USA: Krieg gegen Marihuana geht weiter: Förderalbehörden wollen Abgabestellen schliessen

Seattle, USA: Die Drogenverfolgungsbehörde DEA hat 11 bundesstaatlich lizensierten Abgabestellen einen erschreckenden Brief überstellt. Sie sollen innerhalb von 30 Tagen schliessen oder sich der Beschlagnahme gegenübersehen.

Trotz der Initiative 502, welche Marihuana für alle Erwachsene über 21 im Bundesstaat Washington legalisierte und der die Wähler von Washington zustimmten, und dem schon 1998 zugestimmten Vorhaben 692, welches medizinisches Marihuana im Bundesstaat legalisierte, haben jetzt 11 Abgabestellen Briefe von der Drogenverfolgungsbehörde DEA erhalten. Der Verkauf von Marihuana sei illegal unter Föderalgesetzen und sie müssten innerhalb 30 Tagen schliessen. Ansonsten könnte ihr Eigentum beschlagnahmt werden.

„Die Bürger in Washington haben gesprochen“, so Kari Boiter vom Washingtoner Chapter der Americans für einen sicheren Zugang. „Eine Mehrheit der Wähler sagen dass Cannabis kein Verbrechen sei, insbesondere für kranke Personen. Dennoch sind die Förderalbehörden weiterhin hinter Patienten und ihren Fürsorgern hinterher mit Strafen. Soll soe die I-502 Industrie behandelt werden?“

Die bundesstaatliche Kontrollbehörde für Alkoholika arbeitet zur Zeit an einen Plan zur Besteuerung und Regulierung von Marihuana. Die Pläne umfassen lizensierte Produzenten, Verarbeiter und Verteilungszentren.

Es ist unklar, warum die 11 Abgabestellen herausgepickt worden sind. Einige Besitzer der angeschriebenen Abgabestellen gaben an, dass sie völlig innerhalb der lokalen und bundesstaatlichen Regeln arbeiten.

„Diese Kollektive haben intensiv mit den Stadt und dem Bundesstaat zusammengearbeitet um Arbeiten zu können“, so Rachel Kurtz, die Anwältin, welche die Abgabestellen vertritt. „Der Brief der DEA macht keinen Unterschied zwischen legitimen Geschäften und jenen, die keine Anstrengungen unternehmen um bundesstaatliche und lokale Gesetze zu befolgen.“

„Ich würde es sehr gut finden, wenn die DEA herkommt und einen Blick reinwirft“ so Douglas Gerdes, Besitzer von „The Only Natural“, der den Brief am letzten Dienstag erhielt. „Ich habe nichts falsches getan.“

Die Sprecherin der Seattler DEA, Jodie Underwood, sagte zu den Briefen, dass sie identisch seien mit den anderen Briefen im letzten Sommer, in denen es um härtere Strafen gehe für Drogenstraftaten innerhalb von 1000 Fuss bis zu einer Schule, einen Park, oder einen anderen „sensiblen Ort“.

Underwood fügte hinzu, dass der Brief „nicht mit den Gesetzen in Washington zu tun habe.“

Sprecher des Bundesstaates Roger Goodman, ein Befürworter von medizinischen Marihuana sagte dazu, dass die Behörde übertrieben habe. Es gäbe gar keine Regelung, wie weit eine Abgabestelle von einer Schule oder ähnlichem entfernt sein dürfe.
Wegen der hohen Bevölkerungsdichte wäre so ein Geschäft – egal ob nun mit Marihuana oder nicht- auch gar nicht möglich.

Trotzdem gab es einige Abgabestellenbesitzer, die darauf geachtet haben. Aber das zählte nicht für die DEA. „Als ich meinen Shop in Shoreline eröffnete, schätzte die Stadt die Distanz zwischen meiner Zugangstür und der Schultür die Strasse runter auf 1058 Fuss. Aber der Brief sagte, ich wäre innerhalb von 1000 Fuss.“

via the daily chronic: War on Marijuana Returns with Federal Crackdown on Seattle Dispensaries

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.