Den Haag: Cannabis Tribunal treffen am 3. Mai

Am Montag, den 3. Mai 2010 von 10 bis 17.30 Uhr findet das Cannabis Tribunaal im Cafe Dudok in Den Hague, den Niederlanden statt. Die zentrale These des Treffens ist „Das Cannabisverbot schadet der Niederländischen Gesellschaft und muss so schnell wie möglich abgeschafft werden“.
Logo des Cannabis Tribunal in Den Haag, Niederlande

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Süddeutsche recherchiert schlecht über medizinisches Cannabis in den USA

Am 29.4.2010 erschien in der Süddeutschen der Artikel „Der große Rauschangriff„. In diesem wird beschrieben, dass Kalifornien ja soviele Schulden hätte und deswegen überlegt wird, Marihuana zu legalisieren. Dies soll dem Bundesstaat 14 Milliarden US-Dollars bringen. Mit diesem Bericht streut die Süddeutsche Neid, einer der 10 Todsünden. Wir wollen hier nicht religiös werden, dennoch wird mit dieser „Richtung“ im Artikel eines klar: Es wird verschwiegen, woher die 14 Milliarden denn kommen sollen.

Verschwiegen wird damit, dass es mehrere hundert-tausend Personen in den USA und Kalifornien gibt, die aufgrund einer Empfehlung ihres Hausarztes das Kraut bekommen. Verschwiegen wird, das ein Arzt seine Zulassung risikiert um den Personen eine Arznei zu geben. Es scheint gut zu helfen, und die Leute merken, dass die Horrorstories, die ihnen die Medien seit Jahrzehnten auftischen, nicht stimmen.

Vielleicht merken die Journalisten von der Süddeutschen das auch mal. Vielleicht sollten sie mal in die USA fahren und dort Patienten interviewen. Andere Blätter, wie das Hamburger Abendblatt haben die Zeichen der Zeit erkannt.

Buch „Marijuana Is Safer“ Online verfügbar

Buchcover: Marihuana ist Sicherer - Warum bringen wir die Leute dann zum Trinken?Ich habe eine E-Mail mit dem Hinweis bekommen, dass das Buch „Marijuana Is Safer – So Why Are We Driving People To Drink“ seit dem 20.4 kostenlos auf Scribd.com zu lesen ist: http://www.scribd.com/doc/30178916/Marijuana-Is-Safer

Als Geschenk zum 20.4. konnte man es sich auch herunterladen, was jetzt leider nicht mehr möglich ist. Trotzdem hat der E-Mailschreiber noch einen Downloadlink gefunden: http://www.mediafire.com/?ywi20lrmntv

Techniker Krankenkasse überarbeitete Drogenlexikon und verpeilt

Hinweise im Sinne der Schadensminderung an die Techniker Krankenkasse haben veranlasst, dass die Drogeninformationen auf der Onlinepräsenz überarbeitet worden sind. Diese lasen sich bis dahin an, als wären sie in dem Jahre 1970 stehen geblieben. Leider ist Diskussion zum medizinischen Cannabis, das in den USA hunderttausende bekommen, noch nicht angekommen.

Ich habe Anfang letzten Jahres die Techniker Krankenkasse angeschrieben, warum ihre Drogeninformationen so unausgeglichen und verteufelnd sind. Ganz im Sinne der Schadensminderung habe ich den Support der Krankenkasse angeschrieben und darauf hingewiesen. Schliesslich waren die Informationen noch aus dem Jahre 2003, lasen sich aber an wie von 1970.
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Europabericht: Niederländer kiffen mit am wenigsten

Es ist schon ein bischen länger her, aber immer wieder Wert, erwähnt zu werden: Die Niederländer sind in der Gruppe der EU-Staaten, in denen am wenigsten Marihuana konsumiert wird. Die tolerante Politik gegenüber der Pflanze und den Coffeeshops sollte bekannt sein. Dennoch scheint sich dieser Weg als Möglichkeit der Risiko- und Schadensminderung für die deutschen Politik auszuschliessen – zumindest nach Meinung der Bundesregierung. Der Bericht sagt dazu aus, das in den Niederlanden 5.4% der Erwachsenen, verglichen mit den europäischen Durchschnitt von 6.8%.

Grafische Darstellung von Konsum von Cannabis in der Europäischen Union

Höhere Konsumentenzahlen gibt es bei den Erwachsenen in Italien, Spanien, der Tschechischen Republik und Frankreich im letzen Jahr, laut der Agentur. Italien ist mit den meisten Konsumenten bei 14.6% dabei. Der Konsum war noch vor 10 Jahren einer der niedrigsten in der EU.

Länder mit den niedrigsten Nutzungszahlen sind Rumänien, Malta, Griechenland und Bulgarien.

Cannabiskonsum in Europa stieg ständig während der 90er Jahre und Anfang diesen Jahrzehnts, aber soll sich stabilisiert haben. Es soll etwas am absinken sein, sagt die Agentur, was den vielen nationalen Kampagnen geschulded sei.

Quelle: Reuters.com und der komplette Propagandabericht.

Nederland entkriminalisiert Cannabisbesitz – wird damit die 3 Stadt in Colorado

Foto von Nederland, Colorado, USA. Dort wurde Cannabisbesitz im April 2010 entkriminalisiert.USA, Colorado: Die Stadt Nederland wird die dritte Stadt in Colorado, die alle straf- und verwaltungsrechtlichen Strafen auf den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen.

Die Wähler der Stadt waren am Dienstag dazu aufgerufen und stimmten für den Vorschlag mit über 54 Prozent. Der Vorschlag sah vor, keine Strafen auf den Besitz von Marihuana bei Erwachsenen mehr anzuwenden. Die Wähler in Denver haben eine ähnliche Initiative im November 2005, die Wähler in Breckenridge im November 2009 angenommen.

„Es ist an der Zeit für die gewählten Vertreter von Colorado, die vielen – in in manchen Fällen die meisten ihrer – Wähler das Ende der Cannabisverbote unterstützen.“ sagte SAFER Vorstand Mason Tvert. „Diejenigen, die in dieser Sache zurückstellen, werden ‚die Dummen‘ sein, denn es könnte sie in einigen Gegenden Stimmen kosten.“

via Colorado Connection, 7.4.2010

Dennis Peron gefeuert weil er gegen die Marihuanasteuer ist

Dennis Person verkündete am Dienstag, den 15. September 2009 dass, als er vom Burning Man Festival wiederkam, von der Oaksterdam University gefeuert worden ist weil er der Regulierung und Besteuerung von medzinischem Marihuana kritisch gegenübersteht.
Oaksterdam University hatte angekündigt, eine Million Dollar zu Investieren um die Initiative zu bewerben, die eine Besteuerung, Regulierung und Kontrolle von Marihuana durch Stadt, County und Bundesstaat ermöglichen würde.
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Internationales Abkommen für Biodiversität in Sicht

Laut einer Pressemitteilung des BMU kamen vor kurzem 600 Delegierte aus aller Welt in Cali zusammen und hatten sich getroffen, um die Verabschiedung eines solchen Protokolls bei der nächsten Vertragsstaatenkonferenz vorzubereiten:

Die Vertragsstaaten der UN-Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) sind einem weltweiten Abkommen gegen Biopiraterie einen entscheidenden Schritt näher gekommen. In Cali (Kolumbien) einigten sich die Vertreter der 194 Länder erstmals auf eine gemeinsame Verhandlungsgrundlage für ein „Internationales Protokoll zum Zugang zu genetischen Ressourcen und zum gerechten Vorteilsausgleich“. Damit soll ein globaler Rechtsrahmen geschaffen werden, der sowohl den Zugang zu genetischen Ressourcen regelt, als auch die Gewinnverteilung bei deren wirtschaftlicher Nutzung.

via Bundesministerium für Umwelt

Kalifornien: Es ist nicht mehr Hippies gegen Polizei

San Francisco: AP berichtet am 26.3. über die Legalisierungsbewegung in Kalifornien, USA. Nun dass ein Bürgerentscheid für die Legalisierung von Cannabisbesitz zu nicht-medizinischen Zwecken in Kalifornien eingereicht ist, beginnen gut organisierte Gruppen auf beiden Seiten die Diskussionen. Und es ist nicht nur mehr Hippies gegen Anti-Drogenkrieger.

Marihuanablüte, O.G. Kush, aus der LAX Dispensary, Foto von strawberryBislang sind die meistgehörten Gruppen zu diesem Thema jene, die mit Kaliforniens legaler medizinischen Marihuanaindustrie zu tun haben – und zum anderen Polizeibeamte, die vehement gegen die Drogengesetze wettern. Aber die Kampagne bringt noch vor der Wahl im November einige seltsame Verbündete hervor: Freimarkt-Libertäre kommen zu den Polizeibeamten, weil auch sie von dem Drogenkrieg frustriert sind, und andererseits Grasproduzenten die dagegen sind, weil sie glauben, dass die Preise dadurch fallen und den Demokraten zulaufen.

Andere glauben, dass die Legalisierung und Besteuerung der Droge die angestrengte Ökonomie des Bundesstaates entspannen könne. „Wir haben soviel Zeit aufgewendet, unsere Polizei, diese nicht-gewalttätigen Drogenkonsumenten zu verfolgen, und wir haben dadurch keine Zeit mehr, unsere Leute vor Mördern und Kindsbelästiger zu schützen“, sagte Jack Cole, Vorsitzender der Organisation Polizeibeamte gegen Prohibition (LEAP), einer Gruppe, die für die Kampagne werben wird.

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USA: NFL – Coaches besorgt über die Cannabis-Epidemie

Percy Harvin, im Februar 2009 positiv auf Cannabis getestetDie Coaches in der National Football League, einem sehr beliebten Sport in den USA, haben zur Zeit ein riesiges Problem mit Marihuana, denn etwa ein Drittel der Spieler kifft gerne. Die Personalchefs der NFL sind über die zunehmende Anzahl von Spielern besorgt, die eine Historie von Cannabiskonsum, teils bis in die Schulzeit hinein, haben, oder Spielern die bei Drogentests durchfallen. Journalisten von SI.com interviewten vier NFL Top-Coaches, vier Manager und zwei andere hochrangige Clubangehörige für die Story. Wegen dem sensiblen Thema möchten sie nur anonym sprechen. Die Hanfplantage berichtete von Michael Phelps, 6-facher Weltmeister im Schwimmen, der wegen Bongkiffen von seinen Sponsoren fallen gelassen wurde.

„Es ist etwas, dass alle Coaches und Manager in der League angeht,“ sagte ein Veteran des NFL auf dem jährlichen Treffen in Orlando. „Es hat sich in den letzten Jahren in die falsche Richtung entwickelt. Es ist etwas, mit dem Umgegangen werden muss, auf einem hohen Level, in der League, es kann nicht von Club zu Club unterschiedlich sein. Es ist Teilweise eine Sache der Gesellschaft, aber es ist etwas, mit dem wir mehr und mehr zu tun haben.“ (Foto: Percy Harvin, aus Florida, wurde positiv auf Cannabis getestet und denoch für die Vikings aufgestellt.)

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USA: Marihuanalegalisierung: Die Wähler stimmen ab

24.3.2010: Die Kalifornischen Wähler werden die ersten sein, die in diesem Herbst abstimmen können, ob der Besitz von Marihuana zu nicht-medizinischem Gebrauch legalisiert wird. Damit würden sie der erste Bundesstaat sein, in dem der Besitz legal wäre für Erwachsene über 21. Dies fordert eine Abstimmungsinitiative, die am Mittwoch angenommen wurde, und von der gesagt wird, dass sie die nötigen Stimmen haben.

Die Abstimmung soll den Besitz bis zu einer Unze Marihuana, etwa 28 Gramm, für Erwachsene über 21 legalisieren und hat fast 700.000 Unterschriften dafür, nach Aussage des Marijuana Policy Projects

via CNN

Sind die US-Cannabisgesetze an dem Krieg gegen Drogen in Mexiko schuld?

Vor etwas weniger als einem Jahr erklärte die Leiterin der DEA Michele Leonhart öffentlich, dass die eskalierende Gewalt an der US-Amerikanischen/Mexikanischen Grenze ein Zeichen des „Erfolgs“ von Amerikas Strategie im Krieg gegen die Drogen sei.

„Unserer Ansicht nach ist die Gewalt, die wir sehen ein Anzeichen für den Erfolg, den unsere sehr engagierten mexikanischen Amtskollegen haben,“ sagte Michele Leonhart, die erst letztens von Präsident Obama zum Vollzeitdirektor vorgeschlagen wurde. „Die Kartelle agieren wie gefangene Tiere, denn sie sind gefangene Tiere.“

Nun, wenn der Chef der DEA denkt, dass die etwa 6300 auf Drogenkartelle bezogene Morde in 2008 irgendwelche Fortschritte seien, kann ich mir nur vorstellen dass sie glaubt, der Amoklauf am Wochenende südlich der Grenze – was die Ermordung einer schwangeren U.S.-Angestellten und Mitglieder ihrer Familie beinhaltete – ein unglaublicher Sieg sein muss.

Für den Rest von uns sind diese Gewaltausbrüche nicht so eine kleine Sache – eine Tragödie, die uns sehr ans Herz geht, da es U.S.-Gesetze sind, die diese Gewalt unterstützen.

Wie ich schon in meinem Kommentar „Wie man den tödlichen Drogenkrieg in Mexiko beendet“ im letzten Jahr schrieb:

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Gebt die Drogen frei, titelt die Berliner Zeitung

18.3.2010: Die Berliner Zeitung, die jeden Morgen auf meiner Couch liegt hatte gestern einen interessanten Artikel auf Seite Vier: „Gebt die Drogen frei„.

Vor seinem Feldzug gegen Saddam Hussein berief George W. Bush eine Pressekonferenz ein. Er werde 50 000 irakische Soldaten töten und einen holländischen Zahnarzt, tönte er. „Weshalb denn auch einen Holländer?“, wollte ein Journalist wissen. „Damit alle Welt über den Einmarsch redet“, antwortete der Präsident. Der recht schlichte Witz verweist auf die Logik medialer Wahrnehmung: Erst mussten am Wochenende zwei amerikanische Bürger, Angestellte des US-Konsulats der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez, sterben, bis die Welt wieder vom grausamen Krieg südlich des Río Grande sprach.

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Schweden: Cannabis als Exportschlager

Foto von Johan Hedin von der Zentrumspartei in Schweden17.3.10 Berlin-Stockholm: Die Meldung, dass ein Kandidat für das schwedische Parlament, Johan Hedin, aufgestellt für die Zentrumspartei, verlautbaren ließ, dass er eine Debatte über Cannabis unterstützen würde, schlug in Schweden ein wie eine Bombe.

Cannabis könnte der nächste große Exportschlager der Schweden sein, ist der Titel des Artikels auf Politikerbloggen, einem bekannten Blog über Politik. Er hofft nun, das die Debatte rund um den Rechtsstatus von Cannabis wie jedes andere Thema auch debattiert wird. Ruhig, Sensibel und mit den Fakten.

Dies ist das erste Mal in der schwedischen Politgeschichte, dass ein Politiker und aufgestellter Kandidat für einen Parlamentsposten einer bekannten Partei Fragen zu den aktuellen Drogengesetzen vor der Wahl stellt.

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Streik in den Coffeeshops am Neunten Juni 2010

Die Coffeeshopbesitzer in Holland rufen zu einem Streik am 9. Juni auf, um die Aufmerksamkeit auf ihre wichtige Rolle in der niederländischen Gesellschaft zu richten. Der Streik wird von dem Coffeeshopbesitzer Nol van Shaik, der den Willie Wortel Cannabis Shop in Harlem gegründet hat, organisiert. Nol van Shaik will mit dem Streik die Coffeeshopbetreiber und ihre Kunden darauf aufmerksam machen, dass sollte eine rechts-konservative Regierung gewählt werden, sie nicht nett zu dem Handel sein werden.

Wenn die Mitte-Rechts Christlich-Demokratische Partei (CDA) oder die Geert Wilders Freiheitspartei nach den Wahlen in den Niederlanden am 9. Juni 2010 dominieren, könnten sich die berühmten liberalen Cannabisgesetze ändern.

Auf seiner Webseite hat van Shaik ein Manifest mit den Argumenten für lizensierten Cannabis Coffeeshop Handel veröffentlicht, in denen er herausstellt, dass sie jedes Jahr 400 Millionen Euro in Steuern beitragen und dass, wenn sie schliessen müssen, die Kunden auf den unkontrollierbaren Schwarzmarkt angewiesen sein werden. Van Shaik möchte auch die strengen Regeln in den Coffeeshops betonen, die auch durchgesetzt werden. Kein Alkohol und keine harten Drogen sollen in den Läden konsumiert werden und es bestehen strenge Altersbeschränkungen.

Banner Grafik zum Streik der Coffeeshops in Holland im Jahre 2010

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