Eimerideen

> Mein erster Eimer war echt heftig %-) Allerdings ist die Vorbereitung immer so kompliziert.

Du meinst die Präparation der Flasche? Kulturbanausen, die sich mit einer Plastik-Flasche zufrieden geben, haben's da einfach.

Wenn's Glas sein soll, entferne ich den Boden meist mit der Brutalo-Methode: Im unteren Bereich die Flasche rundum mit Klebeband umrollen, dann einen harten Gegenstand rein und schütteln. Wenn man Glück hat, schlägt der Gegenstand den Boden der Flasche (oder zumindest einen Teil) raus; hat man Pech, zerlegt's die Flasche woanders. Meistens braucht man mehrere Versuche, bis man eine sauber präparierte Flasche hat. Das kann schon mal zu Unmut bei den freundlichen Helferlein führen, die immer die 1,5 Liter Flaschen austrinken müssen, die man für die Bastelversuche braucht. :-)

Wenn man aber mal eine gute Glasflasche ohne Boden hat, hält die praktisch ewig. Eimer sind ja doch eher stationäre Rauchgerät, da drohen der Flasche nicht die Gefahren der großen, weiten Welt. Außerdem steht sie fast immer in Wasser, was Erschütterungen etc. nochmal dämpft.

Viele Generationen haben sich schon den Kopf zerbrochen, wie man den Eimer portabel machen könnte. In einem Versuchen, dem ich mal an der französischen Küste beigewohnt habe, wurde einer dieser 5-Liter Wein-Kanister mit einem Loch versehen, in das eine abgeschnittene Flasche gesteckt wurde. Ein durchaus rauchbares und - dank konsequentem Einsatz von Kunststoffen - sehr portables Gerät. Auf dem Markt durchsetzen konnte sich jedoch nicht. Es bot einfach zu wenig Rauch-Volumen - kaum ein halber Liter. Da macht das Eimern keinen Spaß.

In einem weiteren Versuch wurde zunächst eine detailierte Analyse der Eimer-Komponenten angestellt. Hierbei stellte man fest, daß die Komponente, die den Eimer so unportabel macht, der Eimer ist. Das gebräuchliche Zehnliter-Modell paßt kaum in eine Jackentasche, und in gefülltem Zustand bringt er immerhin 10 Kilogramm auf die Wage. Wir haben deshalb versucht, den Eimer durch elastische Material zu substituieren, das in der Lage ist den erforderlichen Unterdruck zu erzeugen. Hierfür wurde das untere Ende der Flasche mit einem Luftballon[*] überzogen. Leider war dieser Ansatz ein voller Mißerfolg. Es gelang nicht, die zur Erzeugung des Unterdrucks notwendige Volumenerweiterung des Ballons herbeizuführen. Der Rauch wollte nicht in die Flasche.

Was ich nun überlege ist, daß man vielleicht den Eimer ganz weglassen sollte (Eimer ohne Eimer, sozusagen :-) und die Bemühungen auf die Minimierung der Flasche fokussiert. Ein bißchen Wasser, in das man die Flasche tunken kann, findet man immer; sei es der atlantische Ozean, Nachbars Gartenteich oder der Spühlkasten der Herrentoilette. Die Idee zur Flaschen-Minimierung kam mir, als ich in einem Headshop Bongs zum Zusammenklappen entdeckt habe. Man müßte die Flasche nach dem gleichen Prinzip aus verschiebbaren Teilstücken zusammensetzen. In ausgefahrenem Zustand sähe das ungefähr so aus:

   Kopf          ->   **
                      ||
   1. Teilstück	 ->   ||
		      ||
                     ||||
   2. Teilstück	 ->  |  |
		     |  |
                    ||  ||
   3. Teilstück	 -> |    |
		    |    |
		    |    |

und eingefahren folgendermaßen:

   Kopf          ->   **
                    ||||||
		    ||||||
		    ||||||
                    ||||||

                    ^^^
                    ||1. Teilstück
                    |2. Teilstück
                    3. Teilstück

Hey, wenn man der Flasche wieder einen Boden spendiert, läßt sich der Klapp-Eimer sogar ohne Wasser betreiben! Zusammenklappen, Mischung drauf, anmachen, Flasche auseinanderfahren, Mischung weg, inhalieren!

Was haltet Ihr von der Idee? Sieht jemand Möglichkeiten der Realisierung?

[*] Eigentlich war es nicht direkt ein Luftballon, sondern sowas ähnliches, das hier aber keine Erwähnung finden soll; es lesen schließlich auch Minderjährige mit, die sollen nicht vor der Zeit verdorben werden.