Colorados erste Hashbar und Coffeeshop eröffnet am 1. Januar 2013

Grafik Logo der Hashbar und Coffeeshop Whitehorse Inn in ColoradoGenau am 1. Januar 2013 auf Schlag Mitternacht wird etwas sehr magisches Passieren. Wir reden hier nicht von irgendwelchen Treffen zu Neujahr oder ‚reinfeiern, sondern die von der Eröffnung von Colorados erster Haschbar nd Coffeeshop, dem Whitehorse Inn. Von Paul Lovato, dem Besitzer des White Horse Inn.

Das Whitehorse Inn ist in Del Norte, Colorado beheimatet und wird der erste bundesstaatlich legale Coffeeshop seiner Art in den USA sein. Wenn du nur ein bischen wie ich bist, hast du immer geträumt, wie es ist, in einem Coffeeshopsetting wie in Amsterdam und British Columbia (Kanada) einen zu rauchen, aber wie wäre es in Amerika? Man muss sich es jetzt nicht länger nur Vorstellen, liebe Rauchergemeinde, da der Traum Realität geworden ist und nicht nur für ambitionierte Raucher wie mich.
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Fünf Tipps wie man mit seiner Familie über die Legalisierung sprechen kann

Der Text ist original Erschienen im Blog der DPA. Meiner ganzen Familie ist bekannt, dass ich für die Drug Policy Alliance arbeitete und dieser Job bedeutet, dass ich mich für den Wegfall von Strafen für Drogenkonsum einsetze. [Anmerkung der Übersetzung: Meine Familie weiss auch, dass ich für das Hanf Museum und die Hanfparade ehrenamtlich arbeite!] Cannabis ist oft ein Thema bei Familienessen und seit dem die Wähler in Colorado und Washington der Cannabislegalisierung am Wahltag zugestimmt haben, weis ich, dass ich mich auf weitere Gespräche bei Thanksgiving [Anmerkung d. Ü.: oder bei uns: Adventsessen] einstellen kann.

Wenn die Diskussionen bei eurem Familienessen langweilig werden, sollte es für dich kein Problem sein, die Marihuanalegalisierung anzusprechen. Es war überall in den [Anmerkung: auch deutsch-sprachigen] News seit den Wahltag. Die öffentliche Meinung [in den USA] zur Marihuanalegalisierung ändert sich schnell: Von 36% dafür und 60% dagegen in 2006, sind es 2011 50% dafür und 46% dagegen. Das ist ein kompletter 28-Punkte Umschwung in nur fünf Jahren. Deine Familie könnte offener dafür sein, als du denkst. [Auch in Deutschland ist laut einer EMNID-Umfrage des Deutschen Hanf Verbands die Mehrheit für eine liberalere Drogenpolitik.]

Hier sind ein paar gute Punkte zu Marihuana zum Besprechen am Essenstisch:

  • Wie unser Vorstand Ethan Nadelmann aufzeigt, wäre es „ein Fehler, den Erfolg der Initiativen nur auf die Fraktion „Pro-Kiffen“ zu schieben.“ Die meisten, die dafür Gestimmt haben, nutzen kein Marihuana. Was sie bewegt hat, war das Wissen darüber, dass es mehr Sinn macht, Cannabis zu Regulieren, zu Besteuern und zu Kontrollieren, so dass keine Gelder und Mittel mehr für das Durchsetzen von undurchsetzbaren Verboten verschwendet werden.“
  • Die Annahme dieser Initiativen ist nur der Anfang eines langen Kampfes vor uns. Wir werden irgendeine Antwort der Förderalregierung sehen. Zum Beispiel der mittlerweile leiser gewordene Krieg der Feds gegen die Abgabestellen von medizinischen Marihuana um so den Patienten den Zugang zu versperren. Es wird ein langer Kampf, die Initiativen umzusetzen und zu verteidigen.
  • Die Verhaftungen wegen Marihuana sind die treibende Kraft im Drogenkrieg, die bei uns mehr als Hälfte der 1,5 Millionen jährlichen Verhaftungen wegen Drogen ausmachen. Die Legalisierung von Marihuana befreit Mittel der Strafverfolgung, so dass diese gegen echte Verbrechen und Gewalt eingesetzt werden können.
  • Schüler und Studenten berichten immer wieder, dass es für sie einfacher sei, an Marihuana zu kommen als an Alkohol. Warum? Personen, die Bier verkaufen, müssen sich einen gültigen Ausweis zeigen lassen. Der Schwarzmarkt setzt keine Alterkontrolle der Käufer bei seinen Verkäufern um. Die Regulierung von Marihuana hilft, dass nur noch erwachsenen Personen legal Cannabis verkauft werden kann. So wird es schwerer, dass diese Cannabisprodukte in die Hände von jungen Menschen fallen.
  • Es passiert auf die gleiche Weise, wie die Alkoholverbote zu ihrem Ende kamen. Nachdem die Bundesstaaten gesehen haben, dass durch die Verbote von Alkohol die Gewalt und Korruption zunahmen, experimentierten sie mit neuen Gesetzen welche die Totalverbote nach und nach beendeten und so zu der Aufhebung der förderalen Prohibition führten.

Thanksgiving ist eine Zeit um über das Vergangene zu reflektieren, aber es ist auch ein wichtiger Zeitpunkt um die Zukunft zu diskutieren. Nutze dieses Thanksgiving [oder Weihnachten…?] um von deiner Familie zu hören, wie sie über den Krieg gegen die Drogen denken.

Anmerkungen von der Hanfplantage.

via alternet

Breaking The Taboo: Neue Doku über den „Krieg gegen Drogen“

Die neueste Dokumentation über den sogenannten „Krieg gegen die Drogen“ wird am Donnerstag New York vorgestellt. „Breaking The Taboo“ wird erzählt von Morgan Freeman!

Teile den Filmtrailer von diesen Film und halte Ausschau nach den Legalizern. Falls die deutschsprachigen Untertitel nicht angezeigt werden: Du findest die Auswahl bei dem „CC“-Knopf im Player.

31-Dollar Frau Spottedcrow wieder frei!

Patricia Spottedcrow, eine Frau aus Oklahoma ohne Vorstrafen, die zu 12 Jahren Haft verurteilt wurde wegen dem Verkauf von Cannabisblüten im Wert von 31 US-Dollar, ist seit Donnerstag, den 29. November 2012 wieder frei. Sie hat über zwei Jahre ihrer 12-jährigen Gefängnisstrafe abgesessen.

Ihr Fall hatte vor kurzem wieder Schlagzeilen gemacht, als die Story 2011 in der Tulsa World Serie kam zu der Frage, warum Oklahoma Nummer Eins ist im Verwahren von Frauen im Knast pro Einwohner, als jeder andere Bundesstaat. Bürgerbewegungen wie die NORML Frauenallianz haben zusammen Kampagnen durchgeführt um auf diese Beispiele von überzogener Bestrafung von cannabisbezogenen Straftaten hinzuweisen. Es funktionierte, die Empörung war weit gestreut und groß.
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Live: Exzessive 200 Folgen das Videomagazin

Exzessiv das Magazin feiert heute seine 200. Sendung – los geht es direkt um 20 Uhr:

Die 200ste wird live aufgezeichnet und ihr könnt dabei sein. Auf YT wird später der Zusammenschnitt gezeigt. Wenn du also alles , aber auch ALLES sehen willst, schalte LIVE ein auf www.exzessiv.tv, am 14 November, um 20Uhr (so in etwa…) Mit speziellen Gästen (Johann!), ungesehenen Clips und sicher auch was zu gewinnen. Exzessive Grüße!

Es gibt einen Telefon- und Skype Callin:
Skype-ID: exzessivteam
Telefonnr: +49-30-447 932 84

Uruguays Pläne für die Legalisierung: Verkauf an die Bürger

Flagge von UruguayDie Pläne für die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel in Uruguay konkretisieren sich. Cannabiskonsumenten soll es bald erlaubt sein, bis zu 20 Cannabiszigaretten von der Regierung zu kaufen. Dieser Schritt wird getan, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen. Konsumenten können dann bis zu 40 Gramm pro Monat einkaufen – genug für 20 Cannabisjoints.

Das Genussmittel soll dann staatlich Reguliert und Verkauft werden zu einem Marktpreis von etwa 27 Euro. Käufern werden mit Barcode-Karten ausgestattet, um dieses Limit zu kontrollieren.
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Das BKA und das Gras – die Analysedaten von beschlagnahmten Betäubungmitteln

Ich bin immer sehr an Datenbanken interessiert und seit langer Zeit schon gibt es das Problem, dass die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland zwar Analysen ihrer beschlagnahmten Betäubungsmittel macht, aber die Daten nicht veröffentlicht. Nun gibt seit wenigen Jahren das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) und warum sollten Daten, die von unseren Steuergeldern erhoben werden, nicht der Allgemeinheit zugänglich sein?

Also, eine Anfrage an das BKA gestellt, welches diese Daten auch für das europäische Monitoring zur Verfügung stellt. Um die Anfrage einfacher und nachvollziehbar zu stellen, nutze ich die Plattform „Frag den Staat“. Als weitere Hintergrundinfo empfehle ich Hanf Journal: November 2011 – Gras als Sondermüll.

Frag den Staat Portal: Analyseergebnisse beschlagnahmter Betäubungsmittel:

Antrag nach dem IFG/UIG/VIG

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte senden Sie mir Folgendes zu:

– Analyseergebnisse beschlagnahmter Betäubungsmittel der Jahre 2000 bis – soweit vorliegend – 2012, insbesondere Aussehen und Abmasse, Gewicht, Wirkstoff, Wirkstoffgehalt, Sekundärstoffe, etwaige (produktionsbedingte) Verunreinigungen, Ort der Beschlagnahme; insbesondere Analyseergebnisse sogenannter synthetischen „Drogen“. Bevorzugt bitte in einem elektronischen Format.

Die Antwort des BKA:

POSTANSCHRIFT Bundeskriminalamt – 65173 Wiesbaden
HAUSANSCHRIFT Timerstraße 11. 65193 Wiesbaden
TEL +49(0)611 55-16866
FAX +49(0)611 55-45641
BEARBEITET VON Herrn Größel
E-MAIL <>
AZ 2012/IFG/Steldinger
DATUM 18.10.2012

Ihr Antrag auf Informationszugang zu Analyseergebnisse beschlagnahmter Betäu­bungsmittel (BtM)

Sehr geehrter Herr Steldinger.

mit Email vom 06.10.2012 bitten Sie um die Analysenergebnisse beschlagnahmter BtM. Konkret bezieht sich Ihr Antrag auf
Analysenergebnisse beschlagnahmter Betäubungsmittel der Jahre 2000 bis – soweit vorliegend – 2012.insbesondere Aussehen und Abmasse. Gewicht, Wirkstoff, Wirkstoffgehalt, Sekundarstoffe. etwaige(produktionsbedingte) Verunreinigungen. Ort der Beschlagnahme; insbesondere Analyseergebnisse sogenannter synthetischen „Drogen. Bevorzugt bitte in einem elektronischen Format.—

Die von Ihnen erbetenen Detailinformationen liegen dem Bundeskriminalamt (BKA) in dieser Form nur im Rahmen von Strafermittlungsverfahren vor.

Ihrem Antrag auf Informationszugang auf Grundlage des IFG kann deshalb leider nicht statt­gegeben werden.

Begründung:

Ein Anspruch auf Informationszugang nach § 1 Abs. 1 IFG besteht nicht, da die spezialge­setzlichen Regelungen der Strafprozessordnung (StPO) dem IFG vorgehen
Ihr Antrag auf Informationszugang richtet sich auf beschlagnahmte BtM. Solche BtM und die von Ihnen angefragten Detailinformationen gelangen dem Bundeskriminalamt (BKA) ausschließlich im Rahmen von polizeilichen/staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahren zur Kenntnis. Die diesbezügliche Einsichtnahme richtet sich aber nach den Vorschriften der StPO.

Diese Regelungen gehen gem. § 1 Abs. 3 LFG dem LFG vor (so auch BGH. Beschluss vom 05.04.06, Az.: 5 StR 589/05).
Für die Entscheidung über die Auskunftserteilung und das Akteneinsichtsrecht in Ermitt­lungsverfahren und nach rechtmäßigem Abschluss desselben ist die Staatsanwaltschaft, im Übrigen der Vorsitzende des mit der Sache befassten Gerichts (§§ 147 Abs. 5 Satz 1, 478 Abs. 1 Satz 1 StPO i.V.m. § 1 Abs. 3 IFG) zuständig.
Ich bedauere, Ihren Antrag vor dem Hintergrund der geltenden Rechtslage ablehnen zu müs­sen, möchte Sie aber auf öffentlich zugängliche Quellen hinweisen, in welchen Informationen im Sinne Ihrer Anfrage z. Teil erschließbar sind.

1. Sicherstellungsorte und —Mengen: Rauschgiftjahresberichte des BKA (www.bka.de )

2. Wirkstoffgehalte sichergestellter Drogen: im Internet einsehbar im Jahresbericht des REITOX-Knotenpunkts an die europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD)

Kosten:

Dieser Bescheid ist gemäß § 10 Abs. 1 Satz 2 IFG kostenfrei.

Rechtsbehelfsbelehrung:

Gegen diesen Bescheid kann innerhalb eines Monats nach seiner Bekanntgabe Widerspruch erhoben werden. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift beim Bundeskriminal­amt, Thaerstr. I I, 65193 Wiesbaden, einzulegen.

Mit freundlichenen Grüßen Im Auftrag Größel

Das ist aber seltsam: Weitere Nachricht an das BKA – 31. Oktober 2012, 15:49 Uhr:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für schnelle Antwort auf meine Anfrage.

Das Problem, Informationen aus noch offene Verfahren zu erhalten, ist mir bekannt. Deswegen hatte ich ein – soweit verfügbar – in meine Anfrage eingegeben.

Laut der Zeitung Hanf Journal vom November 2011 liegen dem LKA in Nordrhein-Westfalen jedoch wenigstens seit 2009 Hinweise über Verunreinigungen in Cannabisprodukten vor (Hanf Journal 02 & 10/2010).

Dies hatte auch Frau Rita Salgmann, zuständig für Kriminalprävention und Op-ferschutz beim Landeskriminalamt Niedersachsen, auf einer Anhörung im Bundestag am 28. September 2011 den Fund von Blei, Haarspray und Glas, in von ihrer Behörde getesteten Proben bestätigt.

Sie Verweisen in Ihrer Antwort auf den deutschen Reitox Knoten, DBDD. Dieser Verweist als einzige (!) Quelle in seinen Publikationen auf Sie, die Behörde BKA.

Aus der oben beschriebenen Faktenlage heraus bitte Ich Sie um die nochmalige Bearbeitung meiner Anfrage mit den Ihnen anscheinend doch vorliegenden Daten.

Sofern für 2012 keine Daten vorliegen, bitte ich um Bearbeitung von 2000-2011; sofern dies Kosten verursacht, bitte Ich um eine Benachrichtung.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Steldinger

Video: Hanf – Pflanze der Götter

Mit dem Hanf, auch unter seiner lateinischen Bezeichnung Cannabis bekannt, muss vor circa 10.000 Jahren die Geschichte des Ackerbaus begonnen haben. Diese Vermutung schlussfolgern Wissenschaftler aus Funden, die auf dem Gebiet des heutigen China gemacht wurden. Der Hanf hat in gewisser Hinsicht auch die Geschichte der Menschheit mitgeschrieben, in Religionen, Kriegen und Revolutionen hat die Pflanze nie gefehlt. Auf Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=LpcvUmKynyQ

Drogenpolitik bei der Grünen Urwahl

Derzeit läuft bei der Grünen Partei die Wahl des „Grünen Spitzenduos“ für die Bundestagswahl 2013. Alle Mitglieder der Grünen Partei sind aufgerufen dabei abzustimmen. Online konnte man den Kandidaten Fragen stellen und so ist auch etwas zur Drogenpolitik dabei: FRAGE 24: RAUSCHMITTELGESETZ von Anonym:

Was halten sie vom derzeitigen Rauschmittelgesetz, ist es richtig Cannabis zu kriminalisieren und das obwohl es wahnsinige ökonomische Vorteile aufweissen würde und gegen über Ethanol keine körperliche Abhänigkeit aufweisst?
Ebenfall würde damit der Schwarzmarkt, welcher in Deutschland schon mehrer Menschen, auf dem Gewissen hat seine wichtigsten Wurzel verlieren?

USA 6 November: Wahlen auch zur Cannabislegalisierung

Am 6. November 2012 wird in den USA der Präsident gewählt. In den Bundesstaaten Colorado, Washington und Oregon haben die Wähler darüber hinaus die möglichkeit, Marihuana in ihrem Bundesstaat zu legalisieren. Dies ist unzweifelhaft ein weiterer Meilenstein in diesem Jahr, der schon lange schwelt und die Drogenpolitikreform weiterbringen wird. Die USA sind eine treibende Kraft hinter dem „Krieg gegen die Drogen“ und den internationalen Drogenabkommen. Eine Veränderung innerhalb der USA bringt auch eine Veränderung der Aussenpolitik, und somit können diese Abstimmungen die globale Debatte um die Drogenpolitik anheizen und die US-Strategie schwächen.

Deine Unterstützung ist für diese Initiativen wichtig an diesem Punkt. Die Chancen sind gut und wir können sie nicht verstreichen lassen. Es gibt viele Möglichkeiten, zu helfen. Du kannst zum Beispiel direkt etwas Geld an eine der lokalen Kampagnen geben: Colorado http://www.regulatemarijuana.org/ (Facebook), Oregon www.octa2012.com (Facebook) und Washington http://www.newapproachwa.org (Facebook). Schreibe dich auf ihren Info-Listen ein. Werde ihr Freund auf Facebook, Like und Teile ihre Inhalte!

Du kannst auch die Personen unterstützen, die in den Gräben sitzen um die Legalisierung voran zubringen und die auch diese Kampagnen unterstützen: wie zb. die LEAP, DPA, SSDP, NORML oder die MPP. In Deutschland wären das die Hanfparade in Berlin, die Grüne Hilfe Netzwerk e.V., das Hanf Museum oder der Deutsche Hanf Verband.

Hilf mit, diese Kampagnen und Vereine in den sozialen Netzwerken und per E-Mail bekannt zu machen!

Update

Auch der Hanfverband berichtet auf seiner Homepage:

Unsere Kollegen von der National Organization for the Reform of Marijuana Laws (NORML) berichten in ihrem aktuellen Newsletter vom 20.9.2012 von sechs Abstimmungen in den USA am 6.11.:

In den sechs US-Staaten – Arkansas, Colorado, Massachusetts, Montana, Oregon, und Washington – können die Wähler parallel zur Wahl des Präsidenten über Cannabis-Initiativen abstimmen. In Massachusetts und Arkansas soll der Besitz und Erwerb von Cannabis mit einer medizinischen Verschreibung erlaubt werden. Die Wähler in Montana sind aufgerufen, über eine Einschränkung des medizinischen Einsatzes von Cannabis zu entscheiden.

Um Cannabis zu Genusszwecken geht es in Colorado, Oregon und Washington. Alle drei Initiativen beschränken sich nicht auf eine Entkriminalisierung, sondern fordern eine Legalisierung von Besitz, Handel und Anbau von Cannabis. In Colorado soll der Besitz von bis zu einer Unze sowie der Anbau von bis zu 6 Pflanzen legalisiert werden und in Oregon werden staatlich lizenzierte Herstellung und Verkauf gefordert. Im US-Staat Washington (nicht zu verwechseln mit der Hauptstadt) soll sowohl die Herstellung und der Verkauf an Erwachsene reguliert als auch der Besitz von bis zu einer Unze entkriminalisiert werden.

Die aktuellsten Umfragen sehen eine Zustimmung von 51% für die Initiative in Colorado. In Washington unterstützen 6 von 10 Befragten die Initiative. Für Oregon steht es derzeit mit 37% pro und 41% contra noch recht unentschieden.

Update Zwei

Sicherlich haben die Initiativen ihre Fehler, aber wenn man sich die Umfragen anschaut, kann man gut sehen, dass sie schon alles Probieren, was die Wähler akzeptieren würden. Dennoch wären sie ein riesiger Fortschritt zu dem, was das Prohibitionistenregime jetzt ausmacht.

Internationales „Bauen mit Hanf“ Symposium in der Schweiz

Bauen mit Hanf InfografikAm 16. und 17. finden zwei Tage faszinierender Kommunikation zwischen internationalen Hanfbau-Experten, Akademiker, Architekten, Gesetzgebern und Investoren statt um den Stand der Dinge und die Zukunft in diesen wachsenden Sektor zu diskutieren. Die Veranstaltung enthält sowohl Präsentationen, als auch Projektbesuche in der Nähe. Da es eine internationale Veranstaltung ist, wird die Hauptsprache vor Ort Englisch sein.

Präsentationen. Referate. Besuche bei lokalen Projekten. Fragen und Antworten-Runden. Netzwerken und Weiterbilden.

Eintritt: 250,- Euro für Nicht-Mitglieder, sowie 200,- Euro für IHBA-Mitglieder. Du zahlst für: zwei Tage Symposium 16-17th Oktober 2012 in Yverdon-Les-Bains, der Schweiz. Zwei Essen. Ein Veranstaltungsdinner am 16. Oktober. Der Preis enthält keine Unterkunft und Frühstück!

Weitere Hintergrundinfos zum Veranstalter und für die Anmeldung auf: InternationalHempBuilding.org.

Der Veranstalter ist bekannt von dem wunderbaren „Building with Hemp“ Buch, sowie für seine zahlreichen Bauen-Mit-Hanf Kurse und Baumaterial aus Hanf.

Köln: Hanf statt Dampf – Dampfparade in spe gelaufen!

Die Dampfparade in Köln wurde kurzfristig untersagt, dafür fand die Ersatzdemonstration „Hanf statt Dampf“ statt. Etwa 150 Personen versammelten sich, um für Cannabis als Medizin, Rohstoff und Genussmittel zu demonstrieren. Hier ein Videoausschnitt aus den Reden. Es reden Marcel Knust, Lars Scheimann und Birgit Scheimann. Moderation von Jost Lessmann.

Die „neue“ Horrordroge Scopolamin

Mir ist der Artikel News.at: DEVIL’S BREATH – Neue Horror-Droge durch Markus Berger aufgefallen und ich habe die Redaktion sowie den Österreichischen Presserat angemailt. Markus Berger hat darauf verwiesen, dass jede Frau diese Substanz als „Buscopan“ kenne:

[..] Laut dem Österreichischen Pressecodex,
http://www.mediamanual.at/mediamanual/workshop/lo/0105_pressekodex.php
haben sie eine Achtung vor der Wahrheit, der Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit als oberstes Gebot.

Leider ist dies bei dem oben aufgeführten Artikel kaum der Fall.
Sie haben nicht recherchiert, sie verbreiten mit dem Artikel Angst- und Panikmache, zusammen mit einer unterschwelligen rassistischen Botschaft.
Vor einer Substanz, die jede Frau kennt: Frauen, die zu Zeiten ihrer Periode mit Bauchkrämpfen zu kämpfen haben, bekommen diese „Horrordroge“ – als Buscopan. Die Rede ist von Scopolamin, welches als einer der am längsten bekannten und best-untersuchtesten Stoffe gilt.

Sie bereiben mit dem Artikel einfach nur Hysterie.

Ich möchte Sie bitten, den Artikel Offline nehmen oder mir/uns eine entsprechende Erklärung übersenden, warum dieser Artikel mit dem Österreichischen Pressecodex vereinbar ist. Natürlich wird alles darum veröffentlicht.

mit freundlichen Grüßen,

Antwort vom Presserat

Sehr geehrter Herr ..

Der von Ihnen zitierte Satz steht so nicht in unserem Ehrenkodex, aber natürlich finden sich dort (neben zahlreichen anderen) Bestimmungen, die beispielsweise Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in Recherche und Wiedergabe oder die Wahrung der Würde der Person fordern. Unseren Ehrenkodex können Sie unter http://www.presserat.at/show_content.php?hid=2 abrufen.

Wenn Sie der Ansicht sind, dass der von Ihnen kritisierte Artikel gegen eine oder mehrere dieser Bestimmungen verstößt, können Sie sich gerne im Rahmen einer Mitteilung an den Österreichischen Presserat wenden, jedoch ersuche ich Sie in diesem Fall darum, und das dezidiert mitzuteilen.

In diesem Fall bitte ich Sie aber auch darum, Ihre Aussagen zu belegen, vor allem auch die, dass es sich bei Scopolamin um die in Buscopan verwendete Substanz handelt, und dass Scopolamin harmlos sein.

Darüber hinaus ersuche ich Sie um eine Ausführung dahingehend, worin Sie in diesem Artikel eine „unterschwellig rassistische Botschaft“ sehen

Beste Grüße,

Wahrscheinlich hat der Österreichische Presserat zur Zeit zu viel zu tun, um mal Buscopan in Google einzugeben um den Artikel des Herstellers zu finden. Dann hätte er Von der Duboisia – Pflanze zum Medikament gefunden: „Die Substanz Scopolamin, die die Grundlage für die Herstellung von Butylscopolamin in Buscopan® bildet, wird aus der Duboisia – Pflanze gewonnen. Anschließend wird Scopolamin durch chemische Umwandlung zu Butylscopolamin weiter entwickelt.“

Die Vorratsdatenspeicherung bei den Mobilfunkanbietern: Läuft

Jetzt ist auch offiziell bestätigt, dass einige Provider und Mobilfunkanbieter auch ohne gesetzliche Verpflichtung zur Vorratsdatenspeicherung freiwillig weiter speichern, vermeldet netzpolitik.org

Die vier großen Mobilfunkanbieter speichern weiterhin Daten der Vorratsdatenspeicherung: von sieben Tagen bis sieben Monate. Das ist das Ergebnis einer Erhebung der Bundesnetzagentur, die diese Speicherfristen im Alleingang regulieren will. Eine Einbindung von Zivilgesellschaft oder Verbrauchern ist nicht vorgesehen. [..]

Wussten wir das bisher nur aus einem geleakten Leitfaden der Staatsanwaltschaft München und den Verkehrsdaten von Malte Spitz, gibt es das jetzt auch von der Bundesnetzagentur. Die Behörde hat bei den Anbietern nachgefragt und eine Tabelle erstellt (Original mit weiteren Daten). Diese Daten speichern die vier großen Mobilfunkanbieter für so viele Tage:

 Telekom  Vodafone  E-Plus  O2  
Anrufende Rufnummer180780182
Anrufende Rufnummer: Flatrate307807
Angerufene Rufnummer18021080182
Angerufene Rufnummer: Flatrate30210807
Telekommunikationsvorgang18021080182
Telekommunikationsvorgang: Flatrate  30210807
Kommunikationsvorgang18021080182
Kommunikationsvorgang: Flatrate30210807
genutzter Dienst30-180210807
IMSI und IMEI: Anrufend30110807
IMSI und IMEI: Angerufen30110807
Standort (Cell-ID)30210807
Standort (Cell-ID): Flatrate30210807

Wie man Geld mit Drogen verdient – Würdest du das machen, wenns Legal wäre?

„How To Make Money Selling Drugs“ dokumentiert den Drogenkrieg und spielt mit den Schauspielern Woody Harrelson, Adrian Grenier, 50 Cent und Eminem. Die Dokumentation, von Matthew Cooke geschrieben und produziert, spricht über den zerbrochenen Traum in Amerika und wie das Verkaufen von Drogen ein „werd schnell Reich“-Schema für viele geworden ist.

In der Serie „Breaking Bad“ von AMC geht es um einen Chemielehrer, der sich dem Verkauf von illegalen Drogen (Methamphetamin) verschreibt um seine Familie zu unterstützen, nachdem er einen tödlichen Krebs diagnostiziert bekam. Der Charakter Walter White begegnet in der Serie vielen Problemen mit dem Gesetz und dem organisierten Verbrechen. Wenn es aber Legal wäre, könnte Mr. White sehr viel Geld als Elitechemiker machen ohne die Gefahren des illegalen Transportes.

Hier der Trailer von der neuen Dokumentation „How To Make Money Selling Drugs.“ Denkst du, du würdest Drogen verkaufen wenn es legal wäre?

via sodahead

Drogengeldflüsse der HSBC in Deutschland – Nachgefragt

Nach dem aktuellen Skandal der HSBC in Großbritannien um das Weisswaschen und Transferieren von Drogengeldern zum Zwecke des Terrorismus ist es auch an der Zeit, mal Nachzufragen, was denn in Deutschland der Stand der Ermittlungen ist. Deswegen habe ich dazu eine Anfrage an unsere Drogenbeauftragte auf abgeordnetenwatch.de gestellt:

„Werte Frau Dyckmans,

durch die Presse läuft gerade wieder ein Skandal, diesmal um eine der größten Banken, der HSBC. Dort laufen zur Zeit Ermittlungen wegen Geldwäsche von Geldern aus dem Geschäft mit illegalisierten Substanzen sowie der Finanzierung und der Ermöglichung von Terrorismus. Die HSBC ist auch in Deutschland tätig.

Ich würde gerne Erfahren, ob auch hierzulande ein Ermittlungsverfahren, gar durch Sie, eingeleitet worden ist, was dazu der Stand ist und ob es dazu eine Presseerklärung auf Ihren Seiten oder der Bundesregierung geben wird?

Die Bank hat offensichtlich große Beträge in viele kleine Zersplittert um die geltenden Kontrollen zu umgehen und die Herkunft zu Verschleiern.

Welche Rolle spielten dabei Transfers über Deutschland und wie wollen Sie solchen Vorgängen in Zukunft vorbeugen?

mit freundlichen Grüßen,“

Die Antwort

Die Antwort kam am 6.8.2012 und leidet unter politischen Aktivitäten in dieser Frage. Bis auf eine Aufzählung der ansonsten verantwortlichen Stellen scheint es keinen Plan zu geben, gegen Geldwäsche in Deutschland vorzugehen.

Vielen Dank für Ihre Frage. Der Bericht des US-Senats zur HSBC vom 17. Juli 2012 ist mir bekannt. Er benennt Schwachstellen in der Geldwäschebekämpfung der amerikanischen Tochter der HSBC (HBUS) sowie bei den Aktivitäten der HSBC in Mexiko, dem Nahen Osten und Afrika und ihren Auswirkungen auf das Finanzsystem der USA. Als weltweit agierende Bank ist die HSBC zwar auch in Deutschland aktiv. Ob und in welchem Umfang die Deutsche HSBC ähnliche Schwachstellen bei der Geldwäschebekämpfung wie die HBUS aufweist, ist mir nicht bekannt.

In Deutschland ist die gesetzliche Grundlage für die Bekämpfung der Geldwäsche das Geldwäschegesetz (GwG). Zuständig für Ermittlungen und Verdachtsanzeigen sind die dem Bundeskriminalamt (BKA) zugeordnete Financial Intelligence Unit (FIU) sowie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Mit freundlichen Grüßen
Mechthild Dyckmans

Es lohnt sich, auf Abgeordnetenwatch vorbei zu schauen. Dort gibt es die Möglichkeit, Abgeordnete des Bundestages sowie einiger Landtage, öffentliche Fragen zu stellen. Interessanterweise ist unsere Bundesdrogenbeauftrage auch eine Abgeordnete des Bundestages und dort zu finden: Mechthild Dyckmans (FDP).

Tagesschau.de übernimmt falsche Darstellung der Legal-High Studie von 2010

Tagesschau.de verkündet die aktuelle 26. BtM-Änderungsverordnung, mit der neue psychotrope Substanzen dem Verbot unterstellt werden. Gleichzeitig wird auf ein vermeitliches Wirken der Verbote laut Studie verwiesen. Der Führer der Studie sieht das allerdings anders.

So wird behauptet, der Konsum (30-Tage-Prävalenz) cannabinoidhaltiger Substanzen nach dem Verbot 2009 von drei Prozent auf ein Prozent zurück. Die Umfrage sei unter 15-18jährigen Personen durchgeführt worden.

Interessanterweise ist in der Folgestudie davon keine Rede mehr: Im Gegenteil, das eine Prozent wuchs auf zwei an. Auch sind 15-19jährige Personen nicht der Markt für die Hersteller der neuen psychotropen Substanzen, sondern eher Drogenerfahrene Personen, wie z.b. Clubgänger. Aber bleiben wir bei der Gegendarstellung von Herrn Dr. Werse, veröffentlicht im Hanf Journal: Verdrehen, vertuschen, verschweigen:

Trotz alledem (der repressiven Maßnahmen; Anm. der Redaktion) hat sich die Anzahl derer, die Cannabis-Ersatzprodukte ausprobiert haben, erhöht. Insofern kann der generalpräventive Effekt des BtmG in diesem Fall stark in Zweifel gezogen werden. Grundsätzlich bin ich ohnehin der Meinung, dass dies nur äußerst bedingt der Fall ist. Zwar werden evtl. einige der potenziellen „Probierer“ durch die eingeschränkte Verfügbarkeit vom Konsum illegaler Drogen abgehalten, aber diejenigen, die explizit gewillt sind, zu konsumieren, kaum bis gar nicht. Insbesondere diejenigen, die bereits häufig, intensiv bzw. potenziell problematisch konsumieren, wissen in aller Regel zahlreiche Möglichkeiten, sich Drogen zu besorgen, bis hin zur Möglichkeit, durch den (dank der Prohibition ermöglichten) Weiterverkauf kleiner Mengen an andere Konsumenten den eigenen Konsum zu finanzieren. Insofern erfüllt das BtmG meiner Meinung nach hier nicht den spezialpräventiven Anspruch, Menschen vor schädlichen Konsummustern zu schützen, ein Anspruch, der sich in Wissenschaft und Praxis mittlerweile weitgehend zuungunsten der bloßen generellen Vermeidung des Konsums unerlaubter Substanzen durchgesetzt hat.“

MdB Frank Tempel (Die Linke) stellt daraufhin am 20.Oktober eine Kleine Anfrage zur Kritik von Dr. Werse:

„Inwiefern hält die Bundesregierung an der Position fest, dass durch das Verbot von „Spice“ durch das BtMG eine generalpräventive Wirkung erzielt wird (siehe Antwort zu Frage 1 Bundestagsdrucksache 17/6620), obwohl der Verfasser der Studie, auf die sich die Bundesregierung zur Begründung ihrer Position bezieht, in einem Brief vom 19.10.2011 an die Parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach erklärt, dass seine Studie von der Bundesregierung falsch interpretiert wurde und ein Rückgang des Konsums von „Spice“ nicht auf das Verbot zurückzuführen ist?“

Ich habe in dieser Sache die Redaktion der Tagesschau sowie die Studienführer an der Göthe-Universtität FFM angeschrieben. Man darf gespannt sein, ob sie den Absatz revidieren und eine Gegendarstellung veröffentlichen werden.

Ich empfehle jedem Leser dieses Artikels, ebenfalls die Tagesschau-Redaktion anzuschreiben: redaktion@tagesschau.de sowie das Centre for Drug Research der Göthe-Uni FFM: cdr@cdr-uni-frankfurt.de

Update

Bei einem Bekannten von mir ist eine Antwort der Tagesschau Redaktion eingegangen:

Sehr geehrter Herr …
haben Sie vielen Dank für die Informationen, die in der Tat sehr hilfreich sind. Es ist schon ein interessanter Vorgang, dass „erneut“ ein Wissenschaftler den Interpretationen seiner Studien durch die Bundesregierung widerspricht.

Was Ihre abschließende Frage nach einem möglichen Revidieren der Abschnitts betrifft, so sehe ich dies durch Ihren Hinweis allerdings nicht indiziert – und zwar aus zwei Gründen:
1. lässt sowohl der Absatz als auch der Link eindeutig erkennen, dass es sich um eine Interpretation der Bundesregierung handelt. Die Tagesschau macht sich diese Meinung also nicht zu eigen, sondern gibt sie nur wieder. Wir gehen davon aus und wissen aus Erfahrung, dass die meisten Leser kritisch genug sind und ausreichend Medienkompetenz mitbringen, um Informationen, die aus einer bestimmten Richtung kommen, kritisch zu hinterfragen – ich möchte ergänzen, insbesondere wenn sie aus der Politik kommen, die immer auch Interessen geleitet ist.
2. In der Wissenschaft ist es üblich, dass Studien unterschiedlich interpretiert oder dass es Gegenmeinungen auf Basis anderen Datenmaterials gibt. Ich denke, man kann generell sagen, dass es zu jeder These irgendwo auch eine Gegenthese gibt bzw. dass sie erarbeiten lässt.. Da das bereits die Lebenserfahrung zeigt, ist es meiner Meinung nach auch nicht nötig – gerade im Bereich der Nachrichten (sprich, der kurzen Informationsübermittlung) -, zu jeder Meinung immer auch die Gegenmeinung zu suchen.

Wie gesagt, bemerkenswert ist aber in der Tat, dass sich der Leiter der Studie anders positioniert. Dies könnte möglicherweise mal Gegenstand einer anderen Berichterstattung sein. Dann müsste man diesen angezeigten Widerspruch allerdings auch mal genauer hinterfragen.

Mit freundlichen Grüßen

Gefährdete Spezies der neueste Kollateralschaden im „Krieg gegen die Drogen“

Foto eines FischermardersNiedlich nicht wahr? Dieser kleine Kerl und seine Artgenossen sind die neuesten Opfer im „Krieg gegen die Drogen“. Fischermarder sind Waldbewohner und leben unter anderen in Kalifornien, Oregon und dem Bundesstaat Washington. Leider ist der Fischermarder als gefährdete Spezies auf der Liste gelandet. Noch viel schlechter ist, dass die Verbote von Marihuana daran schuld sind, dass diese auf eine weitere und unvorhergesehene Weise getötet werden.

Wissenschaftlern der Veterinärmedizin der Universität von Kalifornien zufolge töten die illegalen Anpflanzungen von Marihuana größere Anzahlen von diesen seltenen Tieren. Die Theorie besagt, dass, um die Gärten vor Nagetieren zu schützen, die Gärtner überall Nagetierbekämpfungsmittel auslegen und versprühen. Diese Bekämpfungsmittel können nach einer einmaligen Einnahme durch so ein Tier tödlich sein und benötigt bis zu sieben Tage bis eine Vergiftungserscheinung auftritt. Innerhalb dieser sieben Tage könnten die Fischermarder vergiftete Ratten gefressen und damit Gift aufgenommen haben.

Die Forscher vermuten auch, dass die Fischermarder das Gift direkt gefressen haben könnten, da das Gift mit Käse, Erdnussbutter und Schinkenduft versetzt wurde. Von den 58 untersuchten Fischermardern wurden in 79% der Fälle Nagetierbekämpfungsmittel gefunden. Weiterhin fanden diese Todesfälle Mitte-April bis Mitte-März statt, wenn die noch kleinen Hanfpflanzen noch am Verwundbarsten sind und solche Bekämpfungsmittel benötigen. Auch wenn die Fischermarder nicht wirklich im Fokus der Studie standen, so wollten die Forscher doch sicherstellen, dass „Marder, gefleckte Eulen und die Sierra Nevada Rotfüchse auch durch diese Gifte gefährdet werden könnten“.

Sieh dir einmal die Konsequenzen der Verbote von Marihuana an und wie sie das Leben kompliziert machen – oder unmöglich, im Falle der Fischermarder. Es ist klar, dass alle gerne Gras rauchen möchten, und wo es eine Nachfrage gibt, gibt es ein Angebot. Noch immer sind die meisten Anpflanzungen von Marihuana illegal und deswegen suchen sich die Gärtner die tiefsten Wälder, bauen das Gras auf öffentlichen Ländereien oder in den Naturschutzparks an. Unregulierte Gärtner haben kein Interesse, Umweltschäden zu vermeiden die durch diese Plantagen entstehen, sei es solche Todesfälle bei geschützten Tieren durch Nagerbekämpfungsmittel.

Es ist an der Zeit, die Effekte einer legalen Marihuanapflanzung auf das Wildleben drumherum in Augenschein zu nehmen. Wie jede andere landwirtschaftliche Pflanzung wären große Cannabispflanzungen reguliert, und am wichtigsten, würden Überwacht. Umweltgesetze würden die Wahl der Pestizide einschränken. Die Plantagen würden auch nicht mehr in entlegenden Gegenden stattfinden, an denen es Wildleben gibt; wir sehen keine Weinreben in den tiefen Wäldern, und das hat einen Sinn. Weiterhin würden Gärtner Geldstrafen erhalten, wenn sie die Umweltgesetze nicht einhalten und Inspektionen stellen sicher, dass diese befolgt werden. Eine gut reguliertes und inspiziertes System der Marihuanakultivierung würde sicherstellen, dass diese Industrie umweltfreundlich – oder zumindest nicht Umweltzerstörend – agiert.

Es ist lange an der Zeit, dass wir aufhören, ansonsten gesetzestreue Cannabiskonsumenten zu kriminalisieren, Millionen und Millionen an Steuergeldern für Verbote, die eh niemals funktioniert haben, zu verschwenden und die eine landwirtschaftliche Industrie unterdrückt. Es ist an der Zeit, Cannabis zu regulieren und zu besteuern!

via MPP Blog: Threatened species latest collateral victim of marijuana prohibition von Robert Capecchi

Cannabinoide in der Muttermilch gefunden – Substanzen wie im Marihuana

Grafik Aufbau der weiblichen Brust, Wikipedia, Patrick J. LynchIn vielen Teilen des menschlichen Körpers gibt es ein System von Proteinen die als Cannabinoidrezeptoren bekannt sind. Sie sind genau dafür geschaffen, Cannabinoide wie Tetrahydrocannabinol (THC), eines der aktiven Komponenten im Marihuana, zu verarbeiten. Es zeigte sich anhand den Ergebnissen von mehreren Studien, dass menschliche Muttermilch viele der gleichen Cannabinoide wie Marihuana enthält. Es wird vermutet, dass diese extrem wichtig sind für eine richtige Entwicklung des Kindes.

Die Zellmembranen im Körper sind für gewöhnlich mit diesen Rezeptoren ausgestattet und werden durch Cannabinoide sowie andere Nährstoffe aktiviert. Sie sollen die Zelle gegen Viren, schädlichen Bakterien, Krebs und anderen Krankheiten schützen. Menschliche Muttermilch ist eine Quelle für Endocannabinoide, einem speziellen Typs von neuromodulierenden Lipiden, welches quasi dem neugeborenen Kind durch die Stimulation des Saugprozesses beibringt zu Essen.

Wenn es keine Cannabinoide in der Muttermilch gäbe, würde ein neugeborenes Kind wahrscheinlich nicht wissen, wie es Essen soll, oder es hätte nicht den Wunsch zu essen, was zu Unterernährung oder sogar den Tod führen würde. Glaub es oder nicht, das ganze erinnert an die Erfahrungen von Erwachsenen, wenn sie nach dem Kiffen den Fressflash bekommen.
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Morgan Freeman über Cannabis: Die Kriminalisierung ist das „dümmste aller Gesetze“

Foto von Morgan Freeman, 2006, von David Sifry über WikipediaMorgan Freeman ist schon lange ein Befürworter der Legalisierung von Marihuana, eine Sache die er erst letztens wieder in einem Interview mit der Newsweek wiederholte. Hier ist das, was der Schauspieler im aktuellen Film „Dark Knight Rises“ zu dieser Angelegenheit zu sagen hat:

„Marihuana! Oh, Yeah! Es ist das dümmste mögliche Gesetz was uns die Geschichte gegeben hat. Du kannst Menschen nicht von dem abhalten, was sie machen möchten, also sollte man das verbieten gleich vergessen. Du machst nur Kriminelle aus Personen, die nicht in kriminelle Aktivitäten verstrickt sind. Und wir geben Abermillionen von Dollars aus um einen dummen Krieg zu Führen, den wir nicht gewinnen können! Wir könnten Abermillionen machen, das einfach nur Legalisieren und es besteuern wie wir es mit Alkohol machen. Es ist dumm!“

Diese Grafik mit Morgan Freeman zur Legalisierung von Cannabis verbreitet sich zur Zeit sehr schnell in den sozialen Netzwerken
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