenprohibitionspropaganda.

Keine Substanz ist per se gefährlich. Schon Paracelsius schrieb “Die Dosis macht das Gift”. Keine Substanz die auf dem Tisch liegen würde, würde sie von sich aus anfallen wie ein wildes Tier oder sie verführen das zu nehmen: Substanzen haben keinen Mund!

Wenn Sie sich meine Webseite genauer anschauen würden, würden Sie erkennen, dass sich meine Seite durchaus mit Drogenprävention und Drogenaufklärung befasst. Ich werde in dieser Arbeit sogar von der BzgA / Deutsche Aidshilfe unterstützt. Wollen Sie wirklich gegen offizielle Politik dieser Organisationen reden?

Zum Ecstasy noch mal: Meine Fachinformanten, die studierte Pharmazeuten und Ärzte sind, sind einhellig der Meinung, dass Streckstoffe oder ganz unbekannte Substanzen die “gefährlichen Pillen” machen.

Und diese Schweinerei ist NUR durch die Prohibition möglich!

Ich werde diese Maildiskussion in meinem Blog zur Ansicht stellen, und weiterhin die “Personen vom Fach” über diese Diskussion in Kenntnis setzen.

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