Aktivisten aus aller Welt: 40. Treffen der WHO, Cannabis als Thema

Die WHO soll bei ihrem 40. Treffen das erste Mal Cannabis unter evidenzbasierten Ansätzen prüfen. Auch kenn die Ergebnisse nur eine Grundlage sind, könnte der Prozess zu einer Änderung der Einteilung von Cannabis unter den Drogengesetzen führen. Ein historischer Tag für alle Beteiligten.

Der Thinktank FAAAT hat in einer koordinierten Aktion eine gemeinsame Stellungnahme der Zivilgesellschaft an die Experten der WHO übergeben, welche zur Zeit Cannabis und ähnliche Substanzen bewerten sollen. Die gemeinsame Stellungnahme wurde von über 110 Nicht-Regierungsorganisationen aus 35 Ländern mit gezeichnet, darunter die Hanfparade (Jakis e.V.) und das Grüne Hilfe Netzwerk. Auf der Liste der Zeichner sind Organisationen von Forschern, Ärzten, betroffene Personen, Patienten, Studenten, Gebraucherinnen und Suchtexperten. Der Text kritisiert die zahlreichen Voreingenommenheiten in den Vorbereitungen und in der Dokumentation des 40. Treffens des ECDD. Hashtag: #ECDD40

Auf der Webseite faaat.net/cannabis sind alle Informationen und Neuigkeiten zum Bewertungsprozess zu finden.

Hier kann die gemeinsame Stellungnahme eingesehen werden:
http://faaat.net/wp-content/uploads/ECDD40-CIVIL-SOCIETY-CONTRIBUTION.pdf

Unterstützt die Petition „Keine Strafverfolgung gegen Cannabispatienten“

Die Petition an den Bundestag von Dr. Franjo Grotenhermen und der ACM ist gestartet! Sie wendet sich gegen die Strafverfolgung der Patienten, die Cannabis als Medizin benötigen. Alle mitmachen – Unterschriftenlisten zum Rumgeben im Freundeskreis oder bei Infoständen gibt es hier: http://www.petition.cannabis-med.org/pet-2018.pdf

In den kommenden Wochen sollen 50.000 Unterschriften auf Unterschriftenlisten gesammelt werden!

Die ausgefüllten Unterschriftenlisten bitte an die folgende Adresse senden: ACM, Am Mildenweg 6, 59602 Rüthen.

Hier geht es zur Petitionsseite: petition.cannabis-med.org

Die Petition:

Der Bundestag möge beschließen, dass Patientinnen und Patienten, bei denen aus ärztlicher Sicht eine Behandlung mit Cannabis oder Cannabinoiden medizinisch indiziert ist, nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden dürfen. Durch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes soll verhindert werden, dass Patientinnen und Patienten, die Cannabis auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes verwenden, kriminalisiert werden können.

Die Begründung kann auf der oben genannten Petitionsseite nachgelesen werden.

Studie: Regelmäßiger Cannabiskonsum hat keinen Zusammenhang mit Gehirnveränderungen

Richmond, VA: Die regelmässige Nutzung von Cannabis ist nicht mit Änderungen in der Struktur des menschlichen Gehirns assoziiert, so die Daten einer neuen Studie, die demnächst im Fachblatt Addiction erscheint.

Ein internationales Forscherteam aus Australien, Großbritannien und den USA haben den Zusammenhang zwischen gewohnheitsmäßigem Cannabiskonsum und dem Volumen der Grauen Materie im Gehirn in sieben Arealen untersucht. Zu den untersuchten Regionen in zwei großen Zwillingsstudien gehört der Thalamus, Hippocampus, die Amygdala und der Nucleus Accumbens.

Die Forscher berichten: „..Variationen im Cannabiskonsum sind statistisch nicht bezogen zu den individuellen Unterschieden im Volumen der Gehirnmorphologie.“

Im Gegensatz dazu ist die wiederholte Nutzung von Nikotin positiv assoziiert mit einem signifikant geringerem Thalamusvolumen in Männern des mittleren Alters.

Die Autoren schreiben „Es ist die größte explorative Studie, die Gehirnbildaufzeichnung mit Selbstberichten von Cannabisnutzung und komorbiden Substanzkonsum kombiniert. Nach der Korrektur für multiple Tests konnten keine Effekte des Cannabiskonsums auf das Volumen irgendeiner untersuchten Region, die insbesondere für Jugendliche und Männer mittleren Alters wichtig sind, gefunden werden.

Sie schlossen daraus, dass „in dem Kontext einer sich ausweitenden Verfügbarkeit als Medizin und Entkriminalisierung sowie den Bedenken wegen der Konsequenzen von besserer Verfügbarkeit sind unsere Erkentnisse, dass die normalen Variationen im Gebrauch von Cannabis statistisch nicht relevant sind in Bezug auf die Morphologie des Gehirns durch Messung von Volumen in nicht-klinischen Rahmen.“

Die Untersuchungen decken sich damit mit bisherigen Studien, die Bilderzeugung genutzt haben um das Gehirn zu untersuchen. Sie berichteten von kleinen bis nicht-signifikanten Effekten auf das Gehirn, verglichen zu den dramatischen Effekten, die Alkohol hat.

Die Studie konnte die Ergebnisse eines 2014 veröffentlichten Papiers nicht replizieren. Die damalige Studie berichtete, dass gewohnheitsgemäßer Cannabiskonsum zu Gehirnabnormalitäten führe, insbesondere in der Amygdala.

Eine Metaanalyse über 69 verschiedene Studien, welche letzte Woche veröffentlicht wurde, berichtet, dass Cannabiskonsum bei Kindern und Jugendlichen nicht mit signifikanten bleibenden Einschränkungen der Kognition einhergeht. Die Ergebnisse einer Reihe von erst kürzlich veröffentlichten Zwillingsstudien berichten ähnliches: dass Cannabiskonsum nicht assoziiert ist mit Änderungen im Intelligenzquotionen oder ausführenden Funktionen.

 

2018 Apr 24. doi: 10.1111/add.14252

via NORML

Studie: Cannabis effektiv bei der Behandlung von Fibromyalgie

Israel: Cannabis als Therapie verbessert die Symptome der chronischen Schmerzen bei Fibromyalgie und ist verbunden mit einer Reduzierung von verschreibungspflichtigen Medikamenten, so eine aktuelle Studie, die im Februar 2018 online gestellt wurde und im Journal of Clinical Rheumatology gedruckt wird. Etwa 3 bis 6 Millionen Amerikaner sind von Fibromyalgie betroffen und übliche Medikamente helfen nur wenig.

Die Israelischen Forscher untersuchten die Sicherheit und Effektivität von inhalierten Cannabis in einer Kohorte von 26 Patienten mit Fibromyalgie. Sie berichten, dass die Behandlung mit medizinischem Cannabis war „mit deutlichen positiven Effekten auf jede untersuchte Stelle“ verbunden, wie zum Beispiel die Reduktion von Schmerzen und ein Anstieg von Lebensenergie.

Die meisten Patienten konnten auch ihre Dosis von normalen verschreibungspflichtigen Medikamenten während der Untersuchungen senken, darunter Opiate und Benzodiazepine. Nahezu die Hälfte der Patienten (46%) reduzierte ihre Einnahmen von verschreibungspflichtigen Medikamenten um mehr als 50 Prozent während der Studie. Einige Patienten konnten wieder Arbeiten gehen nach dem Start der Behandlung mit Cannabis.

Forscher zogen daraus den Schluss, dass „die Behandlung mit medizinischem Cannabis einen signifikanten positiven Effekt auf Patienten mit Fibromyalgie hat mit nur wenigen Nebenwirkungen.“

Vorherige Untersuchungen zeigen, dass sowohl Ganzpflanzen-Extrakte als auch synthetische Cannabinoide ähnlich Effektiv bei Patienten mit dieser Krankheit sind. Eine Übersicht über vorherige Studien bietet  NORML auf ihrer Webseite.

via NORML

Medical Cannabis for the Treatment of Fibromyalgia. Habib G, Artul S.
PMID: 29461346 DOI: 10.1097/RHU.0000000000000702

Plattform Reddit stellt Foren zu Drogen, Waffen ein

Die beliebte Plattform reddit.com war bis vor kurzem ein Treffpunkt, um Erfahrungen über Märkte im „Darknet“, einen nicht so leicht zugänglichen Teil des Internets, auszutauschen. Somit war die Plattform hilfreich, die Nebenwirkungen des Krieges gegen die Drogen zu mindern: Nutzer mussten nicht auf „die Straße“, um Drogen zu erwerben und sich Gewalt und minderer Qualität aussetzen. Die Sperrung betrifft nicht nur Drogen, sondern auch Diskussionsstränge über Diebstahl, Waffenhandel, Alkohol und gefälschte Dokumente.

Am 23.3.2018 kündigte Reddit diese Maßnahmen an. Daraufhin waren zahlreiche Diskussionsstränge nicht mehr erreichbar. Eine komplette Liste gibt es an dieser Stelle im Netz.

Eine Zusammenfassung der Plattformen zum Diskussionsaustausch über Darknet-Märkte:

/r/darknetdeals /r/darknetmarketindia /r/DarkNetMarketsNO /r/darknetmarketsOZ /r/darknetuk /r/dnstars /r/AbraxasMarketplace /r/AeroDNM /r/Agmarketplace /r/Agora_Market /r/Agora_Registration /r/agorareloaded /r/DarkMarketsBrasil /r/darknetfraud /r/Darknet_Markets /r/DarkNetMarketsLinks /r/DarknetReviews /r/DarkWebMarkets /r/DeepnetMarkets /r/dnDreamMarket /r/DNJobs /r/DnmEU /r/DNMIndia /r/DNMSuperlist /r/DNMTurkey /r/DNMUK /r/DNMVendorReviews /r/DreamMarketDarknet /r/DreamMarketplace /r/MarketInvites /r/ResearchVendors /r/TheAgoraMarket /r/TorMarketplaces /r/Trade_Route_DNM /r/TradeRoute_Market /r/TradeRouteOfficial /r/ZionMarket /r/Zion_Market /r/AeroDNM/ /r/TradeRouteDNM/ /r/TradeRoute/ /r/TradeRouteOfficial/ /r/RaptureMarket/

Wann du CBD nicht nehmen solltest – Kontraindikationen zu Cannabidol

Einige Personen scheinen Allergisch auf Cannabis in verschiendenen Formen zu regieren. Einige reagieren auf die frischen Blätter (O’Campo 2015), einige auf den Rauch, andere auf Cannabinoide oder Terpene. Hier sind einige bekannte und wichtige Kontraindikationen zu Cannabidiol (CBD):

Die meisten Medikamente werden in der Leber metabolisiert. Vor allem im Spiel sind die P450 Cytochrome, Enzyme, die für die Metabolisierung der meisten Medikamente gegen Epilepsie zuständig sind. Einige dieser Medikamente sind starke Hemmer dieser Enzyme und kann die Nebeneffekte anderer Antiepilepsiemedikamente hemmen. Patienten mit genetischen Variationen des P450 Enzyms, die die Enzymtätigkeit beeinflussen, haben auch immer wieder Komplikationen mit bestimmten Medikamenten. Insbesondere scheint CBD ein potenter Hemmer der CYP3A Isoformen zu sein, die in der Metabolisierung von Clobazam involviert sind.

Die meisten Patienten mit Dravet-Syndrom haben Mutationen des SCN1A Genes, zuständig für Natriumkanäle. GW Pharma hat Arbeiten veröffentlicht, die bei CBD einen Mangel von Affinität zu den Natriumkanälen aufzeigt. Es gibt Literaturhinweise, dass CBD in die Regulation von Kalzium per PPARgamma eingreift.

Es gibt auch einen berichteten Fall einer Sevofluran Kontraindikation bei CBD. Patienten die eine Sevofluranbasierte Anästhesie bekommen, erreichen nach etwa 25 Minuten nach dem das Gas abgezogen ist das Bewusst sein. In diesem Fall war der Patient auf CBD und erreichte, unverletzt, erst nach etwa 6 Stunden das Bewusstsein. Sevoflurane wird auch oft zusammen mit Stickstoffmonoxid (NO) gegeben, welches auch im PPARgamma Pfad ist. Die Dosis von CBD, auf der der Patient war, ist leider unbekannt, da es selbstappliziert wurde. Das Kind, dem es passiert ist, wurde fast inturbiert. Ein Arzt, der sich mit CBD auskannte, wusste aber es wäre ein Fehler und dass es einfach etwas mehr Zeit benötigt.

Das Dravet Syndrom ist nicht auf das SCN1A Gen beschränkt, 10-12% können Mutationen anderer Gene sein.

Bestimmte Stoffe in unserer Nahrung können die Cytochrome beeinflussen. Bergamottin im Grapefruit-Saft kann manche Enzyme hemmen, was zu längeren Effekten bei antiepileptischen Medikamenten führen kann. Sie werden über die gleichen Enzyme verstoffwechselt. [Schaue nach einem Hinweis auf Grapefruit-Saft auf deinen Medikamenten]

CBD ist ein starker Hemmer der Enyzme CYP3A4 and CYP2D6

CBD kann die Serumkonzentration von Macrolides, Kalziumkanalblockern, Benzodiazepinen, Cyclosporin, Sildenafil (und andere PDE5 Hemmer), Antihistamine, Haloperidol, Antiretroviralmedikamente und einigen Statinen (Atorvastatin und simvastatin, aber nicht Pravastatin oder Rosuvastatin) erhöhen.

CYP2D6 metabolisiert viele Antidepressiva, daher kann CBD die Serumkonzentration von SSRIs, Trizyklischen Antidepressiva, Antipsychotika, Betablocker und Opiaten (inklusive Codein und Oxycodon) erhöhen.

Weitere Studien zu Interaktionen:

Warfarin

THC und CBD erhöhen den Blutspiegel von Warfarin (Yamaori et al 2012).

Alkohol

Alkohol kann die THC Blutspiegel erhöhen (Hartman 2015).

Theophyllin

Gerauchtes CAnnabis kann die Spiegel von Theophyllin senken (Stout and Cimino 2014).

Indinavir oder Nelfinavir

Gerauchtes Cannabis hatte keinen Effekt (Abrams et al 2003).

Docetaxel oder Irinotecan

Cannabistee hatte keinen Effekt (Engels et al 2007).

Clobazam (oben erwähnt)

Kinder, die mit CBD wegen Epilepsie behandelt werden, weisen erhöhte Blutspiegel von Clobazam auf (Geffrey et al 2015).

Absolute Kontraindikation bei

Akuten Psychosen und anderen unstabilen psychiatrischen Konditionen


Klicke hier zum Artikel Two Year Old Kids Can’t Read: 587 drugs (4160 brand and generic names) are known to interact with cannabis (THC & CBD)

Klicke hier für den Artikel Medical Cannabis Adverse Effects & Drug Interactions (PDF)

Klicke hier für den Artikel Known and potential side effects of Cannabidiol (CBD)

Klicke hier für den Artikel CBD Use, Cautions, Contraindications

Originaler Artikel von Richard Rose, CannaCoach und Hanfpionier seit 24 Jahren und  Kevin McKernan von Medical Genomics.

Die richtige Temperatur zum Verdampfen von Cannabis

Vaporizer sind eine tolle Sache, aber man sollte auch die Temperaturen zur Nutzung mit Cannabis kennen. Die ideale Temperatur hilft beim Verdampfen von bestimmten Substanzen entsprechend ihrer Siedepunkte. Weiterhin wird das Verdampfen von ungewollten Substanzen verringert.

Hier ist eine Übersicht der Siedepunkte der wichtigsten Cannabinoide:

  • THC: 157 C
  • CBD: 160-180 C
  • CBN: 185 C
  • CBC: 220 C
  • THCV: <220 C

Pflanzen zur Tarnung deines Hanfanbaus

„Helichrysum basalticum 1“ von Stan Shebs. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg#/media/File:Helichrysum_basalticum_1.jpg

Wenn man im Garten, ist es gar nicht so einfach, seine Hanfpflanzen vor neugierigen Blicken zu verbergen. An dieser Stelle ein paar Tipps dazu. Man könnte natürlich eine Wand um die Pflanzen ziehen, aber das macht keinen Sinn, da dann keine Sonne mehr an die Pflanzen kommt.

Welche Pflanzen sind geeignet, zusammen mit Hanf zu stehen:

  • Sonnenblume – sieht immer gut aus im Garten und macht große grüne Blätter
  • Mais – kann man tatsächlich auch im Garten anbauen
  • Tomate – dichtes Blattwerk

Was man beachten sollte, ist, dass Cannabis sehr schnell wächst und dadurch meist andere Pflanzen verschattet. Eine regelmässige Kontrolle ist daher für den Wuchs notwendig.

Gerne nehme ich weitere Tipps entgegen!

Hanffelder anbauen

Es gibt viele Landwirte, die ihren Mais mit einem Grünstreifen aus Hanf vor Schädlingen zu schützen. Das gleiche kann man auch anders herum betreiben, um seine wertvollen Agrargüter zu schützen. Zerrissene und zertretene Pflanzen nützen niemanden etwas, deswegen ist die Tarnung um so wichtiger. Bei Feldern ist die Hauptsache, dass der Anbau nicht aus dem fahrenden Auto zu sehen ist. Ich würde Mais oder Sonnenblumen empfehlen.

Update

Als Tipps wurden mir Bohnen und Himbeer/Brombeersträucher übermittelt, sowie Randbepflanzung mit Buchsbaum. Bohnenranken kann man gut zu einer Wand formen. Von Himbeeren oder Brombeeren würde ich persönlich abraten, da die zum einen Stachel haben, zum anderen sich sehr schnell unangenehm ausbreiten können. Randbepflanzung am Gartenzaun ist sicherlich eine gute Idee für ebene Grundstücke. Bei größeren Grundstücken oder leichten Erhebungen würde ich dennoch weitere Überlegungen anstellen.

Top 10 der Hanf Bücher

Ich möchte euch gerne meine Liste der 10 besten Bücher über das Hanfthema mitteilen. Literatur zu Cannabis ist in den Bibliotheken leider noch selten – daher an dieser Stelle der Aufruf: Spendet euren lokalen Bibliotheken Hanf-Literatur!

  • Von Hanf ist die Rede – Hans Georg Behr
  • Rauschzeichen – Wurth/Geyer
  • Backen mit Hanf – Kathrin Gebhardt
  • Bio-Grow – Alice Legit
  • Cannabis gegen Krebs Der Stand der Wissenschaft und praktische Folgerungen für die Therapie – Franjo Grotenhermen
  • Cannabis Mythen – Cannabis Fakten – Eine Analyse der wissenschaftlichen Diskussion – Bröckers, Zimmer, Morgan
  • Marijuana Growers Handbuch – Rosenthal Ed
  • Enzyklopädie der Cannabiszucht – Fachbuch der Hanfgenetik – Mike MoD
  • Hanf als Medizin – Ein praxisorientierter Ratgeber – Franjo Grotenhermen
  • Das Joint Drehbuch – Tipps, Tricks und Techniken – BobCat Press/Nachtschatten Verlag

Die Bücher sind alle über den Nachtschatten Verlag oder den lokalen Buchhandel beziehbar. Von vielen der Bücher gibt es auch schon eine elektronische Version!

Bundestag debattierte über Cannabis

Die Legalisierungvon Cannabis in Deutschland schreitet mit mächtigen Schritten vorran: Am 22. Februar diskutierte der deutsche Bundestag über Modellprojekte zur Cannabisabgabe. Die Sitzung enthält so einige Lacher, aber auch sehr gute Stellen, insbesondere sehr rationale Antworten auf die idiotien der CDU-Abgeordneten von den Abgeordneten der SPD, was man nicht erwartet hätte. Nach dem neuen Gesetz zu Cannabis als Medizin ist es gut zu sehen, dass die Diskussion über die Nutzung darüber hinaus nicht aufhört.

Zu finden ist die gesamte Diskussion inklusive der Anträge auf der Webseite des Bundestags in der Mediathek.

Cannabisfirma kauft Kalifornisches Dorf – Woodstock 2017

Die Cannabisfirma „American Green“ hat die Stadt in Kalifornien mit dem Namen Nipton für 5 Millionen US-Dollar gekauft und möchte es zu einem Ort des Cannabistourismus machen.

Die Stadt umfasst etwa 50 Hektar und eine Population von sechs Personen, einen Einkaufsladen, ein Hotel mit 5 Zimmern sowie einer Solarfarm.

Stephen Shearin, ein Berater, der für die Firma an dem Projekt arbeitet, sagte, dass die Firma die kleinen Firmen vor Ort erhalten und Arbeitsplätze anbieten möchte.

„Die Idee ist es nicht, ein „Woodstock 2017″ zu gründen. Es geht darum, eine Umgebung zu schaffen, in der Menschen leben und eine Gemeinschaft erarbeiten.“ In dieser Gemeinschaft soll der Konsum von Cannabis akzeptiert sein.

2009 wurde die Firma American Green gegründet und war bislang fast unbekannt. Es ist eine öffentlich gehandelte Firma und laut ihrer Webseite sind sie mit Automaten, die Marijuana verkaufen, beschäftigt, einer Smartphone App zum Finden von Abgabestellen sowie Seed-to-Sale Lösungen. Die Firma stellt auch Öle aus Hanf her, welche nicht psychoaktiv sind. Das Öl wird als Balsam, Kapseln und ähnliches verarbeitet. Eines der ersten Produkte, welches in Nipton hergestellt werden soll, ist Quellenwasser mit ihrem Hanföl.

Der Startschuss für die Bauarbeiten in der Stadt ist schon gefallen. Bis zum ersten Marijuanaanbau wird es aber noch dauern. Die Stadt muss erst wieder als Stadt registriert werden.

Der Name der Abgabestelle in der Stadt steht schon fest: Die Apotheke. Sie wird ein Wilder Westen-Styling erhalten.

Quelle: Business Insider

Züchtungen beim Hanf ermöglichen Genduplikation für höhere THC-Gehalte

Viele Gerüchte ranken sich um die stärkeren Hanfzüchtungen, die in den letzten Jahren aufgetaucht sind. Einige vermuten schon direkte Genmanipulation am der Pflanze Cannabis, die so aber nicht bestätigt werden kann. Hingegen haben einige Forscher direkte Züchtungen ausprobiert. Sie haben eine Nutzhanfsorte und eine THC-reiche Sorte gekreuzt und dabei herausgefunden, dass ein Teil der Nachfahren deutlich höhere THC-Gehalte durch Duplikation der Gene aufweist, aber auch defekte CBDA-Synthesegene aufweise. Sie konnten als aufzeigen, dass es keine direkte Genmanipulation benötigt, um neue starke Sorten zu erzeugen.

Die Studie Gene duplication and divergence affecting drug content in Cannabis sativa von George D. Weiblen, Jonathan P. Wenger, Kathleen J. Craft, Mahmoud A. ElSohly, Zlatko Mehmedic, Erin L. Treiber, M. David Marks ist im Jahre 2015 erschienen im Open Access und ist als Gesamttext verfügbar. Für zukünftige Cannabiszüchter ebenso für Kritiker des „Gengrases“ bestimmt eine interessante Lektüre.

 

DOI: 10.1111/nph.13562

Schlafapnoe – Besser schlafen durch Cannabis

Bei Schlafapnoe, einer schlafbezogenen Atmungsstörung, tritt während des Schlafes Atemstillstand (auch unter der Bezeichnung Apnoen bekannt) ein, der zu einer erheblichen Störung der nächtlichen Ruhe führt. Schlafapnoe-hilfe.de informiert über Symptome, Ursachen und sonstigen Begleiterscheinungen.

Eine mögliche Behandlungsmethode ist die Einnahme von Cannabis, um folgende Symptome vorzubeugen: Tagesmüdigkeit, Schwindelgefühle sowie Konzentrationsschwächen und damit verbundene depressive Erscheinungsbilder sind typische Folgen von Schlafstörungen. Schlafapnoe kann außerdem Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle verursachen, da Atemaussetzer zu einer höheren Herzfrequenz oder einem höheren Blutdruck führen können.

Bereits im frühen 19. Jahrhundert wurde Cannabis als Mittel gegen Schlafstörungen eingesetzt. Durch die Einnahme von Cannabis kann der Blutdruck und die Körpertemperatur gesenkt werden. Allgemein wird dadurch ein beruhigender und entspannter Effekt erzielt. Umfragen zeigen, dass Cannabis in vielen Fällen als Einschlaf- und Schlafmittel eingesetzt werden. Etwa 50% der Personen, die regelmäßig Cannabis konsumieren, nutzen die Wirkung gezielt als Einschlaf- und Schlafmittel.

Seit März 2017 kann Cannabis von allen Ärzten in schwerwiegenden Fällen als Behandlungsmöglichkeit verschrieben und rezeptpflichtig in der Apotheke erworben werden. Wenn es zu einer Behandlung mit Cannabis kommt, ist es von großer Bedeutung, dass darauf geachtet wird, welche Cannabis-Sorte ausgewählt und in welcher Form dies eingenommen wird. Die Sorte Indica soll Patienten Berichten zufolge im Gegensatz zur Sativa-Sorte zu einer besseren Entspannung führen. Dies tritt jedoch nicht in allen untersuchten Fällen auf, einige Patienten berichten von einer fördernden Wirkung beider Sorten. Bei der Form der Einnahme sollte ess- oder trinkbares Cannabis dem inhalierten Cannabis vorgezogen werden. Inhaliertes Cannabis besitzt in der Regel eine Wirkung von 3-4 Stunden, während die Wirkung von ess- oder trinkbarem Cannabis bis zu 8 Stunden anhalten kann, was in etwa dem Schlafzeitraum eines Erwachsenen entspricht. Beim Verzehr von Cannabis muss jedoch darauf geachtet werden, dass die Wirkung erst nach etwa einer Stunde einsetzt. Außerdem ist es möglich, dass geringe Dosierungen erst einmal anregend sind und eine beruhigende Wirkung erst bei einer höheren Dosierung eintritt.

Ein positiver Effekt von Cannabis als Mittel gegen Schlafstörungen ist eine geringere Abhängigkeit im Vergleich zu anderen Mitteln wie Alkohol oder chemischen Medikamenten. Außerdem führt die Einnahme von Cannabis zu einem sehr erholsamen Schlaf. Tiefschlafphasen sind im Gegensatz zu der Einnahme von Alkohol oder chemischen Medikamenten intensiver und länger. Bei einer dauerhaften Einnahme von Cannabis als Schlafmittel wird jedoch auch vor einer Abhängigkeit gewarnt. Wird Cannabis regelmäßig in hohen Mengen konsumiert, muss auf längere Sicht eine höhere Dosierung angewendet werden, um einen gleichbleibenden Effekt zu erzielen, wodurch die Abhängigkeit weiter ansteigen könnte.

Drogenbeauftragte Mortler über die Todesstrafe

Mortler unterstrich: «Ich kann nicht ruhig bleiben, wenn Drogenabhängige und Kleindealer mit dem Tode bestraft oder – ohne jede Form rechtsstaatlichen Verfahrens – unter offensichtlicher Duldung oder sogar unter Beteiligung staatlicher Institutionen ermordet werden! Lassen Sie uns nicht zusehen und schweigen, wenn Menschen, die nur im vagen Verdacht stehen, etwas mit Drogen zu tun zu haben, vor den Augen ihrer Eltern, Ehepartner, ja der eigenen Kinder umgebracht werden.»

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