Was haben Regierungsbeamte und Drogenbosse gemeinsam? Sie verstecken ihre Gelder in Panama

Die „Panama Papers“ sind das größte Datenleck in der Geschichte – und etwa 20 mal größer als Wikileaks. Millionen und Abermillionen Seiten mit Details über die inneren Geschehnisse der Anwaltsfirma Mossak Fonseca. Sie ist bekannt dafür – und nun belegt – dass sie reichen Kunden aus aller Welt helfen, ihre Gelder vor der Strafverfolgung und den Steuerbehörden zu verstecken. Natürlich sind auch die großen Drogendealer mit dabei. Ein Kommentar von „World Cannabis Club“.

Details über das Datenleck sind vor etwa einer Woche in diversen Presseorganen veröffentlicht worden, welche ihre Resourcen zusammengelegt hatten, um diese massive Ansammlung von Material zu sichten. Mit dabei ist die Süddeutsche Zeitung, der BBC, The Guardian und die Times of India. Viele Prominente wie Premierminister von Island, der Vater von britischen Regierungschef David Cameron, Jackie Chan und Lionel Messi wurden damit öffentlich blossgestellt, dass sie Gelder verstecken. Einer von Vladimir Putins besten Freunden hat anscheinend 2 Milliarden USD mit Hilfe der Firma verschwinden lassen. Weitere Informationen kommen ans Tageslicht, dass die Firma mit allem, was auf der „schwarzen Liste“ steht, zu tun hatte: von der Hezbollah bis zu den mexikanischen Drogenkartellen – alle bekamen Hilfe von Mossak Fonseca.

Panama hat schon immer seinen Anteil an Skandalen die mit Drogengeldern zu tun hatten. Unter dem Regierungschef Manuel Noriega haben die Banken schon früh angefangen, das Geld von Pablo Escobars Medellinkartel zu waschen. Als dann Noriega als antikommunistischer Proxy für die USA fungierte, konnten die Drogendealer in Miami ihre Ausrüstung mit Schecks der Zentralbank von Panama relativ ungestört einkaufen. Panama warf seine Reputation als Ort für illegale Geschäftspraktiken nie ab – aus einem guten Grund.

Erweiterter Kommentar: Deutschland betrifft dieses Leak auch, denn unser Finanzminister Schäubele liess schon vor Jahren einen Informanten abblitzen. Der Grund: Laut Spiegel unterhält die Bundesdruckerei selbst Konten in Panama. Da fragt man sich doch nur: War das gezieltes Wegsehen?

via CannaSOS

Bild von Gary Mallard

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