Ruhige Feiertage? Nicht für Medizinalhanfpatienten

Grafik zu Cannabis als MedizinEs ist soweit, die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür. Eigentlich eine schöne Zeit, um mal etwas mehr abzuschalten. So aber nicht für etwa 150 Patienten in Deutschland, die eine Ausnahmegenehmigung besitzen und damit Cannabisblüten aus der Apotheke beziehen können. Meldungen diverser Patienten auf Facebook zufolge kann der einzige Großhändler Fagron nicht mehr liefern und habe seine „Notvorräte“ bis Januar aufgebraucht.

Ich will endlich leben dürfen wie jeder Mensch ohne Ängste und Schmerzen…ich möchte Glücklich sein und das geht nur wenn man ohne Angst leben darf (Ein Cannabispatient)

Aus den ACM-Mitteilungen: Nach Auskunft des Importeurs Fagron muss das Unternehmen der Bundesopiumstelle zu Beginn eines Jahres das zu erwartende Kontingent an zu importierendem Cannabis mitteilen. Fagron weißt darauf hin, dass dieses Kontingent allerdings unterjährig nicht modifizierbar ist und demnach bei nicht vorhersehbar exponentieller Entwicklung der Abverkaufszahlen möglicherweise in den Engpass führt. [..]

Andererseits wäre es auch wünschenswert, wenn die Bundesopiumstelle flexibler auf eine Zunahme des Bedarfs reagieren und eine Erhöhung des Kontingents im Verlaufe eines Jahres zulassen würde, denn es erscheint in der Tat nicht einfach zu sein, den zu erwartenden Jahresbedarf im voraus abzuschätzen.

Der Forderung nach einer Flexibilisierung der Bürokratie können wir uns nur anschliessen!

Lange Wartezeiten für Patienten in Deutschland und Kanada

Patienten und Kritiker sagen, dass es zu lange dauert bis eine Lizenz für medizinisches Marihuana ausgestellt wurde. So mussten in Kanada einige Patienten bis zu sechs Monate warten, für eine Erlaubnis die nur ein Jahr gültig ist. In Deutschland zieht die Erlaubnisvergebezeit teilweise zwischen 4-6 Wochen, und eine Lieferzeit der Blüten bis über 4 Wochen hin. Für die Patienten und betreuenden Personen unhaltbare Zustände!

Berlin-Ottawa: Es dauert viel zu lange bis Erlaubnisse für medizinisches Marihuana ausgestellt werden. Das Gesundheitsministerium von Kanada, ähnlich dem Gesundheitsministerium bei uns bzw. dem Bfarm, vergibt Lizenzen an Menschen mit heftigen Krankheiten und einem Rezept ihres Doktors. Fast 5.000 Kanadier haben eine Erlaubnis, Cannabis mit sich zu führen um ihre chronischen Schmerzen zu lindern oder ihren Appetit anzuregen, und etwa 3500 haben eine Lizenz zum Selbstanbau, von denen die Patienten in Deutschland noch träumen.

Einige Patienten sagen, dass es zu lange Dauert bis man eine Änderung oder eine Erneuerung der Lizenz bekommt. Und sie haben Angst, dass sie Probleme wegen dem Besitz bekommen oder ihnen gar die Wohnung von der Polizei gestürmt wird während sie warten.
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