WEED3 – Die neue Sendung von CNNs Dr. Gupta

Auf dem Höhepunkt des Cannabis-Feiertages, dem 20. April (4/20), feuert Dr. Sanjay Gupta, der Neurochirug und Star-Journalist für medizinische Themen bei CNN seine neue Salve gegen die förderalen Verbote der Pflanze Hanf.

Präsident Obama wird über die Legalisierung von medizinischem Cannabis in dem CNN Spezial „WEED 3“ von Dr. Sanjay Gupta auftreten. Dr. Gupta fragt Präsident Obama, ob er den Senat bei dem Vorhaben unterstützt, den Krieg gegen medizinisches Marihuana auf förderaler Ebene zu beenden.

Dem Bericht zufolge sagt der Präsident, dass er sich das weiter im Detail anschauen müsse, aber vorsichtig verschriebenes medizinisches Marihuana scheint tatsächlich in einigen Fällen die einzige Lösung zu sein, und man solle der Wissenschaft folgen und nicht den Ideologien.

Weed 3 bietet eine der am besten besetzten Plattfomen für die Geschichten der Patienten, die durch mediznisches Marihuana gerettet wurden. Dr. Gupta fokussiert sich auf die Fälle von reinem Cannabis gegen die Symptome von PTSD und Sichelzellenanämie und als Alternative zu tötlichen Schmerzmedikamenten. Dr. Gupta sagt, die Amerikaner wurden systematisch an der Nase herumgeführt über Cannabis und die Nation benötige eine „medizinische Cannabisrevolution“. Dr. Gupta dazu:

„Es gibt interessante neue Forschung über die Nutzung von Marihuana, die sich auf die Leben von zehntausenden Personen, darunter Kinder und Erwachsene, positiv auswirken könnte. Dazu gehört die Behandlung von Krebs, Epilepsie und Alzheimer, um nur einige zu nennen. Alleine auf das Thema Schmerz bezogen, kann Marihuana den Bedarf an Schmerzstillern senken und gleichzeitig die Zahl der versehentlichen Überdosierungen durch Schmerzstiller senken, welche eine der am meisten vorkommenden und verhinderbare Todesarten in diesem Land ist.“

Journalisten sollten keine Position einnehmen. Es macht Sinn. Objektivität ist der König. Aber an irgendeinem Punkt sollten die offenen Fragen beantwortet werden. An irgendeinem Punkt sollten umstrittene Positionen gelöst werden. An irgendeinem Punkt sollte der gesunde Menschenverstand herrschen.

Also hier ist es: Wir sollten medizinisches Marihuana legalisieren. Wir sollten es National umsetzen. Und – wir sollten es jetzt machen.“

CNN bringt WEED3 nach den Wiederholungen von WEED und WEED3, start ist 19 Uhr östliche Zeit, 16 Uhr pazifische Zeit

via SfGate: Dr. Sanjay Gupta drops bomb with ‘WEED 3’ on eve of 420

Kanada: Liste der erlaubten Cannabissorten für 2015 erschienen

Die für Industriehanf zuständige Behörde in Kanada, das Gesundheitsministerium „Health Canada“, hat die Liste der zugelassenen Hanfsorten für 2015 veröffentlicht. Ich erhielt sie wegen einer Nachfrage per eMail am Tag der Veröffentlichung.

Neu auf der Liste sind sechs Sorten: GranMa, Picolo, Katani, Grandi, Georgina and Victoria
Es wurden keine Sorten von der Liste gestrichen, dennoch bleibt die Hanfsorte Finola unter Beobachtung.

In der Vergangenheit machte die Sorte Finola von sich wegen relativ hoher THC-Werte von sich reden, was aber laut Hersteller bei dieser Sorte normal sei. Finola wird hauptsächlich wegen der Hanfsamen, die sich aus den Blüten entwickeln, angepflanzt und nicht, wie bei anderen Sorten, wegen der Faser. Ohne eine längere Reifezeit für die Blüte wäre eine gute Ausbeute nicht möglich.

Interessanterweise kann ich diese Liste nicht auf den Webseiten von Health Canada finden. Kannst du sie finden?
Die Liste kann hier eingesehen werden: LOAC 2015 EN, Herausgeber: Health_Canada „List of approved Cultivars Cannabis Sativa“

Studie: „Krankheitsverändernde Ernährung“ bei Multipler Sklerose

Cannabis als Medizin bei Multipler SkleroseHier ist eine aktuelle Studie, die darauf eingeht, dass die analgetischen (betäubenden) und anti-spastischen Effekte von Cannabis, seinen Inhaltsstoffen und weitere endocannabinoid-verbessernde Stoffe und Ernährung sich positiv auf die Krankheit auswirken. Darüber hinaus scheinen auch FAAH-Hemmer des Endocannabioidsystems beteiligt zu sein.

„Disease modifying nutricals“ for multiple sclerosis.

Pharmacol Ther. 2015 Apr;148C:85-113. doi: 10.1016/j.pharmthera.2014.11.015. Epub 2014 Nov 27.

Schmitz K1, Barthelmes J1, Stolz L1, Beyer S1, Diehl O1, Tegeder I2.

Abstract

The association between vitamin D and multiple sclerosis has (re)-opened new interest in nutrition and natural compounds in the prevention and treatment of this neuroinflammatory disease. The dietary amount and type of fat, probiotics and biologicals, salmon proteoglycans, phytoestrogens and protease inhibitor of soy, sodium chloride and trace elements, and fat soluble vitamins including D, A and E were all considered as disease-modifying nutraceuticals. Studies in experimental autoimmune encephalomyelitis mice suggest that poly-unsaturated fatty acids and their ‚inflammation-resolving‘ metabolites and the gut microflora may reduce auto-aggressive immune cells and reduce progression or risk of relapse, and infection with whipworm eggs may positively change the gut-brain communication. Encouraged by the recent interest in multiple sclerosis-nutrition nature’s pharmacy has been searched for novel compounds with anti-inflammatory, immune-modifying and antioxidative properties, the most interesting being the scorpion toxins that inhibit specific potassium channels of T cells and antioxidative compounds including the green tea flavonoid epigallocatechin-3-gallate, curcumin and the mustard oil glycoside from e.g. broccoli and sulforaphane. They mostly also inhibit pro-inflammatory signaling through NF-κB or toll-like receptors and stabilize the blood brain barrier. Disease modifying functions may also complement analgesic and anti-spastic effects of cannabis, its constituents, and of ‚endocannabinoid enhancing‘ drugs or nutricals like inhibitors of fatty acid amide hydrolase. Nutricals will not solve multiple sclerosis therapeutic challenges but possibly support pharmacological interventions or unearth novel structures.

Direkt zur Studie: PubMed: „Disease modifying nutricals“ for multiple sclerosis.

Wieder mehr Drogentote in Nürnberg und nicht mal eine Stellungnahme der Drogenbeauftragten?

21Juli-gedenktag-der-verstorbenen-drogengebraucherIm letzten Jahr gab es in Nürnberg, der Metropole Frankens, in Relation zur Einwohnerzahl mehr Drogentote als in jeder anderen deutschen Großstadt (6,1 pro 100.000 Einwohner laut Drogen- und Suchtbericht 2014). Auch in diesem Jahr wird Nürnberg wohl wieder diesen traurigen Rekord erzielen. Aber warum ist das der Drogenbeauftragten nicht mal eine Pressemitteilung wert? Hingegen gibt es sogar Konferenzen zu den statistisch kaum erfassbaren Legal Highs? Ich frage nach auf Abgeordnetenwatch:

Update: Es ist am 23.4.2015 eine Antwort eingetroffen. Weiter unten im Text findest du die Antwort und die Bewertung.
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USA: DEA warnt vor „bekiffte Hasen“ wenn Medizinalhanf legalisiert wird

Foto eines Stonten Feldhasen

Foto eines Stonten FeldhasenIn Utah wird gerade über ein Gesetzesvorhaben gesprochen, welches bestimmten Patienten erlauben würde, sich mit essbaren Formen von Cannabiswirkstoffen bzw. -blüten zu behandeln. Das Schlimmste dabei wäre wohl, dass das Wildleben im Bundesstaat einen „Geschmack dafür kultivieren“ könne, so die Aussage eines „Experten“ der Drogenverfolgungsbehörde DEA. Diese interessante Aussage findet sich im verlinkten Video ab Minute 58:00.

„Ich muss mit Fakten umgehen, mit Wissenschaft“, sagte der Spezialagent Matt Fairbanks. Er ist Mitglied des „Marihuana Ausrottungsteam“ in Utah. Fairbanks sprach über die Anbauten von Cannabispflanzen in den Bergen von Utah, inbesondere über die ökologischen Aspekte. Er persönlich habe ganze Bergflächen gesehen, die Pestiziden, gefährlichen Chemikalien, Entwaltung und Erosion ausgesetz seien.

Fairbanks sagte, an einigen Anbaustellen habe er „Hasen“ wahrgenommen, die einen Geschmack für die Cannabispflanzen entwickelt hätten, so dass sie garnicht mehr weg wollten, und nur „High“ rumsässen.

Es ist sicherlich wahr, dass illegaler Anbau von Cannabis schwerwiegende Konsequenzen für die Umwelt haben kann. Aber nicht nur der Cannabisanbau hat dieses Problem. Darüber hinaus werden die Bauern erst durch die Verbote dazu getrieben, ihr Handwerk in ökologisch fragilen Umgebungen wie Naturschutzgebieten zu verlegen. Wenn Cannabisanbau reguliert wäre, müssten die Bauern nicht in entlegende Berggebiete ziehen, sondern könnten es auf einem normalen Bauernhof anpflanzen.

Es kann schon sein, dass die Tiere einen Geschmack für die Pflanzen entwickeln. Dieses seltene Vergnügen für Hasen kann aber keine Basis für die Aufrechterhaltung der Cannabisverbote stehen, genauso wenig wie betrunkene Eichhörnchen ein Argument sein können, Alkohol zu verbieten.

Die Gesetzesvertreter waren wohl durch die Hasen nicht sonderlich abgeschreckt und liessen das Gesetzesvorhaben passieren.

via Washington Post

Foto von Wikipedia, Feldhase vom Benutzer Fmickan

Nach dem Krieg gegen die Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang

Buch Cover Grafik Nach dem Krieg gegen DrogenDas Buch von Transform „Nach dem Krieg gegen die Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang“ wurde Übersetzt und ist jetzt auch auf Deutsch erhältlich. Darüber hinaus gibt es auch ein PDF-Download des gesamten Buches.

Das gute Stück gibt es auf der Webseite Legalisierung-von-drogen.de

Weltweit wächst der Konsens darüber, dass Drogenprohibition ein konttraproduktives Misserfolgsmodell ist. Bisher hat jedoch die weit- verbreitete Angst vor dem Unbekannten den Weg zu einer Reform der Drogengesetze verstellt. Die Frage ist: wie kann ein Nachfolgesystem der Prohibition aussehen? Diese Frage wird erstmals durch „Nach dem Krieg gegen Drogen: Modelle für einen regulierten Umgang“ beantwortet, indem für jeden Haupttypus und jede wichtige Zubereitungsform illegaler Substanzen spezielle Regulierungsmodelle und Grundprinzipien ihrer Umsetzung vorgestellt werden. Wir zeigen, dass ein Umdenken in Richtung gesetzliche Regulierung von Drogen kein undenkbarer und politisch unmöglicher Schritt ins Ungewisse ist, sondern ein vernünftiger, pragmatischer Ansatz zur Kontrolle der Produktion, des Angebotes sowie des Gebrauchs von Drogen.

Erste Global Marijuana March Deutschland Liste für 2015 erschienen

Dieses Jahr geht es wieder sehr gut los mit dem GMM. Es haben sich schon einige engagierte Personen zusammengefunden um Demos, Infostände und Diskussionsabende zu organisieren:

DEMO Übersicht: https://hanfverband.de/gmm2015 oder https://de-de.facebook.com/events/1549799778599667/

02.05.2015 Wien (AT)

02.05.2015 Erlangen

02.05.2015 Heidelberg

02.05.2015 München

02.05.2015 Stuttgart

08.05.2015 bis 10.05.2015 Weiden

09.05.2015 Bonn

09.05.2015 Dortmund

09.05.2015 Ulm

09.05.2015 Frankfurt am Main

09.05.2015 Kempten

09.05.2015 Köln

16.05.2015 Berlin

23.05.2015 Plauen

Neue Hanfsamen-Sortenliste für 2015 erschienen

Der Anbau von Nutzhanf in in Deutschland und Europa noch immer Anzeigepflichtig. Darüber hinaus sind nur bestimmte Hanfsorten zugelassen. Die Liste für 2015 wurde nun veröffentlicht. Sie kann hier bezogen werden: Hanf Museum: Informationen zum Anbau von Nutzhanf.

Der durchschnittliche THC-Gehalt aller Proben hat im zweiten aufeinander folgenden Jahr bei den Sorten Bialobrzeskie und Carmagnola den zulässigen Höchstgehalt überschritten. Sie dürfen daher nicht angebaut werden.

Cannabisindustrie in Colorado erreicht 700 Mio. USD im Verkauf im letzten Jahr

Die Newsseite MMJ Business daily berichtet, dass die Verkäufe von der neuen Cannabisindustrie in Colorado im letzten Jahr mehr als 700 Millionen US-Dollar ausmachten. Dazu zählen laut der Steuerbehörden direkte Cannabisblütenverkäufe mit 386 Mio. Dollar als auch die Genusshanfverkäufe mit 313 Mio. Dollar.

„Das ist eine sehr gute Zahl für den Start“ gab Michael Elliot an, Vorstand der Marijuanaindustriegruppe.

Die Marihuanaverkäufe haben ausserdem etwa 76 Millionen US-Dollar an Steuergeldern in die Geldkoffer des Bundesstaates gespült, davon 44 Millionen alleine vom Genusshanf. Durch komplizierte Steuermodelle dauere es aber noch einige Zeit, bis die genauen Zahlen vorliegen.

USA: Drogenspürhunde werden arbeitslos

Die Tierschützer können jubeln, denn mit der einhergehenden Regulierung von Cannabis als Genussmittel in den Bundesstaaten werden die Drogenspürhunde arbeitslos. In den Bundesstaaten Alaska und Oregon haben die Wähler sich für eine Politik entschieden, die eine Besteuerung von Cannabis zulässt und den Markt dem Schwarzmarkt entreisst. Eine Folge dessen ist, dass das Budget für die Nutzung und Versorgung der Drogenspürhunde gestrichen wurde.

via NORML

USA: Mehr als 100 indigene Stämme wollen Cannabis anbauen

Huffingtonpost berichtet, dass mehr als 100 indigene Stämme sich bei einem Großhändler für Pflanzenanbausysteme gemeldet haben. Sie berichten, dies wären nicht die einzigen Anfragen an Hersteller. Ein Memo des US-Justizdepartments vom Dezember 2014 besagt, dass die indigenen Amerikaner die Freiheit haben, Cannabis anzubauen und zu verkaufen, solange sie sich an die föderalen Gesetze halten, welche die Regelungen der Bundesstaaten übersehen.

Während die diversen Cannabisprodukte noch immer unter den Förderalgesetzen illegal sind, haben 23 Bundesstaaten die medizinische Hanfnutzung legalisiert und vier Staaten sowie der District of Columbia haben Gesetze zur Regulierung von Cannabis als Genussmittel.

via Huffingtonpost: More Than 100 Native American Tribes Consider Growing Marijuana

9000 Jahre alte Hanftextilien aus Çatalhöyük sind eine Falschmeldung

Angebliche Hanftextilien aus Çatalhöyük, die eigentlich Flachs sindAnfang 2014 machte eine Meldung die Runde, dass in der archologischen Ausgrabungsstätte Çatalhöyük 9000 Jahre alte Textilien aus Hanf gefunden worden wären. Da in dem betreffenden Ausgrabungsbericht von 2013 keine Rede von Hanf ist verwundert diese Meldung etwas. Um diese Meldung zu verifizieren, habe ich die Forscher, die den Bericht erstellten, angemailt und nachgefragt.

Ich schrieb Prof. Ian Hodder an, welcher den Bericht 2013 über die Ausgrabungen verfasst hatte. Er verwies mich an die Mitarbeiterin Prof. Amy Bogaard. Sie schrieb mir, dass es keine Anzeichen für Hanf an dem Fundort gäbe aber dafür einige Flachssamen und -textilfragmente.

We have no evidence of hemp at the site, but we do have some seeds and textile fragments of flax/linen. (Prof. Amy Bodaard)

Wenn sich jemand wundert, warum man das Bild oben nicht findet: Es wurde vom Portal mit der Falschmeldung um 180 Grad gedreht, zu sehen an der Zentimetermarkierung.

Cannabisbezogene Kryptowährungen

Vor einiger Zeit hatte ich hier einen Artikel über die mathematisch gesicherte Währung „PotCoin“ berichtet. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan: Mehr und mehr Hanfliebhaber/innen kommen auf die Idee, eine solche Währung zu starten. Nicht alle davon werden erfolgreich, bzw. überleben. Hier ist eine kleine Liste von bekannteren solcher „Alternativen Coins“, die neben Bitcoin existieren. Darüber hinaus gibt es ein Projekt, die Cannabis-Coins zusammenzuführen: The Epic 420 Alliance Joint Force – United we stand!.

Defekt, Offline, Verschwunden, Unklar

Einige Systeme sind Verschwunden, andere werden unter neuer Führung weiterentwickelt:

Wenn ihr eine neue solche Währung seht, gebt mir Bescheid mit einer kurzen eMail! Ich würde mich sehr darüber freuen.

Einige der oben genannten Cryptocoins könnt ihr auf dieser Tauschbörse bekommen:

Bleutrade Cryptocurrency Exchange

NDR Journalisten ohne Faktencheck: Kiffer immer Jünger

Schon vor 150 Jahren schrieb die Zeitung Figaro, dass die Kiffer immer Jünger werden würden. Grund war Gustave Courbets Selbstporträt Mann mit Pfeife (1848-1849), bei dem sich der Künstler Haschisch-rauchend malte. Gustave Courbet gilt als Mitbegründer des Realismus in Frankreich. Der Figaro tobte, dass es ein Vergnügen zeige, dass den Alten vorbehalten wäre. Nun wärmt der NDR diese Geschichte wieder auf.

Würde das so stimmen, müssten die Kiffer jetzt im Kindergarten anfangen.

Zu sehen ist das Bild hier, es ist relativ beliebt und wurde oft kopiert:

Courbet Autoportrait

Eine weitere Zusammenstellung, wer dieses Gerücht genutzt hat, findet sich hier im TAZ Drogerie Blog: NDR: Cannabis-Konsum: Einstiegsalter sinkt von Hans Cousto.

Amsterdam will mit regulierter Cannabisabgabe experimentieren

NRC berichtet, dass nun auch Amsterdam mit der regulierten Cannabisabgabe experimentieren möchte. Cannabisblüten und Produkte als Genussmittel sind auch in den Niederlanden noch immer illegal – nur der Umgang damit Privat oder im Coffeeshop ist „toleriert“. So wurde das Lieferproblem für die Coffeeshops als „Backdoor“-Problem, als Hintertürchen-Problem, bekannt. Nun möchte die Stadt, auch die Regierungspartei, die Produktion regulieren.

Die Koalition lehnt sich an einen bemerkenswerten Fall vor Groningens Gericht an. Das Gericht liess zwei Cannabisbauern laufen, weil sie „innerhalb der Hauptziele der von der Regierungspolitik für weiche Drogen gehandelt hätten“.

NRC: Ook Amsterdam wil experiment met gereguleerde wietteelt

US-Drogenfahnder brandheiss auf US-Investoren im kanadischen Cannabismarkt

Hightimes verbreitet gerade die Neuigkeit, dass einem Reuters Interview zufolge mit dem Sprecher der Drogenverfolgungsbehörde der USA, Rusty Payne, sie genau schauen, wer in Kanadas Medizinalhanfmarkt investiert. Die steinzeitliche Meinung des Beamten ist, dass der Markt sehr riskant und ein rückgradloses Geschäft sei.

Bisher gehen die Investoren davon aus, dass es in Ordnung sei, in einem anderen Land ein Geschäft aufzubauen, welches im eigenen Land als illegal angesehen wird.

Bislang wurde noch niemand verhaftet. Allerdings, so Payne, sei dies vor allem auf die limitierten Resourcen bei der Verfolgung zurückzuführen.

Der Verkauf und Besitz von psychoaktiven Cannabisblüten, als Marijuana bezeichnet, ist noch immer illegal unter den Föderalgesetzen der USA. In Kanada hingegen ist die Herstellung und der Handel von Medizinalhanf legal. Dass die erwirtschafteten Gewinne wieder in die USA fliessen, könnte eine „rote Flagge“ für die US-Strafverfolger sein, da es dann um Geldwäsche und Verbreitung einer „Liste 1 Substanz“ ginge.

„Es sind zwei Verletzungen von US-Föderalgesetzen. Ich sehe keinen Weg drumherum“ so Timothy White, Bankers Toolbox gegenüber Reuters. Seine Firma hilft Banken, Geldwäsche zu finden und gegenüber den Behörden zu dokumentieren.

69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop in Kreuzberg

Die Grüne Bezirksführung in Kreuzberg möchte einen bzw. mehrere Coffeeshops zur Abgabe von Cannabis ermöglichen. Die Diskussion läuft – leider vor allem unter Fachleuten. Was nun die Betroffenen dazu sagen, oder wie sie sich einen solchen Coffeeshop vorstellen, wurde noch nicht gefragt. Bis jetzt. Fragen und Anregungen sollten auf der Internetplattform ASKFM eingegeben werden. Innerhalb von 10 Tagen sind 69 Anregungen und Fragen zum Coffeeshop-Modell in Kreuzberg eingegangen. Hier die Liste:

Stand: 6.10.2014
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IFG-Anfrage: Protokoll des Sachverständigenausschauss für Betäubungsmittel zur 28. BtMÄndVO

Der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel, welcher Empfehlungen zur Änderung oder Ergänzung der in Anlage I bis III des BtMG aufgeführten Stoffe und Zubereitungen beschließt, tagt nicht öffentlich. Man kann nur vermuten, warum bestimmte chemische Substanzen „verboten“ werden. Ich habe eine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz gestellt um das Protokoll des Sachverständigenausschuss zur 28. BtMÄndVO zu erhalten. Wenn dich die Antwort interessiert, kannst du dich bei FragDenStaat einschreiben und wirst benachrichtigt, sobald eine vorliegt.

Es steht die 28. Betäubungsmittelgesetz-Änderungs-Verordnung an, mit der wieder neue chemische Substanzen einem vermeitlichen Kontrollregime durch die Behörden unterstellt werden. Neben der nicht-öffentlichen Tagung werden die Protokolle des Ausschuss nicht öffentlich zugänglich. Daher kann über die genauen Begründungen zum Verbot von chemischen Substanzen nur spekuliert werden. Auch die Personen in diesen Ausschuss nicht persönlich fragen, da diese sich laut der Geschäftsordnung des Sachverständigenausschusses am Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zur Verschwiegenheit verpflichtet haben.

Zur Anfrage geht es hier: https://fragdenstaat.de/a/7628

Industriehanf ist Drogenhanf!

Kulicke, Manfred; Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung schrieb mir auf eine Anfrage, warum Nutzhanf so oft kontrolliert werde:

Sehr geehrter Herr Steldinger, der Anbau von Nutzhanf unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz. Demnach ist Hanf grundsätzlich nicht verkehrsfähig. Unternehmen der Landwirtschaft im Sinne § 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Altersversorge der Landwirte ist der Anbau erlaubt, wenn die geforderte Größe der Betriebsfläche erreicht bzw. überschritten wird.

Ich finde es in diesem Zusammenhang sehr seltsam, dass sich viele – nicht alle (!) – Nutzhanfhersteller sich aus der politischen Debatte rausziehen. Man kann ja selber schauen, wer in den letzten Jahren auf der Hanfparade präsent war und sich die entsprechenden Schlüsse ziehen.

IFG-Anfrage zur „Fuck Drugs“ Kampagne der Bravo an die Drogenbeauftragte

Logo der Bravo Fuck Drugs Kampagne

Logo der Bravo Fuck Drugs Kampagne

Vor kurzem startete die Bravo eine Anti-Drogenkampagne, die es in sich hat: Vor allem manipulative Texte, welche im Endeffekt keinerlei schadensmindernde Wirkung haben werden. Schon öfters haben solche Kampagnen, die ausschliesslich negatives über Drogen publizieren, ihr Ziel verfehlt. Ich habe mehrmals bei der Bravo-Redaktion angefragt: Keine Antwort. Ich habe die genannten Experten angemailt: Keine Antwort. Nun erhoffe ich mir mit einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz über die „Fuck Drugs“ Kampagne bei der Drogenbeauftragten des Bundes eine Einsicht in das Konzept.

Die neue Aufklärungs-Kampagne von Europas größter Teenager-Multimediamarke wird von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler unterstützt.

Da die Drogenbeauftragte des Bundes die Kampagne unterstützt, muss es dort auch Unterlagen dazu geben.

Auf der Webseite „FragDenStaat“ kannst du dich für meine Anfrage „interessieren“, und bekommst eine Infomail, sobald eine Antwort vorliegt.