Cannabisbezogene Kryptowährungen

Vor einiger Zeit hatte ich hier einen Artikel über die mathematisch gesicherte Währung „PotCoin“ berichtet. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan: Mehr und mehr Hanfliebhaber/innen kommen auf die Idee, eine solche Währung zu starten. Nicht alle davon werden erfolgreich, bzw. überleben. Hier ist eine kleine Liste von bekannteren solcher „Alternativen Coins“, die neben Bitcoin existieren. Darüber hinaus gibt es ein Projekt, die Cannabis-Coins zusammenzuführen: The Epic 420 Alliance Joint Force – United we stand!.

Defekt, Offline, Verschwunden, Unklar

Einige Systeme sind Verschwunden, andere werden unter neuer Führung weiterentwickelt:

Wenn ihr eine neue solche Währung seht, gebt mir Bescheid mit einer kurzen eMail! Ich würde mich sehr darüber freuen.

Einige der oben genannten Cryptocoins könnt ihr auf dieser Tauschbörse bekommen:

Bleutrade Cryptocurrency Exchange

NDR Journalisten ohne Faktencheck: Kiffer immer Jünger

Schon vor 150 Jahren schrieb die Zeitung Figaro, dass die Kiffer immer Jünger werden würden. Grund war Gustave Courbets Selbstporträt Mann mit Pfeife (1848-1849), bei dem sich der Künstler Haschisch-rauchend malte. Gustave Courbet gilt als Mitbegründer des Realismus in Frankreich. Der Figaro tobte, dass es ein Vergnügen zeige, dass den Alten vorbehalten wäre. Nun wärmt der NDR diese Geschichte wieder auf.

Würde das so stimmen, müssten die Kiffer jetzt im Kindergarten anfangen.

Zu sehen ist das Bild hier, es ist relativ beliebt und wurde oft kopiert:

Courbet Autoportrait

Eine weitere Zusammenstellung, wer dieses Gerücht genutzt hat, findet sich hier im TAZ Drogerie Blog: NDR: Cannabis-Konsum: Einstiegsalter sinkt von Hans Cousto.

Amsterdam will mit regulierter Cannabisabgabe experimentieren

NRC berichtet, dass nun auch Amsterdam mit der regulierten Cannabisabgabe experimentieren möchte. Cannabisblüten und Produkte als Genussmittel sind auch in den Niederlanden noch immer illegal – nur der Umgang damit Privat oder im Coffeeshop ist „toleriert“. So wurde das Lieferproblem für die Coffeeshops als „Backdoor“-Problem, als Hintertürchen-Problem, bekannt. Nun möchte die Stadt, auch die Regierungspartei, die Produktion regulieren.

Die Koalition lehnt sich an einen bemerkenswerten Fall vor Groningens Gericht an. Das Gericht liess zwei Cannabisbauern laufen, weil sie „innerhalb der Hauptziele der von der Regierungspolitik für weiche Drogen gehandelt hätten“.

NRC: Ook Amsterdam wil experiment met gereguleerde wietteelt

US-Drogenfahnder brandheiss auf US-Investoren im kanadischen Cannabismarkt

Hightimes verbreitet gerade die Neuigkeit, dass einem Reuters Interview zufolge mit dem Sprecher der Drogenverfolgungsbehörde der USA, Rusty Payne, sie genau schauen, wer in Kanadas Medizinalhanfmarkt investiert. Die steinzeitliche Meinung des Beamten ist, dass der Markt sehr riskant und ein rückgradloses Geschäft sei.

Bisher gehen die Investoren davon aus, dass es in Ordnung sei, in einem anderen Land ein Geschäft aufzubauen, welches im eigenen Land als illegal angesehen wird.

Bislang wurde noch niemand verhaftet. Allerdings, so Payne, sei dies vor allem auf die limitierten Resourcen bei der Verfolgung zurückzuführen.

Der Verkauf und Besitz von psychoaktiven Cannabisblüten, als Marijuana bezeichnet, ist noch immer illegal unter den Föderalgesetzen der USA. In Kanada hingegen ist die Herstellung und der Handel von Medizinalhanf legal. Dass die erwirtschafteten Gewinne wieder in die USA fliessen, könnte eine „rote Flagge“ für die US-Strafverfolger sein, da es dann um Geldwäsche und Verbreitung einer „Liste 1 Substanz“ ginge.

„Es sind zwei Verletzungen von US-Föderalgesetzen. Ich sehe keinen Weg drumherum“ so Timothy White, Bankers Toolbox gegenüber Reuters. Seine Firma hilft Banken, Geldwäsche zu finden und gegenüber den Behörden zu dokumentieren.

69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop in Kreuzberg

Die Grüne Bezirksführung in Kreuzberg möchte einen bzw. mehrere Coffeeshops zur Abgabe von Cannabis ermöglichen. Die Diskussion läuft – leider vor allem unter Fachleuten. Was nun die Betroffenen dazu sagen, oder wie sie sich einen solchen Coffeeshop vorstellen, wurde noch nicht gefragt. Bis jetzt. Fragen und Anregungen sollten auf der Internetplattform ASKFM eingegeben werden. Innerhalb von 10 Tagen sind 69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop-Modell in Kreuzberg eingegangen. Hier die Liste:

Stand: 6.10.2014
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IFG-Anfrage: Protokoll des Sachverständigenausschauss für Betäubungsmittel zur 28. BtMÄndVO

Der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel, welcher Empfehlungen zur Änderung oder Ergänzung der in Anlage I bis III des BtMG aufgeführten Stoffe und Zubereitungen beschließt, tagt nicht öffentlich. Man kann nur vermuten, warum bestimmte chemische Substanzen „verboten“ werden. Ich habe eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt um das Protokoll des Sachverständigenausschuss zur 28. BtMÄndVO zu erhalten. Wenn dich die Antwort interessiert, kannst du dich bei FragDenStaat einschreiben und wirst benachrichtigt, sobald eine vorliegt.

Es steht die 28. Betäubungsmittelgesetz-Änderungs-Verordnung an, mit der wieder neue chemische Substanzen einem vermeitlichen Kontrollregime durch die Behörden unterstellt werden. Neben der nicht-öffentlichen Tagung werden die Protokolle des Ausschuss nicht öffentlich zugänglich. Daher kann über die genauen Begründungen zum Verbot von chemischen Substanzen nur spekuliert werden. Auch die Personen in diesen Ausschuss nicht persönlich fragen, da diese sich laut der Geschäftsordnung des Sachverständigenausschusses am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verschwiegenheit verpflichtet haben.

Zur Anfrage geht es hier: https://fragdenstaat.de/a/7628

Industriehanf ist Drogenhanf!

Kulicke, Manfred; Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung schrieb mir auf eine Anfrage, warum Nutzhanf so oft kontrolliert werde:

Sehr geehrter Herr Steldinger, der Anbau von Nutzhanf unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Demnach ist Hanf grundsätzlich nicht verkehrsfähig. Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Altersversorge der Landwirte ist der Anbau erlaubt, wenn die geforderte Größe der Betriebsfläche erreicht bzw. überschritten wird.

Ich finde es in diesem Zusammenhang sehr seltsam, dass sich viele – nicht alle (!) – Nutzhanfhersteller sich aus der politischen Debatte rausziehen. Man kann ja selber schauen, wer in den letzten Jahren auf der Hanfparade präsent war und sich die entsprechenden Schlüsse ziehen.

IFG-Anfrage zur „Fuck Drugs“ Kampagne der Bravo an die Drogenbeauftragte

Logo der Bravo Fuck Drugs Kampagne

Logo der Bravo Fuck Drugs Kampagne

Vor kurzem startete die Bravo eine Anti-Drogenkampagne, die es in sich hat: Vor allem manipulative Texte, welche im Endeffekt keinerlei schadensmindernde Wirkung haben werden. Schon öfters haben solche Kampagnen, die ausschliesslich negatives über Drogen publizieren, ihr Ziel verfehlt. Ich habe mehrmals bei der Bravo-Redaktion angefragt: Keine Antwort. Ich habe die genannten Experten angemailt: Keine Antwort. Nun erhoffe ich mir mit einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz über die „Fuck Drugs“ Kampagne bei der Drogenbeauftragten des Bundes eine Einsicht in das Konzept.

Die neue Aufklärungs-Kampagne von Europas größter Teenager-Multimediamarke wird von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler unterstützt.

Da die Drogenbeauftragte des Bundes die Kampagne unterstützt, muss es dort auch Unterlagen dazu geben.

Auf der Webseite „FragDenStaat“ kannst du dich für meine Anfrage „interessieren“, und bekommst eine Infomail, sobald eine Antwort vorliegt.

Australien: Produzenten erwarten Legalisierung von Hanf als Nahrungsmittel

Wikipedia: Australien

Wikipedia: Australien

Die industriellen Hanfverarbeiter von Australien rufen die Bauern zum Anbau von Hanf auf. Interessanterweise ist der Anbau von Nutzhanf unter den gleichen Bedingungen des Opiumgesetzes legal, aber noch immer illegal, Nutzhanfprodukte als Nahrungsmittel zu verarbeiten. Einem Artikel bei ABC zufolge wird die Legalisierung von Hanf als Nahrungsmittel in Australien in 2015 erwartet.

„Wir konnten die Nachfrage in Australien nicht decken. Wir mussten sogar einiges [an Hanf] importieren.“

Die Hanfindustrie betreibt schon lange Lobbyarbeit bei der Regierung und bei der Nahrungsmittelsicherheitsbehörde für Australien und Neuseeland um Hanfsamen zu legalieren. Sie werden als Schlüsselelement betrachtet, um die australische Hanfindustrie anzufeuern.

via ABC: Call out to Aussie farmers to grow hemp

USA: Forscher finden Fäkalien auf Medizinalhanf

Die Story dreht sich um Jessica Tonani, welche Forschenderweise Cannabisblüten – Medizinalhanf – analysierte. Medizinalhanf ist legal in 23 US-Bundesstaaten. In dieser Mission analysierte sie nicht wie sonst üblich die DNA-Sequenzen der Blüten, sondern untersuchte sie auf Verunreinigungen. Die Proben enthielten eine lange Liste unappetitlicher Dinge, darunter das Fekalbakterium Enterobacter asburiae und das Vaginalbakterium Gardnerella vaginalis. Das bedeutet kurz gesagt: Die Leute, die mit den Blüten umgehen, waschen sich nicht die Haende!

Die Ergebnisse finden sich auf der Webseite der Firma Analytical360, welche Auffordert, mehr solche Tests durchzuführen und zu veröffentlichen.

Tonani, hatte eine DNA-Sequenzing Firma gegründet, vor kurzem verkauft und hat ein persönliches als auch finanzielles Interesse an der Zukunft des Medizinalhanfes. Sie hatte vor mehr als einer Dekade sich dem Mittel zugewandt, infolge von Magenbeschwerden, die dazu führten, dass ihr ein Teil des Bauches entfernt werden musste. Mittlerweile sendet ihr betreuender Arzt die Patienten, die von Cannabis profitieren könnten, zu ihrer Beratung.

Es ist eine Ironie der politischen Legalisierungsart, dass in den USA mittlerweile Genusskonsumenten „saubereres“ Gras erhalten als Patienten, die es wirklich nötig haetten, und ihre Leiden das Zünglein an der Waage zur politischen Abstimmung waren. Zum Beispiel ist in Bundesstaat Washington Gesetz, dass die zwei dutzend Läden, in denen es Cannabis zu Genusszwecken zu kaufen gibt, ihr Cannabis auf Kontaminationen sowie den THC und CBD-Gehalt testen müssen. Es gibt diese Regel allerdings nicht fuer die mehr als 300 – alleine in der Gegend von Seattle – Medizinalhanfläden. Diese müssen noch immer in einer Art legalen Grauzone operieren, nachdem eine bundesstaatliche Abstimmung Anfang des Jahres scheiterte.

via BusinessWeek: Marijuana’s Buzzkill DNA: Biotech Researcher Finds Medical Pot Laced With Feces, 8.8.2014

Update

Im Jahre 2005 veröffentlichte Arno Hazekamp eine Untersuchung über Proben aus den Coffeeshops in den Niederlanden. Diese Proben enthielten auch Schimmel, einige Bakterien sowie Düngerrückstände. Das Paper kann hier eingesehen werden als PDF.

Es gibt auch Forschung über die Belastung mit Verunreinigungen im Cannabisrauch: Determination of Pesticide Residues in Cannabis Smoke; Nicholas Sullivan, Sytze Elzinga, and Jeffrey C. Raber; , Journal of Toxicology, Volume 2013 (2013), Article ID 378168, 6 Seiten.

Kanadas Ärzte wollen nicht bei Anti-Cannabis Kampagne mitmachen

Cannabis als Medizin GlasflaschenDie größte Gruppe, welche die Ärzte in Kanada repräsentiert, will nicht an der neuen Anti-Drogenkampagne des Gesundheitsministeriums teilnehmen. Die Kampagne soll auf junge Personen ausgerichtet sein. „Die Aufklärungskampagne ist jetzt ein politischer Fussball in der Cannabispolitik von Kanada geworden“, so ein gemeinsame Stellungnahme, welche am 16. August 2014 von den Gruppen College of Family Physicians of Canada (CFPC), Canadian Medical Association (CMA) und der Royal College of Physicians and Surgeons of Canada veröffentlicht wurde.

„Wir haben und werden auch nicht irgendeine politische Botschaft oder politische Werbung unterstützen oder verbreiten in dieser Sache.“

Die Gruppen unterstrichen, dass sie „ihre Arbeit fortsetzen werden, die öffentliche Bildung und das Bewusstsein über die Gesundheitsrisiken von Drogen und Alkoholkonsum bei jungen Kanadiern zu fördern.“

via CBCnews: Canada’s doctors decline to join anti-marijuana campaign

Washington: Preise für legales Marihuana steigen

Washington State, USA: Die Preise für legale Cannabisblüten zu Entspannungszwecken steigen und steigen. Sie erreichten bis zu 30$, ca 22€, pro Gramm Cannabis. In der Presse gehen die Anschuldigungen für die hohen Preise an die Gärtner und Verarbeiter, welche das schwache Angebot und die hohe Nachfrage ausnutzen würden.

via HempIndustryNews: Legal Marihuana Prices go high

Guam lässt im November über die Legalisierung von Medizinalhanf abstimmen

Guam auf der Globusprojektion der Erde

Guam auf der Globusprojektion der Erde, Bild: Wikipedia

Guam auf der Globusprojektion. Bild: Wikipedia

Cannabis ist verwendbar als Medizin. Dies ist ein Fakt, den die US-Regierung immer wieder versucht, zu diskreditieren, wobei sie selbst einige Patente daran hält. Nun ist es an den Bürgern von Guam, einem nicht-inkooperierten Gebiet der USA bei den Phillipinen, über die Legalisierung von Cannabis als Medizin bei den Wahlen im November abzustimmen.

Die Regierung hatte schon überlegt, ein eigenes Medizinalhanfgesetz durchzusetzen, aber zog es nun vor, die Wähler entscheiden zu lassen. Der Name der vorgeschlagenen Gesetzesänderung lautet „Joaquin ‚KC‘ Conception II Compassionate Cannabis Use Act of 2013“. Die Gesetzesänderung würde Abgabestellen legalisieren, sowie Regeln und Regulierungen aufstellen, die von einer Regierungskommission ausgearbeitet werden sollen:

Die Wahlkommission von Guam entschied letzte Nacht, dass sie die Wähler über die Legalisierung von medizinischen Marihuana in den Wahlen im November abstimmen lassen wollen.

via Guampdn.com

via TheWeedBlog: Guam To Vote On Medical Marijuana In General Election

Buchreview: Bröckers – Keine Angst vor Hanf

Das neueste Buch von Mathias Bröckers nennt sich „Keine Angst vor Hanf“. Es ist eine gute und aktuelle Einleitung in die politische Diskussion und ein Aufruf für die Legalisierung von Cannabis. Ein guter Einstieg, für alle die sich für das Thema interessieren.

Buchcover Grafik: Mathias Bröckers - Keine Angst vor Hanf

Buchcover Grafik: Mathias Bröckers – Keine Angst vor Hanf

Mathias Bröckers durchschreitet in dem Buch die Historie, von den Anfängen der Verbotspolitik globalen Opiumkonferenzen bis hin zu den ersten US-Bundesländern, die in dem „Quasi“-Ursprungsland der weltweiten Verbote legalisierten.

Es geht weiter mit den medizinischen Aspekten und dem Risiko des berauschenden Cannabiskonsums mit dem ständigen Ruf nach Legalisierung, Jugend-, Verbraucherschutz und ehrlicher Aufklärung.

Was mir leider negativ auffiel, ist, dass Bröckers zwar die weltweiten Cannabisverbote auf die Durchsetzungskraft von Harry Anslinger im Interesse des „starken Staates“ zurückführt, aber leider dabei vergisst zu erwähnen, dass diese Hetzkampagne nicht nur gegen Hanf geführt worden ist, sondern auch gegen Schlafmohn, genauer gesagt „chinesische Opiumraucher“, oder noch mehr Vereinfacht: „einem Genussmittel der ausländischen Minderheiten“.

Wikipedia meint dazu, aus der Biografie von Anslinger, dass seine Interessen immer nur der „äusseren Rechten“ gedient hätten. Leider wird dieser staatliche, durch Drogengesetze legitimierte und noch immer immanente Rassismus (auch struktureller Rassismus genannt) in dem Buch nur sehr kurz abgehandelt. Auch weiter hinten im Buch gibt es zur Geschichte, dass durch die Alkoholverbote in den USA „Gangsterbanden mit italienischem, irischem und jüdischem Migrationshintergrund“ entstanden. Das ist zwar wahr, aber auch dies sind Minderheiten mit rassistisch belegten Vorurteilen. Bekannt seien die, dass Iren Trinker seien und Antisemitismus gegen Juden. Dazu kein weiteres Wort im Buch.

Meiner Meinung nach kann eine rassistische Verbotspolitik gegen Menschen auf substanzistischer Art und Weise auch ohne Cannabis geführt werden – und noch immer mit den gleichen Werkzeugen die Leben harmloser Menschen gefährden.

Als Mindesforderung kann man sich also der Forderung im Buch anschliessen: [..] die Legalisierung von Cannabis, der nützlichsten Pflanze deieser Erde, kann hier tatsächlich einmal als „Einstiegsdroge“ fungieren: für den Einstieg in eine Wende der Drogenpolitik und das Ende des ebenso unmenschlichen wie ineffizienten und destruktiven Ära der Prohibition.“

Mathias Bröckers, Keine Angst Vor Hanf – Warum CAnnabis legalisiert werden muss, Westend Verlag, €9,99, ISBN 987-3-86489-071-0, 94 Seiten

Berlin: Hanfparade 2014 am 9. August

Hanfparade Flyer GrafikStreicht euch diesen Termin im Kalender an: Am 9. August ist wieder Hanfparade in Berlin! Dieses Jahr unter dem Motto „Grünes Licht für die Legalisierung“ und bezieht sich auf die Legalisierungswelle in den USA und Lateinamerika. Sie beginnt um 13 Uhr am Hauptbahnhof auf dem Washingtonplatz und führt zum Brandenburger Tor. Dort findet in der Zeit von 16 – 22 Uhr die große Abschlusskundgebung statt.

Die Hanfparade soll dazu animieren, Ideen zu entwickeln, wie die Legalisierung vorangetrieben werden kann. Wir kämpfen dafür, das die Menschen in Deutschland auch bald „grünes Licht“ für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel geben werden, wie es Menschen im November 2012 in den US-Bundesstaaten Washington und Colorado an den Wahlurnen taten.

Es gibt auch noch jede Menge Flyer und Poster! Wir packen Pakete mit 750 Flyern und 10 Poster. Wenn du vor der Hanfparade noch auf Parties, Festivals usw. unterwegs bist: Melde dich bei uns! Du willst so einiges Plakatieren? Melde dich bei uns! eMail an: info@hanfparade.de – Kleine Mengen wie 10 Poster und 50 Flyer gibt es im Onlineshop des Deutschen Hanf Verbands.

Aus der Pressemitteilung der Hanfparade 2014

Die Zeiten sind gut für HanffreundInnen. Die teilweise Legalisierung der alten Nutz-, Heil und Rauschpflanze in den US-Staaten Washington und Colorado sowie im südamerikanischen Uruguay hat der Diskussion über eine Haschfreigabe auch hierzulande neuen Wind gegeben. Bundesweit sind Initiativen entstanden, die die Einführung von Cannabis Social Clubs fordern. In Berlin Kreuzberg wird gar über staatliche Coffeeshops debattiert. Mit Linken und Grünen haben zwei der im Bundestag vertretenen Parteien die Legalisierung von Cannabis im Programm.

Nur die Bundesregierung will davon nichts wissen. In Gestalt der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler kocht sie in regelmäßigen Abständen alte Einstiegsdrogenmärchen hoch und läßt die Polizei landauf landab weiter die Knüppel schwingen. Dabei gehören längst nicht mehr nur Alt-68er, Ökos und Technofreaks zu den Hanfjüngern. In einer gemeinsamen Resolution sprachen sich im Frühjahr 120 deutsche Strafrechtsprofessoren für ein Ende des Hanfverbots aus.

„Das überfällige Umdenken in den Hirnen der Großkoalitionäre wolle man nicht tatenlos abwarten“ so Martin Steldinger vom Hanfparade-Organisationsteam. „Stattdessen werde man die zahlreichen Argumente Pro Legalisierung phantasievoll auf die Straße und in die Herzen der Nichtkonsumierenden tragen.“ Dabei sollen ein gutes Dutzend bunt geschmückte Paradewagen, hanfige Leckereien, ein Nutzhanfareal und ein Forum für Hanfmedizin helfen. Last but not least werden fünf internationale Künstler und gut zwei Dutzend RednerInnen für eine politisch-anregende Stimmung sorgen.

via Hanfparade: Presseerklärung vom 18.6.2014

5.-14.7. in Berlin: Austellung „Störmanöver an der Heimatfront“

Ausstellung Störmanöver an der HeimatfrontDie Wanderaustellung „Störmanöver an der Heimatfront – Krieg beginnt hier – Widerstand auch“ ist endlich in Berlin angekommen und vom 5.-14.7.2014 in der New Yorck im Bethanien (Mariannenplatz 2a) zu sehen! Die Austellung zeigt Texte, Bilder und Visual-/Audio-Installationen zum Thema Militarisierung und antimilitaristischer Widerstand.

Das neues Kriegsspielzeug natürlich zuerst in der „Drogenfahndung“ getestet wird, ist ja nichts neues, und der militarisierte Krieg gegen die Drogen ja auch nicht – deswegen ein interessante Ausstellung.

Die Öffnungszeiten sind jeden Tag ab 17.00 Uhr, Schluss ist, wenn Veranstaltungen laufen: dann Open End/ wenn nicht bis 20 Uhr. Am Montag, den 14.7. ist das Finale der Austellung mit einer DiskussionsVeranstaltung-während des A Cafes-zum diesjährigen „War starts here Camp (17.-25.8.2014)“ und dem Programmpunkt Militarisierung nach Innen und Aussen- Was bedeutet das?!

Wem Berlin zu weit weg ist – gibt es hier auf Youtube ein Video über die Ausstellung:

via warstartsherecamp

Dana Beal: What means GMM to Legalization? Global Marijuana March from the begining to now

This interview was made for the „Soft Secrets“ Magazine, shortened publication is planned. Rights reserved by Soft Secrets – ask Robert Brungert robrungi@yahoo.de for any questions.

Dana Beal: What means GMM to Legalization?

Global Marijuana March from the begining to now

Author: Robert B.

Today I am talking with Dana Beal. He is one of the leading Hemp Legalizers from the USA. In 1999 Dana created the Million Marijuana March (MMM). This event is named in 2002 Global Marijuana March (GMM). During years the Event managed itself all over the world and this year in the first Saturday of May hundreds of thousands of People came to GMM in hundreds of Cities. In Germany there were more than 15 GMMs. It is a worldwide popular and important event and so I am asking some Questions.

Let it be free.

Dana Beal, you are 67 years old, 1999 you were 52 years old, this means in 1967 you were 20. Were you one of the Hippies?

„The hippies were a product of LSD, who opposed the war in Vietnam and the police state measures taken against psychedelic drugs and marijuana.

When did you start your work?

Foto von Dana Beal

Foto von Dana Beal

„1967 was the ‚Summer of Love‘.“ We did the first Smoke-ins in Tompkins Park in the Lower East Side of New York. We decided cannabis would be easier to legalize than LSD. But Vietnam overshadowed everything, even though we did the first national smoke-in to bring people to the Levitation of the Pentagon in October of ’67. When Abbie Hoffman asked me to join the Yippies in January, 1968, he wanted the toker legions to come to the protests he was planning for the Chicago Democratic Convention in August. But lighting up guaranteed the cops would break heads, and Richard Nixon became President. Nixon was an outright fascist who sought to link the anti-war pot smokers with the blacks using heroin in the ghettos, and created the DEA and the Controlled Substances Act.)

There was a lot of sentiment for legalisation…why didn’t it work?

„At the 1972 Demcratic Convention in Miami, I confronted George McGovern at his campaign HQ about the reports of CIA heroin in Vietnam, and asked how we could protect millions of people who already smoked pot from being exposed to hard drugs supplied by OUR OWN GOVERNMENT unless we legalized marijuana and sell it over the counter. McGovern said he’d personally spoken out against CIA heroin on the Senate floor–but he was not ready to embrace the Dutch model of separating marijuana and hard drugs. So Richard Nixon was re-elected. He had already turned down the legalization recommendation of his own Schaeffer Commission in order to exploit the culture wars for political gain, but he was soon impeached.

„A few weeks after Nixon resigned, Howard Lotsof told me ibogaine had cured his heroin addiction and he’d confirmed the same effect in 7 other people in the early 60’s. So I thought, here is another way to protect cannabis culture even if we can’t legalize. Then in November the Democrats won a huge majority in Congress, and Keith Stroup of NORML went to work finding a democratic candidate who would decriminalize: Jimmy Carter. It looked like pot would be legal in 18 months. But the movement got ahead of itself and decided to legalize cocaine also. In the summer of 1978, Carter’s drug Czar Peter Bourne was outed for doing coke at a NORML party, and the whole thing fell apart. The founder of HIGH TIMES,Tom Forcade, committed suicide, and we had to stop junkies in the art department from putting heroin on the cover of the magazine.“
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Weltdrogentag am 26. Juni – Lasst uns über Drogen reden!

Die Kampagne des Polnischen Netzwerkes für Drogenpolitik „Lasst uns über Drogen reden“ startet am 26. Juni, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltdrogentag. Teil der Kampagne werden Poster und Werbeflächen in der Bahn und den Bussen von Warschau an diesem Tag sein. Die Kampagne ist Teil einer größeren Kampagne, die überall auf der Welt stattfindet.

Professor Monika Płatek, Professor Viktor Osiatyński, beides Spezialisten im Gebiet der Suchtforschung, die Musiker Stanistaw Soyka, Tomasz Stańko, Michał Wiśniewski, Sänger Natalia Przybysz, die Journalisten Jacek Żakowski znd Anna Wendzikowska, als auch Schauspieler Redbad Klynstra sind nur ein paar von den vielen polnischen Prominenten und Wissenschaftlern, die sich an der Kampagne „DURCHBRECHEN WIR DIE STILLE. LASST UNS ÜBER DROGEN REDEN“ beteiligen.

Ähnliche Aktionen finden in London, Paris, Warschau, Mexiko Stadt, Kathmandu, Rom, Phnom Penh, Tbilisi, Kuala Lumpur, Moskau und weitere 70 anderen Städten statt.

In Polen wird das Polnische Netzwerk für Drogenpolitik eine Kampagne gestartet, die auf eine Reform der Drogengesetzgebung abzielt. Wie auch in Polen, so auch in anderen Ländern, werden junge Menschen, die mit Drogen erste Erfahrungen machen, immer mehr Opfer der Strafverfolgung und der daraus entstehenden Konsequenzen, als Probleme mit der Mafia oder der Droge zu bekommen. Als Konsequenz finden sie sich selbst im Gefängnis wieder, haben danach Probleme eine Arbeit zu finden, … Der Bericht der EMCDDA in 2008 zeigt, dass die Anzahl der entdeckten Straftaten im Zusammenhang mit Drogenbesitz um 1648% gestiegen sind! Die überwiegende Mehrheit dieser Fälle sind junge Menschen oder Abhängige, die keine ernsthaften Verbrechen im Zusammenhang mit Drogen begangen haben.
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Studie zeigt, dass Alzheimer durch Verlust von Cannabinoiden verursacht sei

Erste Anzeichen von Alzheimer könnten durch die Blockade der gehirneigenen Cannabinoide verursacht werden, so eine neue Studie aus der Universität von Stanford.

Klumpen von Proteinen, die sogenannten Beta-Amyloide Plaque, sind die primären Anzeichen der Alzheimerkrankheit. Seit langem wissen die Forscher, dass diese Klumpen die Signale des Gehirns verändern – aber sie wussten nicht wie.

Nun hat ein Team der Universität von Stanford an der Medizinschule die Effekte der Plaque auf die endogenen Cannabinoiden im Gehirn untersucht. Diese Substanzen werden vom Gehirn hergestellt und ähneln den Substanzen im Cannabis. Neben vielen anderen Funktionen spielen Cannabinoide eine wichtige Rolle beim Speichern von Informationen und dem Lernen.
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Neue Westfälische Herford: Journalisten müssen nicht recherchieren können

Hier wieder eine gute Idee für Menschen, die einen einfachen Job suchen bei dem man nicht viel machen muss. Die Lokalredaktion Herford der Neuen Westfälischen. Ich schrieb diese Zeitung im März an, das sie in dem Bericht über Cannabis Social Clubs einen Fehler gemacht haben. Bislang kam darauf keine Antwort – also eine Kopie davon und Beschwerde an den Presserat.

Hier meine Kritik an dem Artikel der Neuen Westfälischen Herford. Ich bin mir nicht sicher, warum man auf diese nette eMail nicht antwortet:
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