Studie: THC im Blut ist ist nicht unbedingt ein Anzeichen für einen aktiven Rausch

Baltimore, MD: Spuren von delta-9-THC, der primären psychoaktiven Substanz in Marihuana (Cannabis), können bei häufiggebrauchenden Personen bis zu sieben Tage nach dem Konsum nachweisbar sein. Dies sagt eine klinische Studie aus, deren Daten in der Zeitung „Addiction“ veröffentlicht werden.

Forscher am nationalen Institut für Gesundheit in Baltimore haben die Blut-THC Konzentrationen bei 25 chronischen Cannabisgebrauchern über eine Periode von sieben Tagen Abstinenz kontinuierlich untersucht.

Die Forscher berichteten, dass am siebenten Tag der Untersuchungen, also 6 ganze Tagen nach dem Konsum, noch immer bei sechs Personen identifizierbare THC (im Blut) Konzentrationen zu finden waren. Die am höchsten gemessene THC Konzentration bei Konsum (Tag 1) und Tag Sieben waren jeweils 7.0 und 3.0 ng/ml.

Sie schlossen daraus, dass „substanzielle Mengen Blut-THC noch mehrere Tage nach dem Absetzen bei chronischen Konsumenten verbleiben“

Vorherige Studien hätten zu dem Schluss geführt, dass niedrige THC-Konzentrationen im Blut von chronischen Gebrauchern nur für eine Periode von 48 Stunden anhielten.

Die Forscher merkten an, dass alle Personen die am Tag Sieben positiv getestet worden sind auf THC in ihrem Blut, weibliche Personen sind. Weiterhin, dass einige getestete Personen später positiv getestet worden sind, wobei der erste Test am Tag 1 negativ verlief.

Als Kommentar zu dieser Studie sagte NORML Vorstand Paul Armentano, dass „Die Ergebnisse fordern die bisherigen Erkenntnisse über das Testen auf geringe Mengen THC im Blut und dass es mit kürzlichem Konsum oder Einschränkungen im Strassenverkehr verbunden wird. Um genau zu sein, zweifelt diese Studie die bisherige Politik der Verkehrsgesetze heraus, welche die Fahrer mit jeder Konzentration von THC in ihrem Blut als Unfähig zur Verkehrsteilnahme und damit Kriminell macht. Die Resultate der Studie zeigen wiedereinmal auf, dass Drogenscreening nur eingeschränkte Aussagekraft haben, wenn es um Rechtsprechung im Falle von Marihuanakonsum und der Unfähigkeit zur Verkehrsteilnahme geht.

Der komplette Text der Studie „Do Delta(9)-tetrahydrocannabinol concentrations indicate recent use in chronic cannabis users,“ wird in der Zeitschrift „Addiction“ veröffentlicht.

via NORML, Detection Of THC In Blood Not Necessarily Indicative Of Recent Pot Use, Study Says, 8. Oktober 2009 – NORML kann auch angeschrieben werden: paul@norml.org

Cannabis ist sicherer als Alkohol!

Cannabis ist Harmloser als Alkohol Logo Die Bundesweite Umfrage zur Wahl 2009 des Forschungsinstitutes INEIDFO bringt es auf den Punkt. In einer Umfrage unter 2500 Personen sind 89 % der Befragten der Meinung, dass von Alkohol ein mittleres oder hohes Risiko ausgehe. Begründet wird das Ergebnis der Umfrage damit, dass die Risiken bei dem Konsum von Cannabis deutlich geringer seien als bei der legal erhältlichen Droge Alkohol. Sie befinden sich damit in guter Gesellschaft: Auch in den USA ist eine ähnliche Meinung aufgekommen.

Und damit hat die Öffentlichkeit Recht – es sind die Gesetze, die falsch sind!

Die Ansichten der Umfragenteilnehmer decken sich damit auch den wissenschaftichen Erkentnissen. In einer Vergleichsstudie, publiziert u.a. in der britischen Zeitschrift „The Lancet“, rangierte Alkohol in Bezug auf die Risiken für die persönliche Gesundheit und die Gesellschaft nach Heroin und Kokain (Ränge 1 und 2) auf Rang 5 deutlich vor Cannabis mit Rang 11 (SPIEGEL Online am 23.03.07 ).

Langzeitstudie: Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie

Logo von AbgeordnetenwatchIch habe am 16.8.2009 auf abgeordnetenwatch die Frage an unsere Drogenzarin Sabine Bätzing gestellt, ob sie denn schon die Studie zu Rauch-Hanf-Konsum und Schizophrenien (besser bekannt als Psychosen) schon kennt. Wie immer kannst du auch auf eine sinnvolle Antwort mit mir warten!
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Thema Virtuelles Wasser und Hanf

Gestern kam im Fernsehen zur Abwechslung etwas interessantes: Die Welt-Wasser Woche. Thema war „Virtuelles Wasser“.

Banner zum virtuellen Wasserfussabdruck

Was sollen den virtuelles Wasser sein?

Als virtuelles Wasser wird das bezeichnet, was unsere Konsumgüter für die Herstellung an Wasser benötigen. Das sieht man ja nicht auf den ersten Blick. So haben findige Leute ausgerechnet, dass z.b. ein 1KG Rindfleisch 15.500 Liter Wasser benötigt, bis es fertig ist.

Allein um den Konsum von Kaffee und Kakao in Deutschland zu befriedigen, werden jedes Jahr 20 Milliarden Kubikmeter virtuelles Wasser importiert, so auch die Studie des WWF. Besonders „durstige Güter“ sind demnach außerdem Rind- und Schweinefleisch, Öl-Saat wie Olive und Ölpalme oder Baumwolle.

Mehr zum Konzept des „virtuellen Wassers“ finden sie zum Beispiel beim WWF. Die vollständige WWF-Studie „Der Wasser-Fußabdruck Deutschlands – Woher stammt das Wasser, das in unseren Lebensmitteln steckt?“ ist zum Download hier verfügbar.

Virtuelles Wasser und Hanf

Was Sie über Hanf wissen sollten

Hanf (Cannabis sativa) ist so vielfältig nutzbar wie kaum eine andere Pflanze. Der Hanf liefert Kleidung und Nahrung, Öl und Energie, Papier und Baustoffe. Die Hanfpflanze benötigt keine Pflanzenschutzmittel und erbringt dennoch dreimal soviel Fasern wie ein Baumwollfeld, viermal soviel Papier wie Wald.

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