Drugscouts Leipzig in der Jungle-World

Logo der Drug Scouts LeipzigDie Jungle-World vom 1.4.2010 berichtet über die Drug Scouts in Leipzig. Die Drugscouts sind ein mittlerweile von der Stadt finanziertes Projekt das sich auf die Fahnen geschrieben hat „akzeptierende, tabufreie und an der Realität orientierte Information und Aufklärung über Drogen und deren Konsum“ zu betreiben. Der Artikel online: „Wir warnen vor grünen Mitsubishis“, Jungle World Nr. 13, 1. April 2010. Die Drugscouts selbst lassen sich auf Drugscouts.de finden! Dort befinden sich Substanzinfos, Userberichte und Pillenwarnungen.

Brasilien: Richter sagt, alles müsse Legalisiert werden

Schau dir mal dieses kurze Video von dem brasilianischen Richter Maria Lucia Karam an, der dem Al Jazeera erzählt, warum alle Drogen weltweit legalisiert werden müssen, wenn wir die gewalttätigen Kartelle stoppen wollen. Unterstütze die Kampagne, die auf der Youtube-Seite verlinkt ist, es hilft uns, die Info weiterzutragen.

Ostern und der Schwarzmarkt bei Abgeordnetenwatch

Ich habe wieder eine Anfrage bei Abgeordnetenwatch an die Drogenbeauftragte Dyckmans gestellt, dieses mal wieder eine Verständnisfrage: Wie kann etwas, das eine unkontrollierbare Situation und kriminelle Organisationen erst ermöglicht, der Gesellschaft helfen? Das-Ding was ich meine ist das „Verbot“ von Drogen. Ich freue mich über Mit-Interessierte! Eine ähnliche Anfrage, warum denn Verbote „so toll sind“ habe ich an die Drogenpolitische Sprecherin der FDP Aschenberg-Dugnus, gestellt.

Hier der Volltext:

Werte Frau Dyckmans,

ich hoffe Sie, insbesondere durch ihren juristischen Hintergrund, können mir meine folgende Frage beantworten:

Am 25.1. beantworteten Sie die Frage von Herrn Fürmann mit „Das grundsätzliche Verbot des Umgangs mit Cannabisprodukten soll nicht nur den Einzelnen – und besonders Jugendliche – vor Gesundheitsgefahren und den Gefahren einer psychischen Abhängigkeit schützen, sondern auch den Einzelnen und die Bevölkerung vor kriminellen Organisationen und den Folgen der organisierten Kriminalität.“

Ich habe damit ein Verständnisproblem. Meines Erachtens kann ein Verbot keine ehrliche Aufklärung ermöglichen, ergo insbesondere keine Jugendlichen vor den potentiellen Gefahren schützen.

Wie kann ein Verbot, dass erst einen Schwarzmarkt – und die kriminellen Organisationen – ermöglicht, Einzelne und die Gesellschaft als Ganzes schützen? 30.3.2010

Insbesondere Spannend an der Frage ist ja, dass alle Welt den Drogenkrieg für Gescheitert erklärt hat, aber sich dennoch nichts tut.

Die Antwort

…kam am 6.5.2010:

Haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Wie ich bereits häufiger in diesem Forum ausgeführt habe, ist der Konsum von Cannabis nicht unbedenklich. Nach Auffassung der Bundesregierung ist aufgrund der bekannten und wissenschaftlich belegten Gesundheitsrisiken des Cannabiskonsums eine Freigabe des Anbaus, des Handels und des Inverkehrbringens von Cannabis nicht zu verantworten. Daher stellt sich auch nicht die Frage nach einem staatlich kontrollierten Anbau.

Auch der Konsum von Tabak und Alkohol ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden. Dies kann aber kein Argument dafür sein, diesen bestehenden Gesundheitsrisiken durch eine Legalisierung von Cannabis noch weitere hinzuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen

Mechthild Dyckmans

Welche wissenschaftlich belegten Risiken dies sind, führt sie aber leider nicht aus. Auch erkennt Sie nicht, dass Cannabis konsumiert wird – so oder so. Nach einigen Studien, zuletzt dem Reuter Trautmann Bericht der EU Kommission, hat (Drogen-) Politik auch gar keinen Einfluss darauf. Deswegen:

kam am 7.5.2010 noch ein Erweiterung:

Sehr geehrter Herr Steldinger,

vielen Dank für Ihre erneute Frage.

Nach der Lektüre Ihres Schreibens könnte man den Eindruck haben, dass kriminelle Organisationen und Drogenhandel eine Folge des Cannabisverbots sei. Das sehe ich anders: Märkte entstehen durch Angebot und Nachfrage, nicht durch Verbote. Und die organisierte Kriminalität würde auch nicht plötzlich verschwinden, wenn Cannabis legalisiert würde.

Der Gesetzgeber verfolgt mit dem Betäubungsmittelgesetz den Zweck, die menschliche Gesundheit und die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Grundlagen der Gesellschaft zu schützen.

Eine objektive Aufklärung über die gesundheitlichen und sozialen Risiken des Cannabiskonsums ist jedenfalls geeignet, die Nachfrage zu reduzieren.

Dies belegen die zahlreichen Aufklärungskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und vieler anderer Institutionen, auch in den Ländern, Städten und Gemeinden, zum Thema Cannabis.

Mit freundlichen Grüßen

Mechthild Dyckmans

Interessanterweise gibt es in Deutschland keinerlei Präventionskampagnen in Sachen Cannabis oder anderer illegalisierter Substanzen. Man denke da nur an die schlechte „Kenn dein Limit“ Kampagne, die dann ganz schnell als „Spreng dein Limit“ kursierte und eigentlich nur Menschen diffamiert.

Im Westen nichts neues: Haschisch aus Afghanistan

Hasch aus AfghanistanDie Tagesschau berichtet heute, dass Afghanistan der größte Haschischproduzent sei. Schon lange versucht die internationale Gemeinschaft, die Hanf und Opiumproduktion in Afghanistan zu verringern. Realistisch gesehen hat das nicht funktioniert, und es ist schon lange Strategie, den Bauern ihr Opium und Hanf zu lassen. Ist schon ein bischen doof für eine Besetzungsarmee, sich mit den Einwohnern anzulegen..
Warum dieser Artikel interessant erscheint? Die Antwort darauf ist einfach:

Die Tagesschau scheint keine neuen Stories über den „Krieg gegen die Drogen“ auf Lager zu haben ausser ein paar Hanfpflanzenvideos. Wie wäre es, wenn die Tagesschau jeden Tag über den Drogenkrieg in Mexiko berichten würde?

Wahrscheinlich würde es den meisten egal sein – aber vielen auch nicht. Der Krieg gegen Drogen ist kein Krieg gegen Drogen, sondern gegen Menschen. In Mexiko wird dieser Krieg militarisiert geführt und jeden Tag kommen mehrere Menschen dabei ums Laben.

„Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, daß es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hingehen müssen.“ Erich Maria Remarque, 1963
Hier noch der Film, für alle, denen der nicht im Deutsch-Untericht gezeigt worden ist:
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Schwarzmarkt und die organisierte Kriminalität – Eine Anfrage an die drogenpolitische Sprecherin der FDP,

Aschenberg-Dugnus ist in der letzten Woche öffentlich mit Kommentaren zu dem Kurz-Bericht zur sogenannten „Rauschgiftkriminalität“ in Erscheinung getreten. Nun habe ich ihr eine interessante Frage via Abgeordnetenwatch gestellt:

Zur Anfrage auf Abgeordnetenwatch

Werte Frau Aschenberg-Dugnus,

die Drogenbeauftragte Dyckmans antwortete am 25.1.2010 auf dem Portal Abgeordnetenwatch, „Das grundsätzliche Verbot des Umgangs mit Cannabisprodukten soll nicht nur den Einzelnen – und besonders Jugendliche – vor Gesundheitsgefahren und den Gefahren einer psychischen Abhängigkeit schützen, sondern auch den Einzelnen und die Bevölkerung vor kriminellen Organisationen und den Folgen der organisierten Kriminalität.“

Damit habe ich ein Verständnisproblem, und ich würde mich freuen wenn Sie, insbesondere mit Ihrem juristischen Hintergrund, mich dazu aufklären könnten. Ich bin der Meinung, dass Verbote keine ehrliche Aufklärung ermöglichen, ergo insbesondere Jugendliche nicht vor den potentiellen Gefahren schützen können.

Wie kann ein Verbot, dass einen unkontrollierbaren Scharzmarkt, und damit kriminelle Organisationen hervorbringt, Einzelne und die Gesellschaft als Ganzes schützen?

mfg,

Ich freue mich über Mit-Interessierte! Zu der Anfrage:
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Drogenberaterin Dr. Polly Taylor zurückgetreten, hier der Rücktrittsbrief

Die Drogenberaterin der britischen Regierung Dr. Polly Taylor ist zurückgetreten, da sie der Regierung nicht mehr traut und hat der BBC ihre Erklärung zum Rücktritt übermittelt. Da er sehr interessant ist und auch auf die hiesigen Verhältnisse anwendbar ist, machen wir hier den Volltext auf Deutsch. Mehr dazu auch auf Google News (580 Artikel)
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Nato erlaubt Afghanistan das Opium

Die Presse schrieb am 22.3.2010: Die von der Nato geführte Internationale Schutztruppe für Afghanistan geht im Kampf gegen die Taliban neue Wege. Die für die afghanische Bevölkerung lebensnotwendige Opiumproduktion wird vom westlichen Militärbündnis geduldet. Anders als bisher üblich wurde etwa in der von den Taliban zuletzt zurückeroberten Marja-Region die dortige Mohnernte bisher nicht zerstört. Es sei sogar überlegt worden, dass die USA den Opiumrohstoff aufkaufen, berichtet die „New York Times“.

Mexikanische Drogenkartelle breiten sich in ganz USA aus

BBC berichtete heute über die mexikanischen Drogenkartelle, die sich neuerdings überall in den USA ausbreiten sollen. Wer hätte das gedacht? Auch viele andere Zeitungen berichten über den Drogenkrieg in Mexiko

Die Mexikanischen Drogenbanden sollen ihre Aktivitäten in den USA mit ihrer Heroinproduktion schon 2008 verdoppelt haben, sagt die US Justizbehörde in einem Bericht. Trotz der Unterstützung im „Krieg gegen die Drogen“, steigt der Handel von Marihuana, Ecstasy und Methamphetamin weiter an, sagt der Nationale Drogenreport. Der Report sagt weiterhin aus, dass die Gruppen aus Mexiko in jeder Region der USA aktiv seien. Gangs sollen somit geschätzte 40 Milliarden US-Dollar in Bargeld pro Jahr nach Mexiko ausführen.

derStandard: Die Regierung ziehe alle verfügbaren Optionen im Kampf gegen die Drogenkartelle in Betracht, sagte Clinton. Auf die Frage eines Journalisten, ob dies auch die Legalisierung des Drogenkonsums einschließe, antwortete sie jedoch mit einem klaren „Nein“.

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USA: NFL – Coaches besorgt über die Cannabis-Epidemie

Percy Harvin, im Februar 2009 positiv auf Cannabis getestetDie Coaches in der National Football League, einem sehr beliebten Sport in den USA, haben zur Zeit ein riesiges Problem mit Marihuana, denn etwa ein Drittel der Spieler kifft gerne. Die Personalchefs der NFL sind über die zunehmende Anzahl von Spielern besorgt, die eine Historie von Cannabiskonsum, teils bis in die Schulzeit hinein, haben, oder Spielern die bei Drogentests durchfallen. Journalisten von SI.com interviewten vier NFL Top-Coaches, vier Manager und zwei andere hochrangige Clubangehörige für die Story. Wegen dem sensiblen Thema möchten sie nur anonym sprechen. Die Hanfplantage berichtete von Michael Phelps, 6-facher Weltmeister im Schwimmen, der wegen Bongkiffen von seinen Sponsoren fallen gelassen wurde.

„Es ist etwas, dass alle Coaches und Manager in der League angeht,“ sagte ein Veteran des NFL auf dem jährlichen Treffen in Orlando. „Es hat sich in den letzten Jahren in die falsche Richtung entwickelt. Es ist etwas, mit dem Umgegangen werden muss, auf einem hohen Level, in der League, es kann nicht von Club zu Club unterschiedlich sein. Es ist Teilweise eine Sache der Gesellschaft, aber es ist etwas, mit dem wir mehr und mehr zu tun haben.“ (Foto: Percy Harvin, aus Florida, wurde positiv auf Cannabis getestet und denoch für die Vikings aufgestellt.)

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