Cannabis als Medizin auf Deutschland Radio

Aus der Ankündigung: Rausch auf Rezept – Marihuana drängt in die Medizin am 31.10.2010, 16:30 Uhr auf Deutschland Radio

Rausch auf Rezept – in Kalifornien ist das bereits seit knapp fünfzehn Jahren möglich. Patienten brauchen dort nur eine Bescheinigung von ihrem Arzt, um sich mit Marihuana selbst behandeln zu dürfen. HIV-Patienten zum Beispiel dämpfen damit Schmerzen und regen ihren Appetit an. Menschen, die an Krebs leiden, bekämpfen mit Cannabis ihre Übelkeit nach einer Chemotherapie.


Nun steht in dem Bundesstaat eine Abstimmung an, die weitreichende Folgen haben könnte: Die Bürgerinnen und Bürger werden Anfang November darüber entscheiden, Marihuana generell für den privaten Gebrauch zu legalisieren. Proposition 19 nennt sich diese Initiative.

Andere Länder mögen sich da etwas zurückhaltender geben, aber in verschiedenen Teilen der Welt hat Cannabis als Arzneimittel neuen Aufwind erfahren: Kanada, Großbritannien und Spanien haben ein Pflanzenextrakt als Medikament zugelassen, das die beiden wichtigsten aktiven Stoffe des Krauts enthält. Und Deutschland könnte schon bald nachziehen. Gleichzeitig arbeiten Mediziner daran, den Nutzen und die Nebenwirkungen von Cannabis intensiver zu erforschen – damit dem Rausch nicht die Ernüchterung folgt.

via DRadio

Luxemburg: Arzt wegen Cannabis als Medizin durchsucht

Grafik zu Cannabis als MedizinAm Mittwoch, den 6.10.2010 fand bei einem Arzt im Norden Luxemburgs eine Hausdurchsuchung statt, denn der Mediziner wird verdächtigt, Medikamente auf Basis von Cannabis verschrieben zu haben. Beim Arzt handelt es sich um den Abgeordneten Jean Colombera der konservativen Partei ADR.

Die Staatsanwaltschaft Diekirch sei bereits im Juli 2010 mit der Affäre befasst worden. Das Verschreiben von Cannabishaltigen Medikamenten ist in Luxemburg illegal. Die Polizei sei mit einer Voruntersuchung befasst worden, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Diekirch am Mittwoch Abend. Das war der Auslöser für die Hausdurchsuchung in der Arztpraxis am Mittwoch.

Die Durchsuchung fand in Anwesenheit eines Mitglieds des Ärzterates statt.

Den Name des Arztes nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Die Nutzung von Hanf zu medizinischen Zwecken beschäftigt die Mediziner seit längerem. Auch der Arzt und Nordabgeordnete der ADR, Jean Colombera, gehört dazu. Noch im August hatte er eine parlamentarische Frage über den Anbau von Hanf zu medizinischen Forschungszwecken gestellt.

Es war denn auch die Praxis von Dr. Colombera, die am Mittwoch durchsucht worden ist. Das bestätigte der Arzt gegenüber lessentiel.lu. Er habe wohl Cannabis-Produkte verschrieben, aber alles sei im legalen Rahmen erfolgt, sagte er. Die Beamten hätten vier Ordn

via Tageblatt, siehe auch Hanf Journal: Luxemburg: Vorsitzender der UFCM wegen Verschreibung von Cannabis strafrechtlich verfolgt

Update

Am Donnerstagnachmittag demonstrierten in Luxemburg rund 30 Demonstranten für die Legalisierung von medizinischem Cannabis. Organisiert wurde die Demo von der „Union Francophone pour les Cannabinoïdes en Médecine“. Präsident dieser Vereinigung ist der Arzt und ADR-Abgeordnete Jean Colombera, gegen den die Staatsanwaltschaft Diekirch Ermittlungen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen hat.

via wort.lu

Update Zwei

Es ist nun fast zwei Jahre her und nun wird Dr. Colombera der Prozess gemacht:

Die Staatsanwaltschaft wirft Colombera vor, mehreren Patienten Cannabis verabreicht und dabei gegen Gesetze verstoßen zu haben. Die Ermittlungen in dieser Angelegenheit laufen bereits seit 2010. Nun entschied die Ratskammer des Bezirksgerichts Diekirch die Sache ab dem 26. November zur Verhandlung zu bringen.

via wort.lu, 5.11.2012

Studie bestätigt: Kiffen lindert chronische Schmerzen

Cannabis war als Arzneimittel schon über Jahrtausende hinweg in Verwendung. In den letzten hundert Jahren wurde der Gebrauch durch Verbote, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage haben, allerdings stark eingeschränkt. Eine neue Studie aus Kanada, welche im „Canadian Medical Association Journal“ (DOI:10.1503/cmaj.091414) veröffentlicht wurde, könnte das ändern: Sie zeigt, dass pures natürliches Cannabis dreimal täglich geraucht chronische Nervenschmerzen lindert, den Schlaf verbessert und Depressionen reduziert. Der Effekt war besonders ausgeprägt bei Joints mit dem höchsten THC-Gehalt (9,4 Prozent).
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Regierung will „Cannabis als Medizin“ ermöglichen

Nach Angaben der Medien und der FDP haben sich die Fraktionen geeinigt, das zukünftig Cannabis auf Rezept möglich sein soll. Was darunter genau zu verstehen ist, ist diesen Meldungen leider nicht zu entnehmen. Wahrscheinlich meinen sie diese BtMG-Änderung, wie wir sie hier schon gemeldet hatten.

Update

Bericht über irreführende Berichterstatung Umstufung med. Cannabis mit Stellungsnahme von Dr.Franjo Grotenhermen vom ACM auf krankenkassen.de. So stiesse der einfachere Zugang zu Cannabisarzneimittel auf unterschiedliche Stimmen, die Drogenbeauftragte Dyckmans bezeichnete es als wichtigen Schritt für schwerstkranke Menschen. Für die betroffenen Patienten ändere sich vorerst gar nichts, so der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Cannabis als Medizin“, Franjo Grotenhermen. Er spricht von Irreführung, denn die Neuregelung sei enthielte nur die Möglichkeit für Pharmaunternehmen, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Bislang sei aber nur ein solcher Antrag für eine Arznei bei Multiple Sklerose eingegangen. „Patienten mit anderen Erkrankungen (…) haben auch dann keinen Zugang zu entsprechenden Medikamenten.“

Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin zum gestrigen Kabinettsbeschluss zur medizinischen Verwendung von Cannabisprodukten:

Die Mitteilung der FDP ist irreführend, denn für Patienten, die von einer Therapie mit Cannabisprodukten profitieren ändert sich zunächst nichts. Das Bundeskabinett will keine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes, sondern hat lediglich beschlossen, dass Medikamente auf Cannabisbasis arzneimittelrechtlich zugelassen werden dürfen, wenn ein pharmazeutischer Unternehmer einen solchen Antrag stellt. Die Schaffung einer solchen Möglichkeit sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für die Zulassungsbehörden sein. Ein Zulassungsantrag wurde nach Angaben des britischen Unternehmens GW Pharmaceuticals für seinen Cannabisextrakt Sativex in verschiedenen europäischen Ländern für die Behandlung der Spastik bei multipler Sklerose gestellt. Das Unternehmen rechnet mit einer Zulassung für diese Indikation in Deutschland im Jahr 2011. Patienten mit anderen Erkrankungen, wie chronische Schmerzen oder Appetitlosigkeit und Übelkeit bei Krebs haben auch dann keinen Zugang zu entsprechenden Medikamenten.

Gleichzeitig behindert das Bundesgesundheitsministerium die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, zu denen das Institut nach einem höchstrichterlichen Urteil durch das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2005 eigentlich verpflichtet ist. „Für die Patienten ändert sich mit dem Beschluss des Bundeskabinetts zunächst gar nichts. Das Bundesgesundheitsministerium spielt auf Zeit“, erklärte Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. „Wenn die Bundesregierung ihre Politik nicht ändert, wird auch in den kommenden Jahren nur ein kleiner Teil der Patienten von einer Therapie mit Cannabisprodukten profitieren können.“

Mit freundlichen Grüßen
Franjo Grotenhermen

Auch beim PM des Bundesministerium für Gesundheit

Weiter auch bei Apotheke-Adhoc und topnews

Hurra: Ermittlungen gegen Franjo Grotenhermen eingestellt

Wie der Westen vermeldet, wurde das Ermittlungsverfahren gegen Dr. Franjo Grotenhermen eingestellt. Im April hatte die Polizei Wohnung und Büroräume des Rüthener Arztes Dr. Franjo Grotenhermen durchsucht. Der Verdacht: Abgabe oder Besitz von Betäubungsmitteln. Seit Jahren kämpft der Mediziner für die Legalisierung von Cannabis als Medizin.

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Kann Cannabis bei bipolaren Störungen helfen?

Es gibt viele Gründe, zu denken, dass Marihuana bei manchen Patienten mit bipolaren Störungen helfen könnte. Einige bestimmte Cannabinoide haben in Labor- und Tierstudien gezeigt, dass sie förderliche Effekte haben. Jetzt zeigt eine neue Studie der Universität von Oslo, dass Marihuanakonsum mit besseren neurokognitiven Funktionieren verbunden ist bei bipolaren Patienten. In verschiedenen Tests des Gedächtnisses, des Lernen usw., haben bipolare Patienten, die Marihuanakonsumiert haben, besser abgeschnitten, als jene, die das nicht taten. Dies entspricht dem genauen Gegenteil dessen, was Wissenschaftler bei Patienten mit Schizophrenie assozieren. Bei diesen können sich die Symptome durch Marihuana verschlimmern. „Diese Ergebnisse“, schreiben die Wissenschaftler, „zeigen, dass Cannabiskonsum mit verbesserten neurokognitiven Fähigkeiten bei bipolaren Störungen einhergehen kann.“

Weitere Forschungen für weitere Grundlagen zu diesem Thema sind nötig..

Weitere Infos zu Cannabis als Medizin bei der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin.

Update

Zu Cannabis und einer ausgebrochenen Schizophrenie kann ich folgenes Dokument von der IACM verlinken:
Cannabinoids 2009;4(4):1-3,21. November 2009, THC kann Symptome der Schizophrenie verbessern von Franjo Grotenhermen

Barney Frank beantwortet Fragen zur förderalen Regelung zu Cannabis als Medizin

USA: Der Abgeordnete Barney Frank, Autor zweier wichtiger Reformanträge zur Marihuanagesetzgebung (H.R. 2835 and H.R. 2943), beantwortet in dem folgenden Video die Frage nach der Richtung der Marihuanabewegung aus seiner Sicht in den nächsten Jahren. Insbesondere geht er auf die jüngste Regelungen zu Cannabis als Medizin ein.

via blog mpp

Bundesopiumstelle erleichtert Antragstellung für Ausnahmegenehmigungen zur medizinischen Verwendung von Cannabis

Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin hat in ihrem ACMED Newsletter vom 20. Juni 2009 folgendes zu der Antragstellung für natürliches Cannabis als Medizin geschrieben:

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Hanföl heilt die Diabetikerfüsse von Jack Herer

Das Cannabis gut für die Gesundheit ist, sollte jeder Mensch wissen: Als Salat kommt es sehr gut, aber schon der Hanfsamen enthält jede Menge wichtige, für die menschliche Ernährung bestens ausgewogene Menge an Inhaltsstoffen.
Aber in diesem Beitrag geht es um Hanföl, und zwar das aus dem Hanfsamen. In diesem Video, dass ich von der Global Marijuana March Mailingliste erhalten habe, geht es um die Behandlung von Diabetikerfüssen, auch „diabetisches Fußsyndrom“ genannt, mit einer Mischung von Hanföl und anderen Kräutern.

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