Cannabis zur Traumabewältigung für die Soldaten in Afghanistan

Die Tagesschau berichtet, dass immer mehr Bundeswehrsoldaten an traumatischen Erlebnissen leiden würden. Für 4500 Soldaten gäbe es nur einen Psychiater, der sich ihrer annehmen kann. Dieses Jahr sei eine Zunahme der sogenannten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) um 30 Prozent zu verzeichnen, so die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine Anfrage im Verteidigungsausschuss des Parlaments. Soldaten müssen nicht mehr leiden: Mit einem ungewöhnlichen Mittel werden schon jetzt israelische Soldaten, die unter psychischen Kriegsfolgen leiden, behandelt. Cannabis soll helfen die schweren posttraumatischen Stress-Syndrome (PTSD) abzubauen, berichtete der Spiegel-Online im Jahre 2004.

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Nachweiszeiten von Cannabis werden durch Stress und Diät beeinflusst

Sidney, Australien: Eine in kürze im British Journal of Pharmacology erscheinende Studie belegt, dass das Ausscheiden von Abbauprodukten des THC, dem THC-COOH, von den Reaktionen des Körpers auf Stress oder Schlankheitskuren, beeinflusst wird.

Untersuchungen an der Universität Sidney in Australien haben berichtet, dass Ratten, die dem Stresshormon ACTH ausgesetzt waren, höhere Mengen von Abbauprodukten des Cannabis im Blut hatten als die Kontrollgruppe. Ratten, denen die Nahrung entzogen wurde, hatten ebendfalls höhere Werte von THC-COOH, als die nicht-hungernde Kontrollgruppe.

Die Autoren der Studie sagen, dass ihre Ergebnisse eine physiologische Erklärung liefert für das Phänomen, dass manche Gebraucher der Droge auch lange nach dem Absetzen einen positiven Drogentest haben.

Das Abbauprodukt THC-COOH, ist der hauptsächliche Bestandteil, auf den Urindrogentests anschlagen. Diese Substanz sammelt sich im Körperfett an. Wenn das Körperfett abgebaut wird, werden auch Spuren von den Cannabissubstanzen freigesetzt. Diese sind zwar nicht Rauschfähig, aber können in den modernen, sehr genauen Drogenscreenings auch noch Monate später festgestellt werden.

Für mehr Informationen darüber, kontaktiere die Grüne Hilfe Netzwerk oder Paul Armentano, NORML Deputy Director, paul@norml.org (Englischsprachig)

via NORML

Kroatien legalisiert Cannabis

Nach Portugal hat jetzt auch ein weiteres europäisches Land legalisiert: Der Oberste Gerichtshof von Kroatien hat entschieden: Kroatische Kriegsveteranen dürfen jetzt ungestraft Marihuana, die Blüten von Cannabis, rauchen und die Pflanze selbst anbauen. Das geht aus einem Urteil des Obersten Gerichtshofes des Balkanstaates hervor, wie die Zeitungen in Zagreb am Donnerstag berichteten. Das Gericht reagierte auf die Berufung eines Veteranen, der in seinem Hinterhof Cannabis für den eigenen Gebrauch gezüchtet und dafür ein Jahr Gefängnis bekommen hatte. Der Mann ist nun frei.

Marihuana ist ein wirksames Medikament gegen Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS). Viele Ex-Soldaten aus dem Krieg gegen Jugoslawien (1991 bis 1995) leiden daran, heißt es in dem Urteil.

Experten gehen davon aus, dass etwa 18.000 kroatische Veteranen Symptome von PTBS, darunter Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und Selbstverletzungsneigungen aufweisen. Auf Deutschland hochgerechnet wären das etwa 328.000 Personen. Die sozialen Verwürfnisse bei dieser Störung sind noch vehemmenter: Fast 1.700 Veteranen hätten seit dem Kriegsende Selbstmord begangen, viele wären kriminell geworden. Auch Israel nutzt Cannabis für seine Soldaten gegen PTBS.